Das sieht nicht gut aus - CIS-Module

  • Das bestimmte Rohstoffe inzwischen knapp werden, hat sicherlich jeder realisiert. Nun soll es auch den wichtigsten Grundstoff für die CIS-(Dünnschicht-)Module betreffen.


    ... So benötigen beispielsweise CIS-Solarzellen (CIS steht für «copper indium diselenide») ebenfalls Indium. Diese Dünnschicht-Solarzellen wurden ursprünglich entwickelt, weil sie weniger Ressourcen als die klassischen Solarzellen mit dotiertem Silizium benötigen - nun aber wird ein Schlüsselelement dieser Technologie derart teuer und knapp, dass ihr zukünftiger kostengünstiger Einsatz in Frage gestellt wird....


    Vollständiger Artikel hier:
    http://www.nzz.ch/2005/12/07/ft/articleDBCDJ.html

    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Hallo Walter,
    ich habe gerade erst dieses PV-Forum gefunden und finde es klasse, dass es so eines gibt. Ich beschäftige mich zwar schon seit Mai 2004 (starker Anstieg des Ölpreises) ziemlich intensiv mit Energie, aber trotzdem habe ich es jetzt erst gefunden.
    Das Forum werde ich mal im PO-Forum bekannt machen!


    Jetzt meine Fragen:
    Du kennst Dich anscheinend einigermaßen mit PV aus. :wink:
    Von daher würde mich ziemlich interessieren, ob Du weißt wie es im Falle einer Indium-Knappheit für die Legierung (?) Gallium-Indium-Nitrid aussieht.
    Gäbe es da Ersatzstoffe? Allerdings sollten die wahrscheinlich angesichts steigender Energiepreise wohl relativ bald gefunden und industriell anwendbar sein, oder?


    Ich weiß zwar, dass es in Kalifornien dank eines älteren Physiker-Ehepaares inzwischen eine preiswert zu bauende PV-Anlage gibt.
    Die Frage ist natürlich wie solche Anlagen in unseren mittleren Breiten funktionieren würden. Die erwähnte Indium-Legierung wäre ja quasi der "Knaller". Wenn es noch recht weiß, wären damit ja Wirkungsgrade möglich, auch für bezahlbare PV-Module, die ca. 30-40% erreichen.

  • Was wirklich in den Dünnschichtzellen steckt bleibt wohl das große Geheimnis jeder Firma.


    Bei Mono oder Poly liegt die Sache ja klar, hier gibt es auch nur Engpässe aufgrund der weltweiten Nachfrage. das Silizium selbst dürfte wohl kaum zu Ende gehen.


    Bei Dünnschicht ist das a bisserl anders. Aus Kosten und Effizienzgründen bettet man eine dünne Schicht dieses Materials zwischen 2 Glasscheiben. Das macht die Herstellung günstig.
    Dass Indium bald zu Ende geht halte ich persönlich für ein Gerücht. Man sollte Firmen wie Würth Solar nicht für blöd halten. Die bauen und entwickeln doch nicht eine Technologie die kurz nach der Serienreife schon am Ende steht. Ich denke dass das Indium nur als Spurenelement in den Modulen zu finden ist. Diese Nachricht hat sich doch gut verkauft, und wertet das Produkt doch auf, oder nicht.
    Und falls dieses Indium wirlich ausgeht gibt es bestimmt Ersatz. Dünnschicht steht noch ganz am Anfang der Entwicklung. Die Sonnenstrom - Produktion muß noch günstiger werden um sich am Markt durchzusetzen. dazu muß die Technik aber auch günstiger werden. Den momentanen Größenwahnsinn im Bereich Photovoltaik wird auch ein schnelles Ende folgen. Die Preise werden die nächsten Jahre fallen müssen, sonst wird auch nix mehr investiert. Es gibt auch nicht soviele Länder in denen PV so teuer ist wie hier in Deutschland.

  • Ich glaube nicht, dass sich auf absehbare Zeit, von Sonderanwendungen abgesehen, die Dünnschichtzellen mit den Sonderhalbleitern von den Indium- bis zu den Cadmium-, Tellur-, Galliumlegierungen durchsetzen werden.


    Inzwischen können Siliziumscheiben so dünn hergestellt werden, dass sie ihre Sprödigkeit verlieren und wie Papier handhabbar sind. Zum anderen bietet die Konzentratortechnologie mit Umwandlungswirkungsgraden um die 40 % eine Möglichkeit bei minimalem Reinstsiliziumeinsatz eine echte Alternative.


    Kannst du hier nachlesen:
    http://www.elektroniknet.de/to…men/2005/0017/index_a.htm
    (und auch bei de angegebenen Links)


    Ich denke, jede dieser Technologien wird seinen Platz finden. In der Massenproduktion wird es aber das Silizium bleiben. Denn nur davon haben wir genug und die Technologie wird in der Breite beherrscht.


    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Täusch dich nicht Doris,
    Silizium geht nicht aus, und die Technik wird beherrscht, das kann ich unterstreichen. Dass Zellen Dünner werden, ok. Sie werden dadurch auch wieder stabiler, das ist logisch, da dies mit der Härte zu tun hat.


    Der Aufwand der bleibt allerdings. Und Aufwand bedeutet Zeit und Kosten. Der fällt bei Dünnschicht komplett weg. Wenn sich mal eine Technik etabliert hat, und der Preis deutlich unter dem von kristallinen Modulen fällt, dann wird sich die Technik auch durchsetzen.
    Letztendlich dreht sich alles um den Preis. Er bestimmt ob ein Artikel erfolgreich wird oder nicht.


    Es werden aber auch neue Techniken wie die von Doris angesprochene kommen. Die Firmen verdienen sich im Augenblick zu Tode mit PV. Und wo Geld zu verdienen ist, da wird auch kräftig investiert und auch entwickelt.
    Man darf neugierig bleiben.

  • Zitat von Stephan

    Hallo Walter,
    ich habe gerade erst dieses PV-Forum gefunden und finde es klasse, dass es so eines gibt. Ich beschäftige mich zwar schon seit Mai 2004 (starker Anstieg des Ölpreises) ziemlich intensiv mit Energie, aber trotzdem habe ich es jetzt erst gefunden.
    Das Forum werde ich mal im PO-Forum bekannt machen!


    Hier der Link des PO-Forum:
    das Peak-Oil-Forum http://f27.parsimony.net/forum67590/
    bzw. das Hauptportal http://www.oelgipfel.de


    Gruß Elektron