Was wenn Vergütung weniger als Bezugspreis

  • Im Übrigen könnt Ihr nicht die Preise vergleichen, die Ihr für Euren Strom bezahlt und bekommt. Tatsächlich kommt beim Kraftwerksbetreiber nur ca. 1/3 des Geldes an, das der Endkunde bezahlt. Ganz dumm gerechnet müsste der Strom 1,19x3x28 cent brutto, also 1 Euro pro kWh kosten, bevor Ihr mehr als die Einspeisevergütung verlangen könnt... Bis dahin bleibt die übliche Möglichkeit über Eigenverbrauch, den Euch der freundliche Solateur um die Ecke einrichtet, und in ein paar Jahren eventuell Batteriezwischenspeicher.

  • Zitat

    Jemand der eine EEG-Vergütung von 40+ ct/kWh bekommt, musste auch pro kW installierte Leistung deutlich mehr bezahlen als das heute der Fall ist


    Das ist ja fast schon eine Untertreibung. :wink:
    Die Preise lagen rein netto schon mehr als doppelt so hoch als heute.....


    Zitat

    Mit Anstieg des Strompreises und einer höheren Förderung ab Mitte 2010 steigt die Attraktivität des Eigenverbrauchs - Eigenverbrauch lohnt sich 2010 bereits ab einem Nettostrompreis von 16,38 € Cent pro kWh.


    Von hier: http://www.elme-solar.de/wissen.html


    Zitat

    Dafür aber vor 2009 nicht die Eigenverbrauchsregelung


    steht das gegenüber:

    Zitat

    Ein Wechsel von der reinen Einspeisung zur Selbstnutzung ist problemlos möglich, wenn die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen wurden.


    Gruß
    pictoros

    "Rentable PV auf Norddächern ist möglich!"
    ............................................................
    "Auf der Südhalbkugel der Erde!" ;-)

  • Zitat von Eisbaer

    Mein Gott, habt ihr Sorgen! :)


    Wenn es wirklich so ist machst du Eigenverbrauch und bekommst zu deinem sehr teuren Strom noch die Vergütung drauf! Besser kann es doch gar nicht sein :wink:



    Hallo Eisbaer
    Sei doch nicht so ungehalten und berücksichtige, dass der User bonessy neu hier ist.
    Bei Neulingen kommen auch schon mal Fragen, die den „alten Hasen“ als überflüssige Sorgen erscheinen..


    Gruß Hadl

  • Danke an allem für euren ermutigende Worten.


    Ob man nun 40+ ct mit teuren Anlage oder 28 ct mit weniger Investitionen hat, irgend wann hat die Anlage sich selbst bezahlt, und kann man (hoffentlich) noch einige Jahren den Einspeis Vergütung genießen. Wer dann 40ct hat kann pro kWh mehr genießen als ein 28 ct-er. Und da der Vergütungssatz jährlich degrediert, genießen Neulingen immer weniger.
    Und dann ist auf einmal die 20 Jahre vorbei, gehen die Zähler weg, und bemerkt man das man so mehr Ertrag hat ( den Marktpreis statt Vergütung ) . Da wehre es doch Schön gewesen wenn da einer vorher seine "Sorgen" mal in ein Forum verewigt.


    Aber ihr habt recht,


    Sorgen für Morgen.

  • Jeder EEG-Einspeiser kann die altbekannte Überschußeinspeisung machen wenn er will, auch wenn sie durch den PV-Boom und seine hohen Vergütungen etwas in Vergessenheit geraten ist, die kleinen Wasserkraftwerke machen das seit Menschengedenken und die PV-Pioniere vor den hohen Vergütungen haben das auch so gemacht. Keinen Einspeisezähler, sondern einen Zweirichtungszähler rein und nur den nicht selbst verbrauchten Strom einspeisen. Somit muss keiner einen teuren Strom kaufen, wenn er selbst gerade nen billigen Strom hat.

  • Der Gedankengang ist meiner Meinung nach berechtigt! Nicht unbedingt im Zusammenhang mit dem EEG. Ich gehe davon aus, daß Lieschen Müller und Kurt Schmitt sich in 3-5 Jahren bei Anlagenpreisen von 1.500€/kw und Strompreisen von 25 ct einfach kleine PV Anlagen installieren und die Zähler rückwärts laufen lassen............. :roll:

    Wer, wenn nicht wir....


    wann, wenn nicht jetzt?????

  • was meiner Befürchtung nach dann deswegen vielleicht nicht mehr möglich sein wird weil die Netzbetreiber diese Möglichkeit erkannt haben und die alten schwarzen rückwärtslaufenden Zähler gegen neue, digitale, nicht mehr rückwärtslaufende ersetzt haben werden



  • Wenn der Bezugspreis (Netto) die Vergütung übersteigt, dann kann jeder (mit oder ohne Eigenverbrauchsanspruch) den Strom selber nutzen. Denn es besteht KEIN EINSPEISEZWANG sondern ein Recht!

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


    elektrisch Mobil - TESLA Model S85 2013 bis 2017, seit Juni 2017 MX100D. - Tesla Roadster 2.5 seit Juni 2011 - BMW i3 seit Dezember 2013 - Renault ZOE seit September 2014

  • Zitat von open source energy

    Wenn der Bezugspreis (Netto) die Vergütung übersteigt, dann kann jeder (mit oder ohne Eigenverbrauchsanspruch) den Strom selber nutzen. Denn es besteht KEIN EINSPEISEZWANG sondern ein Recht!


    Ich bin fast geneigt hinzuzufügen, jeder kann dann den Strom selber nutzen, ob sinnvoll oder nicht, interessiert an dieser (eher theorielastigen) Betrachtung erst mal nicht.
    Effektiv und sinnvoll nutzbar ist das sicher erst in Kombination mit einer entsprechenden Speichertechnologie; Direktvermarktung nach § 17 EEG ist (derzeit) sicher keine realistische Option für einen 0815-PV-Anlagenbetreiber.

  • Zitat von jodl

    was meiner Befürchtung nach dann deswegen vielleicht nicht mehr möglich sein wird weil die Netzbetreiber diese Möglichkeit erkannt haben und die alten schwarzen rückwärtslaufenden Zähler gegen neue, digitale, nicht mehr rückwärtslaufende ersetzt haben werden


    Für die Anlage zum Strombezug waren/sind doch die alten mechanischen Zähler auch welche mit Rücklaufsperre? Die ohne Rücklaufsperre wurden normal nur bei den kleinen PV-Volleinspeisern verwendet, damit der WR-Strombezug von der Einspeisung abgezogen wurde.