Finanzierung mit null Eigenkapital ?

  • Naja,

    Zitat

    Die kosten die im Bereich Installation anfallen, sind zu vernachlässigen.


    Ich weiss nicht ob das in Deutschland so stimmt, in Luxemburg ist die Eigenleistung in keinem Fall ein unbedeutender Faktor.
    Mein Solateur hat mir 8 % Nachlass auf dem ganzen Material gewährt bei Selbstmontage. Zusammen mit den gesparten Montagekosten gibt das doch ein schönes Sümmchen.
    Was aber auf jeden Fall gilt: Ein jeder muss für sich entscheiden ob er der Aufgabe gewachsen ist. Ob das nötige Können reicht. Ob das vorhandene Werkzeug ausreichend ist. Eventuell Schwindelfreiheit und dergleichen mehr muss bedacht werden...


    Wer hier unsicher ist sollte unbedingt den Fachmann ran lassen.


    mfG


    Strawberry

  • Du darfst die Arbeitszeit nicht pauschal betrachten. Du mußt ja auch die Regress mit einrechnen.


    Wenn du es selber machst, und es tritt ein Fehler auf: das erste was der Solarteur sagt, ist haben wir a bisserl gepfuscht.
    Wenn der Fachmann dran war, muss es oder sollte es dann laufen oder ????
    Man sollte eine fachmännische Installation nicht unterschätzen. Die Halterung, Dachpfannen, Stabilität, die Statik, es geht um viel Regressanspruch gegenüber ein paar hundert Euro Montagekosten. Obwohl ich mittlerweile einiges an praktischer Erfahrung habe, würde ich meine Anlage nicht selbst montieren.
    Als Handlanger mithelfen ja, hier sehe ich eher Vorteile.

  • Bei einer 4 KWp-Anlage sind das nicht einige hundert, es sind einige tausend Euronen ! Der Gegenwert von 2 bis 3 Wechselrichtern !


    Mit seriösen Solateuren oder auch anderen Fachleuten glaub ich nicht dass es Schwierigkeiten gibt im Falle des Falles. Bis jetzt kam ich immer klar.


    Umgekehrt gibt es "Fachleute", da ist Stunk vorprogrammiert.
    Dazu nur 2 Beispiele.
    An meinem Auto wurden die vorderen Stossdämpfer gewechselt. In der Vertragswerkstatt. Von einem "Fachmann"?
    Resultat: Beim nächsten TÜV Termin durchgefallen. Es waren Muttern ohne Stopringe montiert worden :?


    Der "Fachmann" kommt alle Jahre zu meiner Mutter zur vorgeschriebenen Kontrolle der Ölheizung. 14 Tage nach seiner (fachgerechten !) Revision steht die Anlage. Alles ist verkockt und verdreckt durch miese Verbrennung. Abzocke an einer alleinstehenden älteren Frau ?


    Ich denke dass ein jeder schon solche Vorfälle hatte. Im deutschen Fernsehen gibt es jede Menge Beiträge über Fusch und Anschiss.


    Ich möchte nur sagen dass auch ein "Hobbyfachmann" eine saubere Arbeit abliefern kann. Es gibt keine Probleme bei Garantieansprüchen wenn das vorher geklärt ist.
    Meine erste Anlage war ein Kitt von AET, durchdacht bis ins kleinste Detail. Eine Schritt für Schritt Montageanleitung wurde mitgeliefert. Die Anlage läuft im 10-ten Jahr. Also geht es.


    Ich will auf jeden Fall diejenigen ermutigen eine Hand anzulegen die das Zeug dazu haben. Es ist eine gewisse Befriedigung wenn die selbstgebaute PV-Anlage zu arbeiten beginnt. Diese Freude ist mit Geld nicht zu bezahlen.


