EVU zahlt einfach nicht - was kann ich tun?

  • Hallo Forum,
    ich habe seit dem 01.04.2010 meine kleine PV Anlage im Betrieb. Ich habe mich für Eigenverbrauch entscheiden. Die Anlage wurde bei der Bundesnetzagentur angemeldet - ist alles ok - und mit dem EVU war auch alles geregelt. Die haben sich verpflichtet mir einen monatlichen Abschlag zu zahlen. Leider kommt nun überhaupt kein Geld! Ich habe dort mehrfach angerufen, Faxe und Mails geschickt - Keine Reaktion von seitens der Eon. Nun stellt sich mir die Frage was ich nun noch machen kann damit eon endlich mit den Zahlungen kommt. Das kann ja nicht sein das die so damit durchkommen! Wenn ich nicht zahlen würde hätte ich schon lange eine dunkle Bude! Die Reagieren nicht mal auf die Mails oder Faxe die ich geschickt habe :twisted::twisted:


    Grüße Volker

  • Unter der "Suche" Funktion wirst du hier viel finden. Unser "Sonnenstevie" sagt Rechnung mit Frist senden und mit dann anfallenden Verzugszinsen drohen. EON scheint hier besonders betroffen zu sein, aber soweit ich weiß, handelt es sich um Softwareprobleme mit der Abrechnung für Eigenverbrauchsvarianten. Die Volleinspeiser (wie ich auch) sind aber im Moment nicht besser dran.

    Gruß Jörg Wedler Elektroanlagen
    Ust.IdNr.: DE 157 507 696
    Elektromeister und freier Sachverständiger für Photovoltaikanlagen
    3,12 kWp in 2009, 51,84 kWp und 3,60 kWp in 2010, 1,375 kWp in 2016

    3,30 kWp in 2019, 1,83 kWp auf dem Gartenhaus 2019

    Senec Lithium Speicher 2,5 kWh in 2017, 5,0 kWh in 2018, 7,5 kWh in 2019

  • Zitat von hunny

    Die haben sich verpflichtet mir einen monatlichen Abschlag zu zahlen. Leider kommt nun überhaupt kein Geld! Ich habe dort mehrfach angerufen, Faxe und Mails geschickt - Keine Reaktion von seitens der Eon.


    Wenn die sich verpflichtet haben, einen Abschlag zu zahlen, würde ich noch einmal mahnen und dann einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen.


    Viele Grüße



    Stevie

    Dr. Stefan Rode

    Rechtsanwalt und Steuerberater

  • Tach

    Zitat von hunny

    Hallo Forum,
    ich habe seit dem 01.04.2010 meine kleine PV Anlage im Betrieb. Ich habe mich für Eigenverbrauch entscheiden. Die Anlage wurde bei der Bundesnetzagentur angemeldet - ist alles ok - und mit dem EVU war auch alles geregelt. Die haben sich verpflichtet mir einen monatlichen Abschlag zu zahlen. Leider kommt nun überhaupt kein Geld! Ich habe dort mehrfach angerufen, Faxe und Mails geschickt - K


    Wo angerufen, -gefaxt , welche Tel Nr bzw Mailadresse ?


    MfG

  • Zitat von Atommafia

    Tach


    Wo angerufen, -gefaxt , welche Tel Nr bzw Mailadresse ?


    MfG


    Tach ...


    sicher an: "Weihnachtsmann, Nordpol"


    denn wir Betreiber ziehen uns ja bekanntlich die Hose auch mit der Kneifzange an :wink:


    mfg vom Deich

    [color=#800000]56 x Sharp NU-180E1, 2 x SB 5000 TL HC
    Dach:Az. 200 Grad, Elev. 40 Grad (3 Strings)
    + 28 Grad (1 String) Null Schatten ..

  • Tach

    Zitat von neuharlingerstrom


    Tach ...


    sicher an: "Weihnachtsmann, Nordpol"


    denn wir Betreiber ziehen uns ja bekanntlich die Hose auch mit der Kneifzange an :wink:


    Aehm , einfach einmal beim VNB in der EEG+KWK-Abteilung arbeiten, da glaubt an wieder an die oben genannte Person


    Betreiber in spe, die den Schriftverkehr an die Adresse Hauptverwaltung senden und die die Tel-Nr vom Callcenter-Vertrieb verwenden inkl Mailadresse sind nicht so selten.


    MfG

  • Wenn ich meinem Elektriker glauben darf, ist aktuell ein gutes halbes Jahr Bearbeitungszeit normal.
    Wenn man sich anschaut, wie viele Anlagen in den letzten 12 Monaten neu ans Netz gingen, wundert mich das allerdings nicht wirklich.
    Die Leute können auch nicht mehr wie arbeiten, Rückfragen und nicht richtig/ vollständig ausgefüllte Formulare, etc. beschleunigen die Abarbeitung auch nicht. Und warum sollte der Versorger hierfür zusätzliche Leute einstellen?
    Welchen Vorteil hätte er? Nach der Einarbeitungszeit wird wohl der Zubau ab Januar einbrechen. Mitarbeiter entlassen kommt in den Medien schlecht an.
    Bei einer Anlage von 5 kwp ist das auch vermutlich finanziell tragbar. Wer 1000 kwp gebaut hat, dürfte das etwas enger sehen.


    Grüße
    südostdach

  • Zitat von Südostdach

    Die Leute können auch nicht mehr wie arbeiten, Rückfragen und nicht richtig/ vollständig ausgefüllte Formulare, etc. beschleunigen die Abarbeitung auch nicht. Und warum sollte der Versorger hierfür zusätzliche Leute einstellen? Welchen Vorteil hätte er?


    Dieser Argumentation kann ich nun gar nicht folgen. Ist alles gesetzlich geregelt. Welchen Vorteil habe ich denn, wenn ich meine Stromrechnung pünktlich überweise? Ich habe auch noch viele andere Sachen zu erledigen. Ist das vor Gericht etwa stichhaltig, wenn ich meine Rechnung nicht bezahle? Natürlich haben die VNB erhöhten Aufwand, aber das lassen sie sich ja auch wieder bezahlen. Deshalb gibt es das EEG, damit der Netzbetreiber so nicht argumentieren kann/darf.


    Gruß
    Andy

  • Abgesehen davon gerät man nach der Schuldrechtreform bei einem angegebenen Zahlungsziel auch ohne Mahnung in Verzug.


    Das heisst, das EVN müsste Verzugszinsen bezahlen. Die genaue Höhe kann man mit frei zugänglichen Rechnern im Internet berechnen lassen.


    Im Augenblick sind das 8,12% p.a. bei Handelsgeschäften unter Unternehmern. Selbst wenn man die nicht einfordern will, wirkt ein Schrieb, in dem man sich für die doch sehr lukrative, Geldanlage bedankt, Wunder.


    :-)


    Und hier ein Link zum Zinsrechner: http://basiszinssatz.info/zinsrechner/index.php

  • Zitat von Südostdach

    Wenn ich meinem Elektriker glauben darf, ist aktuell ein gutes halbes Jahr Bearbeitungszeit normal.


    Nicht selten sind solch irrigen Annahmen der Ausgangspunkt für manch gar sonderbare Geschichte. :wink:
    Wenn man sich dann noch gelegentlich in die Slapstick-Hotline der Telekomiker verirrt oder sich vom Montör der Heizungs- und Sanitärbranche den Quell der Weisen in die Hauszuleitung einbauen lässt.... ich will's mir gar nicht ausmalen. :mrgreen:


    Schuster bleib bei deinen Leisten möchte man da dem Elektriker zurufen; was sagt denn der Elektriker dazu, dass es andernorts deutlich zügiger geht.
    Nach meiner unmaßgeblichen Beobachtung hängt die Bearbeitungsdauer/-zeit direkt davon ab, welcher VNB verantwortlich zeichnet. Woran es dann im Einzelnen liegt (Personalpolitik, Unternehmenspolitik,...) kann man nur mutmaßen, aber dass bei vollständig vorliegenden Unterlagen dass 6 Monate dauern und das dann auch noch normal sein soll, halte ich um es mal salopp zu sagen für unnormal.
    Unter'm Strich läuft das m.E. auf 'Der Fisch stinkt vom Kopf her' hinaus.