• Zitat von Tho

    Wenn mal in den Alpen war und den Gletscher vor sich mit alten Fotos vergleicht, dann kann man den Klimawandel nicht bezweifeln. Höchstens seine Auslöser.....


    Die Gletscher reichen aber selbst heute noch sehr viel tiefer herab als es schon mal war. Es war sogar schon mal so warm, dass da wo heute Gletscher liegen, sogar Bäume gewachsen sind. Im Vergleich dazu ist es bei uns immer noch sehr frisch.


    Zitat von Tho

    Wenn ich mich jedoch mal 'ne Stunde an die A5 oder A6 stelle, den Verkehr beobachte und mir überlege was dabei alles so ausgestoßen wird, dann kann ich nur zu dem Schluss kommen das es nicht vorteilhaft sein kann. Vor allem wenn ich das vor meinem inneren Auge auf weltweite Maßstäbe hochskaliere. :shock:


    Geht mir auch oft so und gut ist das sicher nicht. Andererseits, schon mal recherchiert, was bei einem Vulkanausbruch so rauskommt, vor alle, was für Mengen?
    Das gute ist ja, dass die allermeisten Bestandteile rasch wieder aus der Atmosphäre verschwinden. Besser wird es davon natürlich nicht, denn dann schaden sie halt da, wo sie landen.


    Was ich damit sagen will: Nichts muss ewig so bleiben. Mich beruhigt ungemein, dass die Staaten und Regionen, die derzeit die allergrößten und uneinsichtigsten Verschmutzer sind gleichzeitig auch die sind, die am allermeisten und als allererstes besonders stark von Auswirkungen des Klimawandels betroffen sein werden. Sie werden also rasch entsprechend hohe Motivation haben, doch mal was zu ändern.


    Mir macht der Klimawandel keine Angst. Die natürliche Schwankungbreite des Klimas ist sehr groß, wir befinden und dabei bisher noch nicht mal in irgendeinem extremeren Randbereich. Viel Luft also. Und was unsere Vorfahren überlebt haben, werden auch wir überleben.


    Bevor es für uns wirklich unangenehm wird, sind andere längst gezwungen, ihr Verhalten auch zu ändern.
    Und bevor sich jemand aufregt: Nein, ich bin keine Umweltsau und leugne den vermutlichen Anteil des menschengemachten Klimawandel nicht. Aber ich kann und will die Welt nicht retten. Selber möglichst vernünftig und verantwortungsbewusst leben und ansonsten ruhig Blut. Spätestens in 500 Mio Jahren hat sich die Sache ja so oder so erldigt. Bis dahin werden die Amis und Chinesen viel schneller viel mehr Probleme haben und reagieren MÜSSEN und das sind nunmal die allergrößten Umweltschw$$ne.

    Gruß,
    amoss


    Ich bin ein Pessimist. Also ein Optimist mit großer Erfahrung. Denn ich weiß: Manchmal sind nur bei mir Wolken. Doch meistens scheint die Sonne bei den anderen.


    11 kwp * DN 28° * Ausrichtung 201° * Verschattungsverlust ca. 8% * Freising

  • Zwei Punkte sind dabei, die du außeracht läßt amoss
    unsere Vorfahren nicht mit einer so hochen CO2 Konzentration leben, wie wir derzeit in die Atmosphäre blasen und das Zeug bleibt ja rund 1.000 Jahre da erstmal drin
    und weiter wissen wir doch gar nicht, wie das Klima auf den CO2 Gehalt reagiert.
    das ist nämlich ein sehr träges Gebilde und dass was wir heute sehen, haben wir in den 80zigern/Anfang der 90iger in die Luft gepumpt.
    Da hatten wir rund 360ppm.


    Zitat von amoss

    Andererseits, schon mal recherchiert, was bei einem Vulkanausbruch so rauskommt, vor alle, was für Mengen?