    Wenn ihr aber 2 linke Hände habt, dann lasst es bitte sein. Lasst den Fachmann ran, den "richtigen"... :lol:


    mfG


    Strawberry

  • Ja wie schon geschrieben bei meinem ersten Angebot liegt die Montage bei 330€/KWp ohne Mwst.Also bei meinen errechneten 6.1 KWp 1980€ und dann steht da was von eventuelen Kosten des Energieversorgers für den Elektroanschluss von630€ ! Wäre also schon ein nettes Sümmchen.
    Da ich einen Bekannten hab der Beruflich auch mit PV zu tun hat und ich Handwerklich auch nicht auf den Kopf gefallen bin müsste das zu machen sein . Der Lieferant müsste selbstverständlich schon hinter diesem Vorhaben stehen.
    Nun ja ich werd einfach mal noch etwas die Fühler austrecken . Überstürtztes Handeln bringt da eh nichts. Danke auf jeden Fall für eure Meinungen.
    Das beste wäre sicherlich man hätte die benötigte Summe Cash :lol:
    aber da muß ich glaub noch ne weile sparen :cry:

    Sonnige Grüße
    Rainer
    33 Solara 890 TIM 190 W Mono
    1x SMA SB 2100
    1x SMA SB 3800
    Leistung nach Messprotokoll 6.38 KWp

  • Zu dem Beitrag von Doris noch einige Anmerkungen:


    Grundsätzlich gebe ich Dir recht, dass eine Vollfinanzierung riskant ist.


    Das größte Risiko sehe ich auch in der auslaufenden Zinsbindung nach 10 Jahren, falls man durch die KfW finanziert.


    Aber wieso kehren sich die steuerlichen Vorteile nach 10 Jahren um wenn bis dahin kein positives Betriebsergebnis nachgewiesen wird ? Die Anlage muss in 20 Jahren einen sogenannten Totalüberschuss erwirtschaften, damit das FA keine Liebhaberei unterstellt. Das dürfte wohl immer gelingen, es sei denn nach 10 Jahren steigen die Zinsen ins Unermessliche. Übrigens ändert sich der Sparerfreibetrag erst 2007 auf dann 750 €/Single bzw. 1500€/Verheiratete.


    Würde man eine Anlage auf 20 Jahre vollfinanzieren, so hätte man die ersten 10 Jahre einen Überschuss aus den Stromeinnahmen gegenüber den Darlehenszahlungen. Nach 10 Jahren wären etwa 60 % der Anlage abbezahlt und mit dem erwirtschafteten Überschuss kann man einen Teil sofort tilgen, eine finanzielle Schieflage ergäbe sich daraus noch nicht.


    Mit einem Drittel Eigenkapital ist die Anlage i.d.R. nach 10 Jahren bezahlt und das wäre auch normalerweise zu empfehlen. Konservativ geht die Rechnung ohne Eigenkapital auch sicher auf, wenn man monatlich was zuschießt. Dann kann man sich noch 10 Jahre lang auf die Einnahmen freuen ohne es mit der Bank teilen zu müssen.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Mir ist beim letzten Beitrag ein kleiner Fehler unterlaufen:


    "Nach 10 Jahren wären etwa 60 % der Anlage abbezahlt" ist falsch ! Richtig muss es heißen: es besteht noch eine Restschuld von 60 % !!!


    Bei annuitätischen Ratenkrediten bleibt die Rate gleich und getilgt wird was nach Zinsen übrigbleibt. Mit der Laufzeit nehmen die Zinszahlungen ab und die Tilgungen zu.


    Ich verrate Euch mal meine Finanzierung:


    PV-Anlage 1 auf dem Haus ( 8 KWp ): Eigenkapital ohne Finanzierung
    PV-Anlage 2 Lärmschutzwand ( 20 KWp ): 30 % Eigenkapital, Rest Bankdarlehen für 3,9 % effektiv
    PV-Anlage 3 Gemeinschaftsanlage Schuldach ( 11 von 47 KWp ): KfW-Umweltkredit 2,65 % bei 96 % Auszahlung. Besser als das Programm Solarstrom erzeugen.


    Die Kredite sind mit bereits besparten Bausparverträgen der Debeka abgesichert. Die bringen auf die Gesamtlaufzeit 4,5 %. Das ergab die besten steuerlichen Ergebnisse bei absoluter Sicherheit.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Hab noch was vergessen bei meiner Finanzierung des Schuldaches.


    Den KfW-Umweltkredit bekommt man nur für Summen über 50000 €. Die Finanzierung erfolgte zusammen mit einem weiteren Partner der Anlage mittels GbR. Da nur dieser bei der durchleitenden Bank eine Grundschuld für sein Haus eingetragen hatte, nahm ich den Bausparvertrag als Sicherheit was die Bank sofort akzeptierte. Den KfW-Umweltkredit bekommt man für 75 % der Investitionssumme. Den Rest haben wir über ein Sonderprogramm der PSD-Bank Karlsruhe finanziert zu 2,5 % Zins und 8 Jahren Laufzeit.


