Waldabholzung für mehr Solarstrom, "prima" Klimarettung

  • Hallo,


    ich bin auf ein Beitrag gestoßen, bei den ich hätte brechen müssen.


    Solarstrom aus dem Wald, besser ex-Wald...


    Warum fällen wir nicht gleich alle Wälder bei uns, für mehr Solarstrom?


    Ich glaube diverse Politiker und diverse PV-Planer haben in der Griechenlandkriese das Steuergeld vernichten gelernt, und die Natur ist dann auch wohl egal.


    http://www.zdf.de/ZDFmediathek…aufforsten,-dann-abholzen



    Das ist also Natur-und Klimaschutz ! Weiter so Ihr Spreetaler Politiker. Weiter, alles abholzen, Steuergelder völlig egal. Die Öffentlichkeit im Dunkeln lassen über die "Geheimpläne"


    "Kein weiterer Gesprächsbedarf" - Den haben die Bürger wohl auch nicht, wenn der Glaube an aufrichtige Politiker verloren geht, sofern dieser bestanden haben sollte.

    2 Mal editiert, zuletzt von solarlux ()

  • Tschuldige mal, aber schau dir diese Leute an, die beten die 100 000€ gradewegs an.
    Schonmal drüber nachgedacht, dass der Solarpark der Gemeinde mehr als 100 000€ an Gewerbesteuer bringen wird und der Investor evtl. die Rendite in der Region weiterinvestieren wird?
    Da so nen Pseudo-Wald hinsetzen schön und gut, sind halt paar Euros verkackt, schade für uns.
    Wir verkacken aktuell soviel Geld nach sonstwohl, da sind das echt nur Peanuts und der Merkelsche Schreibtisch kostet schon mehr...
    Einfach mal zum Bund der Steuerzahler schauen, da schreiben da jährlich ein Buch drüber. Wem das hilft seine Agressionen loszuwerden...bitte


    Gruß

    6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008
    16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011
    2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011

  • naja mühli, und wenn´s nur 1000 Euro wären - wäre auch zuviel.


    es hat ja einer gesagt, daß es in der Gegend genug andere Brachflächen gibt, warum hat man da keine genommen?


    Wird wohl daran liegen, daß neben dem "Wald" gleich ein Netzeinspeisepunkt ist, der bei den anderen Brachflächen nicht ist. Und offensichtlich ist es billiger den Wald abzuholzen und woanderst wieder was neues anzupflanzen, als nen neuen Trafo zu kaufen.


    Richtig ist diese Vorgehensweise aber nicht. PV auf Teufel komm raus muß nicht sein.

    Gruß Alex

  • Moin,
    es geht hier doch nicht um 100.000€, diese Summe wurde lediglich genannt um auch Menschen die ihr Empfinden für Richtig / Falsch verloren haben eine greifbare Größe zu geben.
    Hier war früher ein Teersee, den Anwohnern war es seit vielen Jahren ein Herzenswunsch die Fläche zu renaturieren, was dann auch gemacht wurde.
    Jetzt, nachdem der Wald über diesen Schandfleck gewachsen ist, holzt man im Namen des Umweltschutzes ab.


    Ansonsten werden hier wieder mal voll und ganz meine Klischees bedient.

    Zitat

    Alles was nicht ausdrücklich, bzw. nachweislich verboten ist, ist automatisch erlaubt, dass ist unsere Ethik.


    Für Verhaltensweisen die früher zur Ausgrenzung geführt hätten, gibt es heute einen A5 in schwarz metallic




    Gruß
    Manfred

  • Warum schweigt die Gemeineverwaltung dazu?


    Wer ist der "private" Investor, der das zulässt?


    Wer ist das PV-Planungsbüro, das so etwas ausgedacht und geplant hat?


    Wer ist das ausführende Unternehmen, ggf. das Plaungsbüro ? - Das für die Ausführung/Errichtung verantwortlich sein soll?


    Warum war das Wald vernichten besser, als andere Industriebrachen bzw. Konversationsflächen zu nutzen, oder Anlagen auf vorhandenen Dächern zu errichten?


    Wald - (auch im renaturierten Waldzustand), sollte nicht doch mehr als Konversationsfläche, allenfalls als noch (vor)- belastetes Gebiet gelten.

  • Warum schweigt wohl die Gemeindeverwaltung dazu? :rolleyes: Einfach mal 1 und 1 zusammenzählen. :roll: Wer weiß, wer da alles in dem Solarpark als Investor mit drinnen steckt.


    Das Planungsbüro ist übrigens Planungsbüro Wolff, http://www.planungsbuero-wolff.de wo auch der Bebauungsplan Stand August 2011 zu finden ist http://www.planungsbuero-wolff…8439/Begr4---E2011Aug.pdf


    Solange der Investor, sofern überhaupt ein Privatier, die Kosten für die neue Beforstung mit übernimmt, kann man halbwegs damit leben. Aber irgendwo stimmts schon, dass es Schwachsinn ist Natur zu "vernichten" um umweltfreundliche Energien zu bauen. Kleiner Schildbürgerstreich.


    Was man aber zum ZDF Artikel sagen muss, hier wurde viel gegen PV geschnitten, wenn man die Kommentare so hört.

    Einmal editiert, zuletzt von _michael_ ()

  • Verstehe das Rumgezicke hier überhaupt nicht.


    - Erstens wird hier unterm Strich für die Menschheit massivst CO2 eingespart, auch durch die Ausgleichsaufforstung


    - Zweitens profitiert die Gemeinde sicherlich stark vom Solarpark durch Steuereinnahmen


    - Drittens hat die Gemeinde eigenständig durch demokratisch gewählte Gremien das Bauvorhaben genehmigt. Alles im besten Interesse der Gemeinde.


    Wenn nun einige bockig sind, sollten sie erstmal sicherstellen, dass sie die Mehrheit der Bürger hinter sich haben, und dann Bürgermeister samt Entscheidungsgremien auswechseln. So einfach ist Demokratie.


    Das ganze so darzustellen als würde hier ein Investor die Erde wieder für Anwohner verpesten ist volksverdummend. Daher mein Appell an Euch: Bitte verdummt mir nicht !


    Der Spekulatius :mrgreen:

  • Zitat von Spekulatius


    - Erstens wird hier unterm Strich für die Menschheit massivst CO2 eingespart, auch durch die Ausgleichsaufforstung


    Wie gesagt, erst mal (aufgeforstetes) abholzen für angeblich "ökologisches" CO2 einsparen.


    Zitat von Spekulatius


    - Zweitens profitiert die Gemeinde sicherlich stark vom Solarpark durch Steuereinnahmen


    Das würde die Gemeinde auch, wenn der Betreiber existierende Dächer, oder andere unbewaldete Konversationsflächen nutzen würde. Aber zuvor (teuer) renaturierte Waldflächen zu für PV-Parks zu vernichten, klingt nach wie vor nach einem faden Beigeschmack, vor allem da das Abholzen begonnen hat, BEVOR die "andere" Wiederaufforstung an "anderer" Stelle überhaupt begonnen hat, oder überhaupt demokratisch entschieden wurde, WO und WANN die zuvor renaturiere (abgeholzte) Fläche, nun an anderer Stelle renaturiert werden soll.


    Es steht also offenbar noch gar nicht fest, wo der nächste Ausgleichswald gepflanzt werden soll, sofern dieser dann auch gleich mehr Bestandschutz genießen darf als 5 Jahre..

  • Ich mach mir da wenig Sorgen dass es nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. So wie ich die Umweltbehörden in den neuen Bundesländer kenne lassen die nicht locker bis man für die kleinste Eidechse vorgesorgt hat. Es wird wahrscheinlich keine andere bewohnte Gegend auf Erden geben, die so penibel mit Umweltaspekten umgeht.


    Der Spekulatius :mrgreen: