Erfahrungen mit Nanotech Blei-Gel von Best-Akku

  • Hallo,


    ich habe mir ja ziemlich spät letztes Jahr, am 24.10. eine Inselanlage zugelegt und an einen 80 Ah-Akku von Best-Akku http://best-akku.com/ angeschlossen. Wie ich jetzt weiß, konnten die installierten 130Wp diesen Akku in der Zeit nie voll laden. Allerdings wollte ich mir auch kein teures Spezialladegerät mit den Kennlinien Wa, W0Wa, IUIa oder IUoU zulegen.


    Wenn man sich die empfohlenen Kennlinien mal ansieht, http://best-akku.com/seite9.html dann stellt man fest, dass man sich diese auch selber schaffen kann, indem man einfach ein normales Billigladegerät direkt an den Akku hängt, und so lange wartet, bis die Ladespannung zwischen 14,4 und 14,7 V angekommen ist. Die Ladespannung kann man einfach am mitangeschlossenen Laderegler ablesen. Danach setze ich für die Nach- oder Erhaltungsladung ein Ladegerät von profitec mit einfacher IU-Kennlinie ein, was nur bis 13,8 V und mit max. 600 mA lädt. Das kostet wie der Billiglader auch nur 20 EUR, ist aber aufgrund des schwachen Stroms kaum in der Lage, den Akku komplett von halbleer auf voll zu bekommen. Das hat in einem Versuch mal eine ganze Woche gedauert. Und ich weiß immer noch nicht, ob ein zu schwacher Ladestrom auf Dauer schädlich für den Akku ist.


    Die Ladung mit dem ersten, normalen, handelsüblichen Ladegerät setzt natürlich voraus, dass man ständig in der Nähe ist um nicht in den Bereich zu kommen, in dem der Bleigelakku wegen Überspannung Schaden durch Austrocknung nehmen kann. Irritiert war ich natürlich bis zuletzt dadurch, dass Billigladegeräte ausdrücklich nicht für Bleigel zugelassen sind. Natürlich sagt einem keiner, dass das nur gilt, wenn man sich nicht drum kümmert, bis welcher Spannung man das Gerät dranlässt. Muss wohl so sein, aufgrund von Haftungsausschlüssen. Es ist aber definitiv nicht schädlich, wenn man genau nach Kennlinie lädt und den Billiglader rechtzeitig abschaltet.


    Was ich noch nicht ganz nachvollziehen kann, ist, dass es mir erst heute gelungen ist, mit dem Billigladegerät überhaupt in den Bereich über 14 Volt zu kommen. Denn da ging mir bei vorherigen Versuchen der eingehende Strom schon viel zu sehr zurück, so dass ich aufgrund der Ladedauer schon Bedenken hatte, irgendwas im Akku zu zerstören. Aber jetzt funktioniert es. Gerade nähert sich das "Nachladegerät" an 13,6 V an. Mal gespannt, ob das Teil sich dann mal wirklich auf grün und damit abschaltet. Auch von einem anderen Nutzer weiß ich, dass seine speziellen Ladegeräte nie voll abschalten, sondern immer weiterlaufen. Vielleicht hat derjenige aber auch beim dritten Mal schon aufgegeben, eine wirkliche Vollladung zu erreichen.


    Meine Frage: Müssen Bleigelakkus gezielt "eingefahren" werden? Jetzt sieht es so aus, als wenn er die Ladung viel leichter als zu Beginn aufnehmen würde. Auch die Kapazität war anfangs nicht voll gegeben. Aber es scheint mir für die Lebensdauer ziemlich wichtig zu sein, dass regelmäßig richtige Vollladungen bis zum Anschlag, aber schonend gemacht werden.


    Wie seht ihr das? Hat jemand langfristige Erfahrungen mit echten Bleigelakkus? Also nicht mit Bleivlies?


    Sonnenstudio

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  • Jeder Akku muß einen ordendlichen Ladestrom bekommen sonst geht dieser sehr schnell defekt.Bei Blei Gel ist es wichtig das die Spannung nicht über den im Datenblat angegebenen Wert steigt,sonst öffnen sich die Sicherheitsventiele und der Akku wird zerstört.Viele Akkus verhungern einfach weil nicht genug Ladestrom zur Verfügung steht.Das dein 130 Watt Modul den Akku nicht voll bekommt ist schon erstaunlich!Ich habe bei einen Freund eine kleine Gartenanlage mit einem 130 Watt Modu und einem Moll Akku mit 230 Ah aufgebaut.Der Akku ist immer voll.Wichtig ist ein ordendlicher Laderegler mit Algoritmus und extrem geringen Eigenverbrauch.Das zweite ist der richtige Anstellwinkel des Moduls.Dies sollte zur Zeit bei größer 65° liegen.Gestern hatte das Modul 7 A geliefert.

  • Hallo,
    ich kann nirgends ein Datenblatt zur Zyklenfestigkeit des Akkus finden. Das sind doch Starterakkus ? Bei Starterakkus sind meist nur um die 300 volle Lade-/Entladezyklen möglich. Das wäre für deine Anwendung eigentlich zu wenig beziehungsweise käme dich auf die Dauer teuer wenn du recht schnell schon wieder neue Akkus kaufen musst..
    Für die Lebensdauer ist generell wichtig dass möglichst nur teilentladen wird, dann wieder voll geladen wird. Jede volle Entladung geht verstärkt auf die Akku-Lebensdauer.


    Viele Grüße:


    Klaus

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • Klaus: Das ist doch kein Starterakku. Alles, was du geschrieben hast, wird dadurch hinfällig.


    sonnentau: Im Moment bei dieser Wetterlage habe ich kein Problem mit der Ladung. Als ich den Strang erstellte, gab es wochenlang überhaupt keinen Sonnenschein.


    Das Problem, was ich jetzt habe, ist, dass ich festgestellt habe, dass mein Laderegler nicht wirklich für einen Bleigelakku taugt. Denn er lässt bis 14,2 V alles an Strom reinfließen, was reinkommt. Wenn der Akku aber schon zu > 90% voll ist, kann er diesen Strom nicht voll aufnehmen, die Spannung steigt über 14,2 V und der Laderegler trennt das Solarmodul von der Ladung komplett ab, anstatt die Spannung wenigstens auf 13,8 V zu stabilisieren. Er schaltet dann erst wieder frei, wenn der Akku unter 13,1 V fällt und da gehen dann wertvolle Sonnenstunden einfach so verloren und das ärgerlichste dabei: Der Akku kann rein technisch nie richtig voll werden, außer vielleicht bei einer Woche Sonnenschein, ohne das auch nur 1 Ah entladen wird. Deshalb habe ich mir jetzt einen Steca 2020 bestellt. Müsste heute ankommen.


    Sonnenstudio

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  • Klaus, laut Datenblatt aus dem Netz können die ca 650 Zyklen bei 70 %Entladung


    Und in der Beschreibung steht "Starter- und Versorgungsbatterie" ,also ein wahrliches Allroundtalent


    Undsogünstig noch dazu



    :roll:


  • Wo kommen die Zahlen denn her? Dieses Teil kostet doch im Online-Shop nur 539 EUR.


    http://www.gelbatterien24.com/…html?shop_param=cid%3D%26

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  • Ich habe jetzt seit einer Woche mein Ladegerät gegen den Steca 2020 ausgetauscht. Mit dem alten war es praktisch unmöglich, die Batterie vollzukriegen, da Abschaltung bei 14,2 V und Wiedereinschaltung erst bei unter 13,1 V.


    Ich sehe jetzt, dass die Batterie viel länger bei 14,1 V geladen wird. Die Ladedauer wird nur noch von der Sonne begrenzt. Geht es anderen Gel-Akku-Benutzern auch so, dass die letzten 10% durch die Strombegrenzung mehrere Tage dauern? Oder wird dieser Strom gar nicht mehr chemisch umgewandelt, sondern nur noch in Wärme? Seit gestern Mittag zeigt der Laderegler 100% an, aber es fließen trotzdem noch 600 mA rein bei heute 4 A Modulstrom. Mal sehen, was die nächsten Tage passiert.


    (Dieser Strang ist nicht nur an Besitzer von Best-Akku-Akkus gerichtet)

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  • hallo,


    also es ist ja nun so, wenn man Akkus länger kocht gibts Wärme, Gasung und Flüssigkeitsverlust, auch bei Gel-Batterien. Nur dass man bei denen dann eher schlecht mal wieder etwas Wasser nachfüllen kann. :D Hast du eigentlich schonmal etwas von MPPT-Ladereglern gehört ?
    Die sind heute durchaus üblich. Die machen zwar deinen Akku auch nicht voller als voll, aber sie laden zumindest deinen Akku schon während der Entladung 20-30% schneller wieder auf. Eigentlich auch eine sinnvolle Investition gegenüber einem Steca 2020 ?


    Viele Grüße:


    Klaus

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • Du hast meine Frage nicht verstanden. Ich habe gefragt, ob Gelakkus von Ladegeräten bei korrekten Betriebsbedingungen (Ladeendspannung inkl. Temperaturkompensation) irgendwann als so voll erkannt werden, dass kein Strom mehr reingeschickt wird. Ich habe noch ein anderes, ganz kleines Ladegerät mit max. 600 mA Ladestrom und max. 13,9 V Ladeendspannung, was ausdrücklich für Dauer-Erhaltungsladung geeignet ist und was bei 14 V abschalten soll. Allerdings wird diese Spannung nie erreicht, es gehen ständig 18 W dafür drauf. 9 W in den Akku und 9 W Eigenverbrauch. Dieses Gerät schaltet nur ab, wenn ich nachhelfe, konkret durch kurzes Einschalten eines zweiten Ladegerätes.


    Also nochmal zum Mitschreiben: Ist eine Ladung mit 13,9 - 14,1 V, je nach Temperatur, durch den steigenden Innenwiderstand der Gel-Batterie irgendwann beendet, so dass kein nennenswerter Strom mehr fließt? Ich rede hier nicht von höheren Spannungen, also bitte keine Fragen beantworten, die ich so nicht gestellt habe. Und nicht anfangen, von anderen Ladereglertypen zu schwafeln. Wenn ich ein Massivhaus bauen will, nützen mir auch keine Antworten über Fertighäuser.


    Sonnenstudio

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