ENBW verklagt 50Hz wegen Verzögerung

  • Hallo Zentralschmiertechnik


    Chephalotus hat hier im Forum bereits mit 15 Gigawatt Zubau in 2011 gedroht. :wink:
    Und so wie ich hier die Stimmung vernehme, lauern ja alle auf das zweite Halbjahr mit Endpreisen unter 2000 Euro pro kW peak sogar für Kleindachanlagen.
    Das mit dem gewaltigen Zubau ist ja meine Schlußfolgerung aus diesem Forum und den Links.


    Warum Offshore besser ist als Windstrom aus Süddeutschland:
    Es ist ja nun wesentlich besser z.B. 20 Gigawatt Offshorestrom am Netz zu haben mit 4000 Volllaststunden als 40 Gigawatt Onshore mit nur 2000 Volllaststunden. Das erfordert ja wesentlich weniger Speicher bzw. konv. Reserve. Dafür müssen halt mehr Leitungen gebaut werden was aber wohl deutlich günstiger ist als Speicher und Reservekapazität wobei „Speicher“ ja wohl kostenrealistisch eh nur mit Auslandsanbindung und Wasserkraft geht, was letztlich noch viel mehr Leitung benötigt.



    Allerdings ist natürlich zugegeben süddeutscher Onshorestrom auch nicht schlecht, weil es schon wettertechnisch ein bisschen differenziert im Gegensatz zu norddeutschen Onshorestrom der sicherlich seine Peakleistung bringt wenn es Offshore eh schon längst Maximallast anliegt.




    Gruß Helmut

    Fahrzeug: noch Verbrenner

  • Am Ende macht's die Mischung, jawoll. Offshore ist gleichmässig, aber teuer. Onshore bitte nicht nur im Norden. PV gerne und reichlich. Und vor allem nicht nur in D (wurde hier auch schon gesagt). In Spanien etc. reden wir bald von unter 10ct/kWh.


    Übrigens, was war das? Kiffen, Bauwagen, Lagerfeuer, Gitarren? Für mich alles positiv besetzt. Bin nur kein Kiffer, weil _komplett_ naturbreit...

  • Zitat von Helmut1

    Hallo Zentralschmiertechnik


    Chephalotus hat hier im Forum bereits mit 15 Gigawatt Zubau in 2011 gedroht. :wink:
    Und so wie ich hier die Stimmung vernehme, lauern ja alle auf das zweite Halbjahr mit Endpreisen unter 2000 Euro pro kW peak sogar für Kleindachanlagen.
    Das mit dem gewaltigen Zubau ist ja meine Schlußfolgerung aus diesem Forum und den Links.


    Das erste Halbjahr ist fast rum,der Zubau fast null! Natürlich gibt es noch ein verstärktes zweite Hj.. Die Hersteller bzw. Systemlieferanten waren bisher nicht bereit,in Ihren kwp Preisen entscheidend günstiger zu werden. Im zweiten Hj. wird sich dass dann wohl doch noch ändern,allerdings erst in der späten zweiten Jahreshälfte (Jahresendrally).
    Das wir bei ca. 15 GW ankommen werden,halte ich für ausgeschlossen,allerdings könnte ein ähnliches Ergebnis wie 2010 zustandekommen.


    Zitat


    Warum Offshore besser ist als Windstrom aus Süddeutschland:
    Es ist ja nun wesentlich besser z.B. 20 Gigawatt Offshorestrom am Netz zu haben mit 4000 Volllaststunden als 40 Gigawatt Onshore mit nur 2000 Volllaststunden. Das erfordert ja wesentlich weniger Speicher bzw. konv. Reserve. Dafür müssen halt mehr Leitungen gebaut werden was aber wohl deutlich günstiger ist als Speicher und Reservekapazität wobei „Speicher“ ja wohl kostenrealistisch eh nur mit Auslandsanbindung und Wasserkraft geht, was letztlich noch viel mehr Leitung benötigt.


    Sind denn diese 4000 Vollaststd. gegenüber den 2000 Std.belegbar?
    Wir könnten doch unseren Onshorestrom hier in BW ohne Probleme in die Schweiz(wird doch zur Zeit von den Netzbetreibern mittags mit PV ja eh gemacht)leiten und dort wird er ja in die PSKW eingelagert ,also gespeichert.


    Gruß ZST

  • Zitat von diesonnelacht

    Helmut, könntest Du bitte erstmal aufhören, so zu schreien?


