Eigenverbrauch / Anlagenzusammenlegung

  • Hallo Forum :-)


    als ersten ein Kompliment ! ,an die vielen kompetenten und hilfreichen Beiträge
    hier im Forum ! Les schon eine zeitlang mit und hab einige für mich wertvolle
    Informationen sammeln können. Danke dafür :danke:


    So nun zu meiner Frage :
    Eine Bekannte baut zur zeit gerade eine PV-Anlage (nur ca. 16kWp) auf Eigenverbrauch .
    Sie hat eine kleine Pension und Gaststätte. Bisher sind dafür insgesamt
    3 EVU-Zähler eingebaut ! . (1xGaststätte,1xFerienwohnung,1xHaushalt)
    Alle 3 Zähler laufen auf sie ( =Anlagenbetreiber ! ) .
    Sie würde nun gerne alle 3 Zähler zusammenlegen und diese Strombezugsstellen
    komplett über Eigenverbrauchsmessung laufen lassen. Technische
    Ausführung und so weiter alles klar .. Spielt das EVU ( E-ON Bayern) da mit ?
    Allerdings wär meine Frage wie hier dann EVU-seits abgerechnet wird ?
    Da es sich ja eigentlich um ein Gerwerbe und auch um normale Haushalte handelt .
    :juggle:


    Mfg
    rudl455 :)

  • Zitat von rudl456


    Sie würde nun gerne alle 3 Zähler zusammenlegen und diese Strombezugsstellen komplett über Eigenverbrauchsmessung laufen lassen. Technische Ausführung und so weiter alles klar .. Spielt das EVU ( E-ON Bayern) da mit ? Allerdings wär meine Frage wie hier dann EVU-seits abgerechnet wird ?


    Das sollte im Prinzip durchsetzbar sein - ggf. muss man es mit etwas Nachdruck (rechtsanwaltlichem Beistand, BNetzA) vorantreiben, wenn der Netzbetreiber sich im ersten Anlauf dagegen sperrt.


    Der Summenzähler als abrechnungsrelevanter Zählpunkt wurde von der BNetzA schon vor Jahren als zulässig erklärt.
    http://www.bkwk.de/aktuelles/technik/view_html?zid=304
    Ich sehe keinen Unterschied, ob die Stromerzeugungsanlage ein BHKW oder eine PV-Anlage ist.


    Beschluss der Bundesnetzagentur (AZ BK6-06-071):
    http://www.bundesnetzagentur.d…06071vom1903Id9282pdf.pdf

    Zitat

    1. Die Ablehnung der Anerkennung eines Summenzählers als abrechnungsrelevanten Zählpunkt durch die Antragsgegnerin verstößt gegen die Bestimmungen des Abschnitts 3 des dritten Teils des Energiewirtschaftsgesetzes sowie gegen die Stromnetzzugangsverordnung und wird untersagt.
    2. Die Antragsgegnerin wird verpflichtet, den Antragsstellern eine Netznutzung zu ermöglichen, bei der ausschließlich der von den Antragsstellern erzeugte und hausintern nicht benötigte Überschussstrom in das Netz der Antragsgegnerin eingespeist wird. Dies umfasst insbesondere die Verpflichtung der Antragsgegnerin zur Anerkennung eines Summenzählers als abrechnungsrelevanten Zählpunkt in Bezug auf das Netznutzungsverhältnis hinsichtlich der Einspeisung des Überschussstroms sowie auf dasjenige für den Bezug des Zusatzstroms durch die Antragssteller.


    Gruß,
    Gunnar

  • Moin,


    das sollte eigentlich gehen. Wenn sie sich noch eignen Zwischenzähler einbauen lässt kann sie die Einzelnen Gewerbe auch vor den Steuer/Finanzamt dokumentieren.


    Das funktioniert auch bei Mehrfamilienhaüsern. Dann müssen aber alle Mieter dem Zustimmen, sonst gibt es einen riesen Aufwand. 2 getrennte Zähleranlagen.


    Es gibt aber ein Messkonzept im E.ON Konzern das diese Problematik behandelt, der Fachbetrieb sollte sich mit dem VNB/Messstellenbetreiber mal aus einander setzen.


    Gruß


    Luschen

  • Zitat von Luschen

    Das funktioniert auch bei Mehrfamilienhaüsern. Dann müssen aber alle Mieter dem Zustimmen, sonst gibt es einen riesen Aufwand. 2 getrennte Zähleranlagen.


    Der Aufwand hält sich in Grenzen: Artikel: Abrechnungsvarianten im MFH


    Die Variante mit der doppelten Sammelschiene wird in Bild 2 gezeigt. Das ist ein Aufwand, geht aber noch, wenn da nicht dauernd jemand rein und raus aus den Kartoffeln will.


    Mittlerweile hat sich auch Dank KWK-G §4(3b) die Verrechnung der Belieferung über Dritte durch Unterzähler hinter dem Summenzähler etabliert: Bild 3+4. In diesem Fall muss der Zähler beim Wechsel des Stromversorgers nicht umgeklemmt werden, sondern es reicht die Verrechnung mit der Tabellenkalkulation / dem Abrechnungssystem über sog. virtuelle Zählpunkte.


    Gruß,
    Gunnar

  • Das Thema ist zwar schon in die Jahre gekommen, aber mein Plan ist ähnlich.


    Ich würde gerne in einem zweifamilien Haus die Einzelzähler zusammenfassen, da es vorerst keine Mieter mehr gibt und ich beide Wohneinheiten selbst nutzen möchte.
    Dennoch will ich mir eine spätere einzelabrechnung für die mietswohnungszähler nicht verbauen, aber dort nun auch pc nutzen aus meiner Anlage. Das gesamte Haus gehört mir also geht alles was ich will.


    Bisher sieht es so aus:


    - Mietwohnung einwege bezugszähler
    - meine Wohnung zweiwege Zähler und separater erzeugungszähler


    Ziel ist es nur noch über der zweiwege Zähler meiner Wohnung Strom der pv Anlage für beide Einheiten zu nutzen.


    Meine Fragen:



    - Wie muss das Schaltkonzept aussehen, damit ich auch in der Mietwohnung zwischen Bezugsstrom und EV unterscheiden kann? Habe noch einen zählerplatz frei im Schrank.


    - Welchen zweiwegezähler für die ehz Platte soll ich in der Mietwohnung verbauen lassen, so dass ich ablesen kann wie viel pv Strom und wie viel Netzstrom über meine Wohnung bezogen wurde? Geht das überhaupt mit einem einzigen Zähler?


    - habe ich ein sonderkünfigungsrecht beim Ausbau des mietswohnungszähler, da hier der Vertrag noch 11 Monate läuft.


    Danke für die Hilfe


  • Hallo.
    Du musst eine Anlagenzusammenlegung beantragen lassen von deinem eingetragenen Elektriker.
    Nach der Umverdrahtung kannst anstelle des EVU Zählers deinen eigenen Zähler einbauen lassen.


    Ob du ein Sonderkündigungsrecht hast weiß ich nicht, wenns die Anlage aber nicht mehr gibt sollte es vermutlich kein Problem sein.

  • Zitat von Energie100


    Hallo.
    Du musst eine Anlagenzusammenlegung beantragen lassen von deinem eingetragenen Elektriker.
    Nach der Umverdrahtung kannst anstelle des EVU Zählers deinen eigenen Zähler einbauen lassen.


    Ob du ein Sonderkündigungsrecht hast weiß ich nicht, wenns die Anlage aber nicht mehr gibt sollte es vermutlich kein Problem sein.


    Das beantwortet leider nicht meine Frage.


    Es sind ja in der mietswohnung keine pv Anlage, ich will nur den vorhanden reinen bezugszähler für die Wohnung weg haben und mit meiner Anlage auch beliefern, da ich jetzt beide Wohneinheiten im Haus nutze.


    Dennoch will ich für später die Möglichkeit den EV- Anteil und Bezugs- Anteil der mietswohnung separat erfassen zu können, aber eben über eigene Zähler.



    Die netzkopplung soll dann für beide Wohneinheiten über nur noch den vorhanden EVU zweiwegezähler laufen.


    Deshalb auch meine Frage wie dann die Schaltung sein muss und welche Zähler. Ich bezweifel nämlich das mein Elektriker da Ahnung von hat leide aber eben die Plomben vom Versroger brechen darf und ich ihn brauche.


  • So habe nochmal gegrübelt.


    Wäre folgendes möglich.



    Ausbau des EVU Bezugzähler und durchschleifen des Verbrauchs von PV zweirichtungszähler in die mietswohnung. Dass sollte gehen, da alle Zähler im gleichen Schrank hängen. ( zwei von vier Plätze belegt mit EVU zweirichtungszähler und erzeugungszähler nach dem Ausbau)


    Mein Problem, wie ermittle ich mit eignen unterzählern den PV-eigenverbrauch und den Netbezug in der mietswohnung.


    Bitte um hilfeund Vorschlag von entsprechenden ehz Zählern. Habe nach dem Ausbau dann zwei freie ehz Plätze im Schrank.


    Ein Hinweis auf ein messkonzept wäre auch hilfreich

  • Zitat von donnermeister1

    Ohne aufwändige Zählerkaskade geht das nicht. Und mit dem Wort Zählerkaskade hast du jetzt das Stichwort umd dieses Forum danach zu durchsuchen.



    Danke für dem hnweis, dass ist mir dann doch zu aufwändig.


    Wäre es denn prinzipiell möglich einen eigenen ehz bezugszähler einzubauen und somit einfach den gesamten Stromverbrauch als unterzählern in der mietswohnung zu bestimmen? Da es ja alles durch mich genutzt wird hab ich kein Problem mit der eeg Umlage da ich den Strom nur an mich selbst weiter gebe.


    Geht das man sieht halt dann nicht was pv und was vom Netz kam aber zumindest den Gesamtverbrauch oder?