Sperrandrohung n. § 19 StromGVV bei Photovoltaik

  • Weiterführende Links:

    Solidarfonds Nullverbrauch gegen überzogene Gebühren


    E.ON: Stromverbrauch Wechselrichter zusätzliche Grundgebühr


    Hallo,


    EON bringt mich wieder in Schwierigkeiten. Ich würde mich über Hilfe sehr freuen.
    Im Jahre 2010 wurde durch Eon Netz ein Doppelzähler ACE 3000 f. meine Solaranlage eingebaut. Die Anlage speist nur ein. Vertragsgrundlage ist nur das EEG.
    Für den Zähler zahle ich an Eon Netz eine jährliche Zählergebühr. Im Frühjahr 2011 meldet sich Eon Vertrieb und möchte für den Bezugsstrom Geld und ebenfalls eine Zählergebühr. Es wird mir vom Eon Vertrieb eine Kontonummer für den Bezugsstrom zugeteilt. Verwundert wende ich mich an beide Firmen. Ich verlangte von der Eon Netz einen Einrichtungszähler bzw. eine Erklärung, wieso meine Daten weitergegeben wurden. Wenn das dann schon geschah, warum nicht an meinen richtigen Lieferanten. Schließlich ist der der Eon Netz bekannt. Keine Antwort!
    Wie kann man für einen Zähler 2 Gebühren verlangen, zumal bis dahin nur Eon Netz mein Ansprechpartner war.
    Ich habe seit dem den Rechnungen von Eon Vertrieb ständig widersprochen - auf welcher Basis habe ich mit denen einen Vertrag? Auf mehrere Schreiben, bis an die Geschäftsleitung v. Eon Vertrieb, keine Antwort. Durch die Mahnkosten sind jetzt knapp 100 € überschritten und die Sperrung ist angedroht.


    Zwischenzeitlich hat Eon Netz den Mietzähler gegen einen einer anderen Firma ausgetauscht. Einen eigenen Einrichtungszähler lassen sie nicht zu. Seit dem habe ich auch keinen Bezugsstrom mehr. Vorher war der Wert 10 KW/h in 1 1/2 Jahre. Der ACE 3000 ist nach meinen Recherchen als ungeeignet für Wechselrichterbetrieb verlässlich seit 2007 der Eon bekannt. Also der Bezugsstrom ist ein Mangel des Zählers. Aber dieser Bezugsstrom ist die Basis und der Anschluss als solcher (den keiner will und braucht) für die Forderungen der Eon Vertrieb.


    Wenn gesperrt wird, was wird da abgeklemmt?


    Wie würdet Ihr Euch in diesem Fall verhalten? Ist die Sperrandrohung ernst zu nehmen? Wie kann ich die Angelegenheit bereinigen ohne zu zahlen? Auf meine Briefe, Telefonate, Erklärungen wird bei Eon Vertrieb nicht eingegangen. Immer die gleichen Standardschreiben ...


    Ich weiß nicht mehr weiter.

    Vielen Dank!

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  • Zitat von Rolle2

    und die Sperrung ist angedroht.


    Eine EEG-Anlage an der Einspeisung hindern und damit gegen ein Gesetz verstoßen? Damit kommen die nicht durch! :lol:
    Suche dir den Paragraphen aus dem Gesetz (Netzzugang) heraus und weise das EVU in deiner Antwort auf diesen Sachverhalt hin.


    PS: Vielleicht hat dein EVU ja ein Ventil erfunden, dass die Einspeisung erlaubt aber den Netzbezug verhindert? :mrgreen:

    Mit sonnigen Grüßen
    -eggis-


    "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." (Gandhi)


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  • hallo Rolle,
    worauf beziehst du deine Aussage, daß der Zähler ACE 3000 "als ungeeignet für Wechselrichterbetrieb verlässlich seit 2007 der Eon bekannt" wäre? gibt es dafür Quellen?
    Einen Bezugsstrom von 10 kWh in 1,5 Jahren würde ich nicht zwangsläufig als vom Zähler verursacht annehmen.
    Das kann durchaus auch von der Anlage kommen.


    der springende Punkt ist der Einbau des Zweirichtungszählers
    bei Anlagengröße bis 30 kWp ist die Verwendung eines Zählers ohne Rücklaufsperre zulässig, der wäre in den 1,5 Jahren um die 10 kWh nachts rückwärts gelaufen, und keiner hätte das überhaupt registriert.


    Wenn der Zweirichtungszähler erstmal eingebaut ist, ist automatisch eine Bezugsstelle mit einem Bezugsvertrag etc. geschaffen.
    Wenn du dafür keinen Lieferanten anmeldest, tritt automatisch der Grundversorger (=Eon Vertrieb Gmbh) ein
    Zwei Grundgebühren deshalb, weil der Zähler eigentlich zwei Zähler in einem Gehäuse sind.


