Neuanlage - keine Erfahrung

  • Hallo,


    ich denke das ihr mir helfen könnt.


    Wir bauen zur Zeit neu, haben ein Dachfläche die direkt nach Süden ausgerichtet ist und setzen 4x Solar für Warmwasser. Jetzt ist uns der Gedanke gekommen, die restliche Fläche mit Photovoltaik zu nutzen.


    Die Kabel 8x 4² sind gezogen und 2x 16² als Erdung auch. (zwei Haushälften)
    Die Dachneigung beträgt ca. 45°. Wie schon geschrieben absolute Südausrichtung.
    Die Photovoltaikfläche würde 50m² betragen.
    Standort: Nähe Hamburg


    Was kostet eine solche Anlage, was erwirtschaftet sie, welche Komponenten sollte man nehmen usw.


    Kann man eine solche Anlage selber Installieren? Dachdecker und Elektriker wären verfügbar.


    Wie ihr seht, wir sind absolute Anfänger auf diesem Gebiet! Bin über jeden Tip/Information dankbar!


    MfG

  • Moin Aprilia_Sr_125 und Willkommen im Forum!


    auf 50m² kannst du mit Standardmodulen (Wirkungsgrad ca. 14%) ca. 7kWp Generatorleistung errichten.
    Wenn das Dach unverschattet ist, dann kannst du konservativ mit ca. 900kWh/kWp rechnen.
    Der Preis sollte auch mit namhaften Modulen (Aleo, Bosch, Sharp, Kyocera usw.) unter 3000€/kWp (netzfertig) liegen. Mit chinesischen Modulen der ersten Reihe (Suntech, Yingli, Trina,...) könnte das installierte kWp noch 200-300€/kWp günstiger werden.


    Die Anlage auf dem Dach kann man auch selber installieren. Hab ich auch gemacht. Einige Solarteure bieten sogar eine Betreuung und Beratung während der Errichtung an. Den Netzanschluss muss aber ein von Netzbetreiber zugelassener Elektriker ausführen. Dieser sollte dann auch bei der Inbetriebnahme für die ordnungsgemäße Errichtung der Anlage unterschreiben (seinen Kopf hinhalten ;) ). Ein 45° DAch ist aber auch nicht einfach mit Modulen zu belagen. Bis ca. 30° kann man sich noch sehr gut auf dem Dach bewegen. Mit Dachdecker sollte das aber gehen.


    Welche Kabel sind schon gezogen? Die Stringleitungen? Du weiß doch gar nicht wie viele Strings vom Dach kommen!
    Sollten es die AC-Leistungen sein, dann kannst du zum Beispiel einige Wechselrcihter (z.B. SMA SBX000TL) nicht mehr benutzen, da hier 6mm² AC-Kabel vorgeschrieben sind. Man plant eine PVA immer vom Dach aus. :D

    Mit sonnigen Grüßen
    -eggis-


    "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." (Gandhi)


    SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC
    Meine Anlage!!! hier klicken


  • Moin Eggis ...


    wichtig im Zusammenhang mit den DC kabeln (denen von den Modulen zum Wechselrichter) ist auch , daß man keine "0815"-Kabel mit 4mm2 nehmen darf, sondern aus diversen Gründen es richtige Solarkabel (Einzeladern) sein müssen.


    mfg vom Deich

    [color=#800000]56 x Sharp NU-180E1, 2 x SB 5000 TL HC
    Dach:Az. 200 Grad, Elev. 40 Grad (3 Strings)
    + 28 Grad (1 String) Null Schatten ..

  • Na seht seht ihr, schon hat sich die Anmeldung hier gelohnt. Der Elektriker klärt das heute nochmals mit seinem Großhändler ab ob das Kabel geeignet ist und wir werden auf 6mm² wechseln..


    Eine frage noch, wenn ich den Post richtig verstehe darf die Anlage mit deutschen Geräten komplett montiert nicht mehr als 21000€ kosten, ist das richtig? Was sind Stringleitungen? Sollte ich die jetzt im "Rohbau" noch ziehen oder abwarten bis die "Platten" montiert werden?


    Viel Dank schonmal für die bisherigen Infos...


    MfG
    Aprilia

  • Zitat von Aprilia_Sr_125

    Eine frage noch, wenn ich den Post richtig verstehe darf die Anlage mit deutschen Geräten komplett montiert nicht mehr als 21000€ kosten, ist das richtig?


    Ja, diese Obergrenze wird auch bei den meisten hier im Foru eingestellten Angeboten eingehalten. Jeder Preis der darüber liegt, sollte sehr gut durch bestimmte Mehrleistungen vom Anbieter begründet sein. Da ihr neu baut, lassen sich viele Kosten im voraus niedrig halte, wenn bestimmte Planungen (Kabelkanäle, Zählerschrank mit der entsprchenden Zahl an Zählerplätzen, Gerüst, oder Art der Dacheindeckung) schon jetzt berücksichtig werden.


    Zitat

    Was sind Stringleitungen?


    Die Module werden auch den Dach untereinander zu Strings verbunden. Wie viele Strings dort verhanden sind, hängt von den verwendeten Modultypen und der Auslegung der Wechlerichter ab. Die Leitungen die dann die Strings mit dem/den Wechselrichter/n verbinden nennem sich Stringleitungen.


    Zitat

    Sollte ich die jetzt im "Rohbau" noch ziehen oder abwarten bis die "Platten" montiert werden?


    Du hast es doch schon richtig verstanden. ;) Wie bereits gesagt müssen die Modultypen und die Wechselrichterauslegung feststehen. Bei ca. 7kWp kannst du mit 2-4 Stings mit je zwei Leitungen rechnen. Nur wäre es blöd, wenn man acht Leitungen verlegt und nur 4 benötigt.


    Welche Dacheindeckung verwendet ihr? Es ist eigentlich unnötig, das komplette Dach mit Zeigeln einzudecken, wenn 90% der Fläche sowieso unter den Modulen verschwindet. Es gibt verschiedene Lösungen, die die Modulfläche in das Dach optisch integrieren. Vielleicht gibt dir der folgende Thread ein paar Ansätze. http://www.photovoltaikforum.c…?f=2&t=49368&hilit=indACH


    PS: Wenn der Rohbau dieses Jahr schon steht, dann solltet ihr überlegen, ob die Anlage dieses Jahr schon errichtet wird. Das hätte den Vorteil, dass ihr ein vorhandenes Gerüst gleich mitnutzen könnt.

    Mit sonnigen Grüßen
    -eggis-


    "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." (Gandhi)


    SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC
    Meine Anlage!!! hier klicken


  • Moin ...


    und wenn der Kollege in spe schon eine Anlage in Betrieb nehmen will bevor das Haus bezugsfertig ist, wäre es sicher nicht ganz verkehrt, wenn er als erstes für das neue Häuschen einen Stromanschluß beantragt, der m.W. ab dem Moment vom EVU "geliefert" werden kann wie das Objekt abschließbar ist. Denn das ist die Grundvoraussetzung für einen Anschluß der WR :wink:


    Abgesehen schadet es auch nicht bei den Bauarbeiten einen vernüftigen Stromanschluß zu besitzen.


    Was auf alle Fälle nicht "schädlich" wäre entsprechende Kabelschächte/(Leer)Rohre in den Neubau so zu verlegen, daß man später nicht erst wieder als "anbohren" muß. Wenn da schon Kabel drin liegen umso besser, ansonsten reicht vielleicht auch ein/mehrere Einzugsdrähte. Dito natürlich mit einer vernünftigen Dachdurchführung um späteren "Murks" mit z.B. per Handkantenschlag bearbeiten Dachpfannen zu vermeiden :wink:


    Nachtrag: Da der Anfragende "Neuling" ist noch eben der Hinweis, daß die/der Wechselrichter "kühl und trocken" beheimatet werden sollten (Also im besten Keller , kühles Plätzchen und nicht unter dem Dachboden) Zudem muß es bei der Wand wo die Dinger aufgehängt werden um was "festes" und vor allem nicht brennbares handeln. (Also keine Holzwand etc) Ausreichend Platz nach oben, unten und zur Seite vorsehen (gemäß Installationsvorgaben der Hersteller) , damit die Dinger die entstehenden Abwärme gut wech bekommen ....


    mfg vom Deich

    [color=#800000]56 x Sharp NU-180E1, 2 x SB 5000 TL HC
    Dach:Az. 200 Grad, Elev. 40 Grad (3 Strings)
    + 28 Grad (1 String) Null Schatten ..

  • Guten Morgen,


    naja Rohbau war fast eine Beleidigung von mir. ;) Das Dach ist komplett eingedeckt und wir warten jetzt auf die Fenster dann kommt der Estrich. Allerdings ist der Klinker von aussen noch nicht verfugt, sodass die Gerüste alle noch stehen. Könnte man ja also nutzen.


    Also die Erdung und die Photovoltaik geeigneten 6mm² Kabel sind vom Dach bis in den Hauswirtschaftsraum gelegt. Also ist der trockene Standort festgelegt.


    Wer sind die empfohlenen Hersteller von den Anlagen?


    Was muss noch beachtet werden?


    Vielen Dank für eure bisherigen Tipps!


    Gruß
    Aprilia


  • Moin ...


    wenn man mal "Meister Google" mit folgenden Angaben füttert: "Installationsanleitung" + [gewünschter WR Hersteller] kommen z.B. Treffer wie dieser dabei heraus:


    http://www.sma.de/en/products/…xMDEyNDA%3D/download.html


    Nachtrag:


    Oho ..beim nochmaligen lesen des Beitrags tendiert die Frage generell nach Herstellern von "Gesamt-Anlage-PV" ?


    Nun dabei wird üblicherweise erst einmal nach den geeigneten/gewünschten Modulen fürs Dach Ausschau gehalten und danach muß dann ein passender WR (=Wechselrichter :wink: ) zu der Modulanzahl und entsprechend deren spezifischen Werten gesucht werden. Meist kommen Modelle verschiedener Hersteller in Betracht, wobei man bestrebt sein sollte einen möglichst hohen Grad an "Umsetzungseffizienz" zu erwischen, damit möglichst wenig "Strom verloren geht" bei der Umrichtung von Gleichstrom in den Wechselstrom des Stromnetzes. Ich empfehle eigentlich immer gerne dt. oder jap. Module, aber wenn es die örtliche oder geldliche Lage nicht anders zuläßt kommen auch "Bestchinesen" aus technischer Hinsicht in Betracht (für die Module wohlgemerkt :wink: )


    mfg vom Deich

    [color=#800000]56 x Sharp NU-180E1, 2 x SB 5000 TL HC
    Dach:Az. 200 Grad, Elev. 40 Grad (3 Strings)
    + 28 Grad (1 String) Null Schatten ..

  • Ich werde mir mal ein Angebot machen lassen und das dann hier einstellen. Kann das dann hier jemand bewerten?!


    Dachneigung beträgt im übrigen 47°. :( Lässt sich aber nunmal nicht ändern.

  • Zitat von Aprilia_Sr_125

    Ich werde mir mal ein Angebot machen lassen und das dann hier einstellen. Kann das dann hier jemand bewerten?!


    Dachneigung beträgt im übrigen 47°. :( Lässt sich aber nunmal nicht ändern.


    Moin ...


    47 Grad bei reiner Südausrichtung ist sicher kein "Beinbruch" zumal im Norden der Republik ... Das/die Angebote ruhig dann in den Angebotsbereich einstellen (am besten auch Solarteure von außerhalb Hamburg anfragen!) und die Kollegen von der "Bewertungsabteilung" werden sich dann auskunftsbegierig auf die Bewertung stürzen :wink: Falls ich das Angebot in der Flut anderer Anfragen entdecken sollte würde ich sogar auch meinen entsprechenden "Senf" dazu geben :mrgreen:


    mfg vom Deich an die Elbe

    [color=#800000]56 x Sharp NU-180E1, 2 x SB 5000 TL HC
    Dach:Az. 200 Grad, Elev. 40 Grad (3 Strings)
    + 28 Grad (1 String) Null Schatten ..