    Und da geht es der Menschheit gelegentlich auch nicht gut.
    "Vor gut 70.000 Jahren war die Geschichte der Menschheit beinahe zu Ende"
    http://www.sueddeutsche.de/wis…e-der-menschheit-1.466786


    Rainbow

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  • Naja, die Kälte nach einem Supervulkanausbruch bekommt der Vegetation nun mal nicht, und wo nichts zu essen ist...
    Aber das Problem scheinen wir augenblicklich nicht zu haben, wobei natürlich jeden Tag ein Supervulkan ausbrechen könnte,
    dann würde die Temperatur sehr schnell abstürzen, nicht nur die Stromproduktion unserer Module.
    Habe am Montag einem Mieter einen Gefallen getan, dazu mußte ich in seinem Auto mitfahren, wir mußten einige Male auf jemanden warten. Da wird spätestens nach 5 Minuten der Motor gestartet, zwecks Heizung, vorausschauende Fahrweise, das ist, wenn man bis 80 im 3. Gang beschleunigt und vor der Ampel eine Vollbremsung hinlegt. In der Wohnung wird Kette geraucht, denn das hat sicherich nichts mit dem Schlaganfall zu tun, den er vor 2 Jahren hatte, so daß, um nicht zu ersticken, den ganzen Tag die Heizung voll läuft, und das Fenster darüber offen steht, natürlich auch die Balkontür, schließlich braucht die Katze auch frische Luft, sonst bekäme sie eine Teerlunge. Unterwegs konnte ich bewundern, welches Verkehrschaos vor einem Kindergarten und einer Schule gegen 12 Uhr ausbricht, wenn die Hobbytaxifahrerinnen ihre Kinder abholen. Benzin und Heizmaterial sind einfach zu billig.
    Wir können zwar selbst nach unseren Überzeugungen handeln, aber den Meisten geht das alles völlig am Allerwertesten vorbei, mit dem Mund wird zwar teilweise anderes behauptet, aber die Realität sieht ander aus.
    Wir können das beklagen, oder auch nicht, aber der durchschnittliche Mensch ist durchaus bereit, viel von anderen zu fordern, im Gegenzug ist er bereit, selbst nichts zu tun, schon gar nicht die Temperatur herunterzuregeln (dann hätte er vermutlich keinen Schnupfen mehr und damit mehr Arbeitstage), oder gar seine Bequemlichkeit einzuschränken.
    Derzeit wird viel von Nahrungsmittelverschwendung gesprochen, nun, von dem was hier in der Biotonne liegt, könnten zwei weitere Häuser ernährt werden, wird sich daran was ändern? Ja, wenn die Lebensmittelpreise sich vervielfachen, sonst nicht.


    Grüße
    SOD

  • Das Benzin und Heizmaterial einfach zu billig sind SOD,
    dass haben wir schon im Forum vielfach festgestellt.
    Ich denke aber wie du,
    dass sich eine tiefgreifende Veränderung nur über den Preis erreichen läßt.
    Ob das nun durch eine regelmäßige Erhöhung der Abgaben darauf einsetzt,
    oder ob wir warten sollen, bis von allein der Preis für die Energien hoch schnellen,
    dass kann man von vielen Seiten /Blickwinkeln aus sehen.
    Erst wenn die Energien teuerer sind, werden sie auch wieder mehr geschätzt werden
    und so ein Unfug

    Zitat von Südostdach

    welches Verkehrschaos vor einem Kindergarten und einer Schule gegen 12 Uhr ausbricht, wenn die Hobbytaxifahrerinnen ihre Kinder abholen


    wird dann sicherlich bald ein Ende haben.
    Gerade bei den Kurzfahrten,
    dass hatten wir ja schon einmal in anderen Threads,
    liegt ein gewaltiges Sparpotenzial.


    Rainbow

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  • Benzin ist keinesfalls zu teuer. Die Ökosteuer hat schon nen Effekt als müsste auf Benzin CO2-Zertifikate bezahlt werden die um ein vielfaches der aktuellen und auch der jemals gehandelten Preise liegt

  • Oh, verdammt, da hab ich mich irgendwie verschrieben. Ich wollte eigentlich schreiben dass Benzin schon teuer genug ist und allein die Ökosteuer den Effekt hat als würde für jeden Liter Benzin CO2-Zertifikate von 65,80 Euro/t gezahlt werden. Der aktuelle CO2-Preis liegt bei ca 4 Euro/t und selbst der Höchstpreis lag bei ca. 13 Euro/t. Benzin wird also über allen Maßen hinaus belastet im Vergleich zu allen anderen CO2-Emittenten!

