Das 50,2Hz Problem

  • Werden wir bald mit einer Upgarde Flut zu tun haben und wer soll den Aufwand tragen, der Betreiber, der Solateur, der Hersteller der WR?


    Das Problem mit der Abschaltung bei einer Frequenz von 50,2Hz.


    http://www.photovoltaik.eu/nac…betreiber-nher_100004765/

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


    elektrisch Mobil - TESLA Model S85 2013 bis 2017, seit Juni 2017 MX100D. - Tesla Roadster 2.5 seit Juni 2011 - BMW i3 seit Dezember 2013 - Renault ZOE seit September 2014

  • Ich glaube eher für die bestehende!

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


    elektrisch Mobil - TESLA Model S85 2013 bis 2017, seit Juni 2017 MX100D. - Tesla Roadster 2.5 seit Juni 2011 - BMW i3 seit Dezember 2013 - Renault ZOE seit September 2014

  • Zitat von open source energy

    Ich glaube eher für die bestehende!


    Das sehe ich genauso. Ich finde das aber nicht so tragisch - davon geht die Welt für den PV-Betreiber nicht gleich unter. Mich würde nur mal interessieren, warum das nicht einfach per Firmware-Update seitens z.B. SMA funktioniert? Das könnte ich dann selbst durchführen und mir die 150 € sparen. Dabei könnte die Firmware ja einfach einen zufälligen Wert einschreiben (innerhalb einer vorgegebenen Range).


    Sonnige Grüße,
    Theoden

  • meiner Ansicht nach ist diese ganze Diskussion ein Widerspruch zu dem gesetzlich festgelegten "Vorrang der Erneuerbaren Energien"
    es wird zunehmend in den Medien der Eindruck erweckt, daß Strom aus Sonne und Wind die Netze überlastet und deshalb reduziert werden muß
    dabei sind es aber gerade die anderen, die fossilen Kraftwerke, die in Fällen einer zeitweisen Überproduktion, reduziert werden müssen


    das mit den 50,2 Hz ist wahrscheinlich etwas, was sich per Firmware relativ einfach lösen lassen wird
    und wahrscheinlich sind die aus dieser Regelung resultierenden Ertragsausfälle auch nicht riesig groß


    aber es ist der falsche Weg


    als "ultima ratio", bevor die Netze zusammenbrechen, wäre das in Ordnung
    aber ich befürchte, daß die Netzbetreiber das dann als "normalen" Regelmechanismus einsetzen können
    um sich Abregelungen der konventionllen Kraftwerke zu sparen
    (geht ja dann auch automatisch, ohne Zutun von aussen, und ohne Schaltvorgänge)
    und durch die Verteilung durch zufällige Abschalt-Werte gibts auch nicht mehr die Gefahr eines Netz-Zusammenbruchs


    und noch ein Aspekt: das EEG sieht beim Einspeisemanagement vor, daß eine Reduzierung der Einspeiseleistung unter genau festgelegten und dokumentierten Bedingungen zulässig ist. Anlagenbetreiber sind für den Listungsausfall zu entschädigen. Dem Betreiber kann es nach EEG sozusagen egal sein, ob er einspeisen kann oder nicht, der Netzbetreiber muß in beiden Fällen zahlen.


    Diese Regelung kann mit der 50,2 Hz Sache ausgehebelt werden
    Fernabschaltmöglichkeit ohne Dokumentation und Entschädigung


    Die A-Karte haben dann diejenigen Betreiber gezogen, bei denen "per Zufallszahl" eine niedrige Abschaltfrequenz einprogrammiert wurde
    deren Wechselrichter schalten dann immer als Erste ab, während die mit den hohen Werten noch einspeisen können

  • kann man hier nicht auch einen fließenden Übergang programmieren?
    Z.B. 50,150 noch 100% ;
    50,175= 50%;
    50,200= 0%.
    Müßte doch machbar und sinnvoller sein, oder?
    Und für die Überspannung genauso!

