50,2 Hz-Nachrüstung von SMA-Wechselrichtern - Kostenaufwand?

  • Hallo SMA,


    gibt es schon Listen oder eine andere Übersicht, aus der ersichtlich wird, welche Wechselrichtertypen wegen der 50,2-Hz-Problematik
    - per Software-Update (Kennlinie)
    - per Zufalls-Frequenzwert (statisch)
    - per Komponententausch
    - per Kompletttausch


    nachgerüstet werden können/müssen?


    Und gibt es eventuell auch schon eine Kostenprognose, in welchem Kostenrahmen sich so eine Hardware-Komponente bewegen würde?


    Wir haben 3 Stück SMC8000-TL und fragen uns, wie unsere Wechselrichter nachgerüstet werden können. Wer die Kosten trägt, will ich in diesem Thread nicht klären, dafür gibt es schon genug andere. Mich interessiert, für welche Wechselrichtermodelle welche technische Lösung möglich ist.


    Danke schonmal!


    Sonnige Grüße

    Private PV-Anlage (07/2019):
    19,84 kWp | Heckert NeMo2.0 60M 310W | E3/DC S10 E PRO (13 kWh Speicher) | SMA SB3.6
    Bürgersolaranlage (04/2009):
    25,2 kWp | Sharp NT175E1 | SMA SMC8000TL | SMA WebBox | SunnyPortal

  • deine SMC 8000 TL kannst du auf "Zufalls-Frequenz" umstellen lassen
    das kostet nur die Zeit desjenigen der umstellt (keine Hardware)
    benötigt wird dazu ein Grid Guard Code von SMA

  • Umstellen "ja" und Grid Guard Code dazu nötig auch "ja". Aber wie soll das mit der Zufallsfrequenz funktionieren und falls es funktioniert: zwischen welchen Grenzwerten? Laut Liste der Betriebsparameter (siehe JPG) kann man m.E. nur diskrete Werte einstellen oder sehe ich das falsch?


    Und falls ich richtig liege: Wer legt fest, welchen Wert ich wählen soll? Im eigenen Interesse würde zunächst mal jeder den nächstmöglichen Wert unter 50,2 Hz wählen.


    Was die Kosten bei SMA Geräten angeht: Eher niedrig wie jodl schon schrieb, am niedrigsten wenn Du den WR Zugang über die Webbox herstellen kannst. Dann muss der WR nicht mal aufgeschraubt werden.

  • das mit der "Zufallsfrequenz" wäre dann natürlich eine "zufällige" Zahl, die aber im WR fest eingestellt ist
    das würde aber nur Sinn machen, wenn die wirklich zufällig gewählt ist
    bei meinen beiden zuletzt in Betrieb genommenen Wechselrichtern hat der Netzbetreiber (eon Bayern) gefordert daß die Abschalt-Frequenz auf 47,5 und 51,5 Hz geändert wird
    ich halte das für eine ziemlich dumme Forderung, wenn man berücksichtigt wofür diese Umstellerei eigentlich sein sollte
    aber für mich denk ich mal nicht unbedingt ein Nachteil
    da kann jetzt allerhand passieren im Europäischen Verbundnetz bevor meine zwei SunnyBoy 3000 abschalten

  • @ mwanton: Die "Zufalls"werte werden auf jeden Fall zwischen 50,2 und 50,5 Hz liegen, nicht darunter.


    Eine WebBox haben wir. Kann ich über die die Abschaltfrequenz der WR ändern? Ich bin nicht regelmäßig in der WebBox, da ich über GSM keinen Zugriff habe... Und vor Ort habe ich immer nur das gemacht, was ich machen wollte. Aber wenns so leicht geht, wär das ja in der Tat nicht teuer. Aber wer stellt dann sicher, dass ich auch den vorgegebenen Zufallswert eingebe und nicht den höchstmöglichen? Also muss es doch ein vom Netzbetreiber zugelassener Installateur (Elektriker) machen, der erstens keinen persönlichen Nutzen daraus hat, wenn er ne höhere Frequenz einstellt und der 2. dafür haftet, wenns doch falsch ist...


    Danke auf jeden Fall mal für die Antworten. Wenns ne Übersicht über alle Wechselrichter-Modelle gäb, wär das sicher trotzdem nicht schlecht, für all die anderen Betreiber, vor allem die mit älteren WR.


    Sonnige Grüße

    Private PV-Anlage (07/2019):
    19,84 kWp | Heckert NeMo2.0 60M 310W | E3/DC S10 E PRO (13 kWh Speicher) | SMA SB3.6
    Bürgersolaranlage (04/2009):
    25,2 kWp | Sharp NT175E1 | SMA SMC8000TL | SMA WebBox | SunnyPortal

  • Zitat von mwanton

    Im eigenen Interesse würde zunächst mal jeder den nächstmöglichen Wert unter 50,2 Hz wählen.


    Im eigenen Interesse sollte man den Wert möglichst groß wählen. Ich denke, da gibt es noch Vorgaben seitens der VNB.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Zitat von Kollektor

    Im eigenen Interesse sollte man den Wert möglichst groß wählen. Ich denke, da gibt es noch Vorgaben seitens der VNB.


    Ja, klar, wir meinen das Gleiche - wobei ich davon ausgehe, dass Grenzwerte größer als die aktuell gültigen 50,2 Hz auch in Zukunft nicht möglich sein werden. Aber warten wir mal ab was von den VNB´s oder eventuell der BNA dazu noch so kommt.

    Gruß mwanton

  • Hallo,


    über den folgenden Link erhaltet ihr das Dokument "Netzstabilität bei Überfrequenz Parametereinstellung in der Übergangszeit zur VDE-AR-N 4105 - SUNNY BOY SUNNY / MINI CENTRAL / SUNNY TRIPOWER". Dieses Dokument gibt ganz genau an welchen Parameter ihr bei den einzelnen Wechselrichtern bezüglich 50,2 Hz Änderung anpassen müßt:
    http://files.sma.de/dl/1348/PAR_NSR-TDE111510.pdf


    Viele Grüße

    PV-Anlage: Sunny Boy 5000TL-20, 5,04 kWp, Azimut: 13 ° (Süd, leicht nach Westen), Dachneigung (Elevation): 35 °

  • Kann mich mal jemand aufklären, wie mit dem Hinweis umzugehen ist:


    Zitat

    3 Voraussetzungen für Parameteränderungen
    Für die Änderung von Parametereinstellungen müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
    • Der Wechselrichter wird neu installiert. Bei Wechselrichtern bereits bestehender PV-Anlagen
    dürfen die Überfrequenzgrenzen nicht mehr geändert werden.


    thx,
    /peter

  • nach meinem Wissen ist eine Umrüstung von Kleinanlagen nicht erforderlich.


    Dazu zitiere ich mal einen Auszug aus der Fachzeitschrift "Erneuerbare Energien" vom November 2011 Seite 21 :


    ".... wurde eine Regelung zur Nachrüstung erforderlich. Sie wurde Ende September gemeinsam mit den zuständigen Gremien und dem Bundesverband der Solarwirtschaft veröffentlicht. Die Nachrüstung wird demnach für alle nach dem 1.September 2005 installierten Solargeneratoren mit mehr als zehn Kilowatt Leistung vorgeschrieben."


    Viele Grüße vom Kurschatten