    Für den KfW-Umweltkredit kann die Bank eine von 7 Zinsstufen festlegen je nach Bonität des Kunden. Wir bekamen den günstigst möglichen Zinssatz. Wir haben wegen des günstigeren Zinssatzes nur 10 Jahre finanziert, obwohl das Programm auch 20 Jahre zulässt ( mit Zinsbindung über die ganze Laufzeit ). Ohne jährliche Zuzahlungen klappt das allerdings nicht. In 10 Jahren bin ich lang in Rente und mir nutzen die Schuldzinsen steuerlich nicht mehr viel.


    Das Schuldach habe ich somit voll finanziert und kann trotzdem ruhig schlafen. Die Schulden sind ja durch die Bausparverträge gedeckt.


    Abschließend möchte ich noch erwähnen dass die Finanzierung einer PV-Anlage viel weniger riskant ist als die Finanzierung eines selbstbewohntes Hauses. Ein Haus kostet nur Geld, die PV-Anlage bringt noch welches ein. Im Falle von Arbeitslosigkeit ist ein finanziertes Haus in Gefahr, eine finanzierte PV-Anlage wohl kaum.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Hallo Kollektor,


    die Finanzierung deiner Anlagen ist Beispielhaft - gar keine Frage. Und auf Grund der Vielzahl der Anlagen und der gewählten Möglichkeiten sollte da auch nichts anbrennen können. Für dich passt da alles ;-)
    Deine Rechnung ist finanzmathematisch für sich selbst betrachtet ganz sicher korrekt. Das habe ich selber hundert mal nachvollzogen – bis zu der Grenze, wo sich heute die Schere zwischen den Investitionskosten, der laufenden Unterhaltung, den Nebenkosten, dem Verschleiß, der Inflationsrate und dem erzielbaren Ertrag geschlossen hat. Das passiert eben bei 5.800 Euro/kWp, zu den derzeitigen KfW-Bedingungen für Private und der PV-Vergütung ab 2006. Deshalb lasse ich die pauschale Aussage: Die 100% Finanzierung geht auf, für die heutigen Bedingungen gerne so stehen. Und natürlich bin ich nicht immer vom ungünstigsten, sondern dem für mich wahrscheinlichsten Fall ausgegangen.


    Wenn ich jedoch nur Einkünfte als Arbeitnehmer habe, reicht diese Betrachtung nicht. Ich muss dann anders rechnen, als z. B. als Selbständiger oder Unternehmer. Als Arbeitnehmer habe ich z. B. nicht die Möglichkeit der vorübergehenden Entnahme von Kapital aus dem Betriebsvermögen zur Überbrückung von privaten Engpässen oder andere Ausgleichsmöglichkeiten. Darüber sind wir uns sicher einig.
    Aber das die 100%-Finanzierung für jedermann für die jeweilige persönliche Situation ein großes, nicht überschaubares und deshalb auch vorher nicht abzuklärendes Risiko darstellt – da lasse ich keine Luft ran. – Bis auf die in meinem anderen Posting genannten drei Ausnahmen. Es spielt dabei keine Rolle, ob Haus oder PV das größere Risiko darstellt - in Rainers Fall gibt es dann nämlich ZWEI davon!


    Bei großen Unternehmen wird bei der Zuverlässigkeitsaussage von Prognosen bis zum Jahre 3 mit Sicherheiten um 70 % und weniger kalkuliert und für Zeiträume nach dem fünften Jahr abgewunken! Aber wir kalkulieren hier locker mit 20 Jahren und glauben daran, dass die Geschichte wie gewünscht aufgeht!


    Ich habe Lebenserfahrung genug und besitze auch ausreichende Kenntnisse für den Umgang mit prognostizierten Ereignissen oder Ergebnissen. Die Wahrscheinlichkeit des Eintreffens liegt bestenfalls bei 15 % und nicht höher!
    Ich erinnere daran, dass es innerhalb dieses langen Zeitraumes durchaus zu Wertberichtigungen wegen technischer Weiterentwicklung kommen kann oder die kalkulierten Rücklagen aus nicht vorhersehbaren Gründen einfach zu gering sind. D. h. jegliche Kalkulation wird in so weiter Zukunft unscharf, damit eigentlich unbrauchbar und u. U. ruinös für den Privatmann, wenn für die zu backenden Brötchen der Teig nicht reicht. Das einzige was einigermaßen als Faktum passen sollte, sind bis zum Jahre 10 die Höhe der Schuldzinsen und die Vergütung bis zum Jahre 20, wobei ich mir bei Letzterem nicht so sicher bin.
    Du kannst ja spaßeshalber mal die Energiepreise mit den aktuellen Steigerungen so bis 2016, 2018 hochrechnen. (Wohl dem der dann einen Einspeisevertrag zum Kündigen hat!)