    Grüße von der Küste - Farmjanny
    29,94 kW Firstsolar mit 3x SMA 9000TL in 2009 SSO
    30,00 kW Firstsolar mit 1x8000 u 2x9000 in 2011 WSW
    10 kW Sunpower in 2013
    30 kW Windkraft Lely Aircon in 2017 und 9 kW - 12 kWh Speicher von Fenecon

    10 kW Sunpower an Plenticore mit BYD Speicher in 2019

  • Also bevor es zu einem totalen Ausfall kommt ist es wohl sicher richtig die Möglichkeiten zu nutzen und die PV-Leistung zu drosseln. Bei der Windkraft ist das ja schon länger so daß die schnelle Leistungsanpassung genutzt wird das Netz zu entlasten. Allerdings sollte es kein Dauerzustand werden.
    Was ich mich frage, wenn man die Netzfrequenz nutzen kann/will um die Einspeiseleistung zu regeln, warum nutzt man die Frequenz dann nicht um den Verbrauch anzupassen? Also z.B. bei Kühl/Gefriergeräten eine eingebaute Überwachung der Frequenz und je nachdem läuft das Gerät nicht wenn sie z.B. unter 49.95 ist und läuft an wenn sie bei 50.05 ist. Natürlich immer innerhalb eines vorgegebenen Temperaturbereiches. Hier gibt es doch eine super Speichermöglichkeit, ich schätze mal 50 Mio. Geräte mit jeweils 150Watt die sofort an- bzw. wieder abschalten könnten. Bei entsprechender Stückzahl sollte das auch nicht so teuer sein.
    Ich denke das wäre auch weniger aufwändig und anfällig als ein Smart Grid bei dem alles von oben gesteuert wird. :juggle:


    Schöne Grüße,
    sheepy

  • ich würde mich schön bedanken wenn sowas in meinem Kühlschrank eingebaut würde
    den Kühlschrank habe ich gekauft damit er kühlt wenn ich das haben will und nicht damit er für einen Netzbetreiber dessen Netz stabilisiert
    nur damit irgendwelche Braunkohleöfen fett durchlaufen können


    wie oben schon geschrieben ist das vom Grundsatz her der falsche Weg
    weil es den Vorrang der Erneuerbaren Energien abschafft


  • Sehe das exakt genauso und sehe mich als kleiner Betreiber bald als jemand, der die Machenschaften zwischen Netzbetreibern, gekauften Politikern und den Herstellern ausbaden muss.


    Wie kann es sein, dass sowas rückwirkend gemacht werden soll?!? :shock::twisted:


    Bisher existiert das Problem doch noch gar nicht, der Status Quo ist also unproblematisch und bestehende Anlagen können doch bleiben wie sie sind.


    Wenn, dann sollte man diese Regelung für die neuen Geräte vorsehen, um eben das zukünftig zu erwartende Problem zu lösen, welches ja erst durch immer weitere zukünftige Anlagen entsteht! Dann kann auch jeder fair im Voraus kalkulieren, ob er dann noch PV macht oder nicht.


    Zitat von jodl

    ich würde mich schön bedanken wenn sowas in meinem Kühlschrank eingebaut würde
    den Kühlschrank habe ich gekauft damit er kühlt wenn ich das haben will und nicht damit er für einen Netzbetreiber dessen Netz stabilisiert
    nur damit irgendwelche Braunkohleöfen fett durchlaufen können


    Ehrlichgesagt stört es mich bei meiner PV-Anlage aber noch viel mehr! Denn die habe ich gekauft, damit sie Strom produziert der angeblich mit Vorrang eingspeist werden soll und nicht, damit ein Netzbetreiber sie intransparent fernsteuert, nur damit seine AKWs und Braunkohleöfen fett durchlaufen können!

    Gruß,
    amoss


    Ich bin ein Pessimist. Also ein Optimist mit großer Erfahrung. Denn ich weiß: Manchmal sind nur bei mir Wolken. Doch meistens scheint die Sonne bei den anderen.


    11 kwp * DN 28° * Ausrichtung 201° * Verschattungsverlust ca. 8% * Freising

  • Zitat von Farmjanny

    kann man hier nicht auch einen fließenden Übergang programmieren?
    Z.B. 50,150 noch 100% ;
    50,175= 50%;
    50,200= 0%.
    Müßte doch machbar und sinnvoller sein, oder?
    Und für die Überspannung genauso!


    Planungen sehen das jedenfalls so vor, dass die PV-Anlagen dann bei Überschreiten der 50,2 Hz auf einer wirkleistungsorientierten Kennlinie (40% der Wirkleistung je Hertz) geführt werden. Regelbereich ist dann 50,2 bis 51,5 Hz; > 51,5 Hz kommt es zu Schutzabschaltung.
    Nähere Infos...