Baugenehmigung!?!

  • Hallo,


    wir (GbR) beabsichtigen auf einem "Aussiedlerhof" eine PV-Anlage installieren zu lassen (nach Rechtsprechung vom Herbst letzten Jahres ist ja eine Baugenehmigung erforderlich). Es ist alles soweit vorbereitet; mein Installateur könnte sofort anfangen. Wenn da nicht die noch fehlende Baugenehmigung wäre. Ich habe sie in der letzten Woche beim Kreis eingereicht. Der dort zuständige Mitarbeiter hat sie bereits zur zuständigen Stadtverwaltung weitergegeben. Als ich am Freitag bei meiner Stadtverwaltung angerufen habe, hat mir der zuständige Mitarbeiter klar gemacht, dass die letzte Bauausschusssitzung des Stadtrates vor drei Tagen war und die nächste Sitzung, in der dann über meinen "Bauantrag" entschieden werden soll, aufgrund der Osterferien erst Ende Mai stattfindet!? Das kann es ja wohl nicht sein!!!
    Ich hatte Anfang des Jahres schon einmal bei den zuständigen Stellen bezüglich der Vorgehensweise bei einer Baugenehmigung nachgefragt. Insb. der Mitarbeiter der Stadt sagte mir damals, dass wir ruhig schon anfangen könnten. Es wäre schließlich nur ein Verwaltungsakt. Aufgrund von diversen anderen Problemen hat sich das ganze Vorhaben etwas verzögert und nun soll ich noch zwei Monate warten. Ich laufe dann Gefahr, dass die Installation bis zum 30.06.2011 (dann reduzierte Einspeisevergütung) nicht mehr klappt!!


    Hat jemand von euch Erfahrungen mit so einer Vorgehensweise? Was kann ich da tun? Soll ich meinen Installateur schon ohne vorliegende Genehmigung beginnen lassen? Was könnte mir im schlimmsten Fall passieren?


    Viele Grüße


    Metho

  • Beim letzten Solarpark sind wir mit der Aussage gestartet "Baugenehmigung dauert ca. 3 Jahre" (ernsthaft). Das hat ganz schön viel Telefonieren und Überzeugungsarbeit bei den Beteiligte gekostet, das zu beschleunigen. Ist die Genehmigung wirklich erforderlich, also ist das eine Freifläche, ein hoch aufragendes Montagegestell oder wohnst Du im falschen Bundesland?


    Im schlimmsten Fall bekommst Du die Genehmigung nicht, das mal vorweg. Ansonsten beschäftigst Du Dich am besten mit der Materie und prüfst, was denn gegen eine solche Genehmigung sprechen könnte (die Naturschutzbehörde ist z.B. ein Kandidat für Probleme). Ohne weitere Hintergründe zu kennen, sehe ich Dein Vorhaben als "sehr sportlich" an.

  • Moin Metho,


    handelt es sich um diesen Aussiedlerhof?

    Zitat von metho

    ich beabsichtige auf der noch freien Dachfläche der landwirtschaftlichen Gebäude meiner Schwiegereltern ("Aussiedlerhofs") in NRW zu meiner bereits vorhandenen PV-Anlage (32kwp) eine weitere (rd. 18 kwp) zu installieren.


    Muss ich aufgrund des OLG-Urteils vom Okt. 2010 eine Baugenehmigung einholen? Ist hierbei nur die neue Anlage relevant oder muss auch die alte, größere Anlage berücksichtigt werden?


    Das ist dann wohl die Anlage die installiert werden soll.
    http://www.photovoltaikforum.c…-33-kwp-so-ok-t58290.html

    Mit sonnigen Grüßen
    -eggis-


    "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." (Gandhi)


    SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC
    Meine Anlage!!! hier klicken

  • Hallo Cheeok,


    vielen Dank für Deine schnelle Rückantwort. :danke:


    Zitat von Cheook

    Beim letzten Solarpark sind wir mit der Aussage gestartet "Baugenehmigung dauert ca. 3 Jahre" (ernsthaft). Das hat ganz schön viel Telefonieren und Überzeugungsarbeit bei den Beteiligte gekostet, das zu beschleunigen. Ist die Genehmigung wirklich erforderlich, also ist das eine Freifläche, ein hoch aufragendes Montagegestell oder wohnst Du im falschen Bundesland?


    Im schlimmsten Fall bekommst Du die Genehmigung nicht, das mal vorweg. Ansonsten beschäftigst Du Dich am besten mit der Materie und prüfst, was denn gegen eine solche Genehmigung sprechen könnte (die Naturschutzbehörde ist z.B. ein Kandidat für Probleme). Ohne weitere Hintergründe zu kennen, sehe ich Dein Vorhaben als "sehr sportlich" an.


    Es handelt sich weder um eine Freiflächenanlage, noch um ein hochaufragendes Mantagegestell. Der Hof befindet sich m. E. auch nicht in einem Naturschutzgebiet. Die Anlage soll auf einer "bestehenden" Dachfläche installiert werden. Es handelt sich hier um eine 2. Anlage (rd. 18 KW). Die 1. Anlage haben wir bereits in 2008 installiert. Diese Anlage braucht natürlich nicht mehr nachträglich genehmigt werden (Aussage des Mitarbeiters der Kreisverwaltung (zuständig für Bauangelegenheiten)).
    Deine Aussage würde sich ja dann auch mit der ersten Einschätzung des zuständigen "Stadtmitarbeiters" (Sie können ruhig schon beginnen, es handelt sich ja nur um einen Verwaltungsakt) decken!!


    Viele Grüße


    Metho


    PS. Genehmigungspflichtig ist nicht die Anlage selbst, sondern die Nutzungsänderung des landwirtschaftlichen Gebäudes!?

    Einmal editiert, zuletzt von Metho ()

  • Hallo eggis,


    Zitat von eggis

    handelt es sich um diesen Aussiedlerhof?


    Das ist dann wohl die Anlage die installiert werden soll.
    http://www.photovoltaikforum.c…-33-kwp-so-ok-t58290.html


    da liegst Du genau richtig. Ich habe gedacht, ich hätte jetzt alle Probleme "beseitigt". Aber so kann man sich täuschen. Man hat das Gefühl, die Bürokratie in den Stadtverwaltungen wird nicht abgebaut, sondern immer weiter aufgebaut!!
    Für den Bauantrag war es erforderlich, dass ein Architekt/Statiker bescheinigt, dass die Dachkonstruktion für eine PV-Anlage geschaffen ist. Das alles ist passiert. Und jetzt wieder diese "Schickane"!?!


    Viele Grüße


    Metho