    Ich schreie doch gar nicht. Ich schreibe doch zeitversetzt in absoluter Ruhe und nebenbei kucke ich noch TV. Ich kann dir versichern, dass ich keineswegs emotional angespannt bin. Das mit der Großschreibung soll doch nur wichtige Sachen meiner Aussagen verdeutlichen und den ganzen Text lesefreundlich gestalteten. Aber zugegeben machte die Kombination mit der rhetorischen Floskel „verdammt noch mal“ das wirklich den Eindruck von Schreien. :wink:


    Zum eigentlichen Thema:
    Naja, 5 Gigawatt pro Jahr PV wäre wohl zu ertragen aber nicht über 10.
    Aber wie bereits angedeutet: Warum?
    PV ist praktisch abgehackt. Zukünftig wird in südlichen Ländern der Löwenanteil an Strom so produziert werden. Auf den zukünftigen Welt-CO2 Ausstoß hat es praktisch überhaupt keine Auswirkung wenn wir weiter PV so päpeln. Es ist für uns einfach nur teuer, bzw. deutlicher gesagt es vernichtet Volksvermögen.


    Gruß Helmut

    Fahrzeug: noch Verbrenner

  • Zitat von Zentralschmiertechnik


    Das erste Halbjahr ist fast rum,der Zubau fast null!



    Wie kommst du denn darauf?
    Ich habe auch keine Zahlen aber hier im Forum sind doch viele Solarteuere die nicht den Eindruck vermitteln, dass sie alle Arbeitslos sind.


    Zu den Vollaststunden:
    Auf die schnelle habe ich nur etwas bei Wikipedia gefunden:
    „Bei Anlagen im Binnenland werden 2000 Volllaststunden als realistisch angesehen, bei Anlagen in Küstennähe rund 2500 Stunden, und für zukünftige Offshore-Anlagen werden 3800[3] Volllaststunden angegeben.“ Zitat http://de.wikipedia.org/wiki/Windkraftanlage#Erntegrad


    Gruß Helmut


    Edit:
    Bei WKA ist übrigens der Spielraum der Auslegung sehr hoch im Bezug auf das Verhältnis Leistung zu Rotordurchmesser. Je größer der Rotor im Bezug auf die Leistung, desto höher ist die Volllaststundenzahl. Tendenziell werden Anlagen mit „Schwachwindauslegung“ z.B. Vestas V112 ( 3 Megawatt 112m Rotordurchmesser eher im windschwachen Binnenland aufgestellt und „Starkwindanlagen“ z.B. Enercon E-82 E3 (3 Megawatt bei 82 Meter Rotordurchmesser) eher in Küstennähe. Aber mit der „Schwachwindauslegung“ an einem Küstenort kann man natürlich auch die Vollaststundenzahl deutlich nach oben treiben.

    Fahrzeug: noch Verbrenner

    Einmal editiert, zuletzt von Helmut1 ()

  • Zitat von Helmut1

    Naja, 5 Gigawatt pro Jahr PV wäre wohl zu ertragen aber nicht über 10.
    Aber wie bereits angedeutet: Warum?


    Psstpsst, ganz ruhig, BITTE NICHT SCHREIEN... Oh, sorry.
    Bei 5-10 GWp/a können wir uns einig werden, aber...


    Zitat von Helmut1

    PV ist praktisch abgehackt. Zukünftig wird in südlichen Ländern der Löwenanteil an Strom so produziert werden. Auf den zukünftigen Welt-CO2 Ausstoß hat es praktisch überhaupt keine Auswirkung wenn wir weiter PV so päpeln. Es ist für uns einfach nur teuer, bzw. deutlicher gesagt es vernichtet Volksvermögen.


    ...das sehe ich ganz anders! Abgehakt ist noch gar nichts, auch bei uns nicht. Vor allem aber werden Hersteller wie First Solar und Yingli in ihren Heimatländern schon mittelfristig massiv den CO2-Ausstoss mindern, wenn man damit ordentliche Strompreise darstellen kann. FS fangen ja schon an, eine Projektpipeline mit ein paar mal 300 MW und mehr ist ja wohl nicht von Pappe. Von dem 2 GW-Projekt in China, an dem sie auch beteiligt sein sollten, hört man zwar nichts mehr, aber vielleicht wird da ja von der chinesischen Seite verzögert, damit die heimische Module verbauen könnnen.


    Volkswirtschaftlich ist sicher alles, was bei uns zur Zeit an PV installiert wird, ein Gewinn. Energetische Amortisation nach weniger als vier Jahren, wirtschaftlich ist man nach ca. 10a im Plus, und die Sachen halten im Schnitt 30 Jahre oder wer weiss wie lange. Auch deshalb gegenüber Offshore überlegen, wobei der Vergleich ab 2020 (neuer Wechselrichter vs. neue Turbinen, jeweils nachgerüstet) nicht einfach ist.


    Welche andere Technologie liefert für kleine laufende Kosten bei null Primärenergiekosten und null Emissionen so zuverlässig Energie? Da kann vielleicht noch die Wasserkraft mithalten. Relativ einfach und sehr lohnend zu recyclen ist PV auch noch. Und zur Elektromobilität gibt's nichts passenderes, gerade wenn man an die Ex-EEG-Anlagen ab ca. 2020 denkt. Die damit verbundenen eingesparten Rohstoffimporte sind volkwirtschaftlich nicht zu schlagen.


    Aber wie gesagt: Die Mischung macht's.


    Guts Nächtle!

  • Aktuelle Zubauzahlen von der BNA für Jan. 2011:
    Demnach wurden 266 MW installiert. Die grössten Anlagen waren zwei 10 MW Kraftwerke in Brandenburg.
    Vergleich: (Januar 2010: 222 MW).


    Für Feb. 2011 : 101 MW.


    Gruß ZST



    Was ich mit Zubau fast Null gemeint habe ist schon klar?

  • Das finde ich ja wirklich schade, dass hier im Forum der Offshore-WE die Berechtigung abgesprochen wird. Das EEG dient dazu einer Variation von Stromerzeugungsanlagen zum Marktdurchbruch zu verhelfen und dazu gehört auch die Offshore-Windenergie. Gerade aus der Solarecke, die sich ja nun auch viele ähnliche Vorwürfe anhören muss und musste, würde ich da etwas mehr Offenheit erwarten. Vor 5-6 Jahren gab es noch das Gentleman-Agreement, dass die eine EE-Sparte nicht der anderen ans Bein pinkelt. Übrigens gibt es neben den großen Stromkonzernen durchaus Pioneere der Windkraft, die an den Offshore-Parks beteiligt sind.
    Wie mein Vorredner schon schrieb: Die Variation macht's.

  • Zitat von db04

    Das finde ich ja wirklich schade, dass hier im Forum der Offshore-WE die Berechtigung abgesprochen wird. Das EEG dient dazu einer Variation von Stromerzeugungsanlagen zum Marktdurchbruch zu verhelfen und dazu gehört auch die Offshore-Windenergie. Gerade aus der Solarecke, die sich ja nun auch viele ähnliche Vorwürfe anhören muss und musste, würde ich da etwas mehr Offenheit erwarten. Vor 5-6 Jahren gab es noch das Gentleman-Agreement, dass die eine EE-Sparte nicht der anderen ans Bein pinkelt. Übrigens gibt es neben den großen Stromkonzernen durchaus Pioneere der Windkraft, die an den Offshore-Parks beteiligt sind.
    Wie mein Vorredner schon schrieb: Die Variation macht's.


    Glaube nicht, das hier gegen die Sache selbst gewettert wird.
    Ich sehe hier eher eine art Retourkutsche für die G4.
    Richtig ist, dass wir hier nicht unser Ziel aus den Augen verlieren dürfen , den die Zukunft liegt in den "regenerativen Energien" und da gehört auch Offshore-WE dazu.

  • Zitat von Helmut1


    Warum Offshore besser ist als Windstrom aus Süddeutschland:
    Es ist ja nun wesentlich besser z.B. 20 Gigawatt Offshorestrom am Netz zu haben mit 4000 Volllaststunden als 40 Gigawatt Onshore mit nur 2000 Volllaststunden. Das erfordert ja wesentlich weniger Speicher bzw. konv. Reserve. Dafür müssen halt mehr Leitungen gebaut werden was aber wohl deutlich günstiger ist als Speicher und Reservekapazität wobei „Speicher“ ja wohl kostenrealistisch eh nur mit Auslandsanbindung und Wasserkraft geht, was letztlich noch viel mehr Leitung benötigt.


    Da hast du einen Denkfehler drin:


    1. Der volkswirtschaftliche Nutzen durch "mehr Vollaststunden" der WKA: Es nützt keinem was, wenn die WKA doppelt so lang auf Vollast läuf, aber viermal soviel kostet wie eine Onshore-Anlage. Besser wäre es, vier Onshore-Anlagen zum gleichen preis zu bauen, die aber doppelt soviel Strom liefern wie die Offshore-Anlage, und das bei wesentlich weniger Vollaststunden!
    (Das wäre genauso ein sinnleeres Stammtisch-Argument wie "Photovoltaik ist blöd, weil der Wirkungagrad viel zu niedrig ist", da kann ich kaum mehr drüber lachen weils garso dumm ist.)


    2. Der Lastgang: Woher willst du wissen, dass die Offshore-Volllaststunden in der Zeit liegen, wenn wir sie brauchen? Das Jahr hat 8600 Stunden, also fahren auch die Offshore-WKA über die Hälfte des Jahres NICHT auf Vollast. Da kanns also genauso mal zu einer Woche Flaute kommen (möglicherweise genau dann, wenn auch an Land flaute ist), und genau deshalb braucht man die Reserveleistung so oder so.


    Außerdem übersiehst du: das EEG kostet zwar eine Menge, aber ales was sonst mit Energie zu tun hat kostet ebenfalls viele hundert Milliarden, das ist in diesem Wirtschaftszweig völlig normal. Die EEG-Umlage ist erstens dieses Jahr deutlich zu hoch angesetzt, und wird zweitens NICHT weiter ansteigen und schon in 10 Jahren wieder sinken, selbst wenn wir sehr viel PV zubauen. Alles andere ist Desinformationspolitik der Lobbyisten, glaub sowas bloß nicht einfach, das kann nach hinten losgehen!

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-