Erstaunliche Erkenntnis: Sinn der Blindleistungseinspeisung!

  • Meine Messung am Hausanschlusspunkt bestätigt dies aber :roll:

    Woher kommen denn permanent 500var kapazitiv bei mir ?

    Wenn ich div. Geräte mit Schaltnetzteile vom Netz nehme, sinkt es immer mehr.


    Meine LED Spots z.B.:

    http://www.megaman.de/assets/mm26322.pdf

    haben einen cos phi von etwa 0,5 - habe das auch mal gemessen - kommt hin -> kapazitiv.


    Wenn ich z.B. 10x diese Spots anschalte steigt die Blindleistung noch weiter ins positive am Hausanschluss.


    Wenn ich den großen Staubsauger anmache, dann sind auf der Phase sofort 0var. Leider zeigt der Home Manager keine negative Blindleistung an.


    Wenn der WR negative Blindleistung bereit stellt (induktiv), dann geht die Blindleistung am Hausanschlusspunkt auch runter.


    Fazit: die 4-Quadranten sind rein willkürrlich gewählt, genauso wie -Q oder +Q reine Willkürr ist X/

  • @Energiesparer51

    Richtig.

    Und die ist weder induktiv noch kapazitiv.

    Und auf dem Rückzug, von billigsten Kleinanwendungen mal abgesehen.

  • Neben induktiver und kapazitiver Blindleistung gibt es auch noch Verzerrungsblindleistung bei nicht sinusförmigen Strömen.

    genau das produzieren die ganzen Schaltnetzteile.


    Wobei ich aber nicht weiß wie sich Verzerrte kapazitive Blindleistung zu "normaler" induktiver Blindleistung verhält

  • Nicht die ganzen Schaltnetzteile.

    Die wenigsten uralten.

    Selbst kleine Netzteile die scheinbar keine extra PFC Stufe haben arbeiten mit einer PFC durch sehr kleine Eingangskondensatoren und geschickte Ansteuerung der Schaltstufe zusammen mit einer relativ großen Kapazität auf der Sekundärseite.


    Zur Verzerrungsblindleistung.

    Und die(se Verzerrungsblindleistung) ist weder induktiv noch kapazitiv.

    Und auf dem Rückzug, von billigsten Kleinanwendungen mal abgesehen.

  • Was du schreibst kann nicht sein, Blindleistung ist entweder kapazitiv oder induktiv, auch wenn sie verzerrt ist.


    Ist das auch Blödsinn deiner Meinung nach:

    https://dewiki.de/Lexikon/Verzerrungsblindleistung


    Da steht auch ganz klar:


    Den "Stromimpuls" kann man in die verschiedenen Oberschwingungen zerlegen.


    Zitat
    • An der Quelle tritt neben der Wirkleistung auch Verzerrungsblindleistung auf. Quantitative Rückschlüsse aufgrund des Klirrfaktors sind wegen des Gleichstromanteils in der Scheinleistung nicht möglich.

    Allerdings ist eine Lösung möglich, wenn man die Fourier-Koeffizienten berechnet.

    Und bekommt nachher kapazitive Blindströme (Oberschwingungsströme)

  • Lies dich ein, mach' dich schlau.

    Ein Siebkondensator macht keine kapazitive Blindleistung.

    Allerdings ne ganze Menge unerwünschten "Schmutz".

    Da steht genau das was ich schon ganz am Anfang gesagt habe.

  • Was du schreibst kann nicht sein, Blindleistung ist entweder kapazitiv oder induktiv, auch wenn sie verzerrt ist.


    Ist das auch Blödsinn deiner Meinung nach:

    https://dewiki.de/Lexikon/Verzerrungsblindleistung

    Schau dir doch in der von dir genannten Quelle das Zeigerdiagramm an. Die Verzerrungsblindleistung steht senkrecht zu der Wirklesitung und der Verschiebungsblindleistung. Sie ist also weder induktiv noch kapazitiv.

  • Und was misst dann ein Zähler wie der SMA Home Manager 2.0 ?

    Woher kommen dann die 500var wenn Verzerrungsblindleistung nicht gemessen werden kann/wird ?


    Oder anders gefragt: Man misst einen hohen Strom am Hausanschluss der einer geringen Wirkleistung gegenüber steht.

  • Es kommt auf das mir nicht bekannte Messprinzip an. Ein um 90° gedrehter Ferraris-Zähler misst die Verzerrungsblindarbeit nicht. Ein elektronischer kann die messen, sollte er aber eigentlich auch nicht.

  • bin heute morgen mit meinem kleinen Brennstuhl Messgerät (PM 231 E Link ) her gegangen und habe ein paar in jedem Haushalt übliche Geräte gemessen:


    Als Beweis 2 Geräte mit Foto.


    1. Handy Ladegerät

    120mA * 235V = 28VA

    Wirkleistung gemessen = 17W

    Ergibt (wie angezeigt) einen cos phi von 0,6 (22var)


    2. GU10 LED 3W

    die Angaben vom Typenschild passen genau zur Messung:

    30mA * 235V = 7VA

    Wirkleistung gemessen = 3W

    cos phi = 0,43 (6var)


    3. Sat Multischalter

    6,2W - 0,52 - 50mA (9-10var)


    4. TV im Standby

    0,3W - 0,02 - 60mA

    -> 14VA / 14var :shock:


    Summe der 4 Geräte: schon 50 var kapaz.


    Von diesen Gerätschaften haben wir und auch alle die ich kenne noch viel mehr im Haushalt immer aktiv bzw. im Standby.

    So kommen die insgesamt 400-500var (kapazitiv) am Hausanschluss zustande.


    Ob das Brennstuhl Messgerät bzw. der SMA Home Manager Verzerrungs- und oder Verschiebeblindleistung messen weiß ich nicht, Fakt ist der Strom fließt hin- und her und lässt sich durch einen untererregten Wechselrichter kompensieren.