USV Batterien - taugen die noch was?

  • Gleich noch zur Brauchbarkeit gefragt:


    Wenn Bleibatterien in USVs (40 kVA bis 110 kVA, Akkutyp erfahre ich noch) drei Jahre lang in Schwebeladung gehalten wurden, und nur wenige Male richtig belastet wurden, welcher Zustand und welche Brauchbarkeitsdauer ist dann noch zu erwarten? Taugen die generell für die zyklische Anwendung in Inselanlagen, und speziell bei der Vorgeschichte?


    Wenn man die noch nehmen kann - ggf. nach einer wie auch immer gearteten Spezialbehandlung - wären sie doch zu schade für den Schrott!!


    Falls sie gut sind hätte ich vermutlich bald recht günstig massenhaft kWh zur Verfügung :lol: mehr als ich Platz zum Aufstellen und PV zum Laden habe!


    Bastel

  • Keiner hier der sich mit USV oder den darin verwendeten Batterietypen auskennt?


    :danke:
    Bastel

  • Es werden vermutlich 32 x 12V Blöcke verbaut sein.
    Anschließend dann bei Bedarf parallel.
    Für 24V Anlagen musst Du sehr viel parallel schalten.
    Wieviel kosten die Akkus?

  • Zitat von BRJ

    Es werden vermutlich 32 x 12V Blöcke verbaut sein.
    Anschließend dann bei Bedarf parallel.
    Für 24V Anlagen musst Du sehr viel parallel schalten.
    Wieviel kosten die Akkus?


    Hab noch keinen Preis, aber sicher ein Bruchteil vom Neupreis bekannter Staplerbatterien. Deshalb muss ich wissen welche Brauchbarkeit nach drei Jahren Schwebeladung in der USV-Anlage zu erwarten ist... Ein echtes Schnäppchen wird's nur, wenn noch eine gute Kapazität und Zyklenzahl zu erwarten ist.


    Naja bekomme bald ein Testexemplar, dann kann ich zumindest schonmal Kapazität messen.


    Bastel

  • Hey Bastel, hattest du schon eine Chance so eine alte USV-Batterie zu testen? Ich frage, weil ich die Chance habe für etwas Arbeit USV-Akkus als "Bezahlung" zu bekommen. Dabei hätte ich die Wahl zwischen neuen oder erheblich mehr alten (typisch unter 3 Jahre), jeweils in 19" Gehäusen.

    Halbinsel 3,44KWp, 48V/250Ah Staplerakku, TriStar MPPT60, 2 Studer XTM 2600-48
    TriStar TS60 mit 3KW Heizstab als Dump für den Überschuss

  • Zitat von Helpless

    Hey Bastel, hattest du schon eine Chance so eine alte USV-Batterie zu testen? Ich frage, weil ich die Chance habe für etwas Arbeit USV-Akkus als "Bezahlung" zu bekommen. Dabei hätte ich die Wahl zwischen neuen oder erheblich mehr alten (typisch unter 3 Jahre), jeweils in 19" Gehäusen.


    Ich antworte mal für ihn (wir kennen uns...)
    Er hat noch keine Zeit zum Testen gehabt, denn wir haben die Akkus erst heute geholt.
    Ich frage mich allerdings, wie so ein Test aussehen sollte. Das was auf den Akkus drauf steht, leisten sie garantiert noch. Sind ja erst 2 Jahre alt. 10 Jahre ist die projektierte Lebensdauer für den Einsatz im USV-Betrieb.
    Ob sie auch Langzeit-Zyklentauglich sind, wird man nur mit einem Langzeit-Zyklen-Test ermitteln können. Also frag' mal in einem Jahr nach :-)
    Von den 96 Akkus jetzt 2 kaputt zu spielen ist auch nicht sinnvoll, denn die Anlage soll so wieder aufgebaut werden, nur dass sie keinen Netzanschluss bekommt, sondern lecker Solarstrom. Mal sehen, ob das funktioniert. Ist noch nicht weiter geplant.

    Einmal editiert, zuletzt von STK ()

  • USV-Batterien mögen im Allgemeinen keine große Wärme. Habe beruflich damit zu tun und weiß daher aus eigener Erfahrung, daß die Lebensdauer sich bei zu hohen Temperaturen leicht halbieren kann. Insofern läßt sich ohne bekannte Vorgeschichte der Batterien kaum etwas zur weiteren Nutzbarkeit sagen.


    Helpless: gerade das 19"-Gehäuse spricht für schlechte Belüftung (Rackschrank, aufgrund der Masse immer ganz unten...) und damit verringerte Lebensdauer...

  • Sind nicht aus Server-Racks, sondern aus reinen USV-Racks, die in wirklich großen Rechenzentren im Einsatz waren. Weiß nicht, wie das woanders ist, bei uns waren die Akku-Racks immer in einem getrennten Raum, aber mit eingebunden im Kühlsystem.


    Ich frage mich halt, wie es im Prinzip aussieht. Die USV Dinger müssten doch für wenig Zyklen mit hoher Leistungsabgabe gebaut sein. Bei uns waren die Monsterdinger nur für max 10 Minuten eingeplant, mussten aber über 1,5MW stemmen. Das würde dem Einsatz in einer PV-Anlage widersprechen. Wenn die Annahme zutrifft, dann lass ich mich normal bezahlen und kaufe statt dessen anständige Akkus. Hmm, oder einen großen Notstromer...

    Halbinsel 3,44KWp, 48V/250Ah Staplerakku, TriStar MPPT60, 2 Studer XTM 2600-48
    TriStar TS60 mit 3KW Heizstab als Dump für den Überschuss

  • Dass die Akkus hochstromfähig sind, muss der Zyklenfestigkeit ja nicht unbedingt entgegenstehen. Letztendlich sind es auch nur AGM-Batterien. Meinst Du, die haben da etwas "Magic" weggelassen oder eingebaut, um sie von Solar-AGM-Batterien zu unterscheiden?
    Ich nehme nicht an, dass der Akku nach 30 vollen Zyklen sagt "Peng, Tot." Die Leistungsparameter werden einfach schleichend schlechter. Das ist bei jedem Akku so, der Unterschied ist nur, wie schnell das passiert. Und das wiederum hängt von so vielen Parametern ab (Entladetiefe, Entlade-/Ladestrom, Temperatur, Impulsbelastungen, Ladespannungen, Pflege, Restwelligkeit, ...), dass mir kein sinnvolles Testszenario einfällt.


    Es ist vermutlich wie bei jedem Gebrauchtwarenkauf: Du musst für Dich entscheiden, ob der Einsatz der finanziellen Mittel in einem sinnvollen Verhältnis zum Risiko steht, mit dem Kauf ins Klo zu greifen.