    Ich würde an deiner Stelle erstmal nichts weiter unternehmen. Du hast dem Vertrag widersprochen, der Zähler ist ausgetauscht.
    Die "Sperrandrohung" ist etwas worüber du herzlich lachen kannst, der zu sperrende Bezugs-Anschluß besteht ja garnicht mehr.
    Das kannst du drauf ankommen lassen.
    Die können dir weder deinen "normalen" Hausanschluß sperren, weil du für den (hoffentlich) deine Rechnungen ordendlich bezahlst :wink:
    noch können sie dir deinen Einspeise-Anschluß sperren, weil sie gesetzlich zur Abnahme deines PV-Stroms verpflichtet sind.


    wie es allerdings mit der Hauptforderung ist (1,5 Jahre Grundgebühr der Grundversorgung plus 10 kWh) - das sollte ein Anwalt beurteilen 8)

  • Zitat von MBIKER_SURFER

    Hallo,


    wende Dich doch mal an die Clearingstelle.


    Gruß
    Martin


    bis du da (vielleicht?) mal eine Antwort erwarten kannst, bist du wahrscheinlich schon gestorben...

  • Vielen Dank für Eure Antworten.


    Clearingstelle - habe ich bereits 2011 gemacht - auch eine Antwort erhalten! Seit dem ich mich an die Geschäftsleitung v. Eon Vertrieb wandte erhielt ich 7 Monate keine Mahnungen mehr. Dachte die Sache ist erledigt und habe mit der Clearingstelle nichts weiter unternommen. Mit dem Jahr 2012 kam wieder eine Jahresrechnung und der Tanz begann von vorn. Zur Not wende ich mich wieder an die Clearingstelle. Nur in 4 Wochen (Sperrtermin) werde ich mit Sicherheit nichts erreichen.


    Selbstverständlich hätte ich die 10 KW bezahlt - nur dann hätte ich das Vertragsverhältniss anerkannt und dann kommt zu der Zählergebühr noch Abschlagzahlungen und ....und ...Ich habe der Eon Netz klar mitgeteilt, dass alle Verpflichtungen aus dem Setzen des Doppelzählers mit mir vorher nicht abgesprochen waren. Deshalb möchte ich auch nicht dafür eintreten. Keine Antwort!


    ACE 3000 - hier gibt es im Forum Beiträge zu dem Gerät. Da habe ich das entnommen. Mein Zähler wurde 09/10 gesetzt. Die Kollegen hatten den gleichen Trödel 2007.


    Vielen Dank für die ersten Meinungen. Schauen wir mal!

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  • Zitat von jodl


    wie es allerdings mit der Hauptforderung ist (1,5 Jahre Grundgebühr der Grundversorgung plus 10 kWh) - das sollte ein Anwalt beurteilen 8)


    Da würde ich dann vorher die 100 € berappen und die Sache unter Kosten PV abschreiben.


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Inmotion V10F; Nikola Gotway 84V

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  • Hallo Rolle,


    habe auch das gleiche Problem mit E.ON Bayern. Das Paradoxe bei mir ist, ich betreibe eine Anlage bereits seit 3 Jahren und habe seit den 3 Jahren Null Strombezug, bekomme aber seither jedes Jahr eine Rechnung bezüglich Grundgebühr und Zählergebühr in Höhe von fast 80 € für Null Strombezug. Ich leiste keine Zahlung mehr, weil ich das nicht einsehe. Man könnte genauso einen Zähler ohne Rücklaufsperre einbauen, das wäre auch die wirtschaftlichste Lösung, aber da die Anlage über 30 kWp hat, werden eben automatisch Zweirichtungszähler eingebaut.


    Ich bin derzeit dran, sowohl bei der Rechtsabteilung der E.ON, als auch beim Bayerischen Amt für Maß und Gewicht.
    Clearingstelle halte ich für aussichtslos, da dauern solche Verfahren fast zwei Jahre. Die Bundesnetzagentur wäre noch eine Anlaufstelle.
    E.ON ist ein automatisierter Konzern, wo sich kein menschliches Gehirn um solche Angelegenheiten kümmert, sondern nur der Computer mit automatisch generierten Mahnungen und jetzt auch Androhung einer Stromsperre. Die Hotline kann man vergessen, da hat niemand eine Ahnung! Da ich weder einen Stromliefervertrag unterzeichnet habe udn auch konkludent mit einer Stromentnahme kein Vertrag zu Stande gekommen ist, lasse ich es auch drauf ankommen.