Können Dünnschichtmodule in Kürze unser EEG verändern

  • Dünnschichttechnologie


    Der Anteil am Gesamtmarkt ist gegenüber den kristalinen Modulen NOCH unbedeutend.
    Dies wird sich IMO in absehbarer Zeit drastisch ändern. Der enorme Zuwachs des kristalinen Module ist meines Erachtens auf die 1993 in Japan und später in Deutschland eingeführten Programmen zurückzuführen. Der wichtigste Punkt dabei ist, daß beide Länder klimatisch vergleichbar sind.
    Warum die Dünnschichttechnologie den größten Zuwachs haben wird, sind IMO im wesentlichen zwei Faktoren. Zum einen, der extrem bessere Temeraturkoeffizent, der sie je näher man dem Äquator kommt, umso effizienter macht. Zum anderen der Kostenfaktor. Schon in wenigen Jahren werden damit KwP - Preise von unter 2000 €* möglich sein.


    Die derzeit (geschätzte Umsätze in MW - Modulleistung in 2005) weltweit umsatzstärkten Unternehmen:


    1. UNISOLAR 25 MW (incl. Thyssen oder ohne ? )


    2. First Solar 20 MW


    3. Kaneka 20 MW


    Weitere größere Unternehmen (ohne Gewähr) am Markt:
    Mitsubishi, Antec Solar, Würth Solar, BP und Thyssen (s. oben - OEM von UNISOLAR)



    Derzeitiger Stand der Technik (für die Praxis in stabilen Wirkungsgraden und noch wichtiger Temperaturkoeffizenten)


    am Markt sind
    Module mit Wirkungsgraden bis 9% und Temperaturk. - 0,18%


    im Test/ Labor sind (soweit mir bekannt)
    Module mit Wirkungsgraden bis 13% und Temperaturk. - 0,11%





    Nur so am Rande:


    Ich frage mich, sollte z. B. in 2009 ein KwP in Deutschland für beispielweise 2400 € installiert werden (und dies wird IMO mit 98%iger Wahrscheinlichkeit auf diesem Level derr Fall sein) können, was passiert mit den im EEG garantierten Einspeisevergütungen?




    voltaikfuchs

  • Was hat das EEG mit Dünnschicht zu tun :?:


    Garnix


    Die Vergütung wird weiter fallen, und wenn die Preise nicht mitfallen wird der momentane Boom sich stark einbremsen.


    Also muß die Technik billiger werden. Und sie wird billiger werden. Bisher produzieren alle von dir genannten Firmen sogennannte Dünnschichtzellen. Jeder kocht aber seine eigene Suppe. Das funktioniert so nicht ganz.
    Alle Hersteller müßen sich langfristig an einer gemeinsamen Norm beteiligen. und die Preise müssen fallen. Die Preise für Dünnschichttechnologie müssen angemessen sein. Meiner Meinug dürfte vom Materialwert Dünnschicht nur 50% von kristallinen Zellen ausmachen.


    Dünnschicht wird auch einen höheren Stellenwert bekommen, aber zuerst müßen die Preise auf einen ehrlichen angemessenen Preis fallen. 8)

  • @voltaikfuchs:


    Geschätzte Umsätze 2005 (hier darf jeder mal schätzen)


    Unisolar: 15-20MW
    First Solar: 15MW
    Kaneka: 20MW
    Mitsubishi (Dünnschicht) 10MW
    Antec: <10MW
    Würth: <<5MW
    BP stellt nix Dünnschicht mehr her
    OEMs lassen wir raus
    Shell <5MW
    Schott <5MW
    CSG <5MW


    ..wobei diese Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.


    Wobei mich noch interessiert welches TF-Modul einen P-Quotienten von -0.18 hat.


    Zu Deiner Randbemerkung: Die Installationspreise werden nur in dem Maße zurückgehen wie dies die Einspeisevergütung zulässt. Der Markt regelt das automatisch durch Angebot-Nachfrage.


    Sunnymorning

  • dieses thema mit den solarmodulen muß man global betrachten...mehr nachfrage weltweit = stabile bzw. steigende preise...egal welche sorte von module! dünnschicht wird die meiste zeit diese preisstruktur gehabt haben...sie werden steigen! zumindest die nächsten 3 - 5 jahren! die knappheit ist in jedem winkel der welt zu bemerken...dies wird erst zum jahr 2009 - 2011 abschwächen. und warum sollen die dünnschichtmodulhersteller die modue für einen kleinere margen verkaufen wenn auch mehr drin ist????

  • Zitat von silver_man

    dieses thema mit den solarmodulen muß man global betrachten...mehr nachfrage weltweit = stabile bzw. steigende preise...egal welche sorte von module! dünnschicht wird die meiste zeit diese preisstruktur gehabt haben...sie werden steigen! zumindest die nächsten 3 - 5 jahren! die knappheit ist in jedem winkel der welt zu bemerken...dies wird erst zum jahr 2009 - 2011 abschwächen. und warum sollen die dünnschichtmodulhersteller die modue für einen kleinere margen verkaufen wenn auch mehr drin ist????



    Das ist natürlich ein Kritikpunkt.


    Zur Zeit werden billige China NoName nur ca 10% günstiger als gute teilweise deutsche markenmodule verkauft.


    Das Angebot / Nachfrage Prinzip ist derzeit etwas aus der Spur. Aber keine Angst, denn spätestens wenn die Nachfrage sinkt, wird über das angebot auch der Preis fallen.
    Im übrigen sind erste Auswirkungen schon zu sehen. Die ersten Solarteure machen vorsichtige Angebote um die 5000 €. Zuletzt war der Preis schon bei 5200 natürlich inkl. Material und Montage.
    Kann natürlich am Winter liegen.

  • A.
    Was hat das EEG mit Dünnschicht zu tun ?


    B.
    Die Installationspreise werden nur in dem Maße zurückgehen wie dies die Einspeisevergütung zulässt. Der Markt regelt das automatisch durch Angebot-Nachfrage.


    C.
    dieses thema mit den solarmodulen muß man global betrachten...mehr nachfrage weltweit = stabile bzw. steigende preise...egal welche sorte von module!





    zu A.
    Bisher nichts. Das war ja meine Frage. Die Einspeisevergütung des EEG richtete sich an den Kosten für die installierte Leistung von Anlagen um das Jahr 2003 aus. Die von Jahr zu Jahr um 5% fallende Einspeisevergütung wurde als Schätzwert für den Preisrückgang angenommen.


    zu B.
    umgekehrt wird ein Schuh daraus. Die Bemessung Einspeisevergütung richtete sich s.o. an den bisherigen und den künftigen vorausgeschätzten Kosten aus.


    zu C.
    global hieß bisher im wesentlichen doch Japan und Deutschland.
    Nimm doch mal die Halbleiterbranche allgemein. Sind hier trotz enorm gesteigener Nachfrage und Leistung die Preise gefallen ?
    Nein, das genaue Gegenteil ist passiert. Und genauso wird es bei der Dünnschichttechnologie sein.
    KwP - Preise von unter 2000 € in wenigen Jahren. Siehe mein erstes Posting



    voltaikfuchs

  • B: Nicht ganz richtig, die Einspeisevergütung wird gesetzlich festgelegt, diese orientierte sich an den Preisen der X-Si in 2003. Die Degression der Einspeisevergütung ist festgeschrieben. Es wird sich der Modulpreis deswegen immer an der aktuellen Einspeisevergütung orientieren so dass der ROI immer in einem für den Endkunden akzeptablen Bereich bleibt und dieser eine akzeptable Verzinsung erwarten kann.
    Sunnymorning

  • Zitat von sunnymorning


    [...]
    Es wird sich der Modulpreis deswegen immer an der aktuellen Einspeisevergütung orientieren so dass der ROI immer in einem für den Endkunden akzeptablen Bereich bleibt und dieser eine akzeptable Verzinsung erwarten kann.
    Sunnymorning


    bleibt nur die Frage wo dieser Endkunde wohnt, bzw. seine Anlage betreiben will !!
    Bei einem Standort in Norddeutschland (<850kWh/kWp) sieht die Rechnung sicher anders aus als in Süddeutschland (>1000 kWh/kWp) von Spanien, Italien, Griechenland die jetzt auch Vergütungen ala EEG bekommen (haben) ganz zu schweigen ...
    Der Umwelt mag es egal sein wo sauberer Strom produziert wird, aber der (Groß-)Händler wird seine Module dort verkaufen wo das meiste Geld zu verdienen ist (ich weiß: es gibt auch Leute die das nur aus Nächstenliebe und wegen der Umwelt machen, aber das sind nicht viele!!).
    So, und wenn man aufgrund besserer Einstrahlungswerte in Südeuropa in der Lage ist höhere Preise zu zahlen als in Deutschland, dann bricht der Markt hier irgendwann zusammen, weil die begrenzte Anzahl von Modulen woanders verkauft wird.


    Grüße,
    Burkhard

    "Es ist besser ein kleines Licht zu entzünden, als über große Dunkelheit zu klagen" ( Konfuzius )

  • die modulpreise sind alleine ende 2003 bis jetzt um 500 euro im einkauf gestiegen! die einspeisungvergütung nimmt ab...glücklicherweise ist aber, parallel zur senkung der einspeisevergütung und der steigende modulpreisen, die zinsen bei der kfw gefallen...um immerhin fast 1,5%! und das hat die nachfrage in den letzten 2 jahren in den strahlungsarmen gebieten gesichert...eine pv-anlage, mit einem kwp-preis von 4400-4500,- euro/kwp anfang 2004 bot die gleiche rentabilität wie eine pv-anlage mit 4900 - 5000 euro/kwp die im september 2005 ans netz ging. jetzt aber stangnieren die zinsen bzw. steigen leicht....tja, und wie schon oben beschrieben....wird der preis durch nachfrage u angebot zukünftig bestimmt und nicht um 5% fallen. das wurde auch schon von 2004 auf 2005 in foren spekuliert...und es ist teuerer geworden! deshalb, ich würde mir jetzt dünnschicht montieren, der preis ist akzeptabel und wird nicht preiswerter! und das eeg hat auch nichts mit dünnschicht zu tun.

  • Moin.


    Meiner Meinung nach werden wir in absehbarer Zeit Probleme bekommen.
    Der Preis wird über die Nachfrage geregelt, und die wird nicht nachlassen, sonder zunehmen. Nicht hier in Deutschland, aber in vielen anderen Ländern. Damit bleiben die Preise stabil, die Erlöse aber werden sinken (EEG). Damit werden Anlagen in Deutschland ziemlich bald unrentabel werden. Das EEG kommt im nächsten Jahr auf den Prüfstand, ich kann nur hoffen, dass diese Umstände Berücksichtigung finden.


    MfG.,
    Umberto