50,2 Hz Regelung kappt Ertrag

  • Hallo zusammen,


    es beschäftigt mich seit Tagen die Frage, ob die EVU´s nicht die 50,2 Hz Regelung missbrauchen werden, um uns Anlagenbetreiber die Vergütungsgelder zu kürzen. Dazu folgende Überlegung:
    Für die EVU´s sind die PV-Anlagen doch eigentlich lästig. Da müssen sie für eine KWh doch bis zu über 50ct. bezahlen, wo sie diese doch selber für meist unter 3ct. herstellen könnten oder zumindest unwesentlich teurer am Strommarkt zukaufen könnten.
    Was hindert sie also daran, dass sie ihren selber hergestellten, billigen z.B. Atomstrom im vollen Umfang weiter einzuspeisen und wenn dann die PV- Anlagen am Tag dazukommen, steigt die Frequenz recht schnell auf über 50,2 Hz und die Solaranlagen werden zurückgeregelt oder ganz vom Netz genommen. Ist ja eigentlich sehr praktisch, oder? Kann mir vorstellen, dass dadurch einige Finanzierungen privater Anlagen platzen werden. Die EVU´s stellen mit ihren Generatoren die Wechselstromfrequenz ein und können sie dadurch auch in bestimmten Grenzen, die für sie vorteilhaft sind, verändern. Sie können dadurch also regeln, ob und wieviel unsere PV-Anlagen einspeisen dürfen.
    Halte ich für sehr bedenklich, oder? Wir sollen also unsere umweltfreundliche Energie nicht einspeisen dürfen, damit sie z.B. Kohlekraftwerke bei voller Leistung wie gehabt weiterlaufen lassen können.
    Was meint Ihr dazu?

  • Hallo Britzel,
    Die Uebertragungsnetzbetzbetreiber entscheiden wer ans Netz geht (nach Einspeisevorrang fuer EE und Merrit Order fuer den Rest).


    Die Kraftwerksbetreiber bieten Ihren Strom mit dem ihnen gerade noch akzeptablen Preis an. Ist der Preis zu hoch fliegen sie aus der Merrit Order und stehen still.


    Die EVUs kaufen und verkaufen Strom.


    Es gibt viele EVUs die Kraftwerke betreiben, aber nur noch ein EVU das wesentlich an einem Uebertragungsnetzbetreiber beteiligt ist (EnBW).


    Das System sollte solche Manipulationen also schon von selbst verhindern. Wo nicht waere sowas illegal und wuerde sicher entsprechende rechtliche Konsequenzen haben.


    Gruss
    Jochen
    Gesendet von meinem BASE Lutea 2 mit Tapatalk 2

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
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    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Hallo Britzel
    Netzbetreibern ist es vollkommen egal , wer mit wie viel Leistung ins Netz einspeist, solange das Netz das aufnehmen kann und dabei stabil bleibt. Beispiel Stadtwerke Hamburg-Netzbetreiber sei VNB.
    . den Strombezug hat der hamburger zb vom Energieversorger Friedrichshafen am Bodensee. Dessen Stromlieferung nimmt ab !. Deshalb wollen Händler nicht gerne Kunden mit PV-Eigenverbrauch.
    Der VNB meldet Deinen PV-Eintrag in das EEG.-Konto, erhält das Geld, das er Dir gibt, aus dem WÄLZUNGS-TOPF. also Nullsummen-Spiel.
    WENN VNB und Stromhandel wie gefordert -entkoppelt - sind, hat der Netzbetreiber keinerlei Vorteile oder Nachteile von EEG-Anlagen.
    Dies gilt zuumindest für kleinereVNB, die keinen grossen " Nicht-EEG-Kraftwerkspark" haben.


    meint
    Liselotte