Welchen Wechselrichter

  • Hallo!
    Ich bin neu im Forum und neu in er PV-Branche. Habe mir vor kurzem vier gebrauchte PV-Module gekauft (2x110W, 1x115W, 1x125W). Nun möchte ich damit Wechselstrom erzeugen, den ich selbst verbrauche sowie er erzeugt wird, oder wenn gerade mehr erzeugt wird als verbraucht ins öffentliche Netz fliessen lassen. Welchen Wechselrichter brauche ich dazu? Welche Leistung sollte er haben? Welche zusätzlichen technischen Details sind wichtig? Brauch ich dann auch einen Laderegler?
    Mfg Lavanttaler (aus Österreich)

  • Hallo Lavanttaler,
    Ich nehme an, du willst da ein bisschen basteln. oder? ;-)
    Im Prinzip hat der Walter ja recht, aber vielleicht sollten wir trotzdem mal auf die Daten der Module sehen.

    Zitat

    ...Welche zusätzlichen technischen Details sind wichtig?...


    Zuerst Hersteller, Typ, evt. Baujahr der Module. Am Besten Datenblatt.
    Wenn das nicht rauszukriegen ist, dann die mechanischen Abmessungen der Module und der Zellen und die Farbe der Zellen (hellblau, dunkelblau, schwarz, braun).
    Einen Laderegler wirst du brauchen und eine schöne dicke Batterie und einen Wechselrichter und ein signifikant erhöhtes Taschengeld.
    Vorallem aber, und das dürfte das Problem werden, eine Genehmigung von deinem Netzbetreiber der dir das genehmigt:

    Zitat

    ... Nun möchte ich damit Wechselstrom erzeugen, den ich selbst verbrauche sowie er erzeugt wird, oder wenn gerade mehr erzeugt wird als verbraucht ins öffentliche Netz fliessen lassen...


    Ich vermute, das sich dieser Teil dann schon erledigt hat.


    Es geht aber auch anders und so ist es üblich (in Österreich bestimmt auch). Du speist die gesamte Energie ein. Der Netzbetreiber bezahlt dich dafür. Von dem Geld kaufst du dir deinen Bedarf zurück. Verrechnet wird das üblicher Weise über getrennte Zähler.


    Nur, ich glaube, deine 4-Module-Anlage ist dafür doch noch etwas zu klein.


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Hallo


    das problem dürfte wohl sein, das man in Deutschland mind. ein Kwp Leistung benötigt um nach EEG einspeisen zu dürfen.
    Das hängt wohl mit dem Abrechnungsaufwand und der Bearbeitung des Stromlieferanten zusammen.
    Ich kann mir vorstellen das das in anderen Ländern auch der Fall ist.


    Aber sonst dürfte der Ansatz von Doris der einzig funktionierende sein.
    Du musst für jedes einzelne Modul/Modultyp einen Solarladeregler haben, mit dem du eine ausreichend große Batterie ( versuche eine Gabelstaplerbatterie gebraucht zu bekommen, die hat eine größere Kapazität, das verlängert die Lebensauer ) aufladen kannst. Dann benötigst du einen Netzwechselrichter der mit der von der Batterie zur Verfügung stehenden Spannung Wechselstrom erzeugt den du dann wiederum ins Netz einspeisen kannst. Zum Schluss benötigst du noch einen Regler der den Wechselrichter bei einer bestimmten Batteriespannung einschaltet und ausschaltet. Dann steht dem Projekt höchstens dein Energieversorger im weg!!!
    Viel Spaß beim realisieren.


    Jörg

  • Hallo,


    Die Lösung Luxemburg sieht so aus. Du verbrauchst den zeitgleich erzeugten Strom selbst und verkaufst nur den Überschuss. Bei mir habe ich das genau so gemacht, aber mit einer Windmühle (was für das Prinzip ja egal ist).
    Du musst nur den Zähler etwas anders verschalten.


    Diese Lösung ist deshalb zu bevorzugen weil der verkaufte Strom nix bringt, besser man verbraucht den selbst erzeugten Strom und braucht keinen teuren zu kaufen.


    Wenn du es so machst, brauchst du nur einen normalen NetzWR, keine Batterien keinen Laderegler keine Umschaltung von Inselbetrieb auf Netzeinspeisung oder ähnliche Scherze. Alles läuft automatisch und sicher.


    Zu den Modulen: Walter hat Recht. Ein String sollte gleiche Module enthalten. Jetzt wo du die Module schon hast must du kucken op sie eher gleichen Strom im Mpp liefern oder ob die Mpp-Spannung möglichst gleich ist. Gleicher Temperaturkoeffizient in beiden Fällen wäre auch von Vorteil.
    Im ersten Fall(gleicher Strom) die Module in Reihe schalten.
    Im zweiten Fall(gleiche Spannung) die Module parrallel schalten.
    Wenn kein Fall zutrifft gibst Verluste oder die Module zerstören sich sogar selbst, also Vorsicht!


    Den passenden Wechselrichter aussuchen: Das könnte eventuell ein Problem sein hier was geeignetes zu finden.


    Aber mach mal was Doris fragte: Beschaff die Daten der Module, dann gucken wir weiter.


    mfG
    Strawberry

  • Man kann ein Pferd nicht von hinten aufzäumen. Zuerst sollte man sich mit der Thematik befassen, dann kann man geld ausgeben. Auf diese Art und Weise wird es nicht mal was halbes.