Vorschlag: "halber PV-Deckel"

  • Mahlzeit,


    ich mach mir natürlich seit einiger Zeit auch meine Gedanken bezüglich dem Zubau der PV.
    Evtl. ist der Vorschlag auch schon mal im Forum angesprochen worden.
    Aber was haltet Ihr davon.


    Wir sind ja nächstes Jahr bereits bei 28Cent/kWh.
    Sofern der Zubau im ersten Halbjahr über 1* GWp geht, tritt eine Sonderkürzung (halbe Deckel) in kraft.
    Für alle weiteren Anlagen sinkt die Vergütung auf 20* Cent/kWh bzw. dem durchschnittlichen Endstrompreis.
    Die Hersteller bekommen damit Ihre Module zwar nur noch mit Verlusten los, aber der Markt bricht nicht ganz ein.


    Der Eigenverbrauch wird dadurch auch gesteigert.


    Nur mal ein Vorschlag zum "streiten" :D:D



    *über die Höhe kann noch gestritten werden.


    Beta


    P.S: Der Thread bedeutet nicht, das ich hier Befürworter eines Deckels (welcher Art auch immer) bin.
    Ich möchte nur Optionen durchgehen.

  • Das Ergebnis ist das gleiche.
    Alle werden ein halbes Jahr warten, bis wieder die höhere Vergütung bezahlt wird.
    Das einzige was den Markt bremst, ohne k.o., ist eine Sonderabsenkung wie zum 1.7.
    Sollte sowas nochmal notwendig werden, muß man es mit weniger Diskussionen durchziehen.
    Die Verschiebung von 1.4 auf 1.7 war ein Fehler. Dir 3 Monate Diskussion waren die beste Werbung für "noch schnell PV draufbauen".
    Wäre die Absenkung am 1.4. gekommen hätten wir 2010, geschätzt, 3 Gigawatt weniger installiert.

    Grüße Vilstalsonne

    144 St. Sharp NU 180 an 3 Kaco 8000, 1 Kaco 4500
    60 St. Sharp NU 180 an 3 Kaco 3600
    70 St. Scharp NU 180 an 2 Kaco 3600, 1 Kaco 6000
    125 St. Yingli 240 an 1 Danfoss Tlx 15, 2 Tlx 8
    96 St. Yingli 240 an 1 Danfoss Tlx 12,5, Tlx 10

  • Zitat von vilstalsonne


    Alle werden ein halbes Jahr warten, bis wieder die höhere Vergütung bezahlt wird.


    Ich dachte das ist das Ziel..... :wink:


    Was die Senkung auf 2012 angeht muss entschieden werden wie sich der Markt im 2. Halbjahr entwickelt.


    Beim Rest geb ich Dir recht.....
    .....die langen Diskussionen und die Verschiebung waren im nachhinein betrachtet absolut tödlich, was den Zubau angeht.


    Beta

  • Wenn der Zubau im für 2012 relevanten Zeitrahmen vom 01.10.10 bis 30.09.11 sich nur halbwegs so gestaltet wie es die ÜNB in ihrer Rechnung für die EEG-Umlage 2010 prognostiziert haben (2010 +9500 MW, 2011 +9500 MW) sind wir bis dahin auch so schon mit der EEG-Vergütung ziemlich nahe beim künftigen Durchschnittspreis für Bezugsstrom.
    Bei einem Zubau > 6500 MW in o.g. Zeitraum verringert sich die Einspeisevergütung zum 01.01.12 um 21(9+12)%: das wären dann 22,7 ct/kWh.
    Die EEG-EV-Vergütung läge dann für eine EV-Quote <30% bei 9,76 ct/kWh, die für den EV-Quote-Anteil >30% würde dann 13,22 ct/kWh betragen.
    Aus meiner Sicht bedarf es daher keines weiteren Deckels, zumal ich nicht an die planerische Vernunft von PV-Kleinanlagenbetreiber in ihrer Gesamtheit glaube; da denkt doch (fast) jeder an sich selbst und schickt beim möglichst frühzeitigen Bau seiner Anlage einen Gruß an St. Florian!
    Die 1 GWp-Grenze wäre damit sicher spätestens Ende März schon durchschossen.

  • Das hängt praktisch ausschließlich an der Entwicklung der Modulpreise. Bleibt er auf dem jetzigen Stand, ist der Markt tot. Daher werden die Preise stark fallen.
    Einen atmenden "Deckel" gibt es ja schon und weitere Unsicherheiten können wir alle nicht brauchen.

  • Moin,

    Zitat

    zumal ich nicht an die planerische Vernunft von PV-Kleinanlagenbetreiber in ihrer Gesamtheit glaube; da denkt doch (fast) jeder an sich selbst


    Ja so ist das, mich eingeschlossen.
    Mit 2 oder 3 stelligen kWp Angaben in der Signatur lässt es sich leicht nach einem Deckel quäcken.


    Es fragt sich jedoch ob es richtig ist den Zug ( Solarstrom ) jetzt zu bremsen.
    Der Energiebedarf wird deutlich steigen wenn erst mal eine nennenswerte Zahl Elektroautos auf den Straßen sind.
    Dann müsste man den Zubau wieder anschieben, ob das mal so einfach zu machen ist.


    Man sollte nicht vergessen, dass der derzeitige Zubau fast ausschließlich aus kleinen privaten Kassen bezahlt, bzw. vorfinanziert wird.
    Erstaunlich, dass der deutsche Michel bereit ist Schulden im Bereich Eigentumswohnung oder Eigenheim auf zu nehmen um sich eine PV Anlage zu kaufen.


    Wer hätte damit gerechnet, ich nicht.


    Hier sollte sehr gut abgewogen werden wie weit man die derzeitige Entwicklung bremsen kann oder möchte, ohne eine ungewollte Vollbremsung zu machen.


    Gruß
    Manfred

  • Zitat von za-ass


    Bei einem Zubau > 6500 MW in o.g. Zeitraum verringert sich die Einspeisevergütung zum 01.01.12 um 21(9+12)%: das wären dann 22,7 ct/kWh.
    Die EEG-EV-Vergütung läge dann für eine EV-Quote <30% bei 9,76 ct/kWh, die für den EV-Quote-Anteil >30% würde dann 13,22 ct/kWh betragen.
    Aus meiner Sicht bedarf es daher keines weiteren Deckels


    Sehe ich genauso. Der atmende Deckel ist schon ziemlich gut. Wenn die Industrie die massive Kostenreduktion nicht schafft, wird der Zubau ohnehin massiv gebremst. Und wenn sie es schafft - um so besser, dann gibt es weiter viel Solarstrom für wenig Geld. Und der globale Siegeszug der PV kann kommen. Eine Deckel-Diskussion in Deutschland würde nur zu weiteren Panikkäufen zu überhöhten Preisen führen.


    P.S.: Bist du dir sicher mit den Tarifen für den Eigenverbrauch in 2012? Ich dachte, der Bonus wäre bis Ende 2011 befristet?

    7,2 KWp (2009) + 13,34 KWp (2010) + 2,22 KWp (2011) + 13,44 KWp (2011)

  • Aus ökonomischer Sicht und zur Vereinfachung, wenn man wirklich nicht strukturell etwas machen möchte, wäre ein Laufzeitreduktion die sinnvollste Lösung.


    Sie würde die Kalkulation der Projekte insoweit kaum berühren, da die Mittelrücklaufzeit deutlich unter 20 Jahren liegt.
    Aber die Kosten insgesamt massiv drückt. *Stromkunden.


    1 Q 1 GW nix
    >1 gleich 1 Jahr weg! *Dauerhaft


    Usw.


    Kann man unproblematisch machen, ohne das ganze Paket aufzuschnüren. *Was ich machen wollte, aber kaum durchsetzbar ist so kurzfristig

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Zitat von PV-Berlin

    Aus ökonomischer Sicht und zur Vereinfachung, wenn man wirklich nicht strukturell etwas machen möchte, wäre ein Laufzeitreduktion die sinnvollste Lösung.


    Eine Laufzeitreduktion bringt finanziell nicht soviel, in 15 bis 20 Jahren kostet der Strom sowieso 30-40ct. Dann wird die Förderung in der Summe weniger ausmachen wie in den ersten Jahren.
    Die Stromanbieter bekommen ja die Differenz zwischen Vergütung und dem normalen Strompreis in Leipzig vergütet.
    Steigt der Strompreis bei gleicher Vergütung sinkt die Umlage.


    Grüße Vilstalsonne

    144 St. Sharp NU 180 an 3 Kaco 8000, 1 Kaco 4500
    60 St. Sharp NU 180 an 3 Kaco 3600
    70 St. Scharp NU 180 an 2 Kaco 3600, 1 Kaco 6000
    125 St. Yingli 240 an 1 Danfoss Tlx 15, 2 Tlx 8
    96 St. Yingli 240 an 1 Danfoss Tlx 12,5, Tlx 10