Aquion Energy

  • Eines meiner Lieblingskinder (Neben NaS und Liquid Metal):


    - Ausschliesslich billige Elemente werden verwendet
    - Komplett ungiftig
    - Natriumsalz in Wässriger Lösung
    - Degradation nach 5000 Zyklen bei 100% DOD vernachlässigbar
    - Fast perfekte Coulomb-Effizienz


    Zur Firma:
    - Spin Off aus Carnegie Mellon
    - $30 Millionen USD an Venture Capital
    - Zieht zur Zeit erste Fabrik hoch


    http://www.aquionenergy.com/
    http://www.youtube.com/watch?v=IfQc7lPPtsE


    Die Präsi ist auch gut.


    Was meinen die Speichertalibanen?


    Der Spekulatius :mrgreen:

  • Wie bei allen Systemen: warten wir ab, bis es sie zu kaufen gibt.


    300$/kWh(200$ langfristig angepeilt)fürs erste ist zwar auch schon mal nicht schlecht, aber auch noch nicht der große Durchbruch. Anscheinend wollen sie ja auch erstmal der 3. Weltbereich anvisieren mit Kleinanlagen, weils andernorts noch zu teuer sein soll(Netze).


    Ich drück jedenfalls die Daumen, dass sie da schnell vorankommen und wir vielleicht bald auch hier entsprechende Lösungen sehen.

  • Bei diesem Startup sind wohl vorallem die potentiell höhere Zyklenzahl und das Material das Thema. LiFePO4 Zyklen leigen wohl bei 1500 (100% DOD C1). Wenn die jetzt schon bei 5000(100% DOD C?) sein sollen... Interessant wären dann noch der mögliche Ladestrom.

  • Ich glaube Li reicht nicht aus um die Welt mit Solarstrom versorgen zu können. Bei Aquion hamma keinen Ressourcenengpass, da brauchen wir nur O, H, Na, S, C, und Mg, alles praktisch unbegrenzt vorhanden.


    Die erste Fabrik wird gerade hochgezogen, ist das nicht wunderschön?


    Wieso haben sich die Bedenkenträger und Nörgler noch nicht gemeldet? Auf was wartet ihr noch?


    Der Spekulatius :mrgreen:

  • Also hier mal ein bisschen Kritik:
    Die größten Haken sehe ich derzeit bei
    - Lebenserwartung ("calendar life"? --> demostrated: 2 years...) - 2 Jahre Lebensdauer ist wesentlich zu gering, "targeted" sind zwar 20 Jahre, aber mal schauen was daraus wird...
    - Kosten: bei 300 US$/kWh liegt man deutlich über Blei-Säure, aber prinzipiell sind die Rohstoffe günstig, sodass hier sicherlich noch Potential besteht.


    Grüße

  • LiFePo nach 13.000 Zyklen
    http://www.auto88.cz/_info/Tes…ower-Performance-Test.pdf
    ist natürlich keine Antwort auf die kalendarische Haltbarkeit.


    Lithiumverfügbarkeit:
    Es gehen nur 80 Gramm Li in eine KWh Akku.
    http://de.wikipedia.org/wiki/L…lator#Ressourcenverbrauch
    Die Preisangabe bei Wikipedia ist übrigens falsch, es sind zur Zeit ca 5$pro Kilogramm
    Von den 300 Euro Akkukosten pro KWh sind also nur 50 Cent für das Lithium. Ist also anders als bei PV und den Siliziumwafern.
    Wenn also selbst der Lithiumpreis durch aufwändige Gewinnung auf das 20 fache steigt, dann macht das rein garnichts.
    Was lernen wir daraus? Bei Lithiumakkus gibt es noch erheblich Preisphantasie nach unten (meine Meinung, denn die Rohstoffe sind tendenziell erheblich billiger als bei Bleiakkus)

