50,2 HZ-PROBLEMATIK - Änderungen am Netzanschluss

  • Änderungen am Netzanschluss Ihrer Photovoltaikanlage


    Publiziert am 23. Oktober 2012


    Ihre Photovoltaikanlage ist ein kleines Kraftwerk, das wichtige Aufgaben zur Systemstabilität im Stromnetz übernimmt. Um die Frequenz im Netz stabil zu halten, müssen einige der in den letzten Jahren installierten Anlagen nachgerüstet werden, da sich die Richtlinien für diese Aufgaben geändert haben. Die Solarstromanlagen schalten sich im Falle eines deutlichen Überangebotes und eines damit einhergehenden Frequenzanstieges bisher bei einer Netzfrequenz von 50,2 Hertz automatisch ab. Um sicherzustellen, dass sich diese Anlagen nicht alle gleichzeitig vom Netz trennen und es damit zu einem abrupten Frequenzabfall kommt, müssen Einstellungen an Ihrem Wechselrichter geändert werden. Per Verordnung ist diese Nachrüstung von der Bundesregierung vorgeschrieben und nur durch eine Fachkraft durchzuführen. Die Kosten dafür übernehmen die Verteilnetzbetreiber und legen sie auf alle Stromverbraucher um.
    Welche PV-Anlagen sind nachzurüsten?
    · Photovoltaikanlagen, die an das Niederspannungsnetz angeschlossen sind
    > über 10 kWp mit einer Inbetriebnahme nach dem 31. August 2005 und vor dem 01. Januar 2012
    > über 100 kWp mit einer Inbetriebnahme nach dem 30. April 2001 und vor dem 01. Januar 2012
    · Photovoltaikanlagen, die an das Mittelspannungsnetz angeschlossen sind
    > über 30 kWp mit einer Inbetriebnahme nach dem 30. April 2001 und vor dem 01. Januar 2009
    Umrüstfristen
    · Anlagen von 10 bis zu 30 kWp > 31.12.2014
    · Anlagen von 30 bis zu 100 kWp > 31.05.2014
    · Anlagen, die größer als 100 kWp sind > 31.08.2013
    Sie als Anlagenbetreiber erhalten vom Verteilnetzbetreiber ein Informationsschreiben. Darin wird das Problem erläutert und Sie werden aufgefordert, den aus ausgefüllten Fragebogen innerhalb der angegebenen Frist an ihn zurückzusenden.
    Aufgrund der Verordnung sind Sie verpflichtet, den Fragebogen auszufüllen und an Ihren Verteilnetzbetreiber fristgerecht zurückzusenden.Rufen Sie Ihren Handwerker an, er hilft Ihnen beim Ausfüllen des Fragebogens und begleitet Sie durch den Nachrüstprozess. Soll Ihr eigener Handwerksbetribe Ihre Anlage nachrüsten, geben Sie ihn auch bereits in diesem Fragebogen an. Ihr Handwerker kümmert sich um die Nachweise und die Abwicklung.
    Der Verteilnetzbetreiber plant anhand der Rückmeldungen die Umrüstungen und beauftragt Ihren Wunschhandwerker mit der Nachrüstung der Anlage.
    Ihr Handwerker vereinbart einen Termin mit Ihnen, führt die Nachrüstung Ihrer Anlage durch und wickelt die erforderlichen Dokumentationen und Nachweise mit dem Netzbetreiber ab.
    Ihre Anlage ist jetzt auf dem neuesten Stand und behält den Anspruch auf EEG-Vergütung.
    Die Wechselrichter werden durch die Nachrüstung wie konventionelle Kraftwerke die eingespeiste Leistung bei steigender Frequenz absenken. Sollten ältere Wechselrichter eine solche frequenzabhängige Wirkleistungsreduktion nicht unterstützen, werden die Abschaltfrequenzen der betroffenen Anlagen so gestreut, dass in Summe praktisch dasselbe Verhalten erzielt wird. Auch Teil des Nachrüstprogramms der Bundesregierung ist die systemverträgliche Wiederzuschaltung an das Netz nach einer Normalisierung der Frequenz. Dadurch wird eine höhere Netzstabilität erreicht. In der Regel müssen an Ihrer Anlage keine Teile ersetzt werden.
    Was müssen Sie tun?
    Ihr Netzbetreiber bzw. Stromversorger wird Sie in den nächsten Wochen oder Monaten anschreiben und Sie auffordern, einen Fragebogen auszufüllen und zurück zu senden. Es wird in diesem Fragebogen u.a. nach dem Hersteller und Typ des eingesetzten Wechselrichters gefragt. Eventuell müssen Sie auch Softwareversion und Baujahr angeben. Der Verteilnetzbetreiber wird dann, nach der Auswertung der Fragebögen, Handwerksbetriebe oder Mitarbeiter der Wechselrichterhersteller damit beauftragen, die Nachrüstung an Ihrer PV-Anlage vorzunehmen. Dazu wird mit genügend Vorlaufzeit ein Termin mit Ihnen vereinbart. Anschließend wird die Nachrüstung durch die ausführende Fachkraft dem Netzbetreiber bestätigt und nachgewiesen.
    Was können Sie tun?
    Aufgrund der Verordnung sind Sie dazu verpflichtet, zu kooperieren und Ihrem Netzbetreiber die benötigten Angaben zur Verfügung zu stellen, sobald Sie dessen Brief mit dem Fragebogen erhalten haben.
    In diesem Fragebogen können Sie auch Ihren Wunschhandwerker für die Durchführung der Nachrüstung angeben. Dabei entstehen gegebenenfalls Mehrkosten, die über die Erstattungsgrenze des Verteilnetzbetreibers liegen. Dazu rufen Sie Ihren Handwerker an. Er wird Ihnen auch gern beim Ausfüllen des Fragebogens helfen und stellt Ihnen Kopien der geforderten Nachweise zur Verfügung, welche ihn zur Durchführung der Nachrüstung berechtigen. Fragen Sie Ihren Handwerker, er ist für Sie da und begleitet Sie durch diesen Prozess.
    Informationen
    Ausführliche Informationen und Hintergründe zum Nachrüstprozess, Ihren Rechten und Pflichten, technischen Einzelheiten, Erläuterungen zum Fragebogen und möglicherweise entstehenden Kosten finden Sie unter
    http://www.solarwirtschaft.de/betreiber.

    1,4 KWp...klein aber fein...!!!...Schade, dass am Ende des Geldes immer soviel Dach überbleibt :D
    5 x Suntech STP 280-24/Vd, 1 x SMA SB 1200, Ausrichtung Süd, Dachneigung 30° seit 03.12

  • Zitat von gruennetz

    Das Schreiben stammt doch von der Verbandsseite Bundesverband Solarwirtschaft und nicht von einem VNB!
    Gruß
    Gruennetz


    Deswegen ist es doch auch nicht richtiger......? :idea:


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V


  • Aber es betrifft ihn doch garnicht, oder :?: Wenn ich den Schrieb richtig lese geht`s da nur um Anlagen, die größer als 10 kwp sind. Er hat aber doch nur 1,4 kwp :roll:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Zitat von MBIKER_SURFER

    Deswegen ist es doch auch nicht richtiger......? :idea:


    Gruß
    Martin


    und wieso soll der VNB dann nachlesen, wenn der Verband der Solarwirtschaft daneben liegt? Sollten die nicht mal nachlesen und richtige Dinge verbreiten, wenn das wirklich falsch wäre?


    Gruß


    Gruemmetz