Die Delle [bei den Grundlastkraftwerken]

  • Zitat von darwin


    Im Grunde ist die Lösung MEHR billige Grundlast und das so unflexibel wie möglich. Das bringt Luft - sprich Geld das man in die Ausgleichskapazität, wie PSW oder Gas stecken kann. Was man *unten* einspart kann man dann *Oben* ausgeben.


    Die Gewinne die "unten" eingefahren werden fließen doch in die Taschen der Drecksschleuderbetreiber und nicht zu PSW-Betreiber... man könnte und man müsste hilft nicht...

  • Zitat von Wade

    Die Gewinne die "unten" eingefahren werden fließen doch in die Taschen der Drecksschleuderbetreiber und nicht zu PSW-Betreiber... man könnte und man müsste hilft nicht...


    Du hast einfach vergessen zu vernünftig zu zitieren.

  • Zitat von darwin

    Du wirst irgendwann anfangen müssen ein Stromsystem als ein EE-System zu begreifen, selbst wenn es noch Konventionelle Absicherung braucht. Wann ? Bei 50, 70, 100, 120% EE-Anteil ? Wer schreibt dann wem eine Rechnung ?






    Zur Zeit haben wir ja noch kein 100%tiges EE System. Wir überlegen ja noch wie der Übergang finanziert wird.


    Wir sind gerade mal bei 25% EE da kann man bei den Konventionellen noch „abknabbern“ sprich Rechnung schreiben. Wird natürlich immer weniger, weil der konventionelle Kuchen nach unten dünner wird.
    Wenn wir bei 100% EE sind, ist aus geknabbert, da kann man natürlich keine Rechnung mehr schreiben. Dann müssen die EE auf eigenen Füßen stehen
    Bis dahin ist mit Sicherheit eine Lösung gefunden.


    Gruß Hadl

  • Zitat von hadl


    Zur Zeit haben wir ja noch kein 100%tiges EE System. Wir überlegen ja noch wie der Übergang finanziert wird.


    Wir sind gerade mal bei 25% EE da kann man bei den Konventionellen noch „abknabbern“ sprich Rechnung schreiben. Wird natürlich immer weniger, weil der konventionelle Kuchen nach unten dünner wird.
    Wenn wir bei 100% EE sind, ist aus geknabbert, da kann man natürlich keine Rechnung mehr schreiben. Dann müssen die EE auf eigenen Füßen stehen
    Bis dahin ist mit Sicherheit eine Lösung gefunden.


    Oder die Konventionellen schreiben jetzt schon die Rechnung für den 25% Anteil - das hilft dabei die Überlegungen zur Finanzierung des Übergangs in die richtigen Bahnen zu lenken. Dann finden sich die Lösungen ganz schnell.

  • Nun, die Lösungen sind bekannt - die virtuelle Kupferplatte aus der Börse rausnehmen, damit nicht mehr Windstrom nach Italien verkauft wird, der dort hin gar nicht fliessen kann mangels Leitung - und das Netz ausbauen damit der EE STrom dorthin fliessen kann, wohin er gebraucht wird - Gebraucht wird er immer irgenwo, frage ist nur wo und wie weit ist das weg. Aktuell kann er nicht abfliessen, das führt dann zu negativen Preisen. (Strom wird verkaft, aber an Addressaten wohn er nicht kommen kann, Netzbetreiber fahren auf dem Weg zum Adressaten dannkonventionelle hoch, um diesen STrom zu liefern (bezahlung der MWh über die Netzentgelte) durch den zusätzlichen Strom wird der Börsenpreis weiter gedrückt - und so geht das speil weiter bis sich dann doch irgendwie erreichbare Verbraucher gefunden haben wo die WKA -kWh verscheingen können - bei negativen Preisen.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Zitat




    Genau das schreibe ich doch gebetsmühlenartig. Ich habe doch auch schon die Milliarden dafür bereit.
    Siehe hier:http://www.wdr.de/tv/markt/sen…1203/01_stromtarife_3.jsp
    Der Solarstrom drängt also zusätzlich in den Markt und verdrängt die teuersten Kraftwerke. Die gehen vom Netz. Trotz gleichbleibender Nachfrage sinkt dadurch der Strompreis. Und das sogar ziemlich stark, wie Professor Leprich vorrechnet: „Ich würde mal sagen zwischen 0,3 und 0,5 Cent je Kilowattstunde ist dieser Effekt, was bedeutet, auf die gesamte Strommenge hochgerechnet macht das zwischen drei und fünf Milliarden Euro aus.“



    An wen die Rechnung geschickt werden muss, kannst Du hier sehen.
    http://www.photovoltaikforum.c…t36937-s2130.html#p814369
    Die ersten Profiteure des MOE sind die Stromhändler die an der Leipziger EEX nun für den Auftraggeber günstiger einkaufen können. Man belässt den Handel so wie er ist, fordert dann aber auf den festgelegten Preis eine MOE-Abgabe (Umlage oder Steuer) von beispielsweise 1 Cent. Der Erlös aus dieser Abgabe kommt dem EEG-Konto in voller Höhe zu Gute.
    Nun mal los, damit wir schnell in die richtigen Bahnen kommen..

