Mein Opel Ampera ist da!

  • Zitat von pvplaner2010

    , weil für die Gesamtenergieerzeugung immer noch kaum relevant.


    Inzwischen relevanter als Wasserkraft, sowohl mehr kWh/a als auch kWh zur Spitzenzeit (während Wasserkraft aus Laufwasserkraftwerken auch zu Nachtzeit durchlaufen).


    Zitat von pvplaner2010

    Es geht nach wie vor darum, ausschließlich Subventionen abzuschöpfen.


    Keineswegs. Es gibt viele Leute, die ihr Engagement auch als Beitrag zu Umwelt- / Klimaschutz und Versorgungssicherheit sowie zur Demokratisierung der Energieversorgung sehen, und trotzdem eine vernünftige Rendite erwarten (aber sicher nicht ausschließlich!) Richtig ist auch, dass die enormen Investitionen für die Energiewende ohne angemessene Rendite nicht zu mobilisieren wären. Das bekommt bei deiner Wortwahl einen deutlich negativen Ton, der meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt ist.


    Zitat von pvplaner2010

    ... der Deckel scheint zunächst so falsch nicht zu sein. Schließlich wäre auch ein erneuter massiver Preisrutsch die Folge.

    Keineswegs, in gedeckelten Märkten rutschen die Preise nicht, sie bleiben hoch. Da ist nämlich nicht der Preis für die Investitionsentscheidung entscheidend sondern die Zuteilung der Berechtigung zu bauen. Der Preis wird dadurch zweitrangig und der äußerst erfolgreiche Mechanismus von Marketwachstum, Massenproduktion und Preisreduktion würde durch den Deckel unterbrochen.


    Zitat von pvplaner2010

    Wieso kommt man nicht gleich zu dieser Erkenntnis, dass die Reihenfolge der Evolution hier nicht mehr stimmt?


    Eben weil es eine Evolution und keine Planwirtschaft ist. Die einzelnen Akteure sehen Signale auf die sie dann mit Produkten reagieren. Nachdem kein technologischer Wechsel über Nacht passieren kann, sondern typischerweise 15 bis 30 Jahre braucht, sind zwangsläufig neue Produkte auf dem Markt, die für den Durchschnittskunden und die heutige Situation noch etwas früh sind. Es braucht aber nicht viel Phantasie, um bei heute schon 20+ GWp PV (steigend), ca. 30 GWp Windkraft (steigend), einigen GW Biostrom (steigend), einigen GW Wasserkraft (gleichbleibend) und Sommerspitzenverbräuchen zwischen 30 und 40 GW (fallend) für die kommenden Jahre Überschüsse von regenerativer Energie im Netz vorherzusehen. Sollen die Autofirmen denn warten, bis das wirklich passiert bevor sie erste E-Fahrzeuge im Markt einführen?


    Zitat von pvplaner2010

    , Warum wird der umweltfreundlicher Gasantrieb nicht gefördert, obwohl schon seit vielen Jahren technisch ausgereift. Kann sogar mit Biogas betrieben werden.

    Erdgas wird gegenüber Benzin und Diesel massiv durch Steuernachlässe gefördert. Viele Stadtwerke fördern auch den Umbau, meist mit Tankgutscheinen im Wert von 100en Euro.


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Zitat

    Was bringt ein massiver Preisrutsch in einem gedeckeltem Markt?
    Schau Dir den PV-Markt in Österreich an, der ist schon immer gedeckelt. Zu massiven Preisrutschen hat er aber in keinster Weise geführt.


    Der erste Preisrutsch der jüngsten PV-Geschichte enstand nur durch den Deckel in Spanien. Würde in DE statt 5-6 Gigawatt nur noch 1 GWp verbaut werden, hätte das schon einen Effekt auf die Weltmarktpreise. 1-2 Jahre weiter könnte dann der Zubau ohne EEG explodieren, wenn beim Eigenverbrauch deutlich günstigere Strompreise als die heutigen Marktpreise entstehen. Nur unter diesen Umständen kann ein freier Markt entstehen. Das EEG sieht diese Variante aber nicht mal vor. Es würde ja eine Abnahmeverpflichtung durch VNB ausreichen, beispielsweise zum gleichen Tarif wie der Bezugsstrom.


    Nur so könnten Kapazitäten in absehbarer Zeit entstehen, die auch für die beginnende E-Mobilität zur Verfügung ständen.


    Auch hier in NRW ist LPG schön länger flächendeckend und es gibt Gasvorräte für Jahrzehnte:


    LPG 0,71 €
    Diesel 1,42 €
    E10 1,52 €


    Hier ist der einzige Nachteil die geringere Reichweite. Würden mehr Autos ab Werk für LPG gebaut werden, dann könnte man auch entsprechende Tanks verwenden. Auch hier scheint eine Kraftstoff-Lobby für die Behinderung der Gasfahrzeuge zu sorgen. Mal sehen, wer hier im Forum auf umweltfrendliche Gasantriebe umsteigt?


    Zitat

    Es braucht aber nicht viel Phantasie, um bei heute schon 20+ GWp PV (steigend), ca. 30 GWp Windkraft (steigend), einigen GW Biostrom (steigend), einigen GW Wasserkraft (gleichbleibend) und Sommerspitzenverbräuchen zwischen 30 und 40 GW (fallend) für die kommenden Jahre Überschüsse von regenerativer Energie im Netz vorherzusehen.


    Dann ist es viel effizienter, zentral Strom in dem vorhandenen Gasnetz zu speichern, statt viel zu schwere Hybridautos in der Not auf die Strasse zu schicken. Dazu gibt es sicherlich eine Menge Studien, aber es gibt nicht mal eine Strategie, wie es überhaupt mit der Engergiewende weiter gehen soll, weil die Merkel-Regierung Lobbypolitik macht. Armes Deutschland!

  • Hallo,


    auch meine Glückwünsche noch zu deinem Ampera, hab zwar nur mal kurz in einem gesessen, hat mir aber schon sehr gut gefallen.
    Wenn in Deutschland einmal 5 Millionen solcher Fahrzeuge fahren werden braucht man etwa 3-5 % mehr an Stromerzeugung. Und die EE machen ja heute schon um die 20 % aus.
    Bei mir stehen auch den etwa 500 kwh im Jahr, die mir mit meinem Vectrix etwa für 7-8000km an persönlicher elektrischer Mobilität reichen momentan mehr als 30MWh erzeugt in meinen PV-Anlagen gegenüber.


    Viele Grüße:


    Klaus

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • PVplaner: Du verwechselst da was.


    LPG ist Flüssiggas, Autogas, Propan-Butan, ein Raffinat aus Erdöl, Reichweiten ewig...jeder Kleinwagen kann 400km haben, ein größerer Gastank gerne auch 1000km oder mehr. Förderung von Stadtwerken, bestimmt nicht, das ist denen egal.
    Mittlerweile gibts das bei vielen Herstellern als Option oder gleich integriert


    CNG ist Erdgas, das ist was ganz anderes und Umrüstungen sind relativ selten, eher ab Werk, da doch sehr aufwändig.
    Aber sehr praxistauglich, im Vergleich zu LPG weniger Tankstellen, kann man aber überall hinbauen wos ne Gasleitung gibt.
    Zumindest das CNG lässt sich 1:1 durch Öko-Methan, woher auch immer, ersetzen.
    Außerdem ist das sehr klopffest, die Verdichtung kann speziell mit Turbomotoren gut erhöht werden und der Wirkungsgrad steigt.


    Ich finde den Ampera an sich nicht schlecht, aber der Verbrennungsmotor ist viel zu groß und zu leistungsstark!
    Ein kleiner 3-Zylinder mit 50PS, evtl. mit Turbo, (Corsa...) hätte locker ausgereicht.
    Gefallen tut er mir schon, aber er is mir persönlich zu teuer, werd mir demnächst (geplant) gar kein neues Auto kaufen.


    Gruß

    6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008
    16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011
    2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011

  • Hier findet man alle Informationen zu Autogas:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Autogas


    Gibt es überhaupt schon eine Studie, ob so ein Ampera überhaupt einen Nutzen für die Umwelt hat?


    Ökologisch gesehen ist natürlich CNG (Erdgas) vorne. Es kann auch durch Biogas oder Methan aus PV Elektolyse ersetzt werden. Unterm Strich bringen aber aktuell Elektroantriebe nichts, weil die Akkus noch zu schwer und teuer sind. Ferner steht auch noch kein Ökostrom zum Betrieb für die Allgemeinheit bereit.


    Somit ist und bleibt auch der Ampera vorerst nur ein Spielzeug für die Besserverdiener.


    Sonnige Grüße

  • Nächsten Samstag ist bei Opel "Guck-Tag", na da werde ich doch mal hin und den Ampera anfassen oder so :roll:

    Gruß Hansi


    PS. Habe im Oktober 2017 einen Sion vorbestellt und seit Juni 2019 fahre ich ein Model S

  • Zitat von pvplaner2010

    Unterm Strich bringen aber aktuell Elektroantriebe nichts, weil die Akkus noch zu schwer und teuer sind. Ferner steht auch noch kein Ökostrom zum Betrieb für die Allgemeinheit bereit.


    Somit ist und bleibt auch der Ampera vorerst nur ein Spielzeug für die Besserverdiener.


    Sonnige Grüße


    Hallo pvplanner,
    definiere doch mal "bringen nichts" und erklär dann mal was ein 3 l 6-Zylinder Motor mit verstellbarer Motorcharakteristik oder Ledersitze oder Nachtsichtgeräte, etc. 'bringen'. Es gibt da sehr viele Kriterien nach denen man ein Auto und eine Antriebstechnik bewerten kann. Unter deinen persönlichen Kriterien 'bringt' E-Antrieb heute nichts. Das ist OK. Heißt aber nicht, dass es da draussen nicht Leute gibt für die ein E-Antrieb es durchaus 'bringt'.


