Limited gründen für Photovoltaikanlage

  • Mir wurde von einem seriösen Anlagenberater in Rücksprache mit einem Steuerberater die Gründung einer Limited empfohlen, um die Anlage besser abschreiben zu lassen.



    Wer hat Erfahrung mit einer Limited? Welche Risken birgt die Limited (Arbeitslosengeld trotz Limited?) ?
    Werden die Anlaufkosten von 2000 EUR für Rechtsanwalt, Anmeldung und Unkosten wieder eingespielt?
    Welche laufenden Kosten fallen an?


    Welcher anderer Weg ist besser und warum?

  • Hmm, erklär doch mal ein bisschen mehr:


    Haben deine Anlagen viel, viel mehr als 30kWp, 300 kWp oder gar 3.000???
    Betreibst du einen Park?
    Hast du Teilhaber oder private Geldgeber?
    Hast du Angestellte?
    Wieviel Kunden hast du?
    Oder vertreibst du den erzeugten Strom gar selber?
    Willst du ins Handelsregister?
    Willst du Solarteure ausbilden?


    Und was bedeutet das:

    Zitat

    ..., um die Anlage besser abschreiben zu lassen. ...


    Ich erlaube mir an dieser Stelle auf der Basis deiner Information

    Zitat

    Mir wurde von einem seriösen Anlagenberater in Rücksprache mit einem Steuerberater die Gründung einer Limited empfohlen, ...


    außerordentliche Zweifel an der Seriösität der benannten Spezialisten anzumerken.


    Ähm, ich nehme 1.500. Netto natürlich. Dafür mache ich dir den ganzen Kram auch ohne Ltd.



    Sachen gibt es...


    :roll::roll::roll::roll::roll::roll::roll::lol:


    Kopfschüttel
    Doris


    Nachsatz:
    Deine "Spezialisten" sollten eigentlich wissen, dass du als PV-Anlagenbetreiber mit einer, wenn ich das richtig mitgekriegt habe, 5 kWp Anlage nur steuerlich "Unternehmer" bist, weil u. a. wesentliche Bedingungen des Handels- und Gewerberechtes für die Unternehmenseigenschaft, wie z. B. laufender Geschäftsbetrieb, wechselnde Kundschaft usw. nicht erfült werden können.
    Das einzige, was mit Geschick noch durchzukriegen wäre, ist eine Ich-AG mit weniger als 15 Std. pro Monat.
    D.

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

    Einmal editiert, zuletzt von Doris ()

  • Zitat von veczaf

    Welcher anderer Weg ist besser und warum?


    Du könntest eine Aktiengesellschaft gründen und an die Börse gehen: so bekommst Du sicher mehr Geld als bei der KfW. Auch steuerlich ist das hoch interessant, weil Du die gesamten Geldbeschaffungskosten zu 100% abschreiben kannst. Und Dein Gehalt als Vorstandsvorsitzender ebenfalls....


    [Blockierte Grafik: http://www.laufen-aktuell.de/laufen-aktuell/content/forum/images/smilies/eigene/lolaway.gif]

  • Hallo zusammen,
    prinzipiell ist eine Ltd. keine schlechte Sache, und unter gewissen Umständen sicherlich einer GmbH vozuziehen. Wobei es bei einer PV-Anlage wohl etwas überdimensoniert ist, wenn es keine Grossanlage ist.


    Der grosse Nachteile einer Ltd. in Deutschland ist, dass man einen Geschäftsabschluss in englischer Sprache nach englischem Recht machen muss. Schon mal ein Übersetzungsbüro beauftragt? Ich denke das sagt alles.


    ich krieg meine Steuererklärung schon in deutsch nicht hin :(


    viele Grüsse aus München (3 KW)


    Chris

  • Hallo Doris,


    ich bin unabhängig von deinen Hinweisen mit meinem Steuerberater nun auch zu dem Ergebnis gekommen, die Limited vorerst nicht zu gründen.


    Die Gründung einer Limited war allerdings nicht nur für die Solaranlage gedacht, sondern um bei einer Umfinanzierung und Neuanschaffungen wie z.B. ein Auto bessere Möglichkeiten zu haben.


    Da eine Limited aber zuerst einmal auch Kosten verursacht, ist kurzfritig eine unternehmerische Tätigkeit durch Anmeldung beim Finanzamt eher angebracht.
    Soweit ich dies verstanden habe sollte ich dabei auf die Kleinunternehmerregelung verzichten und die Regelbesteuerung wählen, um die Vorsteuer wieder erstattet zu bekommen.



    Gruß
    Ralf