E.on Avacon will kündigen --> bei Wegfall des EEG´s

  • Hallo Ihr Lieben,


    nachdem wir 6 Wochen null Rückmeldung nach der Installation des Zählers (Anlage ging am 24.10.05 ans Netz) seitens des Stromabnehmers erhalten hatten, haben wir einen "schicken" Photon-Vertrag an die E.onAvacon gesandt.


    So und nun haben wir mit "no comment" dererseits einen Vertrag
    zugesandt bekommen. Ich habe ihn hier ohne persönliche
    Daten mal ins Netz gestellt:


    http://photovoltaik.ph.funpic.de/


    Sorge macht mir § 9.2
    ... bei Wegfall des EEG kann die E.on den Vertrag innerhalb von
    3 Monaten kündigen.


    Was ist das denn? Sie sind doch 20 Jahre gebunden, oder was?


    Außerdem haben wir unsere Berechnung des monatlichen Abschlags auf das Jahresdurchschnittsmittel von 850 kw gestützt. "Die" wollen aber nur 800 zugrunde legen.


    Vielleicht kann ja mal jemand einen Blick darauf werfen und uns
    Tipps geben, welche Absätze zu streichen oder zu ändern wären.


    Muß man jetzt eigentlich überhaupt unterschreiben?


    Viele Grüße
    Rainer

    Was der Fuss nicht starten kann,soll die Hand nicht lenken

  • Wenn du deine Anlage im Netz hast, dass heisst dein netzbetreiber hat dich offiziell angeschloßen, dann hast du lt. EEG eine abnahmegarantie von 20 Jahren. Angeschlossene Anlagen geniesen Bestandsschutz.


    Das mit deinen 850 kwh/kwp ist ne ganz andere Sache. Je nach EVU und örtliche Lage zahlt das EVU zwischen 750 und 850 kwh/kwp. im Süden a bisserl mehr, und im Norden a bisserl weniger. Das ist die 1 Jahrespauschale, da kommst nicht raus. Der Rest oder Überschuß, den bekommst du mit der Jahresabrechnung. Das hätte dir dein Solateur aber sagen müssen.

  • Hallo Walter,


    danke für Deine schnelle Rückmeldung.


    Der Solateur spricht relativ wenig :lol:. Auf Nachfrage kommen
    dann aber gute Antworten. Wenn man erst "frisch" im
    Geschäft ist, entwickeln sich die Fragen leider erst mit
    der Zeit.


    Ich habe in diesem Forum auch schon einiges gelesen,
    was mir sehr weiter geholgen hat, danke an alle dafür.


    Denkst Du man kann versuchen, diese Kündigungspassage
    einfach zu streichen, ehe man unterschreibt? Ich habe
    auch immer noch nicht so herausfinden können, ob man
    unterschreiben muß - ich meine im Forum stand irgendwo,
    man muß nicht unterschreiben - aber wie komme ich
    dann an mein Geld, wenn es keine Angaben zu den
    finanziellen Modalitäten gibt.


    Obwohl, als Anlage zu unserem Vertrag haben wir diese
    Erklärung erhalten, die sich um´s Geld "dreht".


    Vielleicht sollte man nur diese einreichen und den Vertrag
    ignorieren. Unser Vertragsvorschlag wurde ja auch
    ignoriert.


    Viele Grüße
    Rainer

    Was der Fuss nicht starten kann,soll die Hand nicht lenken

  • Hallo domino,


    laß Dir von Deinem EVU schriftlich die Gründe benennen, in welchen Passagen und warum der EVU-Vertrag vom EEG-Gesetz abweicht.


    Können oder wollen die das nicht, solltest Du Verträge, in denen Du als "Vertragspartner" schlechter gestellt wirst, nicht unterschreiben.


    Zur Klarstellung: Du must mit dem EVU keinen Vertrag unterschreiben. Im EEG ist klar geregelt, daß der Versorger den Anschluß und die Vergütung nicht an einen zusätzlichen Vertrag koppeln kann!


    Ohne Vertrag läuft das so: Am Monatsende, Quartalsende (je nach Deiner Vorstellung) schreibst Du Deinem EVU eine Rechnung. Je nach dem, ob Du Dich beim FA als Unternehmer registriert hast (bringt Vorteile!), dann enthält Deine Rechnung auch die gesetzliche MWSt. Die Rechnung enthält auch ein Zahlungsziel. Gehen die Beträge verspätet ein, berechnest Du Verzugszinsen.


    Eine andere Möglichkeit wäre dem Versorger einen pauschalierten Betrag (kw/h/ p der Anlage * Sonnenstunden / 12 / *4) pro Quartal in Rechnung zu stellen. Als Beleg für die Richtigkeit Deiner Annahmen füge eine Aufstellung über die Erträge mit ein.


    Einmal im Jahr übermittest Du den Zählerstand oder forderst den EVU auf, eine Ablesung durchzuführen. Nach diesem Zeitpunkt steht fest, ob Du nachzahlen mußt, oder eine zusätzliche Zahlung beanspruchen kannst. In beiden Fällen die definierten Pauschalen entsprechend korrigieren.

    3,63 kWp mit 22 SW 165 poly
    2 x SMA 1700 E
    Dachneigung 27° bei 0 Grad Südausrichtung

  • was hat dein nicht unterschriebener Vertrag mit deiner Einspeisung oder dem EEG zu tun.


    Alles wichtige wird vom EEG geregelt.


    Du brauchst also keinen Vertrag unterschreiben.


    Dein EVU muss dir deine Vergütung trotzdem bezahlen

  • Hallo Domino,


    den Vertrag kannst du später immer noch unterschreiben. Eine Passage rausstreichen hat wenig Sinn, darauf lässt sich das EVU nicht ein. Genausowenig wirst du eine schriftliche Stellungnahme zu einezelnen Punkten erhalten, wie von PVFG vorgeschlagen.


    Du schickst deine Unterlagen bzw. die Formulare des Versorgers, die du ausfüllen kanst hin und erklärst, dass du vorläufig ohne Vertrag lt. EEG einspeist. Eigene Vertrage werden nicht akzeptiert (zumindest hier nicht), so dass man solange warten muss bis ein akzeptabler Vertrag vorgelegt wird.


    Ich habe das EVU angerufen und erklärt, dass ich zum Jahresende eine Rechnung schicke, das mögen die aber nicht so. Das ist verständlicherweise zu viel Aufwand bei der Vielzahl der Anlagen. Nun bekomme ich meine Gutschrift auch ohne Vertrag.


    Wenn keiner auf dich eingeht, dann schreibe eine Rechnung, spätestens dann werden sie sich melden.



    Kato

    15,54 Kwp
    2xSB5000 mit je 32 Stück Suntechnics STM185
    1xSB3300 mit 20 Stück Suntechnics STM185
    SunnyBoyControl mit Netzleitungsmodem

  • Hallo Kato,


    ja, das werden wir so machen. Die Anlage von EON zum Photovoltaikvertrag
    mit dem Abrechnungsmodus ankreuzen, Erklärung über Umsatzsteuerpflicht
    (die haben wir, Finanzamt bucht schon fleißig ab!!!) angeben und die Bankverbindungsdaten ausfüllen. Dann legen wir ein Brieflein mit der Rechnung bei und geben den Verzicht auf den Vertrag kund. Mal sehn,
    was dann kommt.


    Wie rechnet sich eigentlich die Laufzeit? Wir haben zum 24.10.2005 das erste Mal eingespeist. Im Vertrag schreibt Eon, Laufzeit-Ende wäre der 31.12.2025.
    Wäre aber nicht 2026 richtig???


    Viele Grüße und schönen Sonntag noch
    Rainer

    Was der Fuss nicht starten kann,soll die Hand nicht lenken

  • 20 Jahr + Inbetriebnahmejahr, also stimmt das schon. 01.01.2006 bis 31.12.2025 sind volle 20 Jahre und der Rest von 2005



    Kato

    15,54 Kwp
    2xSB5000 mit je 32 Stück Suntechnics STM185
    1xSB3300 mit 20 Stück Suntechnics STM185
    SunnyBoyControl mit Netzleitungsmodem

  • Du kannst auch die Photon abonnieren und den Vertrag von deren Rechtsanwälten oder Fachkräften überprüfen lassen. Für Abonnenten machen die das kostenlos.


    Gruß
    germanfarmer

    Module: Schüco S130-SP, Schüco S175-SP-3, Schüco MPE 210 PS05 und Mitsubishi PV-TD 190MF5
    Wechselrichter von SMA: SB 5000TL, SMC 7000TL, SB 3300, SB 5000TL-20, SMC 11000TL, SB 4000TL-20, SB 3000TL-20
    Datenlogger: Webbox

  • Moin, ich werde auch bald bei Eon Avacon meine Anlage anschliessen lassen.
    Meine Infos von meinem Solateur und einem Bekannten auch mit PV Anlage auf dem Dach sind:
    EON zahlt das 1. Jahr nur die Pauschale ( 800 oder 850 kW/kWp ).
    Dann nach dem 1. Jahr und der dementsprechenden Anschlußrechnung wird auch evtl etwas mehr gezahlt.


    Mein klarer Tipp vom Solateur:
    Den Vertrag von EON auf gar keinen Fall unterschreiben !
    ( schaun mer mal, wer nach 20 Jahren dann besser aussieht )
    Nach den 20 Jahren kann man wahrscheinlich sowieso die Anlage vor den Zähler klemmen.
    Dann zahlen die EVU vielleicht aus Rache für die vielen Euros, die sie rausrücken mußten, nur einen Preis, der unter dem Preis liegen wird, was man selbst für eine kWh bekommt.
    Aber wie gesagt, schaun mer mal 8)


    Ah ja, noch ein weitere Hinweis:
    Falls EON mir keine wenigstens vierteljährlichen Abschläge bei keinem Vertrag zahlt, zahle ich auch keine Abschläge für meinen Strom + Wasser mehr :wink:

    4,86 kWp 27 * Conergy E180P SMA 4200TL HC