Hohe Netzentgelte der Verteilnetzbetreiber

  • Moin!


    Ich fange mal mit einer Behauptung an.
    Der Ausbau der Onshore-Windenergie, Biogas- und PV-Freiflächenanlagen im ländlichen Bereich (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen evtl. Sachsen-Anhalt) verteuert, die Stromversorgung der dort wohnenden Bevölkerung.


    Nachdem mein Netzbetreiber das Netzentgelt von 6,97ct/kWh auf 8,42ct/kWh (um 21%) in 2013 erhöhen will (Bestätigung der BNetzA steht noch aus), ist die Stromversorgung in diesem Netzbereich eine teuersten die es in Deutschland gibt. Es gibt ja nur einen regionalen Netzbetreiber und man kann diesen nicht wechseln wie den Stromanbieter.


    Hier mal der Auszug aus dem Preisblatt 2013...



    Das liegt meines Erachtens daran, dass sich die Kosten für den Ausbau des Nieder- und Mittelspannungsnetzes auf eine geringe Bevölkerungszahl verteilen.


    Vielleicht könnt ihr mal auf die Homepage eures Verteilnetzbetreibers gehen und dort aus den hinterlegten Preisblättern die Arbeitspreise hier angeben.


    [list=2]Hier mal mein Beispiel
    EON.edis -> 6,97ct (2012) / 8,42ct (2013)[/list]


    Ich bin der Meinung, da dieser Netzausbau der deutschen Energiewende zu Gute kommt und diese Kosten (zumindest Anteilig) wie bei der Offshore-Anbindungsumlage auf alle Stromkunden gleichmäßig umgelegt werden müss(t)en.

  • Hallo
    Dann mach ich mal weiter.
    [list=2]SWSZ Netz -> 4,72ct (2011) / 4,96ct (2012) 5,39ct (2013)[/list]
    Alex

    privat: 4,2kWp = 18 SolarFabrik Premium L Poly 235 an Sunways NT3700 seit 2011
    6,4kWp = Solarwatt an Fronius IG plus seit 2012

    Einmal editiert, zuletzt von eggis () aus folgendem Grund: Formatierung geändert!

  • [list=2]ewe netz -> 5,41ct (2012) / 6,23ct (2013)[/list]


    Es wird immer teurer, vor einem jahr habe ich ein bhkw geplant und war mir unschlüssig obs sich lohnt. Heute bin ich froh es gemacht zu haben und belächle diese Erhöhungen, denn schon heute ist es eine "Goldgrube" geworden da der Strompreis von 22 auf 27cent gestiegen ist... und das läppert sich bei 80-100Mwh im Jahr...
    Ich denke diesen Sommer kommt noch eine PV anlage zusätzlich auf eigenverbrauch denn mein Strombedarf steigt, und ich hab schon überall effizienzpumpen etc. Also mir solls nur recht sein, je mehr lohnt es sich seinen Strom selber zu machen :wink: :D

    31,74kw Solarwatt M230-96 GET (235w) 12/2009 2x10000TL, 1x11000TL SMA
    40,42kw Solarwatt M220-60 GET (235w) 06/2010 2x11000TL, 1x10000TL, 2x3000TL SMA

  • Danke schon mal für eure Beiträge! :D
    Ich hoffe es kommen noch ein paar Zahlen.


    Zitat von christian90

    Ich denke diesen Sommer kommt noch eine PV anlage zusätzlich auf eigenverbrauch


    Das wird ein weiterer Punkt sein, der die Netzentgelte steigen lässt. Je weniger Strom aus dem Netz bezogen wird, umso mehr verteilen sich die Kosten auf den restlichen Strombezug.


    Nicht nur die Umlagebefreiung des Eigenverbrauchs, erhöht die Endverbraucherpreise sondern der eingesparte Strombezug.

    Mit sonnigen Grüßen
    -eggis-


    "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." (Gandhi)


    SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC
    Meine Anlage!!! hier klicken

  • Zitat von eggis

    Danke schon mal für eure Beiträge! :D
    Ich hoffe es kommen noch ein paar Zahlen.



    Das wird ein weiterer Punkt sein, der die Netzentgelte steigen lässt. Je weniger Strom aus dem Netz bezogen wird, umso mehr verteilen sich die Kosten auf den restlichen Strombezug.


