• hfrik

    Zitat von hfrik

    ...Saudis, Tuneseir, Marokkaner, Ägypter, Israeli, etc... an Leitungen mit der EU zusammen oder zu ihren Nachbarn bauen wollen und warum

    Wenn das so ist, wenn solche Aktivitäten zu verzeichnen sind, ist das zumindest an mir vorbeigegangen. Das ist aber belanglos. Keiner hat alle Informationen. Deswegen ist Austausch in einem "geeigneten" Forum ja so wichtig. Wenn Du über solche Informationen verfügst, bitte hier verlinken.


    Was Deine Argumente in Post 1.636 angeht. Die Idee, ALLE Sektoren für die notwendigen Veränderungen von vornherein zu betrachten, vertrete ich aus weitgehend den gleichen Gründen so lange ich mich mit EE befasst habe.


    Es gibt keinen vernünftigen Grund mehr EE anzuwenden, als für die jeweilige Aufgabe tatsächlich benötigt wird. Wer also die Veränderungen von den EE her "denkt", wird den unsinnigen Raubau mit Ressourcen damit nicht wiederholen. Z.B. ein neues Gebäude anders als mit dem geringstmöglichen Energiebedarf zu planen ist "Bullshit". Das ein solches Gebäude auch eine positive Energiebilanz (im langjährigen "Betrieb") erreicht, wird nicht nur "vergessen", es würde ohne entsprechenden Ordnungsrahmen auch heute noch immer nicht so ausgeführt werden.


    Dämmmaßnahmen werden genauso angegriffen, wie viele andere sinnvolle Bemühungen. Menschen sind sehr leicht zu manipulieren. Da "brennen" ganze Stadtteile ab, weil irgendwer diese Story mit Hilfe des Internet "auf allen Kanälen erfolgreich verbreitet. All diese "Alternativen Fakten" lassen sich erstaunlich schlecht zurückholen. Das etwas gut funktioniert scheint leider wenig bemerkenswert zu sein.


    Was den Verkehr angeht, einfach den irren Überfluss weiter fortschreiben - nun weil´s so sparsam ist, die Antriebstechnologie also 1:1 auf den Stand 2019 übertragen - statt hier eine realistischen Anzahl von Vehikeln die ausschließlich das "können" was für die unterschiedlichen Verkehre tatsächlich notwendig ist.


    Was die (notwendige) Produktion von Gütern angeht - auch hier zeichnet sich über 3D-Druckverfahren ein möglicher Wechsel ab. Statt (oft) sinnlos auf Halde zu produzieren, wird Produktion "on demand" möglich. Was die Lebensdauer von techn. Produkten erhöhen würde, weil niemand mehr Ersatzteile über begrenzte Zeit lagern muss. Das "Scannen" von Gegenständen um sie dann 1:1 produzieren zu können ist wohl ebenfalls auf hohem Niveau angelangt.


    Nimmt man all diese Fortschritte wahr, kann es ein einfaches "weiter so" auch dann nicht geben, wenn Probleme mit dem Klima und Nachschub an fossiler Energie sich "wider Erwarten" als "unproblematisch" herausstellen würden - was ja leider in der Realität eine Illusion ist.


    Real ist wohl auch die nahezu ungebremste Zunahme an "Energiebedarf". Nur vergleichbar mit Süchtigen, die immer höhere Dosen benötigen um "glücklich" zu sein. Es fehlt der notwendige "Ordnungsrahmen" um über Zwang rechtzeitig herbeizuführen (was der Verstand nicht fertigbringt), bevor die Realität die Illusion "unvermutet" zerstört.


    Das Problem ist die Unfähigkeit Physik und die Welt im Kopf zuverlässig unterscheiden zu können. Geld als geniales Tauschmittel kann viel, aber am Ende sind Naturgesetze in einer finiten Welt damit nicht zu überwinden.


    Man muss etwas rechtzeitig tun, nicht weil es "morgen" höhere Kosten verursacht, sondern weil es morgen u.U. mit all den Geld nicht mehr gelingt reale Schäden zu beseitigen.

  • Das Thema "Primärenergie" (Märchen) habt ihr ja schon erschlagen.


    Selbst wenn wir mehr Energie benötigen, als wir aus EE in D. erzeugen wollen , welches Problem hätten wir?


    Stimmt keines! Warum auch, wir haben einen Exportüberschuss, den wir einsetzen können, um uns rum massiv in EE zu investieren. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt :


    Grönland, Spitzbergen, Island, Afrika ..... ! Alles nahe dran, so das wir selbst die kurzen Strippen bauen könnend die weniger als 10% des Investment ausmachen.