    Gruß Hadl

  • Hadl:


    http://www.agora-energiewende.…aaa2880921a7d99535c5a23_a


    Schau dir den Verlauf der Konventionellen an. Alle anderen einfach rausklicken.


    PV bringt an fast jedem Tag eine Mittagsdelle. Die Teuersten Kraftwerke laufen also nicht mehr zur PV Zeit - sondern um 8 Uhr Morgens und 20 Uhr abends. Genau dann wenn PV keine Leistung bringt. Man ersetzt also 8-12 ct GasStrom durch 30 ct PVStrom am Mittag. Während man morgens und Abends Spitzenlast braucht - 10-15 GW.


    Der MOE mag den Börsenpreis in den Keller treiben, aber er ändert wenig an den Kosten der Erzeugung. Diese werden über den Tag verschmiert.


    Die 3-5 Mrd sind eine theoretischen Größe. Der MOE hat den Börsenpreis zur Preisfindung defakto wertlos gemacht und schlägt in der Konsequenz auf das EEG Konto durch.


    Die Reaktion müsste eben nicht die MOE-abgabe sein, sondern eine Reform des Börsenmechanismus.


    Strom sollte man dem *Alten* Muster bepreist werden- Grundlast 24h billig, Mittellast 10h teuerer, Mittellast 5 h teuerer und Spitzenlast richtig teuer. Im Moment verdient das Kohlekraftwerk an der Mittel- und Spitzenlast und kann sonst zur Not auch mit Verlust durchlaufen/Exportieren. Das heist wer ein 24 StundenBand anbietet bekommt nur seine Grenzkosten.


    Die EEs haben diesen Zustand geschaffen, sie Unterbieten jederzeit - jeden Preis und senken somit das Börsenniveau ab. Sie haben die Konventioellen in die jetzige Situation gezwungen.


    Deshalb der andere Teil. Die EEs stehen für ihren Marktanteil von 25% jeder*zeit* ein - Kaufen zu wenn sie zuwenig produzieren und verkaufen über die Börse, wenn sie *zuviel* bringen. Das nimmt einen Großteil der Leistungen von der Börse weg. Dann kann sich wieder ein sinnvoller Preis bilden.
    Im Moment würde damit sogar das EEG Konto entlastet. Da der Konventionelle Strom billiger als der EEG Strom ist.


    EEG-Strom ist eh Graustrom. Also auch kein Problem mit dem *Öko*aspekt.


    In der Konsequenz könnte man den EEG Strom /eben die 25%/ vermarkten. Und zwar ein Band das 100% den Lastverlauf entspricht. Wenn dabei nicht mehr als 3,5 ct rausspringt .. verdammt, wann den sonst. In den meisten Bilanzen stehen 6-8 ct als Erzeugungs/Strombezugskosten.

  • @ Darwin


    DU hast wohl noch nicht ganz verstanden dass PV eine Wettbewerbsförderung erhält oder?

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


    elektrisch Mobil - TESLA Model S85 2013 bis 2017, seit Juni 2017 MX100D. - Tesla Roadster 2.5 seit Juni 2011 - BMW i3 seit Dezember 2013 - Renault ZOE seit September 2014

  • Zitat von hadl

    Der Solarstrom drängt also zusätzlich in den Markt und verdrängt die teuersten Kraftwerke. Die gehen vom Netz. Trotz gleichbleibender Nachfrage sinkt dadurch der Strompreis. Und das sogar ziemlich stark, wie Professor Leprich vorrechnet: „Ich würde mal sagen zwischen 0,3 und 0,5 Cent je Kilowattstunde ist dieser Effekt, was bedeutet, auf die gesamte Strommenge hochgerechnet macht das zwischen drei und fünf Milliarden Euro aus.“


    Bitte auch das entsprechend zur Versachlichung hervorheben um nicht auf B-Niveau abzurutschen.

    Zitat

    Man belässt den Handel so wie er ist, fordert dann aber auf den festgelegten Preis eine MOE-Abgabe (Umlage oder Steuer) von beispielsweise 1 Cent. Der Erlös aus dieser Abgabe kommt dem EEG-Konto in voller Höhe zu Gute.
    Nun mal los, damit wir schnell in die richtigen Bahnen kommen..

    Zitat


    Zuerst kam mir die Diskrepanz zwischen 0,3-0,5 und 1 Cent schon sehr groß vor. Allerdings muss man ja auch beachten, dass dieser Cent MOE-Abgabe ja auch den Börsenpreis drückt, schließlich bleibt das Kapazitätsangebot gleich und die Abnahme richtet sich nach dem Preis. Entsprechend müsste die Abgabe immer höher als der reine MOE-Spareffekt sein.