Ens schaltet mehrmals täglich ab

  • Hallo,
    ich hab schon seit einiger Zeit Probleme mit meiner PV Anlage.


    Sie ist 7,74kWp groß und ist von Sun Technics.


    Module: STM 180/185F
    Wechselrichter: STW 1400 und STW 4600
    gleichzusetzen mit Fronius gleicher Größe.


    Mein Problem:


    Seit Inbetriebnahme 30.06.05 schalten meine Wechselrichter mehr oder weniger oft in unreglemäßigen Abständen mit dem Fehler "State 415" ab.


    > Zuerst war die Schleifenimpetanz das Problem. >> Diese wurde im Wechselrichter angepasst.
    * Problem besteht weiter.


    > Danach wurde eine Überprüfung über 2 Wochen durch das EVU durchgeführt. >> Dabei wurden keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. "Die Messung war immer +/- 5% des Sollwertes.
    *Problem besteht immernoch


    > Jetzt wurden alle Klemmen etc. nachgesehen. >> keine Erkenntnis
    *Problem besteht immernoch


    > Einbau einer Überwachungskarte und mitschreiben aller Ausfälle durch Fronius. Fronius sieht ca. 250 Abschaltungen der Wechselrichter in ca. 2
    Wochen. Diese fallen zu jedem beliebeige Zeitpunkt, zusammen oder einzeln unabhängig der Einspeiseleistung aus. Laut Fronius ist das Problem eindeutig in der ENS zu suchen. Der Fehler State 415 bedeutet wohl ein abschalten der ENS. Fronius kann aber am Netz nichts feststellen. Zumindest würde die im Wechselrichter eingebaute Überwachnug kein Grund sehen abzuschalten. Nun sagt Fronius das selbst bei externer ENS der Fehler auftretten würde. Die ENS soll sich wohl das Netz selbst verunreinigen und deshalb ein Fehler sehen. >> Letzter Ausweg ein theoretisches Abschalten der ENS, oder Hilfe von EUCH.
    ** Das Problem besteht immernoch.


    Danke im Vorraus.


    aerenman

  • Das Problem liegt darin das der Enerieversorger die Netzimpedanz nicht so messen kann wie das ein Wechselrichter macht!!!

    32.06kWp Kyocera KC-167 GH-2; Solarmax40
    16.34kWp Kyocera KC170 GHT-2; 2xSolarmax6000C 1x6000S
    109.2kWp Sharp NT R5E3E; Solarmax100C

  • Hallo,


    ich möchte auch nicht dumm sterben. Kann man die Netzimpetanz nachweislich für das EVU messen? Und wenn, wie.


    Warum findet der gute Mann von Fronius nicht heraus, dass es an der Netzimpetanz liegt. Er hat zu mir gesagt, dass das Problem nicht in der Netzimpetanz, Netzspannung oder Netzfrequenz liegt. Das Problem soll woll du ENS selber sein. Hattest du schon mal das selbe Problem Xam Ralos?

  • Auweia,
    das gibts doch wohl nicht wirklich:

    Zitat

    ... Die ENS soll sich wohl das Netz selbst verunreinigen und deshalb ein Fehler sehen...


    Zitat

    .... Das Problem soll woll die ENS selber sein....


    :mrgreen::mrgreen::mrgreen:
    Oh, welch verblüffende Logik.


    Aber genauso isses!! Wenn mein Bügeleisen nicht bügelt, liegt es am Bügeleisen selber. Dieses blöde Dingens, dieses ...
    Ja, was machen wir den da?
    Wegschmeißen und neu schenken lassen! Schließlich ist ja bald Weihnachten.


    Ich fasse es nicht! :roll:


    Im Ernst. Das Problem ist doch lösbar! Es handelt sich ohne Zweifel um einen schwerwiegenden Mangel, weil zugesagte Eigenschaften nicht erfüllt werden bzw. fehlen. Folge: Umtauschen oder Geld zurück.


    Wer hat den Service? Mein Rat: Ziemlich laute Ansage an den Servicemonteur und diesen ggf. wechseln mit Androhung einer Beschwerde beim Hersteller des WR.
    Nach einem halben Jahr muss doch ein Fehler gefunden sein oder es muss mindestens eine plausible Erklärung geben und nicht irgendwelcher tröstender Blödsinn!
    Anschließend den/die Wechselrichter austauschen. Es gibt auch welche, die ohne ENS auskommen.