    Leitungsbau: 100 Mrd. $ / 35 Jahre = 2,85 Mrd. $ *Rundungsfehler! dafür kriegt man nicht mal Kohle und Gas on Bord.

    *Nur Transportkosten.


    Strom zu transportieren, ist wie schon geschrieben wurde, extrem viel billigere als feste, flüssiger oder gasförmige (als nutzlose Brutto) Energie zu transportieren. Klar, nicht mit Klingeldraht ( 380 KV) aber mit 1.250 KV HGÜ schon.


    Der Umbau kann eh nur mit der EU geschehen. Was war noch mal der Grund der EU?

    Montan Industrie ! Aha, wenn wir müssen, können wir es auch in Europa und heute ist Europa viel stärker und größer!

    Der Gewinn für die gesamte EU wäre astronomisch hoch, denn wir importieren ja alle teure Energie, wie Drogensüchtige ihren Stoff. Und die Händler machen mit dem Geld nur Dummheiten damit.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Wenndas so ist, wenn solche Aktivitäten zu verzeichnen sind, ist daszumindest an mir vorbeigegangen. Das ist aber belanglos. Keiner hatalle Informationen. Deswegen ist Austausch in einem "geeigneten"Forum ja so wichtig. Wenn Du über solche Informationen verfügst,bitte hier verlinken.

    Kleinere Pflänzchen gibts z.B. EUROASIA Interconnector (Israel), ELMED (Tunesien), aber noch nicht was wir wirklich brauchen.

    Was die (notwendige)Produktion von Gütern angeht - auch hier zeichnet sich über3D-Druckverfahren ein möglicher Wechsel ab. Statt (oft) sinnlos aufHalde zu produzieren, wird Produktion "on demand" möglich.

    Das wird aus meiner Sicht ein Nischenbereich bleiben. Was willst du denn ernsthaft 3D Drucken? (ja bei mir in der Firma machen wir das ganz selten auch), vielleicht fehlt mir die Phantasie.


    Wenn ich mich umschau in meinem Haus:

    Die Fernbedienung neben mir: Das Gehäuse ok, möglicherweise die Tasten...der Rest.

    Kugelschreiber..ja ohne Innenleben

    Aussenspiegel vom Auto...vielleicht noch.

    Zahnbürste? Wie kommen die Filamente da rein?

    Nur um mal eine Grössenordnung aufzuzeigen: So eine Spritzgiessmaschine spuckt am Tag runde 100.000 Zahnbürsten aus, also 36 Mio. im Jahr, und dass auf ca. 20 qm Fläche (klar + Logisitik etc)



    Schaut man sich mal die Kunststoffverbrauchsstatistik für Europa an:

    Verpackung 40%

    Bau 20%

    Fahrzeuge 10%

    Elektro 6%

    Haushalt 4%

    Landwirtschaft 3%

    sonstiges 17%


    D.h. min. 70% sind Massenware.

    11/2016 Ioniq electric - 07/2018 29 x 320Wp QCells Duo - Kostal Piko BA - BYD 7,7 kWh

  • Ebenso der Eurafrika Interconnector, die beschlossenen Trasse von SPanien nach Marokko, die geplante Trasse von Portugal nach Marokko, etc. Es könnte viel schneller gehen, die Leistungen könnten viel höher sein, aber immerhin, es setzt sich was in Bewegung. Sind mal 20 GW installiert, wird das der MArkt anfangen zu spüren, bei 50 GW wird das den Markt bewegen, bei über 100GW wid die Leistung immer dahin fliessen könne wo sie gerade gebraucht wird.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Hi Roland81 - die ganze Welt besteht aus mehr oder minder großen "Nischen". Einige bleiben klein und unbedeutend. "In meinem Leben" da bin ich ja nicht allein, habe ich schon einige "Nischen" erlebt, welche inzwischen "flächendeckend" geworden sind. Was den Quelle : Google "3D Druck in der Industrie" angeht, ist das aus meiner Sicht ein "game-changer".


    Nicht nur das man damit überall vor Ort "produzieren" kann (Basismaterial und Gerät vor Ort), es ist möglich etwas zu tun was die üblichen Produktion nicht kann, Kleinstserien "on demand" zu fertigen. "Notfalls" kommt die gesamte "Produktion" komplett vor Ort. Es können bislang "unmögliche Formen" praktisch verlustfrei produziert werden. In der Luftfahrtindustrie werden Gewichtseinsparungen (= Energieeinsparung) möglich, die anders nicht realisierbar sind. Woran es mangelt, für die "Serienproduktion", also größere Mengen, sind einzelne Geräte nicht effektiv genug. Nun beginnt man einfach mit mehreren 3D-Druckern gleichzeitig (parallel) für größeren Ausstoß zu sorgen.


    Keine sonstige Maschine kann ohne Änderungen an ihrem Design derart vielfältige Produkte erzeugen. Alles was sich verändern muss um etwas gänzlich anderes zu produzieren, ist die Software. Wenn das keine wichtige Entwicklung ist, was ist es denn dann ?


    Eine ähnliche "Miniaturisierung" scheint sich in der Chemie leider nicht durchgesetzt zu haben. Dort gab es erste Ansätze, sehr gefährliche Stoffe in den eigentlich notwendigen "Kleinstmengen" in "geschlossenen Maschinen" zu produzieren. Klein genug um eine Havarie in einem abgeschotteten Kleinbereich schon konstruktiv einzugrenzen.


    Aber wie immer, für mich besteht die Welt aus vielen "Mosaiksteinchen" die mehr oder weniger gut zueinander passen. Was sich letztendlich durchsetzt, hängt von zu vielen Faktoren ab, um immer sofort wissen zu können, wie etwas endet.


    Die Frage nach der "Massenware" - warum ist das so ? Warum verschleudert man Ressourcen und Energie, um etwas in Mengen herzustellen, von denen man schon zuvor weiß, nicht annähernd die gesamte Produktion wird jemals einen Nutzer finden ? Bei der "Energiefrage" muss zwangsläufig die "Sinnfrage" ganz vorn stehen. Warum sich um etwas bemühen, was dann letztendlich kaum genutzt, praktisch unresyclebar zu allem "Überfluss" noch unsere Umwelt belastet oder schädigt ?


    Sollte nicht eigentlich zuerst die Frage geklärt werden für welche Zwecke "wir" uns anstrengen sollen ? Die EE tragen diese notwendige Beschränkung auf das Wesentliche doch schon insich. Wer wie unsere Großväter (die Mütter hatten ja nix zu sagen) vor der schier "endlos" scheinenden Masse fossiler Hinterlassenschaften "standen", glaubten ja sofort und "nachhaltig" an deren niemals endenden Verfügbarkeit. Genau so haben sie dann auch reagiert - mit gigantischer Verschwendung - und was sich nun als noch schlimmer erweist, sie haben das Leben "am Tischlein deck dich", zum Standard gemacht (jedenfalls in den beherrschenden Industriestaaten). Das der Überfluss (auf die Zeit gerechnet) gar nicht existiert und zusätzlich sehr "zufällig" verteilt ist, hat eine ganze Reihe Kriege (darunter 2 "Weltkriege") ausgelöst. Jetzt wo der "Boden" sichtbar wird, werden um den "Rest" mit einer hohen Wahrscheinlichkeit weitere Kriege folgen.


    Es sollte einen hohen Stellenwert haben, einen möglichst hohen Grad an lokaler Autarkie zu erreichen. Bevor man den selben Fehler macht "sich außen - bei den Anderen" bedienen zu wollen. Europa ist groß genug um sich komplett selbst und in jeder Hinsicht zu versorgen. Diese "Rekolonisierung", diesmal werden eben neue "Energieflüsse" notfalls erzwungen, ist der falsche Weg. Der richtige Weg (jedenfalls nach meiner Einschätzung) ist es, hier bei uns erst einmal alle "Hebel" in Bewegung zu versetzen und unser eigenes Ding zu stemmen, bevor wir schon wieder quasi "prefossil" gestimmt, uns woanders bedienen wollen. Wer die Kraft hat das in Europa zu erfolgreich zu entwickeln, braucht keine Sorgen zu haben, wem er seine Produkte verkaufen kann.


    Das mag ja mancher für Unsinn halten, aber wenn das für das hochindustrialisierte Europa nicht umsetzbar sein soll, dann ist es auch für den "Rest der Welt" ein voraussehbarer Flop.

