EEG-Umlagenkontostand

  • http://www.eeg-kwk.net/de/file…Kontostand-2011-12-31.pdf


    Hier der Kontoauszug von Dezember, dem man entnehmen kann, dass das EEG-Konto nun sogar im Plus geschlossen hat.
    Entsprechend war die Umlage 2011 eigentlich genau richtig bemessen (inkl. des Rückstandes aus 2010). Insofern sollte die Umlage 2012 so niedrig nicht geschätzt sein, wenn kein außergewöhnlicher Zubau eintritt, zumal auch der Aufbau der Liquiditätsreserve ein einmaliger Vorgang ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Weidemann () aus folgendem Grund: Titel angepasst

  • Das Umlage Konto wurde 2011 um den Differenzbetrag von 1,3 Mrd ausgeglichen. Für 2012 verändern sich Deckelung des Grünstromprivilegs (?), die Liquiditätsresere und die Befreiung von Großverbrauchern (Rückwirkend für 2011). Mit dem zusätzlichen Zubau und normalen Strompreis Schwankungen sollte die 1,3 Mrd, die diese Jahr noch eingenommen werden aufgebraucht sein.


    Die Vermutliche Steigerung würde dann ja aus dem Zubau resultieren, sofern keine weiteren politischen Einflüsse dazukommen ? Mit wieviel muss man da rechnen ? Fallen inzwischen schon Anlagen aus der Förderung und ändert sich beim Wechsel von Einspeisung zu Eigenverbrauch etwas fürs EEG-Konto ?

  • Zitat von darwin

    Das Umlage Konto wurde 2011 um den Differenzbetrag von 1,3 Mrd ausgeglichen. Für 2012 verändern sich Deckelung des Grünstromprivilegs (?), die Liquiditätsresere und die Befreiung von Großverbrauchern (Rückwirkend für 2011). Mit dem zusätzlichen Zubau und normalen Strompreis Schwankungen sollte die 1,3 Mrd, die diese Jahr noch eingenommen werden aufgebraucht sein.


    Die Vermutliche Steigerung würde dann ja aus dem Zubau resultieren, sofern keine weiteren politischen Einflüsse dazukommen ? Mit wieviel muss man da rechnen ? Fallen inzwischen schon Anlagen aus der Förderung und ändert sich beim Wechsel von Einspeisung zu Eigenverbrauch etwas fürs EEG-Konto ?


    Allein das Jahr 2011 PV kostet den Stromverbraucher wieder über ein Milliarde zusätzlich pro Jahr.
    Dieses Jahr wird ebenfalls wieder einiges kosten.
    Die Umlage wird über 10 Jahre nicht wesentlich sinken, weil die ganzen teueren Komponeten im System verbleiben.


    Gruß Montio

  • @Montio
    Das stimmt, aber: wieviel kosteten und kosten uns jedes Jahr die Gewinne der G4? Wieviel die Gewinne der Ölkonzerne, die heimliche Subventionierung der Kernkraftindustrie?
    Es gibt also deutlich schlechtere Möglichkeiten, das Geld auszugeben. Zumal bleibt nach Abbezahlung der Module die Wertschöpfung im Land, es sind keine Rohstoffimporte (mehr) notwendig.

    Anlage I 7,9kWp; SW; 920kWh nach PVGIS -10% von 10/2009
    Anlage II 5,4kWp; WSW; 870kWh nach PVGIS -10% (eigenes Dach) von 2/2010
    Module: 44/30 x Luxor LX-185M/125-72+ WR: Oelmaier Technology
    Standort 49° Nord in Nordbaden

  • Zitat von Oktaeder

    @Montio
    Das stimmt, aber: wieviel kosteten und kosten uns jedes Jahr die Gewinne der G4? Wieviel die Gewinne der Ölkonzerne, die heimliche Subventionierung der Kernkraftindustrie?
    Es gibt also deutlich schlechtere Möglichkeiten, das Geld auszugeben. Zumal bleibt nach Abbezahlung der Module die Wertschöpfung im Land, es sind keine Rohstoffimporte (mehr) notwendig.


    Jedes mal die gleiche miese Argumentation der BSW-Lobby.
    Mit dem Geld andere Leute um sich zu werfen ist ganz einfach. Es effektiv auszugeben wäre richtig und verantwortungsvoll.
    * Eine kwh aus Wind kostet einen Bruchteil, oder andersrum ich könnte viel mehr aus dem gleichen Geld das Vielfache an EE machen. Es geht um riesige Summen.
    * Mit dem Wertschöpfungsargument wäre Deutschland ein Agrarstaat, wenn sich die anderen daran halten würden und die Wertschöpfung bei sich selbst produzieren würden.

    Zitat


    * Subventionen behindern möglicherweise einen rechtzeitigen Strukturwandel. Sie setzen den marktwirtschaftlichen Selektionsmechanismus außer Kraft und behindern den Strukturwandel.
    * Volkswirtschaftliche Ressourcen werden zugunsten nicht wettbewerbsfähiger Branchen fehlgeleitet.
    * Subventionen gehen oft mit einer hohen Steuer- und Abgabenbelastung einher. Sie tragen dazu bei, zu Lasten zukünftiger Generationen zu wirtschaften.
    * Subventionen begünstigen hohe Lohnforderungen, und an anderer Stelle durch hohe Steuern und Abgaben belastete Arbeitnehmer. Die Erhöhung des Lohnniveaus behindert wiederum die Investitionstätigkeit der betroffenen Unternehmen und induziert negative Beschäftigungseffekte.
    * In Form von Mitnahmeeffekten sind Subventionen ineffektiv, vor allem, wenn die mit ihnen angestrebten Ziele nicht oder nur zu einem geringen Grad erreicht werden.


    Bundesministeriums für Umwelt, 2003, als die Welt noch in Ordnung war mit der rot-grünen Koalition.


    Gruß Montio

  • Zitat von Montio

    Allein das Jahr 2011 PV kostet den Stromverbraucher wieder über ein Milliarde zusätzlich pro Jahr.
    Dieses Jahr wird ebenfalls wieder einiges kosten.
    Die Umlage wird über 10 Jahre nicht wesentlich sinken, weil die ganzen teueren Komponeten im System verbleiben.


    Gruß Montio




    Montio hat leider wieder mal die Rechnung passend zu seiner negativen EEG Betrachtung gemacht, Da haben natürlich 2,8 Milliarden, die den Verbrauchern vorenthalten werden keinen Platz.
    .http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/47928/4590/
    Demnach führte das EEG im vergangenen Jahr zu einer Absenkung des Börsenstrompreises um gut 0,5 ct/kWh. Bezogen auf den gesamten deutschen Stromverbrauch ergibt sich hieraus - rechnerisch - eine entlastende Wirkung von rd. 2,8 Mrd. Euro.


    Für all diejenigen, die sich dafür interessieren, warum die Umlage, nur eine „Politische Größe“ ist und von der Realität früher oder später eingeholt wird, kann mal hier reinschauen, was ich in einem Dialog mit dem User Bürgersolar am 26.12. 2011 um 12.14 Uhr geschrieben habe.http://www.photovoltaikforum.c…g-strom-t36937-s1200.html
    Stell Dir vor der Markt funktioniert zu 100% und der gesamte MO Effekt von 2,8 Milliarden bzw. 0,5 Cent/Kwh kommt bei den Verbrauchern an. Dann kommt der Preis zwangsläufig bei den Verbrauchern Merit Order bereinigt an, in unserem Beispiel in Form von 3,03 und nicht 3,53 Cent.


    Mit anderen Worten, die politische Diskussion über die Zumutbarkeit der Umlage, findet weiter hin auf der Basis von 3,53 Cent statt, obwohl die Verbrauchern nur mit 3,03 Cent belastet werden.
    Da zu kommt noch, dass mit jedem Zehntel, um das der Börsenpreis weiter fällt, die „Politische Umlage“ höher wird, im funktionierenden Markt, die Verbraucher aber immer weniger belastet, werden, weil da die Merit Order Bereinigung längst stattfindet, und um beim Beispiel zu bleiben, mit weniger als 3,03 Cent ankommt.
    Wie wichtig 0,5 Cent für die „Politische Umlage“ sind, kannst Du hier sehen:
    http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Pres ... 45714.html


    Gruß Hadl

  • der Merit Order Effekt hat doch mit der hier Diskutierten EEG Umlage eig nichts zu tun. sehe da keinen zusammenhang
    den MO Effekt schieben sich doch nur die Energieunternehmen ein, auf die Umlage hat es aber keinen € einfluss, da kann die Summe noch so hoch sein vom MO Effekt.


    warum also verfälschte darstellung ?


    auf irgend welche rechenbeispiele mit hätte wäre wenn,"Stell Dir vor" kann man getrost verzichten. der istzustand ist real. vorstellen kann ich mir vieles ( und schmutziges ) :mrgreen:


    grüße



  • Jetzt muss ich wieder ausholen, die „Altgedienten“ hier, müssens ja nicht lesen, wenn ich ihnen damit auf die Nerven gehe. Aber neu hinzukommende haben offensichtlich, verständlicherweise immer wieder Schwierigkeiten.


    Aber nun zu Deinem Umlagen Verständnis. Die Umlage resultiert aus der Differenz zwischen Börsenpreis und Vergütung. Der EEG Strom senkt nachweislich, durch den Merkt Order Effekt, den Börsenpreis, schadet sich also selbst, weil er den Abstand zur Vergütung vergrößert und damit die Umlage erhöht.
    Alles weitere kannst Du im MO Thread, speziell ab dem 26.12 um 12.14 Uhr erfahren.


    Gruß Hadl

  • Zitat von hadl

    Jetzt muss ich wieder ausholen, die „Altgedienten“ hier, müssens ja nicht lesen, wenn ich ihnen damit auf die Nerven gehe.


    Niemals würde ich da was sagen ... :wink:

  • Zitat von Haladin

    http://www.eeg-kwk.net/de/file…Kontostand-2011-12-31.pdf


    Hier der Kontoauszug von Dezember, dem man entnehmen kann, dass das EEG-Konto nun sogar im Plus geschlossen hat.
    Entsprechend war die Umlage 2011 eigentlich genau richtig bemessen (inkl. des Rückstandes aus 2010). Insofern sollte die Umlage 2012 so niedrig nicht geschätzt sein, wenn kein außergewöhnlicher Zubau eintritt, zumal auch der Aufbau der Liquiditätsreserve ein einmaliger Vorgang ist.


    Danke für den Link!


    Meiner Meinung nach ist da ein Fehler in der Tabelle.


    In der Dezemberspalte ist der abschließende Kontostand 80.444.722,27€. Ein Jahr vorher war der Kontostand -1.294.709.505,71€.
    Also ist doch das Jahres-Saldo 1.375.154.227,98€ und nicht 80.444.722,27€, wie in der Tabelle (Spalte "Gesamtjahr", Zeile "Saldo") angegeben ist, oder?


    Sonnige Grüße

    Private PV-Anlage (07/2019):
    19,84 kWp | Heckert NeMo2.0 60M 310W | E3/DC S10 E PRO (13 kWh Speicher) | SMA SB3.6
    Bürgersolaranlage (04/2009):
    25,2 kWp | Sharp NT175E1 | SMA SMC8000TL | SMA WebBox | SunnyPortal