  • Ein zweites Nachdenken über die Preise von Lithium.
    Wikipedia bezieht sich auf das reine (hergestellte) Lithium mit 50Dollar pro Kilogramm. Also vergleichbar mit Solarsilizium bei PV.
    Die 5Dollar die ich meinte sind die Preise für den Rohstoff um ein Kilogramm herzustellen. Also vergleichbar mit Sand= Siliziumdioxid bei PV.
    Man sieht also, dass der Rohstoffpreis des nicht austauschbaren Hauptrohstoffes sowas von überhaupt keine Rolle spielt genauso wie bei Silizium PV und auch niemals spielen wird. Vielmehr ist irre viel Marge in den ganzen Veredlungsprozessen, so wie bei der Fotovoltaik vor 20 Jahren.
    Nach etwas weiterem Nachdenken meine Prognose:
    Es wird das gleich passieren wie in der Fotovoltaik. Die meistversprechende Haupttechnologie Lithiumakkus werden alles plattmachen. Sie werden dramatisch billiger werden wenn die Stückzahlen kommen.
    Alle anderen Versuche werden scheitern oder Nischen bleiben (so wie CIGS und CdTe und Organik und StringRibbon und concentrating und hast du nicht gesehen was es da alles gegeben hat), weil sie bei näherem Hinsehen eben doch keine Vorteile haben und weil das sclae of economy ab einem gewissen Punkt nicht mehr einholbar ist.
    Analog zu PV_Berlin 8) : Wir werden in 2020 Lithiumakkus für <150Euro pro KWh sehen und einen Zubau in Deutschland von 2GWh Speicher pro Jahr um den PV Tagesverlauf zu puffern und weil es sich dann rechnet.
    Was denkt ihr ?

  • Es sollte schon Richtung €50/kWh inkl. Energiemanagement gehen um die PV in DE per Akku zu integrieren. Bei €150/kWh inkl. Energiemanagement und 3kWh Speicher/kWp hat man 5 Ct. Zusatzkosten, das ist etwas zu viel (Kollektorzinsrechnung).


    Hier ein interessanter Whitepaper zur LIFEPO4-Industrie in China für alle Speichertalibane, die etwas tiefer reinschauen wollen:


    http://www.google.com/url?sa=t…g2=6UDgusxpB3C7yjjh2OBlWQ



    "Cost structure of LiFePO4 can be reasonably estimated:
    $0.50 Ah manufacturing cost including factory overhead --> €118/kWh
    $0.90 Ah FOB plant wholesale price-->€213/kWh
    $1.10 -$1.40 Ah FOB USA retail price"-->€260 - €331/kWh


    Der Spekulatius :mrgreen:

  • whow, cooles Dokument - wie hast Du das gefunden?
    Das bestätigt ja ungefähr die 150€/Kwh in 2020 die ich erstmal geraten habe. Reichen nicht evt auch erstmal 2KWh pro KW peak Akku - dann hat man schon im Jahresmittel fast alles weggepuffert bis auf die wenigen prallen Sonnentage (sozusagen die 70% Regel für den Akku ;-).
    Was die Elektronik angeht gehe ich davon aus, dass das bei geschicktem Design fast auf null Zusatzkosten geht im Vergleich zu einem heutigen Wechselrichter.
    Man müßte die Batterie auf eine relativ hohe Spannung auslegen.Nicht so ein 24Volt oder 48V Kram mit irre hohen Stromstärken wie heute in Inselanlagen, sondern mehr wie in einem Toyota Prius. Eine Spannung knapp unter der minimalen PV Stringspannung. Dann hat man viel niedrigere Ströme, weniger Kupfer und einen viel billigeren Laderegler. Für die Betteriekosten ist das total egal, auch dem balancer sollte es relativ egal sein (mehr Zellen, aber weniger Strom). Und aus der Batteriespannung dann wieder 230V oder 380Volt AC zu machen wird ja sogar billiger, weil ich den DC-AC Teil ja nicht mehr auf die Leistungsspitze auslegen muß, sondern nur noch auf etwas über den 24Stunden Mittelwert (also nur noch halb so groß). Dann geht das sicher ziemlich zu null aus bei den Kosten gegenüber heute abzueglich Preisdegression die ja soweiso kommt. Also 3-4 Cent Zusatzkosten für 24 Stundenversorgung in 2020 scheint mir nicht unmöglich.
    Das wäre eine Ansage, nämlich wirtschaftliche PV für Grundlast für alle lokalen Verbraucher.