Typischer Fall von zu stark unterdimensioniert

  • Wollte hier mal den Fall zu starker Unterdimensionierung zur Debatte stellen


    Habe in den letzten Tagen beim Anlagenvergleich aus der Gegend hier eine Anlage entdeckt die ganz offensichtlich zu stark unterdimensioniert ist - ein 6,35 Generator an einem PVI 5000 - die Anlage lief in den letzten Tagen immer in die Begrenzung


    Link zur Anlage (ist ja öffentlich)


    http://home3.solarlog-web.de/10867.html


    Der Anlagenbetreiber wird sich im kommenden Frühjahr, Sommer und Herbst bestimmt ärgern das die Anlage da auch bestimmt oft in die Begrenzung läuft... gerade dann wenn die höchsten Erträge erwirtschaftet werden...

  • ne, in den sonnenmonaten werden die module wärmer, die leistung sinkt. auch die dachneigung ist für sommer nicht besser.
    und wenn er dann 80% erzielt, ist der wr immer am oberen ende.


    mir stellt sich die frage, wie lange der wr da mitspielt?

    4,94 kWp mit Samsung 247 LPC bei 40° Azimuth und 34° DN ohne Schatten April bis September
    Inbetriebnahme: 11.06.11 Spitzenwert: 33,0 kWh entspricht 6,68 kWh/kWp am 25.05.12


    Luschentitel: Meisterlusche
    Luschenzähler: 18
    Double: 4

  • Im Sommer bekommt er bei der Dachneigung laut PVGIS an einem klaren Tag 960 W/m2, im Februar 860 W/m2, im Januar 730 W/m2. Nehmen wir mal Anfang Februar als 800 W/m2. Im Sommer bekommt er also 20% mehr Einstrahlung. Bei einem Temperatureffekt von 0,44 %/K entspricht der Unterschied also einer Temperaturdifferenz von 45 Grad C.
    Die Anlage wird auch im Sommer am Begrenzer laufen, trotz Temperatureffekt.



    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Die Dimensionierung liegt bei ca 80% damit werden es so ca 3% Ertragsverluste zu erwarten sein, wenn ich mich richtig erinnere.


    Die Anlage hat bereits 78kWh/kWp eingefahren, ein super Wert finde ich.


    Bedenken hätte ich auch wegen des WR, aber wenn der gekühlt wird, ist es ok oder?


    Ich denke das Dach wurde ausgenutzt und man hat sich einen weiteren WR gespart, so falsch ist die Überlegung auch wieder nicht.


    Bin gespannt was am 31.12. für den spezifischen Ertrag raus kommt.


    Viele Grüße
    user4711

  • ja das mit dem bild hat vorhin nicht geklappt - weiss auch nicht warum - war mit imageshack nie ein problem, wollen nun aber eine registrierung ;-)


    zurück zum thema - für den superstandort ist das offenbar in der tat nicht so dolle geplant worden... wenn bei mir das so wäre, mich würds nerven - denke auch das es nicht unbedingt gut für die lebenerwartung des wechselrichters ist wenn so auf dauer am limit gefahren wird...


    ok, sind ja trotzdem super erträge, könnte aber mehr sein mit anderer auslegung...

  • Warum sollte die Standzeit des WR dadurch verkürzt werden? Der WR verschiebt einfach den Arbeitspunkt.
    Die Überschussleistung wird ja im WR nicht wortwörtlich verheitzt.

    Überzeugter PV`ler seit 2004 im Allgäu
    Aleo,Yingli,Sunways,SMA,Kaco,Aurora

  • Nein verheitz wird nichts, aber der WR wird länger am Limit gefahren und ich gehe davon aus, das die Bauteile gemäß einer normalen Kurve dimensioniert sind.


    -> WR Belastung ist höher.


    Bei der Dimensionierung sind es ca 3 % Verlust, jedoch arbeitet der WR bei trüben Tagen näher am optimalen Arbeitspunkt, was eine gegenläufiges Faktum ist. -> Was übers Jahr dann besser ist wird sich am 31.12. erweisen, ich bin gespannt



    Viele Grüße
    user4711