    Nicht nur die Umlagebefreiung des Eigenverbrauchs, erhöht die Endverbraucherpreise sondern der eingesparte Strombezug.


    das ist genau richtig eggis, und dann lohnen sich für alle anderen die einen jetzt beliebäugeln der einstieg in die stromeigenerzeugung umso mehr, aber es wollen ebend noch nicht alles sehen und wahrhaben das selber machen nicht immer teurer ist und man sogar jede menge sparen kann :wink:

    31,74kw Solarwatt M230-96 GET (235w) 12/2009 2x10000TL, 1x11000TL SMA
    40,42kw Solarwatt M220-60 GET (235w) 06/2010 2x11000TL, 1x10000TL, 2x3000TL SMA

  • Hallo Kollegen
    Haben die Netznutzungskosten etwas mit dem Stromabsatz im VNB-Gebiet zu tun ?


    Nur indirekt ?? Ich stell mir das so vor:
    Fallunterscheidung:
    A sehr kleiner VNB (Gemeindewerk mit 10 Km Netz 20 Kv) muss eine grosse EEG-anlage anschliessen.
    Anschlusskosten sehr hoch, werden auf zB 15 Jahre den Netzkosten zugeschlagen,
    Genauso ist es bei den Kosten der nachträglichen 50,2 Hz -Ertüchtigung und mit den Grundkosten für das Netzlastmanagement.
    Sonderaufwand in 2013 möge 100.000 € betragen
    Der VNB muss die Kosten von der zuständigen Behörde genehmigen lassen.


    B Zehnfach grösseres VNB-Netz habe Netzlänge 20 KV von 100 km.
    Gleicher Netzausbau wirkt sch viel schwächer in den Netzkosten aus.selbst wenn in beiden Netzen der gleich grosse Strom-Umsatz wäre,



    Lösung: ?
    Netze aller Länder vereinigt euch ?? >> Wenige mächtige MOLOCHE ?? >> wollen wir das ?


    Ganz ehrlich,weiss die Lösung auch nicht


    Grüsse
    Liselotte

  • Moin liselotte,


    Bei deinen Beispielen vernachlässigst du aber, wie viele Nutzer und wie viel Stromverbrauch es in den Netzbereichen gibt, auf die die Investitionskosten umgelegt werden können. Der "kleine VNB" könnte ja doppelt soviel Abnehmer haben, wie der "größere VNB".


    Zitat von liselotte

    Netze aller Länder vereinigt euch ?? >> Wenige mächtige MOLOCHE ?? >> wollen wir das ?


    Ganz ehrlich,weiss die Lösung auch nicht


    Meine "ehrliche" Meinung dazu.
    Es ist vollkommen egal, ob es einen Netzbetreiber oder 600 gibt.
    Da kein Wettbewerb herrscht, ist dort sowieso schon soviel reguliert, dass es wohl keinen Unterschied macht.
    Oder weißt du, ob es einen Netzbetreiber gibt, der nicht mit dem Maximalwert von 9,72% Rendite auf Neuinvestitionen kalkuliert?
    Nicht umsonst müssen die Netzentgelte von der BNetzA genehmigt werden.
    Wenn ich es richtig mitbekommen habe, hast du doch Einblick in den Netzbetrieb. Nehmt ihr eine geringere Rendite in Anspruch?

    Mit sonnigen Grüßen
    -eggis-


    "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." (Gandhi)


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  • Hallo Eggis
    Wie wärs damit ?
    Kommune hat Sportverein,Kleintierzüchter, Narrenclub ...
    Warum nicht einen genossenschaftlich organisierten "Verein für EE " ?
    Wer investieren will,kauft Anteile.
    Gebaut wird in der Reihenfolge der Optimalen Voraussetzung.
    Nebeneffekt: Völlig transparentes Verhältnis zum VNB ohne Trickserei.,und zufriedene "Teilhaber" wechseln nicht den Lieferant.
    Aber sogar in diesem Umfeld gibt es "ganz Gescheite" die nur sich kennen.
    Rendite:
    Man kann bei der Rendite auch mit weniger als 9 % leben ohne Angst, geschluckt zu werden



    let the sun shine
    Liselotte

  • Hallo eggis,
    habe hier mal ne Grafik http://www.enet.eu/tl_files/en…m/newsletter_nne_083.html zu diesem Thema gefunden, da stehen zwar nicht die genauen Gebühren, dafür aber die prozentualen Steigerungen.


    Bei uns heist die RWE RR jetzt Westnetz und verlangt laut der Info im Link 6,3ct netto...


    gruss
    Jörg