Störung von Elektrogeräten durch PV-Anlage !?!

  • Hallo,


    konkret geht es um einen Vorwerk Thermomix TM21 der am Standort meiner Anlagen II und III mit zusammen 13kwp betrieben wird. Dieses Teil funktioniert bei anderen Haushalten im gleichen Ort problemlos, bei uns nur bei DUNKELHEIT. Kein Witz sobald die PV einspeist zeigt das Gerät Fehler 8 (lt. Kundendienst Netzfehler), hat jemand eine Idee wie man die
    gemessen Spannung von 234 Volt (bei bedecktem Himmel) begrenzen kann, bzw. allgemein Überspannungen die durch PV im eigenen Netz entstehen vermeiden kann.


    Vielen Dank für eure Hilfe

    PV I 9,69kwp Sanyo HIP190 2004
    PV II 8,4kwp Mitsubishi MH100T2 2006
    PV IIIa 2,56kwp Alwitra EvalonSolar 2007
    PV IIIb 2,1kwp Schüco gebäudeintegriert 2008
    PV IV 29,7kwp Schott Poly225 2010
    PV V in Planung

  • 234 Volt ist doch noch keine Überspannung
    Thermodings zurückgeben, umtauschen, reparieren lassen etc.
    oder eben nur bei Dunkelheit mixen


    ist offensichtlich ein Fehler vom Thermo-Gerät und nicht von der PV


    Gruß,
    jodl

  • Zitat von jodl

    ist offensichtlich ein Fehler vom Thermo-Gerät und nicht von der PV


    . . zumindest gab es es solche Phänomene schon - siehe hier http://www.photovoltaikforum.c…tionskochfeld-t46709.html

    Grüße
    Horst

    ______________
    5,58 kWp Solara S880TI; SB5000TL-20; 200°/DN 30°
    2010: 1.055 kWh/kWp; 2011: 1.235 kWh/kWp; 2012: 1.134 kWh/kWp; 2013: 1.045 kWh/kWp; 2014: 1.089 kWh/kWp; 2015: 1.120 kWh/kWp
    Solarlog mit Link zu Sonnenertrag

  • Also diese "Effekte" (bisher funktionierender Verbraucher, wie Netzteil, USV, NAS, LED-Leiste, Touchschalter an Lampen usw., gehen manchmal nicht mehr) nehmen grundsätzlich flächendeckend zu, weil sich die Charakteristik der Netzversorgung innerhalb der letzten 25 Jahre signifikant verändert hat. Kompensationsgeräte (dazu zählen heute auch die WR nach neuer Mittelspannungsverordnung) sind allegemein rah und so driften wir in Bereiche (Verzerrungsbildleistung) die bei einigen empflindlicheren Überwachungseinheiten Fehler oder Funktionslosigkeit erzeugen.
    Schleichende Vorgänge ordnet man meist dem zu, was man als letztes verändert hat, dabei mag das nur noch der kleine Tropfen gewesen sein, der das zuvor bereits volle Faß schließlich .... :idea:


    Anderseits es kann beides sein, Thermomix oder Netzeinspeisung oder noch irgendetwas anderes, was derzeit noch keiner kennt.


    Will man es genau wissen, so muss man eine Netzqualitätsuntersuchung mit einem Langzeit-Monitoring (mindesten 2 Tage, besser eine volle Woche) angehen und alle netzseitigen Frequenzabhängigkeiten in den Harmonischen (mindesens bis zur 18. besser 35.) mitschreiben und anschließend analysieren lassen.


    Wenn Interesse besteht und Geld vorhanden ist dies zu zahlen, kann ich da einen Kontakt vermitteln (einfach PN).


    Grüße

  • Bei uns spielt der Funk-Radiowecker verrückt, just mit Inbetriebnahme PV-Anlage. Geht nun jeden Tag ~ 1 Std. vor.


    MfG
    BBS

    6,75 KWp,30x S-Energy SM-225PA8,an FRONIUS IG PLUS 70 V2

  • Ich hatte innerhalb der ersten Betriebswoche eine defekte, freqenzgeregelte Heizungspumpe und eine defekte Steuerung einer Automatiktür.
    Ob's zusammenhänge gibt- keine Ahnung, kann natürlich auch Zufall sein.


    Gruß Ingo

    14x220 25° Süd, 72x220 26° SW/17000TL-10; 13x235 35° SW/3000TL-20; 19x235 30° SO/4000TL-20
    Holzvergaser HDG Euro 40kw, 4.000ltr Puffer
    6m² Solarthermie, 2x300ltr. mit Blomberg LW-Pumpe
    100m³ Regenwasserzisterne
    PV-Anlage

  • Hallo,


    dass ein Funkwecker vorgeht ist recht ungewöhnlich, der sollte sich ja eigentlich über Funk (Langwelle) stellen. Vielleicht ist es kein richtiger Funk-Wecker ? Allerdings sind such Störstrahlungen von Wechselrichtern auf Langwelle denkbar außerhalb der zulässigen Werte. Also Oberwellen der 18kHz-Taktung in den Geräten.
    Alte Synchron-Wecker aus der 70ern können schon vorgehen, das Problem sind produzierte Verzerrungen im Bereich des Nulldurchganges der Netzspannung, die manche Geräte irritieren, sie zählen dann den Nulldurchgang mehrfach. Allerdings wenn dadurch ein Gerät defekt wird, taugt es eh nur zum wegschmeißen.
    Ich habe auch den Verdacht dass einige Hersteller es mit den Störspannungen ihrer Geräte nicht so genau nehmen wie andere.
    Da lohnt es manchmal vielleicht doch ein paar € mehr in die Geräte zu investieren.
    Überspannungen fangen allerdings erst bei über 250V ~ an und das müssen moderne Geräte eigentlich können.


    Viele Grüße:


    Klaus

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"


  • Zunächst einmal ist die Grundannahme korrekt, es gibt entscheidene Unterschiede. Aber die Schlussfolgerung mit dem "mehr Euronen" trifft es nicht immer.


    Wer etwas tiefer in die Materie einsteigen möchte und die Innereien gängiger Wechselrichter im Bereich Oberwellenverhalten, EMV-Eigenschaften, Störspannungabstände bewertet haben möchte kann mal bei dem Link http://labs.hti.bfh.ch/index.php?id=1373&L=0 nachschlagen.
    Dort wird sehr viel getestet, gemessen und bewertet. Bislang das detaillierteste, was öffentlich im Internet zugängig ist bzw. ich finden konnte.
    Grüße

  • Diese Störungen von elektronischen Geräten werden überwiegend durch die Oberwellen der Wechselrichter verursacht.
    Bekannt ist dass manche über die Netzfrequenz getaktete Uhren (Radiowecker) nicht mehr richtig gehen. Bei einer meiner Anlagen in diesem Jahr musste der Energieversorger sogar den elektronischen Zähler gegen einen mechanischen Zähler austauschen.

    Werner Bopp - Elektroinstallateurmeister - Baubiologe IBN