20 Jahre fast vorbei - und dann? Anbieterwechsel

  • Liebe Forumsfreunde,


    traue mich kaum die Frage zu stellen, hab die Antwort aber als Solar-Pionier im Forum entweder nicht gefunden oder verstanden... Habe mich im übrigen außer bei der Neuanschaffung nie ernsthaft mit der TEchnik beschäftigt, weil alles völlig störungsfrei lief....


    Meine Frage(n). Unsere Photovoltaik-Anlage der ersten Stunde läuft im nächsten Jahr aus der Förderung. Sie hat nun 19 Jahre gelaufen und stabil ca. 1000 kw im Jahr geliefert. Störungsfrei - wie gesagt..


    Derzeit speisen wir bei EON Westfalen ein und beziehen auch den Strom von dort. Jetzt möchte ich völlig unabhängig davon meinen Stromanbieter wechseln. Liebäugele mit dem städtischen Versorger, der nur Ökostrom anbietet in zertifizierter Form.


    Wenn ich es richtig verstanden habe, scheint es das gescheiteste zu sein, ab nächstem Jahr den erzeugten Strom zu verbrauchen - und den Rest an EON? oder an den städtischen Versorger zu verkaufen? (zu welchem Preis...).


    Was muss ich dazu eigentlich im technisch hier im Haus ändern, oder macht das der Versorger??
    Muss ich beim Wechsel jetzt auf irgendetwas achten bezüglich dieser Problematik???
    Bin verwirrt...


    Freue mich über Rückmeldungen??

  • Hallo,
    deine Anlage ist ja sehr interessant...schon 19 Jahre alt. Es würde sicherlich nicht nur mich interessieren wie diese Anlage genau aussieht und
    was genau für Komponenten verbaut wurden. Ich dachte immer schon meine 1.Anlage ist mit 11 Jahren schon richtig alt.
    Kannst du deine Anlage mal näher beschreiben und ein paar Fotos wären auch ganz nett.
    Was nach 20Jahren passiert, da bin ich ebenfalls überfragt. Bei mir ist dies ja erst 2020 der Fall. Bis dahin gibts hoffentlich bezahlbare Speichermöglichkeiten,
    um meinen eigen produzierten Strom komplett selbst "umzuwandeln".
    Meine 1.Anlage werde ich ebenfalls mal an ihrem 11.Geburtstag hier vorstellen.
    Gruss Win

    2,4kWp BPsolar BP275F/Sunways NT2500 / 2000 (ab 1.1.2021 Geschichte, wird 2021ersetzt durch neue 5kWp)
    4,2kWp Heckert HS-PXL-210/Sunways NT3700 / 2008
    5,5kWp Axitec AC230P/Solarmax 6000S / 2009
    2,7kWp Suntech STP225/Solarmax 3000S / 2010
    2,2kWp Schott PolyProtect 180/SMA SB3800 / 2011

    9,5kWp Winaico 28x340Wp/Fronius Symo 8.2 / 2020

    BMW i3 Yello connect /03.2018..12.2019, BMW i3 120Ah seit 12/2019

    Wärmepumpe Panasonic Aquarea WH-MDC05J3E5 seit 10/2020

  • Prinzipiell ist die Wahl des Stromanbieters völlig unabhängig von dem Netzbetreiber, an den man den Strom verkauft. Du kannst also grüngefärbten Graustrom ("zertifizierten Ökostrom") vom städtischen Versorger kaufen oder einen x-beliebigen anderen Anbieter wählen. Es gibt da auch welche mit echtem Ökostrom...


    Ansonsten stellt sich die Frage, ob die PV-Anlage auf Eigenverbrauch überhaupt umgestellt werden darf. Die Vergütung nach EEG läuft zwar aus, aber dennoch fällt die Anlage doch noch weiterhin unter das EEG, oder etwa nicht? Da das EEG 2000 sich weder positiv noch negativ zum Eigenverbrauch äußert, sollte der unvergütete Eigenverbrauch wahrscheinlich möglich sein, oder? Was meinen die Rechtsexperten?


    Ich denke, dass man entweder 100% Eigenverbrauch schaffen muss, oder aber mit dem Netzbetreiber oder einem Ökostromanbieter über die Konditionen reden muss.
    Naturstrom bezieht ja jetzt schon seinen Strom zum größten Teil von direktvermarktenden EEG-Anlagen. Ich könnte mir vorstellen, dass naturstrom auch an günstigem PV-Strom (ist schließlich Spitzenlast!!) interessiert ist. Ich würde da mal nachfragen. Dort dann auch Stromkunde zu sein, könnte dabei von Vorteil sein, aber das ist reine Spekulation meinerseits ;-) Bin mit naturstrom nicht verwandt und nicht verschwägert - nur Kunde.


    Sonnige Grüße

    Private PV-Anlage (07/2019):
    19,84 kWp | Heckert NeMo2.0 60M 310W | E3/DC S10 E PRO (13 kWh Speicher) | SMA SB3.6
    Bürgersolaranlage (04/2009):
    25,2 kWp | Sharp NT175E1 | SMA SMC8000TL | SMA WebBox | SunnyPortal

  • Hallo willkomm2000,


    auf so einen wie dich haben wir lange gewartet :D:D:D:D:D (das ist jetzt nicht ironisch gemeint).


    Viele haben sich schon gefragt (die meisten viel zu früh!) was nach den 20 Jahren ist. Du kannst hier Pionierarbeit leisten. Leider kann ich dir jetzt nicht konkret mit Rat helfen, aber ich bin mir sicher, dass die ganze "Macht des Forums" mit zahlreichen Experten hinter dir steht! :D:D:D


    Aber jetzt erzähl doch noch etwas mehr über deine Anlage, so lange Erfahrung hat kaum einer.

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • Hallo im Forum
    Mit der bitte um ein paar Fotos und den Verlauf deiner weiteren Vermarktung kann ich dir diesen Link empfehlen!


    http://www.photovoltaikforum.com/viewtopic.php?f=25&t=59717


    MfG Jochen

    2010: 134 kwp CSI,SMA | 2011: 5,00 kwp CSI,SMA | 2012: 54,5 kwp Eging,SMA | 2012: 30,0 kwp CSI,SMA | 2014: 60,0 kwp Schott,Fronius | 2014: 7,65 kwp Eging,SMA | 2016: 88kwp Qcells,SMA | 2017: 12 kwp SW,SMA | 2018: 9.8 kwp LG,SMA/ Tesla Powerwall 2 | 2019: 750 kwp JA Solar, Huawei | 2019: 29,9 kwp Longi,SMA | 2020: 750 kwp Longi Solar, Huawei 2021: 750kwp Longi Huawei

  • Zitat von jodl

    die Anlage einfach neu anmelden, mit Eigenverbrauch, und weitere 20 Jahre laufen lassen


    Erst dachte ich ja, das wär ein Scherz. Aber kurz nachgedacht: Nach EEG 2000 gilt für alle Anlagen, die vor 2000 gebaut wurden, als Inbetriebnahmejahr das Jahr 2000. Also besteht doch noch Vergütungsanspruch bis 2020.
    Wie wurde denn der Strom die ganze Zeit vergütet?


    Sonnige Grüße

    Private PV-Anlage (07/2019):
    19,84 kWp | Heckert NeMo2.0 60M 310W | E3/DC S10 E PRO (13 kWh Speicher) | SMA SB3.6
    Bürgersolaranlage (04/2009):
    25,2 kWp | Sharp NT175E1 | SMA SMC8000TL | SMA WebBox | SunnyPortal

  • Zitat von buergersolar


    Aber kurz nachgedacht: Nach EEG 2000 gilt für alle Anlagen, die vor 2000 gebaut wurden, als Inbetriebnahmejahr das Jahr 2000. Also besteht doch noch Vergütungsanspruch bis 2020.


    Genau deshalb stellt sich die Frage des Users gar nicht mit der Vergütung/Eigenverbrauch, er geht vom tatsächlichen Inbetriebnahmedatum aus, welches aber per Gesetz später ist. Bis 2020 wird er nach EEG vergütet, bei einer Dachanlage ist die Einspeisevergütung jenseits der 50 ct, wär also totaler Blödsinn da jetzt auf irgendeinen Eigenverbrauch umzustellen. Die Frage stellt sich erst 2020, ist noch ein paar Tage hin.



    Stromanbieter ist frei wählbar.

  • 1000 kWh/kWp jedes Jahr über einen so langen Zeitraum. Einfach bewunderswert und wirklich selten.....

    Gruß Jörg Wedler Elektroanlagen
    Ust.IdNr.: DE 157 507 696
    Elektromeister und freier Sachverständiger für Photovoltaikanlagen
    3,12 kWp in 2009, 51,84 kWp und 3,60 kWp in 2010, 1,375 kWp in 2016

    3,30 kWp in 2019, 1,83 kWp auf dem Gartenhaus 2019

    Senec Lithium Speicher 2,5 kWh in 2017, 5,0 kWh in 2018, 7,5 kWh in 2019

  • Zitat von solarteur0502

    1000 kWh/kWp jedes Jahr über einen so langen Zeitraum. Einfach bewunderswert und wirklich selten.....


    Hallo,


    ich denke er meint 1000kwh Gesamtjahresertrag.


    Gruss Martin

    Nichts ist so gerecht verteilt wie der Verstand,
    jeder denkt er hätte genug davon!