Liste: Stromanbieter, die Eigenverbrauch zulassen

  • Zitat von Amun_Ra

    ..... da man mir auf 2-fache Nachfrage beim Kundendienst von Verivox explizit erklärt hat, dass derzeitig keiner(!) der angebotenen Vergleichs-Tarife beim Bezugsstrom für Anschlüsse mit Photovoltaik-Anlagen und Zweirichtungszähler anwendbar ist. Und zwar unabhängig, ob Komplett-Einspeisung oder Eigenverbrauch.[/size]
    .


    Na ja - Verivox. Da sitzen Telefonmenschen. Die wissen ja teilweise nicht mal, wie man PV schreibt :D
    Was die in dem Punkt von sich gaben, war mehr als inkompetent. Vor 5 Jahren konnte man das noch verzeihen - mittlerweile ist das nur noch lächerlich. Das Einzige was hilft, direkt beim Anbieter anrufen.


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Zitat von MBIKER_SURFER


    ................... Das Einzige was hilft, direkt beim Anbieter anrufen.


    Gruß
    MBiker_Surfer


    Von der Pressestelle bei den Vergleichsportalen oder den Anbietern erhält man solche Auskünfte jedenfalls natürlich nicht. Immerhin liegt Öko immer noch im Trend. Und wer würde schon gegen den Markt und so ... :twisted:


    Aber, ich hatte ja bereits geschrieben, dass sowohl bei Amado, wie auch Grünwelt die kompletten Daten (also auch die techn. Umsetzung) gemeldet wurden. Auskunft jeweils vom Versorger: kein Problem. In den AGB beim Vertrags-Abschluss war jeweils meine Fallkonstellation nicht ausgeschlossen.


    Dann aber können die ihren vertraglichen Pflichten urplötzlich (teilweise nach mehrjährigem Bezug) nicht mehr nachkommen, weil "technisch" unmöglich. Grund: die "komplexe Abrechnungsstelle beim Netzbetreiber". Das Schreiben (Email) kam zudem nicht von Grünwelt, sondern von der "Mutter" Stromio. Einsetzung in den vorherigen Vertragsstand durch Widerspruch ist aufgrund der ausgesprochenen Kündigung nicht möglich (fragwürdige Rechtsauffassung).
    Abgesehen von der begrifflichen Unvereinbarkeit dieser o.g. (meiner Meinung nach) vorgeschobenen Begründung, hatte diese ja bisher keinerlei Einfluss auf die technischen Abläufe.


    Die Frage, bzw. eher der Vorwurf welcher im Nachhinein mit den "netten" Damen und Herren an den "Service"-Telefonen dann immer wieder durchgekaut wird, lautet: Sie haben doch Eigenverbrauch. Wahrheitsgemäße Antwort meinerseits: Nein - Darf ich gar nicht, weil Anlage von 2008 mit vorgeschriebener Kompletteinspeisung gem. EEG 2004. Versorger: Aber sie haben doch einen Zweirichtungszähler mit vorgebautem eigenen Zähler. Ich: Ja ... und? Versorger: Das geht nicht. Ich: Das hat doch keinerlei Einfluss, da der Netzbetreiber lediglich einen fiktiven, sprich nicht existenten Eigenverbrauch verrechnet. Versorger: Die Versorgung können wir nicht mehr übernehmen. Ich: Wieso? Ging doch bisher 2 Jahre lang auch. Versorger: Das ist aber technisch jetzt nicht mehr möglich. Ich: Was hat sich denn technisch seit letztem Monat geändert? Versorger: Der Netzbetreiber hat uns eine komplexe Abrechnungsstelle gemeldet.
    Gleiches Spiel (nur diesmal anders herum) beim Netzbetreiber, aber mit dem Unterschied, dass dieser aussagt, gar nichts gemeldet zu haben, außer vor 3 Monaten die Verbrauchszahlen für das abgelaufene Jahr. Jedenfalls ist der Kundendienst am Telefon ebenfalls völlig ahnungslos, warum der Versorger gekündigt hat. Bisher ging es ja auch usw.usf ....
    Explizite Nachfrage meinerseits: Es hat also keine Kommunikation mit dem Versorger innerhalb des letzten Monats stattgefunden, aus welcher der benannte Kündigungsgrund hervor gehen könnte? Antwort: Nein. Nur auf programmatischer Ebene (nicht darstellbar).
    Nunmehr warte ich auf Antwort vom Versorger, welcher auf mein Verlangen die für die Kündigung ursächliche Meldung des Netzbetreibers in Kopie zur Verfügung stellen soll. Rechtsbeistand ist eingeschaltet und wartet auf Fristende. Mal sehen, wer letztendlich versehentlich die Unwahrheit gesagt hat.
    Beim ersten Mal habe ich das noch aus Faulheit unterlassen. Aber man wird halt nicht gern mehrmals - noch dazu mit der gleichen Masche - verarscht.


    Was läuft da für Kunden mit Photovoltaik schief, wenn doch angeblich gar nichts schief läuft? :?:


    Meine Vermutung:
    Das Motiv ist für Versorger und Netzbetreiber eine weitere finanzielle, wie ideologische Double-Win-Situation. Finanziell, weil für den Netzbetreiber und Versorger höhere Einnahmen generiert werden können. Ideologisch, weil PV-Bestands-Kunden, wie auch eventuelle PV-Neukunden abgeschreckt werden. Beide Institutionen haben also keinerlei Interesse an der Lösung des eigentlich für sie gar nicht existenten Problems.
    Aber der Kunde hängt (natürlich zum überteuerten Grundversorgungstarif) erst mal wieder für rund 2 Monate beim VNB fest, weil es gar nicht möglich ist, innerhalb von 14 Tagen Kündigungsfrist einen anderen, ähnlich günstigen Versorger ran zu bekommen, da man ja auch erst mal versucht das Problem zu ergründen und versucht zu kommunizieren. Beim alten (oder neuen) Versorger wird ein neuer Vertrag mit neuen Konditionen und höheren Preisen fällig, aber die Versorgung verzögert sich durch die vorgenannten Probleme und notwendigen Nachfragen und Rückversicherungen nochmals. Und so wird dem Kunden (mit PV) beim ach so vorbildlichen Stromversorgerwechsel-System wieder mal die lange Nase gezeigt. Ich sehe bei steigenden Preisen mit abgeschlossener Festpreisgarantie(!) da schon System dahinter - erst recht, wenn es mehrmals bei verschiedenen Anbietern passiert.


    Und welcher Kunde würde schon wegen nur 2 Monaten und 150,00€ Einbuße alle paar Jahre vor Gericht ziehen wollen/ überhaupt können.
    :juggle: ...... Schau mer mal. :twisted:


    Eigentlich könnte mir das ja alles inzwischen Wurst sein, bin ja immerhin ab 1.8. bei EWS ... aber wie so oft im Leben geht es auch diesmal ums Prinzip! :wink:

  • Zu verstehen ist das Verhalten nicht, weil der VNB ja die nötigen Daten über einen (im Sinne von ein Stück) virtuellen Zählpunkt ermittelt, beim Versorger der Aufwand also identisch ist. Andererseits herrscht Vertragsfreiheit, außer dem Grundversorger muß einen niemand beliefern. Gegen eine fristgerechte Kündigung (davon gehe ich mal aus) vorzugehen, halte ich für Zeitverschwendung (und Geldverschwendung, wenn man auch noch einen Anwalt beauftragt).

    Zitat von Amun_Ra

    ... weil Anlage von 2008 mit vorgeschriebener Kompletteinspeisung ...


    Das steht da nirgends, nur ist es wirtschaftlich sinnfrei keine Volleinspeisung zu machen.


    MBIKER_SURFER: du hast auch keine kaufmännisch bilanzielle Volleinspeisung.

  • Für alle, die ein intelligentes Meßsystem bekommen, weil sie z.B. eine größere Anlage haben, könnten dann Anbieter wegfallen
    Z.B. https://www.turbine-energie.de…2016/11/sct_agb_strom.pdf Punkt 8 (leider bekomme ich das nicht sinnvoll kopiert)


    Von einem Anbieter im Bekanntenkreis habe ich neulich eine Änderungsankündigung der AGB gesehen, daß der Preis sinngemäß nur bei "normalem Zähler" gilt. Wenn der MSB höhere Preise für intelligente Meßssysteme verlangt, wird das gesondert berechnet.


    Hoffentlich bilden die Vergleichsportale sowas zügig ab, sonst müssen die Betroffenen sehr genau nachsehen.

  • Zitat von alterego

    Zu verstehen ist das Verhalten nicht, weil der VNB ja die nötigen Daten über einen (im Sinne von ein Stück) virtuellen Zählpunkt ermittelt, beim Versorger der Aufwand also identisch ist. Andererseits herrscht Vertragsfreiheit, außer dem Grundversorger muß einen niemand beliefern. Gegen eine fristgerechte Kündigung (davon gehe ich mal aus) vorzugehen, halte ich für Zeitverschwendung (und Geldverschwendung, wenn man auch noch einen Anwalt beauftragt).


    Das steht da nirgends, nur ist es wirtschaftlich sinnfrei keine Volleinspeisung zu machen.


    MBIKER_SURFER: du hast auch keine kaufmännisch bilanzielle Volleinspeisung.


    Zur Vergütungssituation:
    https://www.clearingstelle-eeg.de/beitrag/1990
    Für vor dem 1.1.2009 in Betrieb genommene Anlagen ist Eigenverbrauch nicht möglich.
    Und nein, eine einseitige 14-tägige Kündigungsfrist steht dem Versorger (laut dessen eigenen AGB) nur bei einem Verschulden des Verbrauchers (durch Verschweigen von besonderen Umständen etc.) zu. Nicht aber bei an den Haaren herbeigezogenen "technischen" Gründen, weil die kaufmännisch bilanziellen Volleinspeisung einen marginal höheren Abrechnungsaufwand verursacht.


    Wenn dem Versorger so etwas nicht passt, hat er sich genauso an seine AGB zu halten, wie der Kunde auch.

  • Zitat von Amun_Ra

    ...
    Zur Vergütungssituation:
    https://www.clearingstelle-eeg.de/beitrag/1990
    Für vor dem 1.1.2009 in Betrieb genommene Anlagen ist Eigenverbrauch nicht möglich.


    Es ist kein vergüteter Eigenverbrauch möglich, Eigenverbrauch aber durchaus. Wie geschrieben, wirtschaftlich nicht sinnvoll, aber nicht verboten.

  • Zitat von alterego


    Es ist kein vergüteter Eigenverbrauch möglich, Eigenverbrauch aber durchaus. Wie geschrieben, wirtschaftlich nicht sinnvoll, aber nicht verboten.


    :ironie:
    Weltfrieden ist vom altruistischen Standpunkt betrachtet sehr wünschenswert und erst recht nicht verboten oder unmöglich - im Gegenteil trifft das Verbot und die Ächtung eher Kriege, wirtschaftliche Ausbeutung und "volks"wirtschaftliches Handeln gegen die eigene Bevölkerung --- schon irgendwie komisch, dass überall Ressourcenkriege und wirtschaftliche Ausbeutung als systemische Notwendigkeit auftreten und beschrieben werden.
    :ironie:


    Naja, witzig im Zusammenhang finde ich dabei lediglich, dass genau solche "Argumente" wie der Vorwurf der betrieblichen Gewinnerzielungsabsicht immer gegen die kleinen Leute und Betreiber ins Feld geführt wird, sich bei den Großen aber niemand dran stößt, sondern das als absolutes Recht und Pflicht wahrgenommen wird.
    Da herrscht wohl eine gewisse Verständnis-Schieflage in der betriebs- und volkswirtschaftlichen Lee(/h)re.


    Aber nein! Das war jetzt ungerecht. Du hattest ja hier gar keinen Vorwurf formuliert, sondern nur Das Handbuch der guten Ratschläge aus Netzbetreibersicht zitiert. Das hatte ich ja ganz übersehen. Sorry. :wink: