Mein Opel Ampera ist da!

  • Jedes E-Fahrzeug substituiert doch einen Verbrenner der in dem Moment nicht bewegt wird, schonmal daran gedacht ?

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • Zitat von pvplaner2010


    Hallo pvplanner,
    im Jahresdurchschnitt sind wir bei 3 - 4%. An einem sonnigen Samstagmittag im Sommer sind wir in 2012 bei 60 - 70%. Es wir keine 10 Jahre mehr brauchen bis an bestimmten Tagen im Jahr PV alleine ausreicht den gesamten Verbrauch von 11 - 13:00 Uhr zu decken. Von Biostrom, Wasserkraft und Windkraft mal zu schweigen. Das Problem ist viel dringender als die 3 - 4% Anteil am Jahresdurchschnitt vermuten lassen!


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Zitat von Boelckmoeller3

    Jedes E-Fahrzeug substituiert doch einen Verbrenner der in dem Moment nicht bewegt wird, schonmal daran gedacht ?


    Leider völlig fasch gedacht! In der Gesamtenergiebilanz spielt es keine Rolle. Fahre ich elektrisch, so muss für den zusätzlichen Ladestrom mehr Kohle oder Uran verbrannt werden, wenn Benzin gespart wird. Leider eine Milchmädchenrechnung.


    Es geht leider nur so, dass jeder, der so eine E-Karre anschaft, auch die erforderliche EE durch neue zusätzliche PV Generatorleistung ausgleicht. Wer soll das können?


    So, und deshalb ist es wohl erst mal weiterhin effizienter, den Brennstoff weiterhin im Auto zu verfeuern, um die 45 tsd € als PV Generator zu nutzen.


    Übrigens haben unsere Nachbarländer teileweise Null PV Anlagen. Da können wir viel Strom auch an Sommersonntagnachmittagen loswerden, bevor man ernsthaft über eine Speicherung nachdenken muss...im Jahre 2025???


  • Frankreich steht beispielsweise auf Atomstrom. Warum ? Weil er erstmal billig ist, die teuren Folgekosten betreffen die folgenden Generationen, ist also eine schlimme Hypothek auf die Zukunft und weil man den Franzosen mit sehr viel Werbeaufwand den Atomstrom als sauber produziert von Personen in weisen Kitteln verkauft ..

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • PV wird billiger ..
    Die Nachbarländer werden ihre Dächer auch mit PV volllegen, wenn sie nur noch die Hälfte kostet.

  • Zitat

    Für die Gesamtschadstoffbilanz und für die Gesamtenergiebilanz spielt es sehr wohl eine Rolle. Ein E-Fahrzeug setzt beim derzeitigen Energiemix weniger Schadstoffe pro km frei, die Gesamteffizienz ist vom Brennstoffverbrauch und von Schadstoffausstoß betrachtet ab Kraftwerk bis zum Rad bereits heute besser.als mit Verbrennugsmotor zu schaffen.


    Das würde ich gerne mal durch Studien bewiesen sehen. Besonders für das Braunkohlekraftwerk, dass überwiegend ungenutzte Abwärme erzeugt.


    Bei Atomstrom braucht man nicht mal rechnen. Den will längst kein Mensch mehr freiwillig, wenn es Alternativen gibt. Muss man wissen, ob man Verbrennungsmotoren oder ein AKW möchte, um ein E-Auto zu laden. Mir scheint das reine Augenwischerei zu sein, da Atomstrom ziemlich CO² arm sein wird.


    Na dann mal viel Spass mit dem Atom-Ampera!


    Kann überhaupt jemals mit einem PV Stellplatz genug Energie erzeugt werden für die E-Mobiltät, oder muss sogar der Desertec Strom abgewartet werden. Je mehr man darüber nachdenkt, desto unausgereifter scheint heute noch das E-Mobil. Einziger Vorteil wäre die geringer Schadstofbelastung in den Innenstädten. Die könnte man aber längst auch mit den Gasantreiben erreicht haben, die sogar in geschlossenen Räumen zulässig sind.