    Vielleicht mein Standpunkt noch mal aus anderer Sicht:
    Von Privatpersonen betriebene Solarstromanlagen sind ein steuerrechtlicher Sonderfall. Das ist klar.
    Der Betreiber muss kein Gewerbe anmelden und kann trotzdem von unternehmerischen Steuervorteilen profitieren.
    Es darf nicht vergessen werden, dass es in der Regel gleichzeitig eine Nebentätigkeit ist.


    Für das Bundesfinanzministerium sind in Deutschland alle Betreiber netzgekoppelter PV-Anlagen Unternehmer. Jedenfalls gilt das für die Umsatzsteuer, wenn sie den gesamten Strom einspeisen und an ihr EVU oder ihren Netzbetreiber verkaufen. Das ist im EEG festgelegt.
    Ob die Anlage auf Dauer einen Gewinn erzielt oder dem Betreiber nur finanzielle Verluste bringt, spielt für die umsatzsteuerliche Betrachtung keine Rolle.


    Bei den Ertragssteuern ist das anders. Damit der Anlagenbetreiber von diesen Steuern betroffen ist, muss er im Laufe der "betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer", die das Bundesfinanzministerium laut AfA-Tabelle auf 20 Jahre festgelegt hat, einen "Totalüberschuss" erzielen, d. h. wenigstens alle Kosten wieder erwirtschaften. Davon gehen viele Finanzämter inzwischen grundsätzlich aus, weshalb der Anlagenbetreiber Anfangsverluste (durch höhere Abschreibungsbeträge in den Anfangsjahren) steuermindernd geltend machen kann. Evt. Überschüsse in späteren Jahren unterliegen dann der Einkommenssteuer.
    Leider sind hier die Finanzämter in der Auslegung ab hier frei, da es keinerlei gesetzliche Grundlagen gibt, für den Fall der unternehmerischen, jedoch nichtgewerblichen Tätigkeit, die gleichzeitig weder eine Selbständigkeit noch ein steuerpflichtiges Beschäftigungsverhältnis darstellt.
    Wenn es das nicht ist, was ist es eigentlich dann?
    Der BFH denkt sich dafür bestimmt auch noch einen Begriff aus.

    Zitat

    BFH vom 22.4.1998 BStBl. 1998 II S.663 : „... ist die Gewinnerzielungsabsicht wie jede innere Tatsache an Hand äußerer Merkmale zu beurteilen. Aus objektiven Umständen muss auf das Vorliegen oder das Fehlen der Absicht zur Gewinnerzielung geschlossen werden, wobei einzelne Umstände einen Anscheinsbeweis liefern können...“


    Was bleibt dem gemeinen Finanzbeamten nun übrig? Es gibt ja kein regelndes Gesetz! Er betrachtet die Sache also nach rein subjektiven Kriterien! Dafür hat er aus der Rechtsprechung einen ganzen Katalog von Indizien. Und es gilt als sicher, dass er sich in Zeiten klammer Kassen sehr schwer tun wird, das Geld in Form von Steuererstattungen auszugeben, wenn es ihm gelingt, eine Gewinnerzielungsabsicht zu verneinen.
    Es liegt also am jeweiligen Finanzamt und dort beim jeweiligen Sachbearbeiter, was er mit dem 20-Jahre-Zeitraum anfängt. Auf jedem Fall wird er sich regelmäßig eine Gewinnprognose vorlegen lassen und mit der EÜR vergleichen.
    Mein Finanzbeamter will das sehen. Und für den Fall, dass ich im Jahre 10 nach der Einspeisung noch immer keinen Gewinn erwirtschaftet habe, hat er mögliche Konsequenzen angekündigt. Und warum sollte nur meiner so denken?


