Anlagen Erweiterung

  • Hallo liebe Forengemeinde.



    Ich habe im März diesen Jahres meine erste PV-Anlage mit 29,89 KwP in betrieb genommen.
    In der zwischenzeit habe ich noch einen Carport in Eigenregie errichtet, auf diesen ich jetzt auch eine PV-Anlage installieren möchte.


    Angebote habe ich schon vorliegen, aber mein EVU sagt, dass über 30KVA ein Zentraler Netz- und Anlagenschutz verbaut sein muss. Laut Aussage entstehen dadurch Kosten in Höhe von ca. 3.000 Euro. Es müssten wohl mehrere Schütze und Geräte verbaut werden.


    In dem Angebot von der Firma Stiens in Kaufungen sind folgende Posten aufgeführt:


    Power Management Einheit RS485 und Frequenz+Spannungsüberwachung für zusammen ca. 1950€.


    Laut Aussage des Aussendienstmitarbeiters sind eben genau dies die entsprechenden Geräte.


    Meine Frage jetzt:
    Überschneiden sich die beiden unterschiedlichen Aussagen oder wird hier von 2 Unterschiedlichen Sachen gesprochen?


    Und würde ich mir in dem Angebot gerne bestätigen lassen, das alle Kosten abgedeckt sind, die durch das EEG für Anlagen über 30KVA entstehen abgedeckt sind.


    Wie kann man das schreiben?



    Danke im Voraus für eure Hilfe.

  • Hallo,


    achte darauf, dass die Frequenz und Spannungsüberwachung redundant ausgeführt wird, das heißt, dass es zwei unabhängig voneinander arbeitende Lastschütze gibt. Die Anlage muss also im Störungsfall galvanisch vom Netz getrennt werden. Damit wären dann die Vorgaben zum NA Schutz erfüllt. (Dafür braucht man dann keine jederzeit zugängliche Trennstelle mehr).
    Das Powermanagement ist nochmal eine andere Baustelle. Hier wird auf Anforderung des Netzbetreibers, in der Regel über einen Funkrundsteuerempfänger, die Leistung der PV Anlage reduziert. In der PV Anlage wird das in aller Regel über den Datenlogger abgewickelt. Wenn der Netzbetreiber über das Powermanagement eine Leistung von 0W fordert, muss die Anlage dann auch noch galvanisch vom Netz getrennt werden. Hierzu kann man dann wiederum den NA Schutz verwenden.


    Hier mal ein Link zu einem typischen NA-Schutz.. Diese Überwachungseinheit steuert dann die Schütze.
    Und hier noch ein paar Infos zum Einspeisemanagement.. Der Rundsteuerempfänger kommuniziert mit dem Datenlogger und reduziert bei Bedarf die Leistung der Wechselrichter.



    Ich hoffe die Verwirrung nicht noch gesteigert zu haben ...


    Gruß pvbuero

    photovoltaikbuero - 30 x Siemens M53 seit 9.11.93 - 56 x Braas SRT 35 s. 26.11.99 - 30 x BP 3155 seit 2003 - 40 x Kyocera KC180 s. 2005 - 40 x SRM 185 s. 2008 - 224 x Trina TSD 180 s. 2010

  • Sehe gerade diesen alten Thread und wollte ihn endgültig abschließen:
    Die Lösung war schließlich ganz einfach, ohne alle Technik und gratis:
    Doie Universität hat eine Technikzentrale die ganzjährig 24 Stunden besetzt ist. Vattenfall wird sich jetzt entgegenkommenderweise im Falle eines Falles von dem dort jeweils Tätigen die Türen aufschließen lassen.
    Schlüsselschalter überflüssig oder Trennstelle außerhalb des Gebäudes überflüssig.
    Natürlich war von Vattenfall in den drei Jahren seither niemand da.
    Die Anlage konnte ohne Einspeisemanagement ans Netz gehen, da nur ins Netz der Institution, d.h. in deren Umspannwerk eingespeist wird, wo meine 38Kw wie ein Tropfen im Meer verschwinden. Glück gehabt!!! und viel viel Geld gespart.
    Für maich hat es sich tatsächlich gelohnt, ein paar Monate zu warten, nachzudenken und nicht gelich die teuerste Lösung zu installieren.
    Schöne Grüße