Abstand Solarmodule zum Dachrand ?

  • .Hallo,


    wir wollen noch kurzfristig eine Anlage aufs Dach bekommen. Unser Anbieter hat nun das komplette Dach fast "auf den mm" ausgenutzt :D
    Meine Frage: Wie nah kann man die Module am Dachrand (oben u. Seite) installieren.
    Ich habe irgendwie Angst, dass der Wind hinter die Module greift da Sie sehr nah am Rand geplant sind.
    Oft sind die Module ja weiter auf dem Dach installiert.


    Vielen Dank fuer Eure Info`s.


    Gruss Andreas

  • Servus!
    Gute Frage! Die Planung der Modulverteilung auf dem Dach kann „jeder Leihe“. Doch nur selten sind sich solche "Planer" sich der rechtlichen Konsequenzen bewusst, die eine "vom Winde verwehte" Anlage nach sich zieht. Daher wird mit dem Thema oft leichtsinnig umgegangen.
    Anhand der folgenden Fragen, lässt sich die Qualität der Planung bewerten:
    1. Wurde ein Aufmaß vom Dach gemacht?
    Ist immer besser als „Ziegel-zählen“. Bauzeichnungen sind sicher auch i.O.
    2. Liegt für die geplante Unterkonstruktion ein statischer Nachweis vor? Den unbedingt verlangen. In dieser Frage sind alle weiteren Fragen, nach der Schnee- und Windlastzone und etc. pp. inbegriffen.
    Kann nicht vorliegen wenn Bauteile von zwei verschiedenen Lieferanten kommen (z.B. Dachhaken von Schletter und Schienen aus´m Presswerk nebenan). Bei der Frage werden auch alle Abstände nochmal überdacht – jeder vernünftige UK-Hersteller hat da nämlich so seine Vorgaben die eingehalten werden müssen.
    Persönliche Empfehlung: Min. 10 cm zu jeder Seite muss echt sein.

  • Hallo...


    Zitat

    andreas33 hat geschrieben,
    Meine Frage: Wie nah kann man die Module am Dachrand (oben u. Seite) installieren.


    Erst mal willkommen im Forum!


    Deine berechtigte Frage wurde hier schon oft diskutiert. Dachüberstände sollten nicht sein, ein gewisses Maß sollte schon eingehalten werden. :wink:


    Mein Vorschreiber hat hier schon richtige Antworten hierfür gegeben. :D


    Links und rechts vom Dach sollte man schon mindestens eine Dachziegelbreite frei lassen (Kragarm beachten). Oben sollten die Module auch nicht überstehen, da hier der Wind besonders aktiv ist. Und unten reicht eine Ziegelreihe, damit das Wasser nicht über die Dachrinne schießt. 8)


    Das Dach optimal auszunutzen ist schon richtig, aber man sollte diese Sachen schon berücksichtigen. Auch auf die eventuelle Verschattung achten! :)


    Mache Dich hier kundig, bevor Du irgend einen Vertrag unterschreibst! Ist von mir gut gemeint. Du bereust es sonnst. 8)



    Mit sonnigen Grüßen Wolfsolar

  • Also bei einem Dach hab ich bis zum Rand gebaut. Das kleine, sonst wär garnix mehr raufgegangen.
    Ist aber ein bebautes Wohngebiet, Wälder rundrum und generell sind wir noch nie schlimm von Stürmen betroffen gewesen.
    Und den letzten Sturm hats überlebt, das war der schlimmste seit 50 Jahren...paar Kilometer weiter hats Strommasten umgeworfen.


    Bei so Wind-Sachen muss man immer die Bebauung, Höhe des Gebäudes etc. betrachten. Aber überstehen sollte es eigentlich nicht, wobei sogar das öfters mal gemacht wird.


    Gruß

    6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008
    16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011
    2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011

  • Also der Anlagenbauer schein mir schon zuverlässig zu sein. Macht auf jedenfall einen guten Eindruck
    und wollte mir nichts unnützes aufschwatzen (wollte auf der Rückseite des Hauses noch Module installieren ca. 3 kw, hat er mir aber von abgeraten).


    Ich hab mal ein Bild hier beigefügt wie er es geplant hat. Hoffe man kann etwas erkennen.


    Gruß
    Andreas

  • In der Regel gibt Dir das der Modul-/Unterkonstruktionshersteller vor und daran muss man sich halten. Auf persönliche Empfehlungen würde ich meine Garantie zumindest nicht opfern, denn auch bei anderen Schadensfällen wäre das dann eine nicht korrekt installierte Anlage.
    Was ich bisher so mitbekommen habe, waren es eigentlich immer mindestens 20cm Randabstand in alle Richtungen. Gibt bestimmt auch Hersteller, die weniger vorgeben, aber bis zum Rand lässt sicherlich k(aum )einer zu.

  • Hab schon mit Ihm gesprochen.


    Die Antwort war:
    Um in den Windkräften entgegenzuwirken (Sogbelastung / Verwirbellungen) wird die Anzahl der Dachhaken erhöht und im Randbereich sollen auf jeden Sparren Dachhaken gesetzt werden.


    Gruß
    Andreas

  • habe mir ein Angebot von Schletter zukommen lassen und die haben mir ein Carportdach mit 5-7cm Randabstand an allen Seiten geplant, inkl. Berechnungen der Lasten... guter Service ! Da muss man nur vorher ein Formular mit den Dachdaten, Lage, Module etc. ausfüllen.
    Habe genau die Komponenten dann günstiger im Shop gekauft. Bei mir ist damit alles im tolerierbaren Bereich, sogar mit dem fixz-7 System.. sind halt nur 3m Höhe und Stockschrauben in UK. Zusammen mit der Statik des Carports habe ich damit genug Nachweise für Versicherungen .... hoffe ich zumindest....

    Carport PV-Anlage in NRW:
    PV-EEG-Netz: 8 kWp = 40 (4 x 10) x Suntech Pluto 200/ADE DN 8.5° - 2 x Power One PVI 3.6 OutD-S - Azimut -35° - PV-Insel : ca. 5 kWp DN 70°-83° - PIP 3024 GK -Tristar TS45 - Epever 4210AN - Victron Multiplus 3000 - 24V C5 1040 Ah PZV - Stromtarif: hourly von aWATTar, Wärmepumpe: Heisha 5kW, E-Auto: 64 kWh Kia e-soul