SMA Sunny Backup und Problem einphasige Wechselrichter

  • Grüß Euch,
    als Frischgefangter möchte ich mich gleich als ziemlicher elektrischer Laie outen (o.k., Lichtschalter und Steckdosen hab ich schon selber montiert, das wars aber dann schon :) ).
    Bei uns daheim (Steiermark) kommt nun eine PV Anlage aufs Dach, und ich bin grad in der Angebotsphase (etwa 5 kwp Anlage).
    Würde Angebote dann auch gern hier besprechen (bin ich froh, das Forum gefunden zu haben!).


    Aber vorab was anderes:
    Wir hätten gern den SMA Sunny Backup M für automatische Umschaltung auf Inselbetrieb (jaja, teuer, rechnet sich nie, Netz fällt eh nie aus, usw. Ist aber alles kein Thema, ich finds einfach krank, eine PV-Anlage auf dem Dach zu haben, und bei Netzstromausfall trotzdem durch die Finger zu schauen. Außerdem kann ich dadurch den Eigenverbrauch stark erhöhen, und jedes Watt, welches ich selber verbrauche, ist mir lieber als ein solches welches ich einspeise, bei den Preisen :) ).


    Das geht aber offenbar nur mit einem SMA Wechselrichter, und die sind alle einphasig.
    Jetzt hab ich von Dritten gehört, daß mein Provider möglicherweise einphasige Einspeisung nicht zuläßt, und mit einem dreiphasigen Wechselrichter kann ich das Backup vergessen.


    Kann hier jemand sagen, nach welchen Kriterien die Provider vorgehen (oder gesetzlich vorgehen müssen), um festzulegen, ob man ein- oder dreiphasig einspeisen darf / muß ?
    Ich will dort nicht einfach anrufen und fragen "Derf i einphasig einspeisen ?", weil wer viel fragt und keine Ahnung hat, kriegt viel verboten, und das aber vielleicht unnötigerweise.


    Danke für jeden Hinweis, Hermann

  • hallo hermann!


    Also prinzpiell darf man bis zu 4600 W maximale WR-Aisgangsleistung einphasig einspeisen.
    Je nach den örtlichen Gegebenheiten (viele pv-anlagen, einzellage, trafoentfernung, ...) kann dir der netzbetreiber aber auch mehrphasig vorschreiben oder ablehnen. Dann muss man diskutieren, telefonieren ,... Und dann gehts manchmal, wwlch wunder, doch.


    Backup! - cool!
    Lg Vollmilch

  • Hi Hermann,


    Zitat von tesla_austria

    Bei uns daheim (Steiermark) kommt nun eine PV Anlage aufs Dach, und ich bin grad in der Angebotsphase (etwa 5 kwp Anlage).
    Würde Angebote dann auch gern hier besprechen (bin ich froh, das Forum gefunden zu haben!).


    bitte das hier berücksichtigen, wenn Du die Angebote prüfst:
    http://www.photovoltaikforum.c…r-%C3%96sterr-t77672.html

  • Hallo Hermann,
    Vollmilch hat recht...über dem Verhandlungsweg konnten wir die meisten unserer 5 kWp Anlagen (4,6 kW Nennleistung) mit einer einphasigen Netzeinspeisung durchsetzen.


    2. falls du kein Glück hast, stehen noch immer 3 Stück einphasige SMA SB 1600TL, bzw. bei einer etwas größeren Anlage 3x2100TL am Markt zur Verfügung, die mit dem SMA Backup kompatibel sind.

  • Danke für die Infos!


    Noch eine ganz dumme Frage, als Newbie:
    Ich hab jetzt erst gesehen, daß jeder bessere Inselwechselrichter sowieso auch fehlenden Strom vom öffentlichen Netz dazu liefern könnte, es fehlt halt die Einspeisung.
    Warum sollt ich mir dann die teure SMA Sunny Backup Lösung oder den teuren Nedap Powerrouter (gefällt mir noch besser als das SMA Konzept, da ich mir eine zweite Box erspare) anlachen ?


    Eine Insellösung, die Überschußstrom in Batterien speichert und fehlenden Strom aus dem Netz holt, wäre doch viel billiger ?
    Um die fehlende Einspeisung des Überschusses ins Netz wäre mir nicht leid.
    Was übersehe ich da, was ist der Grund, das so etwas nicht öfter gemacht wird ?


    LG, Hermann


  • Meine Rede :mrgreen:


    Jedoch , ists ja bei euch in Austria anders mit der Vergütung als in DE oder ? Bekommst Du was für die Vergütung bei Einspeisung ins Netz ?



    Klar Inselwechselrichter mit AC Eingang, wo man das Netz anschliesst und bei Bedarf dieses zuschaltet , ist recht einfach , günstig , verlässlich und unkompliziert


    Sag mal an was Ihr so verbraucht an Strom


    Gruss Lars

  • Hallo !