    Deshalb dürften zum Beispiel alle Steuerbescheide innerhalb des 20jährigen Zeitraumes der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zunächst vorläufig sein und dem Vorbehalt der Nachprüfung unterliegen, bis erkennbar ein Betriebsgewinn erwirtschaftet wird. Und selbst dann hat man noch nicht das rettende Ufer erreicht. Es sind somit für den Steuerbeamten alle anderen Möglichkeiten offen.
    Deshalb ist auch mein Vertrauen in bestimmte, dem Rückwirkungsverbot nicht unterliegende Festlegungen nicht so besonders hoch – und die Steuergesetzgebung betreffend, schon gar nicht, insbesondere nicht, bei den hier getroffenen schwammigen Bestimmungen von nichtgewerblichen, nichtselbständigen aber diesen steuerlich praktisch gleichgestellten Unternehmern.


    Tschüss
    Doris


    P.S.
    Natürlich soll sich der Freibetrag erst 2007 ändern. Danke!
    PPS.
    Eigentlich habe ich von dem oben Geschriebenen keine Ahnung. Es sind, wie immer, meine persönlichen Ansichten und Erkenntnisse. Es kann so sein oder auch nicht so sein und ich kann mich irren. Insoweit hafte ich dafür auch nicht.

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Hallo Doris,
    :shock::shock:


    Zitat von Doris

    PPS.
    Eigentlich habe ich von dem oben Geschriebenen keine Ahnung. Es sind, wie immer, meine persönlichen Ansichten und Erkenntnisse. [...].


    :shock:


    ja nee, is klar: keine Ahnung ... :wink: :wink:


    Grüße,
    Burkhard


    P.S. interessante Betrachtung !!!

    "Es ist besser ein kleines Licht zu entzünden, als über große Dunkelheit zu klagen" ( Konfuzius )

  • Hallo Doris,


    Du bringst ja echt viel Contents und Entscheidungshilfe hier im Forum ein [Blockierte Grafik: http://img.wallstreet-online.de/smilies/eek.gif]


    In den wesentlichen Punkten gebe ich Dir völlig recht. Insbesondere zu den Risikohinweisen die mit dem Betrieb einer PV-Anlage einhergehen. Ich habe mir mit 2 Windparkbeteiligungen die Finger verbrannt, die Ursache liegt aber weniger an der Windkraft an sich, sondern an den fragwürdigen Konzepten geschlossener Fonds und den internen Geldschiebereien.


    Ich betrachte neue PV-Anlagen auch nicht mehr als renditestarke Geldanlage, die momentanen Preise, die gesunkene Einspeisevergütung, anziehende Zinsen und nicht zuletzt eine gewisse politische und steuerliche Unwägbarkeit können hier manchen Traum platzen lassen.


    Ich bin selbst Arbeitnehmer, bin aber genügsam und investiere seit 25 Jahre große Teile meines Einkommens in verschiedene Geldanlagen, meistens in festverzinsliche Anleihen und Aktien, außerdem habe ich mein Haus frühzeitig abbezahlt und meine vermietete Eigentumswohnung ist inzwischen auch schuldenfrei. Der Staat honoriert ein solches Verhalten mit hohen Steuerforderungen während er weniger sparsame Bürger alimentiert. Er macht aber auch immer wieder Geschenke wie zum Beispiel das Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien. Und besonders mir kommen die steuerlichen Abschreibungen für PV-Anlagen sehr zugute weil ich jetzt gut verdiene und in wenigen Jahren in Rente bin. Die Steuerverschiebung ins Rentenalter ist ein wichtiger Renditebestandteil und den können jüngere Leute nicht richtig nutzen weil sie die Einspeisevergütung mit der vollen Progression versteuern müssen.


    Übrigens habe ich in unserem Betrieb ( 1000 Mitarbeiter ) die arbeitnehmerfinanzierte betriebliche Altersversorgung angestoßen und mehrere Modelle installiert. Dort ist mir auch immer Angst und Bange vor fiskalischen Veränderungen die ich vor den Kollegen rechtfertigen muss.


    Ich kann jedem nur raten, seine Geldanlagen breit zu streuen und nicht alles auf PV zu setzen. Aber als eine von mehreren Säulen taugt PV schon was wenn Preis, Qualität, Standort und Finanzierung stimmen ! Und der Umwelt kommt es immer zugute !

    Sonnige Grüße
    Kollektor