Wieviel PV ist in D und Europ sinnvoll möglich?

  • Hallo,


    aus aktueller Diskussion auf Readers Edition herraus frage ich mich nun,


    wieviel PV wir u.a. in Deutschland errichten können, und oder ob es auch Sinn macht den Strom ins Ausland zu verkaufen?


    Auf RE wird gerade an dem einer Art Googleprojekt gearbeitet, das das Statische Dachflächenpotential ausrechnen soll.


    Offenbar kann jeder dazu beitragen.



    Hier ist der Link zum Projekt:


    http://www.readers-edition.de/…imaschutz/#comment-374226


    http://www.readers-edition.de/…imaschutz/#comment-374247

  • Soviel dass es ökonomisch sinnvoll ist. Wieso nicht 300 oder mehr GWp? Das bedeutet ja nicht automatisch, dass dann auch 300 GW eingespeist werden.
    Wenn der PV Strom deutlich unter 5 Cent kostet (Inflationsbereinigt) dann kann man Speicher, verkaufen oder zur Not auch drosseln.


    Seit wann baut man die Kapazität maximal nach dem Verbrauch? Echter Wettbewerb wäre doch auch nicht übel.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Zitat von PV-Berlin

    Soviel dass es ökonomisch sinnvoll ist. Wieso nicht 300 oder mehr GWp? Das bedeutet ja nicht automatisch, dass dann auch 300 GW eingespeist werden.
    Wenn der PV Strom deutlich unter 5 Cent kostet (Inflationsbereinigt) dann kann man Speicher, verkaufen oder zur Not auch drosseln.


    Seit wann baut man die Kapazität maximal nach dem Verbrauch? Echter Wettbewerb wäre doch auch nicht übel.


    Eigentlich ein guter Ansatz,
    aber wie soll den Wettbewerb im PV-Bereich aussehen, soll ich meine Erzeugung aus 4kWp jeden Tag zu einem von mir festgelegten Preis an der Börse anbieten??
    Wenn ich den Zuschlag erhalte darf ich einspeisen, wenn nicht muss ich in den Keller flitzen und die Sicherung rausnehmen, wenn ich Pech habe jede 1/4Stunde...was mache ich denn dann wenn ich für 12-14Uhr je 4kWh angeboten habe und aufeinmal ein Wärmegewitter über mir wütet, so das ich dort so gut wie keinen Ertrag habe??
    Muss ich dann ein paar Hundert€€ Konventionalstrafe zahlen??


    Ich denke mal das das für Großanlagen in einigen Jahren durchaus sinnvoll sein könnte, besonders wenn es bis dahin bezahlbare Speichertechniken gibt, aber jetzt??


    PV ist halt im Gegensatz zu Biogasanlagen/BHKW eine wesentlich wetterabhängigere Technik, jedes Wölkchen und jedes Blatt hindert mich meine gedachte Einspeisemenge zu erreichen.


    Gruß
    Jörg

  • Wenn man sich mal die Kurven auf http://www.sma.de/de/news-info…stung-in-deutschland.html anschaut, dann sind die eigentlich immer recht stetig. Schwankungen einzelner Anlagen (plötzliches Gewitter oder Schatten) gleichen sich also in der Menge aus.
    Ein Ansatz wäre also, dass ein Makler, der viele (!!) Anlagen betreut, deren Strom an der Börse verkauft. Zum einen weiß ich, dass SAP und IBM an so einer Handelsplattform arbeiten, zum anderen könnte vielleicht SMA aufbauend auf der oben verlinkten Seite (+ Wettervorhersagen) diese Makler-Funktion übernehmen und so gleichzeitig einen Mehrwert gegenüber den Konkurrenz-WR-Herstellern darstellen.
    Nur so ein Gedankengang...


    Sonnige Grüße

    Private PV-Anlage (07/2019):
    19,84 kWp | Heckert NeMo2.0 60M 310W | E3/DC S10 E PRO (13 kWh Speicher) | SMA SB3.6
    Bürgersolaranlage (04/2009):
    25,2 kWp | Sharp NT175E1 | SMA SMC8000TL | SMA WebBox | SunnyPortal

  • Ich hätte da einige Ideen dazu, wie man den Strom im Wettbewerb aktiv vermarkten kann.
    Man darf nicht vergessen, dass die Netze bei der Kostenstruktur eine wesentliche Rolle spielen. Da wäre u.U. dem Betreiber aus Bayern mit einem Nettoangebotspreis von 1 Cent je kWh nicht möglich, den Preis von 5 Cent rauszukicken, wenn er den in HH liefern muss.


    Daher kommt es in einem echten Wettbewerb auf die Rahmenbedingungen an, die noch lange nicht, einen fairen Wettbewerb ermöglichen.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • die angesprochenen Systeme gibt es schon, gab es einen Artikel in der Photon vom August glaube ich


    Aus Wetterdatenbanken wissen Netzbetreiber (Voltron zB) einen Tag vorher, wieviel Sie circa anbieten können, aktuell gibt es auch einen Einspeisevorang für Wind und PV, das heisst die produzierte Menge wird immer abgenommen und zählt in der Merit Order als 0cent (ergibt sich aus den OPEX, da kein Brennstoff benötigt wird ist er hier = 0). Der restliche Bedarf wird dann aus den übrigen kraftwerken ermittelt und zu dem Preis der am teuersten erzeugten kWh verkauft.


    Meist liegt dies aktuell im Mittel bei 50-60€/MWh (50-60 cent/kWh), zu Spitzlastzeiten (besonders zur Mittagszeit...) aber bis zu 120€/MWh


    Dies wird eine von 2 moeglichkeiten sein den Solarstrom ohne EEG abzusetzen, dazu muss PV aber noch massiv günstiger werden. Die Idee ist dann das man den Solarstrom gewinnträchtig zur Mittagszeit (der Hauptprod. Periode verkauft) und in den Abendstunden vielleicht mit auch mit Verlusten auskommen muss (da wird aber auch weniger produziert).


    Dies kann natürlich nur über einen grossen koordinator passieren, ich hatte mal die Administrativen kosten einer solchen Firma üüberschlagen und bin auf eine Grenze von mind. 100MW gekommen (Kraftwerksverbund), positiv wären hier sogar kleinere Dachanlagen, da Sie so gut wie keine operativen kosten haben, die administrativen erhöht es aber natürlich


    Eine 2. möglichkeit, aber nur für kleine Anlage bis 30kW wären Eigenverbrauchsanlagen mit netzstützung, dazu müssen aber nicht nur Module und Inverter sondern besonders die Akkumulatoren günstiger werden


    prinzipiell kann man sich schon für die Strombörsen variante und damit gegen die des EEG entscheiden, tut aber keiner, da noch nicht rentabel, ich schätze da brauchen wir noch mind. 5 Jahre. Ich hoffe aber das sich betreiber und hertseller mit dieser alternative befassen, denn ich glaube nicht das es das EEG noch wie geplant bis 2020 geben wird so wie aktuell die diskussionen wieder losgehen... Wäre aber auch gut, denn dann wäre solarstrom auch im düsteren deutschland marktreif und käme ohne förderung aus