    Rein vom CO2 Ausstoß ist ein E-Antrieb mit dem heutigen Strommix schon gleichauf mit einem Benziner, mit dem zukünftigen Strommix weit voraus. Schon heute macht es rein unter dem CO2 Gesichtspunkt mehr Sinn Gas in einem effizienten Großkraftwerk zu verbrennen und mit dem Strom ein E Auto anzutreiben als Erdgas in den Tank zu tun.
    Problematisch ist sicherlich noch die Gewinnung der Rohstoffe für die Batterien und Energieverbrauch in der Herstellung. Kosten sind im Wesentlichen hoch, weil es noch keine Massenfertigung gibt. Das wird sich aber ändern.


    Argumente die sich auf 'die Allgemeinheit' beziehen sind für die Einführung neuer Technologien nicht wirklich relevant. Solange es genug Abnehmer unter heutigen Marktbedingungen gibt reicht das erst mal aus. Wenn dann mit zunehmender Erfahrung, technischer Entwicklung und Massenproduktion Kosten fallen und Leistung/Reichweite steigt muß das ersmal nur genug sein, um das nächste Marktsegment zu bedienen. Nach und nach wird die Verbreitung von E-Antrieben weitergehen bis eine physikalische, technische, ökonomische oder soziale Begrenzung einsetzt, die von dem oben beschriebenen Mechanismus nicht mehr durchbrochen werden kann. So eine prinzipielle Begrenzung sehe ich noch lange nicht.


    In diesem Prozess haben 'Spielzeuge für Besserverdiener' eine sehr wichtige Funktion. Mit diesen finanzieren die Besserverdiener die Entwicklung der Technologie und des Marktes, so dass die Technologie schlußendlich für einen breiteren Markt zur Verfügung steht. Ich stimme dir also in der Sache zu, es sind erstmal Spielzeuge für Besserverdiener. Für mich ist das aber nichts Schlechtes!



    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Schön erzählt. Trotzdem bringt es heute überhaupt nichts für die Umwelt, wenn man ein E-Auto betreiben möchte und die EE dazu steht erst in 20 bis 30 Jahren zur Verfügung. Dann bleibt es trotzdem ein Spielzeug.


    Es kommt nur darauf an, dass die Energie zum Fahren regenerativ erzeugt wird. Die Speicherung von Energie in Akkus oder Gastanks spielt für die Energiebilanz kaum eine Rolle.


    Vergessen wir einfach mal die Sache und versuchen erst mal den aktuellen Bedarf mit unserer PV etwas besser zu decken. Dabei werden noch viele Jahre ins Land gehen, bis der 50% EE Anteil mal erreicht ist. Dann bleiben immer noch sehr viele Jahre um sich zu überlegen, wie man am besten die EE für die Mobilität speichert (Gas oder Strom).


    Es ist einfach lächerlich, ein Ampera zu entwickeln, wenn wir immer noch Braunkohle verstromen. Alles in allem ist auch ein Ampera ein Relikt aus der Vorzeit. E-Motoren und Akkus gab es auch schon vor 100 Jahren. Das Energieproblem der Menschheit wird damit kein Stück gelöst.


    Während die Menschen noch dummerweise fossile Energie nutzen, wird die im Überfluss vorhandene solare Strahlung immer noch fast nicht genutzt. Hier ist die Baustelle, die vorerst die größte Herausforderung darstellt.


    Sonnige Grüße



  • pvplaner2010,


    zu deinen verbreiteten Weisheiten hier fällt mir dann wirklich nichts mehr ein. Wieso soll denn ein E-Fahrzeug beim aktuellen Energiemix in Deutschland nicht bereits eine Entlastung für die Unwelt bringen ? Noch besser wenn der Fahrer vor Ort noch einen Teil der Ladeleistung von seiner PV-Anlage im Haus zeitlich passend mit der Sonneneiinstrahlung abnimmt ? Dann entfallen auch noch gleich die Verteilverluste im Netz. Mein Rat an dich, mache dich erstmal in der Sache kundig bevor du hier so einen Quatsch im Forum verbreitest !
    Von °V2G° möchte ich erst gar nicht anfangen, da kannst du mir dann garantiert nicht mehr folgen. :D


    Viele Grüße:


    Klaus

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • Zitat

    Noch besser wenn der Fahrer vor Ort noch einen Teil der Ladeleistung von seiner PV-Anlage im Haus zeitlich passend mit der Sonneneiinstrahlung abnimmt ?


    Sehr kurz gedacht, da wir PV Betreiber eine kleine Mindrheit darstellen. Der Nachbar kocht immer noch mit Atomstrom oder vielleicht Kohlestrom?


    PV Überschüsse gehören ins Netz, damit sie hier und heute den Atomstrom verdrängen. Bitte mal realistisch bleiben! Wir haben gerade mal 3 % PV Strom. Daher ist primär die EE Erzeugung wichtig und nicht das teure E-Auto, welches noch einen Verbrenner mitschleppt, und einen beachtlichen Teil seiner aufgenommenen Energie immer noch in Abwärme umsetzt.


    Der Ampera dürfte weder superleicht sein, noch einen hocheffizenten Speicher haben. Das brauchen wir dann in 10-20 Jahren.


    Sonnige Grüße