  • Zitat von pvplaner2010


    Ökologisch gesehen ist natürlich CNG (Erdgas) vorne.


    interessante Ansicht
    was genau ist der ökologische Vorteil wenn ein fossiler Energieträger (Benzin, Diesel) gegen einen anderen (Erdgas) ausgetauscht wird?

  • Zitat

    Kohlendioxid-Ausstoß [Bearbeiten]Die LPG CO2-Emissionen betragen zwischen 1740 und 1780 g pro Liter je nach dem Verhältnis Propan/Butan (EIZ Niedersachsen). LPG reduziert den CO2-Ausstoß gegenüber Benzinverbrennung um etwa 15 %. Rechenweg für Propan: Dichte des flüssigen Kraftstoffs ca 500 g/l, Molmasse Propan 44 g/mol, je Verbrennung entstehen 3 CO2 zu je 44 g/mol. Das ergibt 500/44*3*44 = 1500 g/l. Zuzüglich 30% Mehrverbrauch (s.o.) entspricht 1 l Superbenzin durch die energetisch identische Menge Propangas ersetzt CO2-Emissionen von etwa 2,0 Kilogramm je Liter. Bei Superbenzin wird mit 2,32 kg/l gerechnet (siehe [Kraftstoffverbrauch]). Wird Butan eingesetzt, so entsteht durch die höhere Dichte und den höheren Kohlenstoffgehalt mehr CO2 je Liter, allerdings sinkt der Mehrverbrauch durch den höheren Brennwert im Gegenzug ab. „Auf die Nachkommastelle“ exakte Daten lassen sich durch die temperaturabhängige Dichte des verflüssigten Gases und die jahreszeitliche Änderung des Propan/Butan-Verhältnisses nicht angeben.


    CNG reduziert den CO2-Ausstoß gegenüber Benzinverbrennung um etwa 25 %. Bei Motoren, die auf CNG-Verbrennung optimiert werden, ist theoretisch eine stärkere CO2-Reduzierung durch Anhebung der Verdichtung und dadurch bedingte Steigerung des Wirkungsgrades möglich. Dies setzt jedoch voraus, dass der Motor auf die im Gasbetrieb höhere Verdichtung ausgelegt wurde. Im Reservebetrieb tritt dann selbst mit 100-Oktan-Benzin im Gegenzug ein höherer Verbrauch auf – stärker, als wenn ein Super-Plus-optimiertes Fahrzeug mit Normalbenzin fahren muss.


    Quelle:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Autogas


    Zudem kann CNG mühelos heute durch Biogas oder Methan aus Elekrolyse ersetzt werden. Damit wären auch sämtliche Speicherprobleme der EE in den Griff zu bekommen mit vorhandener Infrastruktur. Würde man sogar morgen machen, wenn genügend EE erzeugt würde.


    Fazit: Bitte keine E-Autos erwerben und besser für das Geld PV-Strom erzeugen. Zudem ein modernes schadstoffarmes Auto fahren und auch im Haus die Wärmeenergieeinsparmöglichkeiten ausschöpfen!

  • Zitat von pvplaner2010

    Schön erzählt. Trotzdem bringt es heute überhaupt nichts für die Umwelt, wenn man ein E-Auto betreiben möchte und die EE dazu steht erst in 20 bis 30 Jahren zur Verfügung. Dann bleibt es trotzdem ein Spielzeug.


    Es ist so lange noch nicht her, da waren die Solarkraftwerke wie Neuburg v. Wald, Pellworm usw. auch nichts weiter als "Spielzeug", ich kann mich noch gut an Aussagen erinnern wie: Ein Atomkraftwerke 1 Stunde im Betreib erzeugt mehr Strom als alle Solarkraftwerke übers ganze Jahr.


    Eine PV Anlage auf dem Hausdach galt als Spleen von ein paar reichen Ökofreaks.


    Zitat


    Vergessen wir einfach mal die Sache und versuchen erst mal den aktuellen Bedarf mit unserer PV etwas besser zu decken. Dabei werden noch viele Jahre ins Land gehen, bis der 50% EE Anteil mal erreicht ist. Dann bleiben immer noch sehr viele Jahre um sich zu überlegen, wie man am besten die EE für die Mobilität speichert (Gas oder Strom).