  • Wie kommst Du darauf dass bei Massenproduktion nicht alles seinen Abnehmer findet? Ich fine wenig Hinweise darauf dass da abegsehen von Einkaufsfehlern irgendwas übrig bleibt. Produziert wird heute auf flexiblen Anlagen "on demand", und nicht fürs Lager. Letzteres wäre viel zu teuer.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Es geht doch gar nicht drum sich woanders zu bedienen, sondern sich gegenseitig zu helfen. Wenn man voneinander abhängig ist, bzw. zusammen mehr leichter schafft als alleine, werden auch Verteilkriege plötzlich sinnlos. Da würde ich an europäischen Grenzen nicht halt machen wollen... Aber in Zeiten wo die Leute sich am liebsten im Keller mit ihrem Akku verschanzen würden, und selbst innereuropäische Grenzen wieder hochziehen wollen, ist das natürlich schwierig zu vermitteln. :(

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Zitat von hfrik

    Wie kommst Du darauf dass bei Massenproduktion nicht alles seinen Abnehmer findet? Ich fine wenig Hinweise darauf dass da abegsehen von Einkaufsfehlern irgendwas übrig bleibt. Produziert wird heute auf flexiblen Anlagen "on demand", und nicht fürs Lager. Letzteres wäre viel zu teuer.

    Stimmt, man muss danach suchen, keiner hängt das an die große Glocke. Glaubst Du im ernst, alles was da produziert wird findet auch seinen beabsichtigten "Erstkäufer" ? Das wäre die perfekte Welt. Wenigstens einen Laden der industriellen Überschuss verkauft findet sich HIER. Was da sonst noch in der Schrottpresse landet - beim jährlichen "Kehraus" in großen Betrieben - habe ich selbst gesehen. Da wird Zeug noch in der Originalverpackung "entsorgt".


    Doch ansonsten hast Du recht. Ganz offensichtlich aus :

    Zitat von digital-engineering-magazin.de

    Industrie 4.0 geschieht in allen Bereichen der Industrie in Form von Fertigungsautomatisierung, Datenaustausch, Internet der Dinge, On-Demand-Fertigung und Cloud Computing. Alle entwickeln sich rasant. Wie der Name schon ausdrückt, ermöglicht die On-Demand-Fertigung mit 3D-Druck, CNC-Bearbeitung und Spritzgußtechnologien neue Flexibilitätsebenen bei der Produktion und Lieferung.

    Ist wohl auch klar, in jeder Argumentation finden sich schwache Stellen. Die herausgreifen und alles ist gut ?

  • Naja, Alibaba verkauft alles- unter anderem auch mal Überschussproduktion. Aber da Überschussproduktion maiv Geld kostet, wird das naturgemäss vermieden. Was schwierig ist, ist die Ersatzteilbevorratung. Sowie / in Kombination mit Chefs die Fan leerer Lagerräume sind, obwohl diese Räume "ehda"sind. Das sind dann zwar in Relation zur Gesamtproduktion kleine Mengen, aber da kann dan am Ende der Ersatzteilbevorratung auch orginalverpacktes rausfliegen, oder wenn es sinnvoll läuft auf ebay vertickt werden. Aber seinen Sinn hatte das MAterial dann auch, nämlich vorrätig zu sein FALLS es gebraucht wird. Wenn es dann am Ende übrig ist, hat das Orginalteil länger gehalten als gedacht.

    Ich denke das Wegwerfen ist viel kleiner als Du denkst. Nehmen wir das obige Beispiel. Wenn da im Jahr 1000 Zahnbürsten rausfliegen würde das jeder als irrsinnig viel ansehen. Relativ zum Ausstoss der Maschine sind das aber nur 0,003%. Oder anderst gesagt: ein bediener hat gepennt und versehentlich 15 Minuten zu lange rote Zahbürsten produziert während er mit Durchfall auf dem Klo sass. ....

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Zitat von ragtime

    Es geht doch gar nicht drum sich woanders zu bedienen, sondern sich gegenseitig zu helfen. Wenn man voneinander abhängig ist, bzw. zusammen mehr leichter schafft als alleine, werden auch Verteilkriege plötzlich sinnlos. Da würde ich an europäischen Grenzen nicht halt machen wollen... Aber in Zeiten wo die Leute sich am liebsten im Keller mit ihrem Akku verschanzen würden, und selbst innereuropäische Grenzen wieder hochziehen wollen, ist das natürlich schwierig zu vermitteln. :(

    Klingt gut "wir wollen helfen"...


    Doch die Realität sieht leider anders aus. Schon in D eine neue Überlandleitung zu verlegen ist längst ein nahezu unmögliches Unterfangen. "Strom aus deutschen Landen" (also der umgekehrte Weg) führt bei den "freiwilligen Empfängern" zu erheblichem Veränderungsdruck. Da wird nicht nur "vernünftig" ausgetauscht, sondern zu Konditionen exportiert, die ganz sicher den Ausbau im jeweiligen Empfängerland nicht förderlich sind. Da wird nicht "geholfen", da wird reingedrückt was geht. Die Bilanz ist keineswegs ausgeglichen. Das ähnelt sehr all den anderen Exporten, welche wohl kaum möglich wären, wenn die Empfänger das ganze Zeug auch selbst herstellen könnten.


    Indem Du mir en passant unterstellst, ich würde wohl zu dem Kreis der ewig Gestrigen gehören, ist alles erledigt ?


    Der Akku im Keller ist als dezentrales Element im Bereich Stromversorgung genau das was leider bislang als Massenanwendung fehlt. Du und andere wollen schlicht die bislang zentralistischen Landschaft der fossilen Großkraftwerke, durch von außen kommenden Strom ersetzen. Das ist lediglich die Neuauflage einer Methodik, die (wenn man mal tiefer "unten" nachsieht) auf den GRÖFAZ zurückgeht. Was leider gleich auch beim Abschaffen dieser zentralistischen Bindungen, mit ins Gulli gespült wurde, war die lokale Bindung. Die (bislang) wenigen "Energiedörfer" die sowohl autark, als auch "vernetzt sind" sollten erst einmal in möglichst großer Zahl der Kern der Stromversorgung sein. Ein stabiles Netz, welches zu anderen stabilen Netzen rundum "Verbindung" hat, sollte das Ziel sein. Das ist die beste "Hilfe" und schön übersichtlich für die Protagonisten vor Ort.


    Das dann oder dabei auch andere in diese Art Verbund eingebunden werden, sollte das Ziel sein. Einfach nun zu versuchen die eigenen noch ungelösten Probleme mit fantastischen Verbindungen weit über Europa hinaus, lösen zu wollen, soll das die Lösung sein ?


    Was soll Spanien mit dem Strom aus Nordafrika anfangen (vorher sollte eigentlich deren Versorgung sicher aus eigener Kraft sein) ? Gerade Spanien, mit vergleichbaren solaren Verhältnissen, soll fremde Energie durchleiten - durch F - weiter nach D um was zu bewirken ? Ist es da nicht viel wichtiger über Investitionen erst einmal Spanien (wenn die das wollen und zulassen) zum europäischen Energieschwerpunkt zu machen ? Wer selbst produziert hat ganz andere Möglichkeiten. Statt also spanische Agrarprodukte durch den Rest von Europa zu karren, gibt es andere und wichtigere "Produkte". Auch mit el. Energie kann man wertvollere "Folgeprodukte" herstellen.


    Das man versuchen sollte in allen europäischen Ländern eine robuste eigene Energieversorgung aufzubauen, sollte der erste Schritt sein. Erst der Zweite ist die Vernetzung, die dann wesentlich geringere Kapazität benötigen wird, also statt das "Pferd" von hinten aufzäumen zu wollen, das Naheliegende zu erst.


    Das Ziel des üblichen "Helfenwollens" ist nichts anderes als durch die Hintertür Abhängigkeit zu schaffen. Kommt noch hinzu, in einer Welt wie sie jetzt existiert, ist jede Art dieser "Verbindungen" (Pipelines oder Kabel) eine Einladung an jeden, der das mal kappen möchte, warum auch immer.


    Schon der Bau solcher Verbindungen, wird in dichter besiedelten Landstrichen enorme Gegenbewegungen hervorrufen. Es wird so unsinnig länger dauern, also sich jetzt auf die Kernsache zu konzentrieren - schwarzstartfähige EE wo immer möglich, mit größtmöglicher "Unkaputtbarkeit" und nicht weil man sich "im Keller mit seinem Akku verschanzen möchte".


    Noch ein Punkt, es ist kurzsichtig nur auf Leitungen zu setzen, die sind ohne großen Personalaufwand sowohl errichtbar, als auch ohne großen Personalaufwand zu warten. Andere Technologien der Kette "PtX" sind da bedeutend wertvoller. Die notwendigen Investitionen schaffen gleichermaßen notwendige Arbeitsplätze und die auf Dauer. Womit die europäischen Binnenmärkte die verlorene Autarkie zurückgewinnen werden. Die recht kurzsichtige Überlegungen was kurzfristig billiger ist (wenn es denn tatsächlich zutrifft) bringen nicht den gewünschten Effekt. Wer heute Autos baut, kann "morgen" im Umfeld von "PtX" & Co einen Dauerjob finden. Nur mal so als Denkanstoß....