  • :mrgreen: sinci,
    dass kommt davon, wenn man zu schnell schreibt
    oder seinen Beitrag nicht am Ende nochmal durchschaut.
    Wieso zu teuer?
    Im Vergleich zu den anderen CO2 Brennstoffen, oder allgemein gesehen?


    Das die CO2 Zertifikate zu günstig sind und nicht das erreicht haben,
    was eigentlich damit beabsichtigt war,
    liegt auf der Hand.
    Nicht umsonst denkt man ja darüber nach, die Anzahl deutlich zu reduzieren,
    bzw. es gibt ja auch die Möglichkeit (siehe Parallelethreads),
    die CO2 Zertifikate zu erwerben um sie direkt danach zu schreddern.


    Rainbow

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  • Ja .. war in Eile :)
    Naja .. ich hab doch geschrieben dass die Okösteuer auf Benzin nen CO2-Zertifikatepreis von knapp 70 Euro/t wiederspiegelt. Das würde Kohlestrom übrigens um ca. 7ct/kWh verteuern. Von der Mineraölsteuer ganz zu schweigen, die Erlöse daraus sind um einiges höher als für die Infrastruktur aufgewendet wird.
    Bevor man nun also an der Preisschraube fürs Benzin dreht sollte man die Kosten erstmal vereinheitlichen und nicht einen fossilen Energeträger unbegründet weitaus stärker belasten als nen anderen. Dem Klima ists egal ob die gleiche Menge CO2 nun aus Kohle, Erdgas oder Erdöl kommt. Noch unverständlicher unter dem CO2-Gesichtspunkt dabei ist übrigens wieso Heizöl und Diesel unterschiedlich besteuert werden obwohl es das gleiche ist(abgesehen vom Farbstoff).


    Die CO2 Zertifkate haben übrigens genau das erreicht was beabsichtigt war. Sie koppeln den Preis an den CO2-Ausstoß. Da der CO2-Ausstoß durch die Wirtschaftskrise der letzten 4 Jahren zurückging geht eben auch der Preis runter. Genau diese Kopplung wollte man doch. Das Rückhalten der CO2 Zertifikate soll übrigens nur ein weiteres Absinken des Preises verhindern, zumindest würde es keinen bedeutenden Anstieg verursachen.


    Des Weiteren ist es sowieso ziemlicher Unsinn in Europa den CO2-Ausstoß enorm zu verteuern solang der Rest der Welt nicht mitmacht. Bis zu einem gewissen Punkt mag es positive Auswirkungen haben weil es Effizienz fördert. Ab einem gewissen Punkt führt es aber nur zu einer Verlagerung der CO2 Emissionen in andere Länder. Das führt nicht nur dazu dass es klimapolitisch vollkommen nutzlos ist .. sondern sogar dazu dass wir uns selbst Teile der Industrie und des Wohlstands zerstören. Die Chinesen, Inder, Amerikaner dankens uns .. Fürs Klima machts keinen Unterschied bzw. ist es sogar nachteilig.


    Privat CO2-Zertifikate zu kaufen und zu shreddern ist ziemlich nutzlos, das Geld soll man doch lieber gleich richtig investieren.


    Übrigens steigt der CO2-Ausstoß von China jedes Jahr um den Gesamtausstoß von Deutschland. Wer also denkt dass Einsparungen bei uns am Klima nennenswerte Änderungen haben täuscht gewaltig. Man muss also alle Länder dazu bringen am gleichen Strang zu ziehen. Um das zu Erreichen könnte es evtl sogar besser sein zu sagen wir kümmern uns erst um CO2-Verminderung wenn alle mitmachen und solange bereiten wir uns halt auf den Klimawandel vor, wir könnens uns ja schliesslich leisten im Gegensatz zu den armen Ländern. Bzw. entwickeln unsere Energieunabhängigkeit in dem Maße weiter dass es uns möglichst günstig kommt und nicht auf Teufel komm raus möglichst schnell und verdammt teuer.