Atomstrom ist doppelt soviel gefördert wie EEG

  • Bisher - aber das dicke Ende kommt ja erst. Nur das will keiner der Atom Lobbyisten wissen bzw wird einfach bewusst vergessen zu sagen :oops:
    DIe Kosten des EEG fallen eben sofort an. Und wie manche unserer Zeitgenossen reagieren, wenn man Ihnen täglich einflößt, daß der Strom deswegen teurer wird, wissen wir ja :evil: . Und Atomstrom ist ja soooooo billig ..... :evil::evil: und so ungefährlich -grrrrr


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Inmotion V10F; Nikola Gotway 84V

  • Ich halte Atomstrom in der jetztigen Form auch für zu teuer, aber


    "...Jede Kilowattstunde Atomstrom werde so mit mindestens 4,3 Cent subventioniert, rechnete Greenpeace vor. Das sei mehr als doppelt so viel wie die Förderung alternativer Energien über das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) derzeit ausmacht...."


    das verstehe ich nicht.


    Die EEG Umlage mag (noch) bei "nur" 2,047ct/kWh liegen, aber das ist eine Umlage auf >450TWh Strom pro Jahr, während beim Atomstrom nur auf die jeweilige erzeugte Atomstrommenge umgerechnet wurde. Die Aussage "dopplet so teuer" wäre damit Unsinn.


    mfg

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp


  • Da steht ja auch "kostet bisher mind." und nicht das es in Zukunft auch noch so ist.
    Die dort erwähnten Kosten sind ja auch bisher tatsächlich angefallen, aber wessen Glaskugel kann uns schon zeigen was die nächste Zeit noch für Kosten anfallen bis jemand eine Methode gefunden hat den Strahlenmüll zu entradioaktieren, bzw. so sicher zu lagern das bis zum ende der Zeit keine Strahlung mehr austreten kann??


    Gruß
    Jörg

  • RWE Großmann als Medientycoon.


    Sie geben doch soviel Geld für PR aus sagte Frau Merkel dem RWE Chef. Warum das so ist, das können wir mit der strategischen Vorgehensweise der Atomlobby aus der jüngeren Vergangenheit, bis heute klar erkennen.


    Laufzeitverlängerung statt Abschaltung und Demontage alter Anlagen soll bis zu 147 Milliarden Euro bringen. Hierzu wurde im Vorfeld eine politische Allianz auf Gegenseitigkeit gegründet. Die Union trägt die Wünsche der Atomlobby als eigene Strategie zum Wohle des Volkes vor. Die professionell durchstrukturierten PR Kanäle der EVU sind auf die politische Unterstützung der Union ausgelegt. Die Union bringt zunächst die Ausstiegsrevision durch die Machtkanäle in Berlin.


    Stand heute ist die Ausstiegsvereinbarung der Schröder - Regierung vom Tisch, die Kernkraftwerke bis auf weiteres am Netz. Die Konkurrenz der Erneuerbaren Energien wird über einen Teuerungsvorwurf beseitigt, die Netze für Atomstrom freigemacht.

    Die aktuelle Pressemeldung der EVU sieht eine neue Debatte über den Sinn erneuerbarer Energien entfacht, sie kredenzt auch gleich einen Kronzeugen, den Vorsitzenden einer Monopolkommission, ein Herr Haucap, der das EEG abschaffen will. Damit das alte Strommonopol wieder installiert werden kann, ist alles was auf Dezentralisierung hinaus läuft zu unterbinden.


    Die universale Präsenz der aktuellen EVU – Pressemeldung ist erschreckend, selbst Pressehäuser mit einem Qualitätsanspruch, wie z.B. Stuttgarter und Süddeutsche Zeitung, positionieren an herausragender Stelle die EVU – Verlautbarung. Die Bürger scheinen über ihre Stromrechnung die eigene Gehirnwäsche zu finanzieren, ohne dem entgehen zu können. Den Nachfahren wird eine immer gewaltigere Anhäufung hoch radioaktiver Abfälle vor ihre Zukunft gestellt und mit der „politischen Entscheidung, Gorleben“ ein stetes Aus – und Eingraben dieser Abfälle, mit erheblichen Kosten oktroyiert.

  • Ja, das sagt Greenpeace.


    Ist ja ein bekanntliches Phänomen, dass sich jeder die Zahlen so raussucht, wie er es braught.


    Aktuelle Grundlage für die Berechnung der EEG Umlage aus Vergütungen findet man hier: http://www.eeg-kwk.net/cps/rde…EG_Jahresabrechnungen.htm


    Gemäß der auf denm Seiten zu findenden und von der BundesNEtzA bestätigten Zahlen hat die Entwicklung seit dem Jahr 2000:
    http://www.eeg-kwk.net/cps/rde…bisherige-Entwicklung.pdf


    Quelle: http://www.eeg-kwk.net/cps/rde/xchg/eeg_kwk/hs.xsl/index.htm


    Allein ca. 50 Mia € nur an Vergütung in den den vergangenen 10 Jahren verschlungen. Hier sind noch keine Netzentgelte inbegriffen.


    Bezogen auf die EEG-Strommengen von ca. 50 TWh seit dem, ergibt das allein in 10 Jahren eher eine Förderung von rund 10 ct/kWh im Schnitt.
    Dies auf vorgenannte Quelle Bezogen, und grob gerundet.


    Hier sind noch keine Kosten für Netzentgelte durch EEG-bedingten Netzausbau enthalten.


    Und dies für eine Technologie, welche nur den PV-Einspeisern relativ gute Renditen vespricht, der Anteil bezüglich der Gesamtverantwortung zum Funktionieren des Netzes bezüglich Leistung eher volatil und daher nicht wirklich nicht systemrelevant ist, bei den Einspeisemengen es sich hier um knapp 10% handelt, eine sehr fragwürdige Rechnung im volkswirtschaftlichen Sinne.


    Dass die erneute Absenkung der Vergütung zum 1.1.2011 wieder 13% berträgt, trägt dem Gestzt nach Rechnung. Hier zeigt sich dann wirklich endlich mal wieder, ob es sich nur um Rendite-Anlagen oder wirklich ernsthaft ökoligisch motivierte Projekte handelt.


    Aus letzterem Grund hätten wir wohl gerade mal 1/3, wenn überhaupt an realisierten Anlagen.


    Die PV-Branche, Einspeiserlobby hat sich selbt etwas in das Aus manövriert, allein nur auf Netzausbau und maximale Forderungen bestehen ist nicht.
    Wer für sich einen Anspruch geltend macht, eine tragende Säule der Versorgung einer Nation zu sein, und hier ständig mit irgendwelchen kWh-Zahlen protzt kann nicht nur auf maximalen Ausbau zu Lasten der Allgemeinheit pochen, scheinbar mit dem EEG im Rücken, aber alles Andere ist egal.


    Einspeiser sind Verantwortliche auch im Sinne des EnWG, und da wird sich Einiges tun, da dies einseitige Anspruchsdenken aus Renditegründen der Einspeiser auf Dauer so nicht zu bedienen ist. Weder finanziell, noch im Anspruch auf Ausführungszeiten bezüglich Netzausbauten, noch im Bezug auf Fragestellungen zum Ausbau der Höchstspannungsnetze in Freileitungs- oder Kabeltechnik. Sofern hier poltisch keine klareren Vorgaben erkennbar werden, wird diese aktuelle Forderungs-, und andererseits auch Verhinderungstaktik vor die Wand laufen.


    Schlimm, dass auch die PV-Lobby diese Entwicklung nicht wirklich erkennt. Vielleicht verzeihbar, da teils zu wenig Kenntnis und Verständnis in Netztechnische Fragestellungen vorhanden, und erst mal nur der eigenen Interessengruppe verpflichtet.


    Genau hier aber zeigt sich, dass es nur im großen Miteinander überhaupt gehen kann. Dieses aktuelle Schwarz/Weis endet letzendlich im energiepolitischen Chaos.


    Fragende Grüße