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • @ aerenman
    Mach ne Schleife rum und schmeiss ihnen die WR vor die Tür :)


    Allein wenn ich mir den Fehlercode anschaue kann ich sagen, dass es weder an der Spannung, noch an der Frequenz oder der Netzimpedanz liegt, denn dafür gibt es die Codes 2xx.
    415 bedeutet, dass der ENS Microcontroller defekt ist oder mit der Zuleitung zur ENS etwas nicht stimmt. Was auf keinen Fall sein kann ist, dass sich die ENS selber das Netz verunreinigt. Selten sowas dummes gehört :)


    Schalten denn beide WR immer zur gleichen Zeit ab, oder unterschiedlich? Evtl. hat es ja mal ne Spannungsspitze gegeben, die die Controller geschossen hat

    2x Sunways NT 6000, 52x Sanyo HIP 190 BE3, 9,88kWp


    WR1: 3 Strings a` 8 Module, 1 Temperatur- und Einstrahlungssensor, Neigung 30°, Azimut 180°
    WR2: 1 String a` 10 Module, 2 Strings a` 9 Module, Neigung 40°, Azimut 180°

  • Tach

    Zitat von Xam Ralos

    Das Problem liegt darin das der Enerieversorger die Netzimpedanz nicht so messen kann wie das ein Wechselrichter macht!!!


    das ist albern, bei den EVUs hat man entsprechene Meßgeräte
    Nur für ein Montagsprodukt der WR-Hersteller holt man nicht
    Geräte aus dem Keller die 5-stellige Eurobeträge kosten
    und eine Netzqualitätsmessung inkl Auswertung kostet schon einmal
    ein Arbeitstag usw
    Getreu den Motto: bei Fehlern haben immer die EVUs Schuld ?


    MfG

  • Hallo,


    Die Annahme, daß die ENS das Netz "verunreinigt" ist möglicherweise nicht so ganz falsch. Soll mal ein WR-Entwickler hier erklären wie denn die Messung im Detail durchgeführt wird.


    Wenn etwa das Netz kurzzeitig stark belastet wird(durch die ENS-Meßeinrichtung) und aus dem Spannungseinbruch die Netzimpedanz rechnerisch ermittelt wird, könnte ich mir vorstellen daß das eine Rückwirkung auf andere Geräte hat. Oder aber auch auf den WR selbst. Das ist dann eine Frage der Filter für Oberwellen auf der Netzseite.


    mfG


    Strawberry

  • Hallo,
    wie denn nun.
    Die WR sind alle samt CE-konform. Und alle anderen Geräte und Bestandteile auch. Das haben deren Hersteller erklärt. Dafür gibt es Urkunden und Zertifikate und der Stromversorger/Netzbetreiber hat die so akzeptiert. Ich habe zwar NULL-Ahnung davon, was da drin steht. Aber es dürfte eine Tatsache und auch eine Minimalforderung sein, dass sich Netz und WR gegenseitig nix tun, beziehungsweise was als zulässig zu gelten hat. Korrekt?
    Dasselbe dürfte für eine externe ENS genauso gelten, wie für eine die im Wechselrichter integriert ist. Auch korrekt?
    Einer von beiden, der Netzbetreiber oder der ENS-Betreiber oder besser das Netz oder die (der, das,) ENS muss schuld sein. Wer oder was nach der Wahrscheinlichkeit dran ist, ist völlig unerheblich.


    Wenn Atommafia meint, dass aus Kostengründen nicht jeden Tag so eine Messung gemacht wird, ist das o. k. Wenn der Netzbetreiber aber eine geforderte Messung aus diesem Grund ablehnt, kann vermutet und darf sogar unterstellt werden, dass das Netz nicht in Ordnung ist. Wird aber gemessen, und das Netz stellt sich als fehlerfrei heraus, hat der Auftraggeber selbstredend die Kosten zu tragen. Hier sollte es doch kein Problem geben! Bei unklarem Ergebnis sind die Kosten vorläufig zu teilen. Ich kann mich erinnern, dass diese Verfahrensweise im Geschäftsverkehr üblich und problemlos VORHER zu vereinbaren ist.


    Fakt ist, dass hier ein lösbares technisches Problem vorliegt, dem weder mit Gutzureden, Besprechen oder Handauflegen bei zu kommen ist. Und das schon ein halbes Jahr!
    Der Verdacht liegt Nahe, dass die fachliche Kompetenz der Leute, die bisher die Finger an der Anlage von aerenman hatten nicht besonders ausgeprägt scheint (siehe auch Posting von blabla). Und hier würde ich mal ansetzen. Die Messung von Atommafia bleibt dann immer noch.


    Soviel Geduld möchte ich noch mal haben in meinem Leben. Mannomann.


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Hier liegt offensichtlich ein Fehler am Netz vor, hier gibts nur eins:
    Schmeiß die Wechselrichter raus!!! Die ENS wird bei jedem anderen Typ von WR mit ENS genauso reagieren....deshalb rate ich dir KACO Wechselrichter einzubauen...die arbeiten mit 3 phasiger Spannungsüberwachung und nicht wie die ENS mit Netzimpedanzsprungmessung..
    Passend für dich wären 2 KACO PVI 3500 xi, 1 Strang a`21 Module, 1 Strang a`22 Module....dann hast du Ruhe.


    Gruß, solar-Pfister

    Regenerative Energien kosten nicht die Welt