Verschattung einer Dachfläche -PV Rentabel?

  • Hallo,


    wir haben noch ein Gebäude mit einer Dachfläche von 420m² zur Verfügung welches sich in unserem Eigentum befindet.
    Ich habe dieses Jahr nochmal eine Netzverträglichkeitsprüfung beantragt, da ich normalerweise nicht davon ausgegangen bin, dass
    ich dort mehr als 30kwp einspeisen kann.
    Jedoch kann ich dort nun 55kwp einspeisen...


    Im Anhang befindet sich eine Zeichnung, welche das Problem etwas verdeutlichen soll!
    Für mich stellt sich die Frage, wie hoch die Ertragsminderung ausfällt aufgrund von Schattenwurfes des davorliegenden (sehr hohen )Gebäudes.
    Beide Gebäude stehen parallel mit einer Südausrichtung (0 Grad Abweichung).
    Im Sommer (Juni,Juli) ist fast keinerlei Schattenwurf zu beobachten...wenn überhaupt erst spät ab 21-22uhr (noch nicht bemerkt)
    Gestern am 11.10 war das Gebäude um 15:10 jedoch schon komplett verschattet!


    Wer kann mir nun genau ausrechen wieviel Sonnenstunden ich auf dem Standort habe?
    Gutachten erstellen? Wo? Adresse?
    Ansich ist das ganze ja nicht so kompliziert mit einem Programm welches ich schonmal
    hier gesehen habe, jedoch sollte es jemand bedienen der mit dem Umgang vertraut ist.
    Das ganze Projekt macht nur Sinn wenn ich über 800kwh erwarten kann...
    Vielen Dank für eure Hilfe

  • Zitat

    Gestern am 11.10 war das Gebäude um 15:10 jedoch schon komplett verschattet!


    Hätte ich aufgrund der Skizze nicht vermutet! :cry:
    Aber wenn es jetzt schon komplett verschattet ist macht sich das im Jahresertrag schon deutlich bemerkbar. Ich rechne, dass im verschattetem Zeitraum ca. 28-30% des Jahresertrages kommen. Wenn davon nun zwei Drittel durch Schatten verloren gehen macht das im Jahresertrag 20% aus.
    Bei den jetzigen Preisen und Vergütungen wird es vermutlich eng (aber ich kenne deine Preise nicht).
    Wann fängt denn die Verschattung (unterer Bereich) an? Eventuell könntest du nur mal die obere Hälfte mit 30 Kwp belegen.


    Servus


    Toni

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • Hallo drum,


    mit dem neuen PVGIS 4 kannst Du Deine eigene Horizontdatei hochladen und Dir den voraussichtlichen Ertrag berechnen lassen.
    Bei http://www.photovoltaik-web.de ist sehr gut beschrieben, wie Du so eine Horizontdatei erstellen musst.
    Ich habe das mit unserem Dach spaßeshalber mal durchexerziert. Das Nachbarhaus (8,5 m) ist 13 m vom unteren Rand der Anlage (Höhe ca. 4 m) entfernt.
    Im Winter ist die untere Hälfte zeitweise voll im Schatten. Die Ausrichtung des Daches ist allerdings bei uns SSO (das Nachbarhaus parallel auch gleiche Ausrichtung). PVGIS liefert ohne Horizont 861 kWh/kWp, mit Horizont 826 kWh/kWp, also ca. 4% weniger. Das kann bei Dir allerdings auch ganz anders aussehen, wenn die Häuser sehr lang sind (bei uns sind es ja nur Einfamilienhäuser mit 10 m Länge).
    Prinzipiell musst Du von dem unteren Rand der geplanten Anlage aus gesehen, schauen, unter welchem Winkel der Giebel des schattenwerfenden Hauses erscheint. Das ist einfach: Höhendifferenz (Giebel minus unterer Rand der Anlage) geteilt durch den Abstand (15 m) und von dem Quotienten dann den arctan bilden. Dies wiederholt man für alle Richtungen.
    Da die Dachfläche doch recht groß ist, würde ich sie gar nicht voll belegen, sondern nur die obere Hälfte, oder eben so, dass die Verschattung minimal ist und verschmerzbar ist. Für die Abschätzung müsstest Du dann jeweils den Abstand zum unteren Rand der Anlage und die Höhendifferenz zu diesem nehmen. Der Abstand vergrößert sich, die Höhendifferenz verkleinert sich, damit wird der Winkel kleiner - und die Verluste auch, wenn Du nur im oberen Teil des Daches installierst.


    Gruß
    apfelsol