Welche Wiederholungsprüfungen sind verpflichtend?

  • Ich bin Gesellschafter einer Bügersolar GbR, die eine 33kWp Anlage seit 2007 auf dem Dach einer Grundschule (Träger und Gebäudeeigentümer ist die Stadt) in Niedersachsen betreibt.
    Ich möchte wissen, ob es für diese Anlagengröße auf dem öffentlichen Gebäude eine Verpflichtung zur Wiederholungsprüfung der PV-Anlage gibt.


    Wenn dem so ist, wo wird dies verlangt und was ist die Rechtsgrundlage dafür und in welchen Perioden wird was überprüft? Muss eine Aufforderung hierzu von dem Gebäudeeigentümer vorliegen oder wenn sie vorliegt, muss die Bürgersolar dieser Aufforderung nachkommen?


    Wenn die Verpflichtung nicht bestehen sollte, wodurch wird das begründet.


    Benötigt man noch eine formelle Brandschutzabnahme, um die Anlage rechtmäßig betreiben zu können/dürfen?


    Danke im Vorherein für alles, dass weiterführt und erhellt.


    Grüße

  • Tach

    Zitat von P.Voltologe

    Ich bin Gesellschafter einer Bügersolar GbR, die eine 33kWp Anlage seit 2007 auf dem Dach einer Grundschule (Träger und Gebäudeeigentümer ist die Stadt) in Niedersachsen betreibt.
    Ich möchte wissen, ob es für diese Anlagengröße auf dem öffentlichen Gebäude eine Verpflichtung zur Wiederholungsprüfung der PV-Anlage gibt.


    Aehm ,was sagt bzw schreibt denn die Stadtverwaltung als Träger dazu ?



    MfG

  • Bislang gibt es keinerlei Vorgaben, Anweisungen, Aussagen, Forderungen oder gar Verpflichtungen der Stadtverwaltung in dieser Sache an die GbR.
    Zunächst möchte man auch keine schlafenden Hunde (unnötig) wecken, sondern zunächst die verpflichtenden Grundlagen klären.
    Grüße


    PS: Mir ist bekannt, dass ortsfeste Elektroanlagen nach den Regeln der VDE 105-100 einer Wiederholungsprüfung zu unterziehen sind. Dabei werden die Prüffristen nach den ehemals BGV A3, jetzt TRBS 2131 so bemessen, dass Mängel mit denen gerechnet werden muss, rechtzeitig erkannt werden. Also nach dem was ich sehe, also so um die 4 Jahre (BGV A3, Anhang 1, Tabelle 1A: Wiederholungsprüfungen ortsfester elektrischer Anlagen und Betriebsmittel). Aber mir ist unklar, ob dies tatsächlich für PV-Anlagen anzuwenden ist bzw. angewendet werden muss. Wenn nun, dann ist die Elektrofachkraft mit entsprechenden vorgeschriebenen Messmitteln (auf wessen Kosten?) zu beauftragen.

    Einmal editiert, zuletzt von P.Voltologe ()

  • Gehört nicht hier her, erwähne es aber trotzdem.


    Der Blitzschutz muss stimmen, oft wird dies nach Montage auf öffentlichen Gebäuden vergessen.


    Zum Beispiel bei einem Flachdach, PV Anlage wurde montiert, Blitzschutz wurde erst nach mehrmaliger Erinnerung angepasst.

  • Ja, Blitzschutz ist auch ein Thema, aber dort ist in meiner geschrrieben Konstellation doch wohl primär der Gebäudeeigentümer (hier die Stadt) in der Pflicht, dass die Grundfunktion der und die Prüfintervalle zur Blitzschutzanlage eingehalten werden, natürlich abgestimmt auf die in 2007 zusätzlich installierten Anlagenteile. Aber ein äußerer Blitzschutz war zuvor schon dort installiert und gehörte ja bereits zum Gebäude.
    Grüße

  • Bitte noch einmal (vielleicht mit der Sonne des Wochenendes) zum Hauptthema zurück.


    Verpflichtung von Wiederholungsprüfungen durch Elektrofachkraft an öffentlichen Gebäuden?


    Weiß einer was oder kennt jemanden, der was weiß oder hat Hinweise gefunden, die eine der beiden Richtungen begründen.


    Danke.

  • Tach

    Zitat von P.Voltologe

    Bislang gibt es keinerlei Vorgaben, Anweisungen, Aussagen, Forderungen oder gar Verpflichtungen der Stadtverwaltung in dieser Sache an die GbR.
    Zunächst möchte man auch keine schlafenden Hunde (unnötig) wecken, sondern zunächst die verpflichtenden Grundlagen klären.


    Nach VDE und Wiederholungsprüfungen im Netz und Buchhandlungen suchen oder bei einen Ing-Planungsbüro nachfragen.
    Im Zusammenhang mit der Nichteinhaltung von den diversen VDE +DIN-Normen ist man gerade bei der öffentlichen Hand sehr nachtragend
    wenn man die Kosten anderen zuweisen kann, in umgekehrten Fall ist man solange blind +taub wie es die Kassenlage erfordert.


    MfG