    Der Nedap kann im Gegensatz zum SMA Backup kein USV, bzw. es gibt eine USV Version, die hat aber dann wieder keine Eigenverbrauchsmaximierung onboard etc.
    Der "Notstrombetrieb" ist nur eine Steckdose mit Saft, wenn der Netzstrom ausbleiben sollte ...

  • Ist zwar schon eine Weile her das Thema, ich möchte es aber so nicht stehen lassen, weil die NEDAP Beschreibung so nicht stimmt.


    Ja, es gibt ein USV Gerät von NEDAP, welches KEINE Eigenverbrauchsmaximierung durch Batteriespeicherung hat.


    Aber NEIN, auch das Gerät zur Eigenverbrauchsmaximierung kann sehr wohl Notstrom liefern bei Ausfall des öffentlichen Netzes. Es schaltet allerdings nicht innerhalb von 20ms um, daher passt der Begriff USV nicht. Auch gibt es nicht nur eine Steckdose zur Notstromversorgung, sondern jene Stromkreise die mir wichtig sind, werden über einen Schütz auf den AC Ausgang des NEDAP-Wechselrichters geschalten. Stromausfallzeit ist also die Abfallzeit des Schütz (länger als 20ms aber kleiner als 1sec).


    Ich habe seit Markteinführung ein solches Gerät in Betrieb. Es funktioniert so wie ich es mir vorgestellt habe. Einmal hatten wir tatsächlich einen Stromausfall. In der ganzen Ortschaft war nur mein Haus beleuchtet auch die Umwälzpumpen liefen weiter, warm blieb es also auch und der Steckdosenstromkreis hat auch wie gewünscht funktioniert. Ich habe mir die Zeit bis zur Wiedereinschaltung mit fernsehen vertrieben ;-)


    Ich habe etwa 14kWh Batteriespeicher.
    Sehr gut finde ich auch das Monitoring. Balkendiagramme zeigen mir via Internet wieviel ich selbst verbraucht habe (Prio1), wieviel in die Batterien gegangen ist (Prio2) und wieviel ans Netz verkauft werden musste (Prio3), etc


    Grüße
    Robert

  • Zitat von Vollmilch

    hallo hermann!


    Also prinzpiell darf man bis zu 4600 W maximale WR-Aisgangsleistung einphasig einspeisen.
    Je nach den örtlichen Gegebenheiten (viele pv-anlagen, einzellage, trafoentfernung, ...) kann dir der netzbetreiber aber auch mehrphasig vorschreiben oder ablehnen. Dann muss man diskutieren, telefonieren ,... Und dann gehts manchmal, wwlch wunder, doch.


    Backup! - cool!
    Lg Vollmilch


    hallo, vollmilch, wenn ich dich nochmals belästigen darf?


    habe obiges statement von dir gefunden, allerdings aus 2012 stammend.



    vielleicht erinnerst du dich: ich plane eine ost-west-anlage, mit ca. 20 250Wp-Modulen auf dem Dach, zwei strings.


    jetzt gibts ja grundsätzlich hier im forum immer wieder die meinung, dass man mit so kurzen strings die dreiphasigen WR nicht richtig nutzen kann, bzw, ein paar Prozentpunkte im Wirkungsgrad einbuesst, und dieser verlust dann auch über wärmeabgabe die lebensdauer verringert



    ideal wäre also eine einphasige einspeisung mit einem 3,6-er WR und zwei trackern/strings (wäre ja auch bei 20 250-er Modulen noch einigermassen ok, wird halt nur die absolute spitze abgeschnitten, aehnlich 70%-hart in D)


    alle solateure haben mit gesagt: "einphasig geht nicht"....


    auf den seiten von NÖ-Netz steht:


    Zitat

    "Anlagen bis 5 kW Engpassleistung: diese können in der Regel ohne Spannungswächter angeschlossen werden. Anlagen über 3,68 kW sind außerdem immer dreiphasig auszuführen."


    d.h. es wäre grundsätzlich möglich



    bei mir in 3034 maria anzbach ist auf der einspeiserkarte der netze NÖ kein rosa bereich sichtbar, also eher kein problemgebiet zwecks nötigen spannungswächter über 5kWp...bezieht sich die karte auch auf einphasige einspeisung, wie gross ist die chance, einphasig einspeisen zu dürfen? lohnt sich der versuch? oder ist es heute in 2016 noch schwieriger?


    :danke:


    lg tom

  • Hallo!


    Ich kann dir da schreiben was ich will, letztendlich entscheidet das die NÖ Netz GmbH!
    Wenn es jetzt 5 kWp werden sollen, dann reichen 3,6 kW Wechselrichterleistung bei deinem Ost/westdach bei weitem. Und dann würde ich auch um einmalige Einspeisung absuchen.
    Wenn es der NÖ Netz GmbH nicht passt, hast du eh keine andere Wahl.


    LG Vollmilch