Keine wiederkehrende Prüfung - Regulierung Schadensfall?

  • Eine Frage an die Versicherungsexperten hier:


    Nach z.B. BGV-A3 sind für ortsfeste elektrische Anlagen und Betriebsmittel wiederkehrende Prüfungen mit einer Prüffrist von 4 Jahren durch eine Elektrofachkraft durchzuführen.


    Stellt es aus Sicht der Versicherung eine "Obliegenheitsverletzung" dar wenn diese wiederkehrende Prüfung vom Anlagenbetreiber nicht nachgewiesen werden kann?
    Würde eine nicht durchgeführte bzw nicht nachweisbare wiederkehrende Prüfung im Schadensfall dazu führen (können), dass die Versicherung den Schaden nicht oder nicht in voller Höhe ausgleicht?

    Gruß mwanton

  • Hi,


    Zitat von mwanton

    Stellt es aus Sicht der Versicherung eine "Obliegenheitsverletzung" dar wenn diese wiederkehrende Prüfung vom Anlagenbetreiber nicht nachgewiesen werden kann?
    Würde eine nicht durchgeführte bzw nicht nachweisbare wiederkehrende Prüfung im Schadensfall dazu führen (können), dass die Versicherung den Schaden nicht oder nicht in voller Höhe ausgleicht?


    wenn der Schaden bei einer wiederkehrenden Prüfung aufgefallen und so vermieden worden wäre, sicherlich.

  • Muss die Prüfung durch einen Betrieb durchgeführt werden, oder kann ich das als Anlagenbetreiber (Elektrofachkraft) auch selbst tun?

  • Zitat von mwanton

    Eine Frage an die Versicherungsexperten hier:


    Nach z.B. BGV-A3 sind für ortsfeste elektrische Anlagen und Betriebsmittel wiederkehrende Prüfungen mit einer Prüffrist von 4 Jahren durch eine Elektrofachkraft durchzuführen.


    Stellt es aus Sicht der Versicherung eine "Obliegenheitsverletzung" dar wenn diese wiederkehrende Prüfung vom Anlagenbetreiber nicht nachgewiesen werden kann?
    Würde eine nicht durchgeführte bzw nicht nachweisbare wiederkehrende Prüfung im Schadensfall dazu führen (können), dass die Versicherung den Schaden nicht oder nicht in voller Höhe ausgleicht?


    gemäß ABE 2008 gilt:


    § 8 Obliegenheiten des Versicherungsnehmers


    1. Obliegenheiten vor Eintritt des Versicherungsfalles
    a) Der Versicherungsnehmer hat vor Eintritt des Versicherungsfalles alle vertraglich vereinbarten Obliegenheiten einzuhalten.
    b) Verletzt der Versicherungsnehmer eine der genannten Obliegenheiten, so ist der Versicherer nach Maßgabe des § 28 VVG zur Kündigung berechtigt. Eine Kündigung des Versicherers wird mit Zugang wirksam.


    3. Leistungsfreiheit bei Obliegenheitsverletzung
    Verletzt der Versicherungsnehmer eine Obliegenheit nach Nr. 1 oder 2, so ist der Versicherer nach Maßgabe der §§ 28 und 82 VVG leistungsfrei.
    Außer im Falle einer arglistigen Obliegenheitsverletzung ist der Versicherer zur Leistung verpflichtet, soweit die Verletzung der Obliegenheit weder für den Eintritt oder die Feststellung des Versicherungsfalles noch für die Feststellung oder den Umfang der Leistungspflicht des Versicherers ursächlich ist.

  • Hi
    -wenn Privat auf Hauf -nicht erforderlich(aber vieleicht wünschenswert-sicherheit)
    -Gewerblich Pflicht


    Gruß
    rr-srb

  • Zitat von rr-srb

    Hi
    -wenn Privat auf Hauf -nicht erforderlich(aber vieleicht wünschenswert-sicherheit)
    -Gewerblich Pflicht


    Gruß
    rr-srb


    worauf kannst du diese Aussage stützen, hast du Quellen dafür oder ist das nur deine Meinung?

  • Hi


    -bin E-Monteur und mach das jeden Tag
    -schon mal gehört das alle 4 Jahre eine Prüfung in Vermietete Wohnungen durchgeführt wird?
    -gibt es ,ist aber sehr selten weil nicht Plicht


    Gruß
    rr-srb

  • Zitat von jodl

    worauf kannst du diese Aussage stützen, hast du Quellen dafür oder ist das nur deine Meinung?


    hier zum nachlesen:
    http://www.bauordnungen.de/BGV-A3.pdf


    § 3
    Grundsätze


    (1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass elektrische Anlagen und Betriebsmittel nur von einer Elektrofachkraft oder unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft den elektrotechnischen Regeln entsprechend errichtet, geändert und instandgehalten werden. Der Unternehmer hat ferner dafür zu sorgen, dass die elektrischen Anlagen und Betriebsmittel den elektrotechnischen Regeln entsprechend betrieben werden.


    (2) Ist bei einer elektrischen Anlage oder einem elektrischen Betriebsmittel ein Mangel festgestellt worden, d.h. entsprechen sie nicht oder nicht mehr den elektrotechnischen Regeln, so hat der Unternehmer dafür zu sorgen, dass der Mangel unverzüglich behoben wird und, falls bis dahin eine dringende Gefahr besteht, dafür zu sorgen, dass die elektrische Anlage oder das elektrische Betriebsmittel im mangelhaften Zustand nicht verwendet werden.


  • und wo steht da daß das auf einem "Privathaus" nicht sein muß ?