    Das hat sich ja bei der PV schon so gut bewährt, gell: Einfach mal drauf los bauen, mal schauen was so passiert...


    In meinen Augen gibt es nicht "den Pfad" zur nachhaltigen Mobilität. E-Autos, Hybride, Erdgas, Agrartreibstoffe und Wasserstoff. Alles hat irgednwo seine Vorteile.


    Sehr schön stellt das das Ifeu Institut im Abschlussbericht zum Projekt UMBReLA dar:


    Zitat


    Es ist einfach lächerlich, ein Ampera zu entwickeln, wenn wir immer noch Braunkohle verstromen.


    Nein ist es nicht. Es ist toll, dass sowas entwickelt wird! Und ich halte jeden für einen Pionier, der sich sowas kauft. Das sind Leute mit demselben geist wie die, die vor 20 Jahren 1kW Anlagen aufs Hausdach geschraubt haben.
    Auch die wurden angefeindet, was man mit dem Scheiß soll. Auch da hieß es: Zurück ins Labor, bis man mal 80% Wirkungsgrad hat oder die brauchen ja mehr Energie als sie je liefern werden...


    Zitat


    Alles in allem ist auch ein Ampera ein Relikt aus der Vorzeit. E-Motoren und Akkus gab es auch schon vor 100 Jahren. Das Energieproblem der Menschheit wird damit kein Stück gelöst.


    Während die Menschen noch dummerweise fossile Energie nutzen, wird die im Überfluss vorhandene solare Strahlung immer noch fast nicht genutzt. Hier ist die Baustelle, die vorerst die größte Herausforderung darstellt.


    Das vermutlich nächste Energieproblem der Menschheit ist peak oil.


    Da nutzt Photovoltaik in Saudi Arabien (pro 1kW PV Leistung stehen 3 Barrel Öl pro Jahr mehr als Export zur Verfügung), aber nicht bei uns. Wir hier in Deutschland brauchen alternative Antriebssysteme.
    Außerdem gibst noch China. wenn die auch erst alle einen Verbrenner kaufen, dann wird's eh zappenduster...
    Bei PV könnten wir jetzt auf der Stelle den Zubau für 10 Jahre lang auf 0,0 reduzieren und die Energiewende würde das nicht im geringsten verlangsamen. (keine Sorge, ich halte das für kein sinnvolles Ziel).


    mfg

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp

  • Zitat von pvplaner2010


    Kann überhaupt jemals mit einem PV Stellplatz genug Energie erzeugt werden für die E-Mobiltät, oder muss sogar der Desertec Strom abgewartet werden.


    Hallo pvplaner,
    In der Jahresbilanz ist das absolut kein Problem. Bei ca. 150 Wh/km und 15 000 km/a braucht man 2 250 kWh/a. Mit 90% Wirkungsgrad im Ladegerät sind das runde 2 500 kWh/a. Dafür braucht man noch keine 3 kWp PV und die passen auf einen Carport. Im Tages- und Jahresverlauf passt das natürlich nicht immer zusammen. Aber dafür haben wir ja ein Netz.


    Der Energieverbrauch der Elektromobilität im Vergleich zum sonstigen Stromverbrauch wird oft überschätzt, auch wenn über Netzkapazität und notwendigen Kraftwerkspark geredet wird. Wenn aller PKW Verkehr in Deutschland elektrisch abgewickelt würde, bräuchten wir ca. 90 000 GWh pro Jahr zusätzlich (ca. 15% des heutigen Strombedarfs), entsprechend einer Durchschnittsleistung von etwa 10 GW. Bei einem einigermaßen langsamen Übergang zur E-Mobilität bleiben die zusätzlichen Investitionen durchaus im Rahmen, und der Vorteil in der Handelsbilanz ist enorm, weil ein großer Teil der Wertschöpfung im Land bleibt und nicht in die Ölländer abfließt.


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH