Dauer bis Einspeisung vergütet wird

  • Hallo Forumsteilnehmer!


    Habe gestern mit jemandem von unserem Netzbetreiber gesprochen, der meinte es könne gut 5 Monate dauern bis die eingespeisten Stromlieferungen erstmalig vergütet werden, ist das realistisch?
    Das erscheint mir doch etwas sehr lang zu sein, wie lange hat das bei Euch gedauert von der Inbetriebhnahme bis zur ersten Überweisung?


    Waren die Abschläge dann realistisch bzgl. der Abschlagshöhe?


    Auch teilte er mir mit, dass großzügiger Weise die Vergütung monatlich erfolgt und nicht wie eigentlich im EEG vorgeschrieben jährlich.


    Was sagt Ihr dazu?


    Viele Grüße und schon einmal Danke für Eure Antworten! :danke:


    Stefan

    Dach 20° / 0°Süd / 60 x 185W Cossis Future Plus (SunLink) Alu FPE-Junction Box / 2 x SMA5000TL-20 / Sunny-Beam / Sunny-Explorer

  • Zitat von SR1


    Auch teilte er mir mit, dass großzügiger Weise die Vergütung monatlich erfolgt und nicht wie eigentlich im EEG vorgeschrieben jährlich.


    Was sagt Ihr dazu?


    da fehlen mir doch glatt die Worte vor lauter Rührung
    frag die Kameraden doch mal wo das denn im EEG vorgeschrieben wäre


    aber im Ernst:
    5 Monate ist schon recht heftig, aber "ein paar" Monate kann das durchaus dauern bis die erste Zahlung "durchgesickert" ist
    wenn du das nicht abwarten möchtest, dann kannst du natürlich immer selber Rechnungen schreiben
    die muss dein Kunde dann zeitnah begleichen
    wenn er nicht zahlt, Mahnverfahren usw
    die Rechnungen kannst du natürlich nur über die jeweils eingespeiste Menge stellen
    aber du bist da nicht an regelmäßige Abstände gebunden, du kannst deine Rechnungen z. B. auch wöchentlich oder in unregelmäßigen Abständen stellen
    ob das Ganze auch sinnvoll ist, oder ob du dir das antun möchtest, ist eine andere Frage


    Gruß,
    jodl

  • Zur Frage der Abschlagshöhe:
    EEG § 18 Abs. 1: Die Höhe der Vergütung für Strom, der in Abhängigkeit von der Leistung der Anlage vergütet wird, bestimmt sich jeweils anteilig nach der Leistung der Anlage im Verhältnis zu dem jeweils anzuwendenden Schwellenwert.


    Ich würde an deiner Stelle das Festlegen der Abschlagshöhe nicht dem VNB überlassen, sondern ihm deine Vorstellung dazu schon mitteilen, am besten untermauert mit einer kleinen Rechnung a la 'prognostizierter Jahresertrag in kWh/kWp x Anlagengröße x EEG-Vergütung abzgl. 10% geteilt durch 12 wäre in etwa der Monatsabschlag; viel mehr darunter sollte der Abschlag dann aber nicht mehr liegen.
    Bei Inanspruchnahme der Eigenverbrauchsvergütung würde ich für die Abschlagsfestlegung Pi mal Auge mal von einem 30%-igen Eigenverbrauch an der Gesamt-PVA-Produktion ausgehen.
    Schreibe denen in dem Schreiben, dass die Abschlagszahlung spätestens im Monat X zu beginnen hat. Andernfalls siehst du dich gezwungen, eine Zwischenabrechnung zum xx.yy.2010 vorzunehmen, die dann im Monatsabstand bis zum Beginn der Abschlagszahlung wiederkehrend gestellt wird.
    Abschließend zeigst du dich natürlich offen für eine anderweitige Regelung, die sicherstellt, dass dir ein gewisser Vor-Abschlag ausgezahlt wird, bevor dann die Verwaltung dieses VNB den regulären Abschlag zur Auszahlung anweisen kann.
    Ein gewisses konstruktives Entgegenkommen gegenüber dem Geschäftspartner (den Begriff 'Kunde' würde ich hier mittlerweile in dem Zusamnenahng nicht mehr verwenden; das trifft es erstens nicht so ganz und klingt zweitens in diesem gesetzesmäßig vorgegebenem Rahmen auch etwas despektierlich) sollte man sich in diesem noch unverfänglichen Vorstadium noch abringen können.


    Zum Zeitrahmen bis zur ersten Zahlung: 3 Monate geht gerade noch so(schau mal z.B. hier), mit 4 Monaten ist irgendwie schon die Schmerzgrenze überschritten und 5 Monate tendiert jenseits von gut und böse.
    Hängt natürlich auch davon ab, inwieweit man eine etwaige zeitliche Diskrepanz zwischen Zahlungsbeginn seitens VNB und dem Zahlungsbeginn zur Darlehenstilgung tolerieren/überbrücken kann.


    Was die im EEG angeblich festgeschriebene jährliche Zahlweise und das Entgegenkommen deines VNB angeht kann ich nur vermuten, dass dieser Mitarbeiter wohl jeden Morgen vom Vorzimmer-Schneewittchen seines Chefs wachgeküsst werden muss. :roll:

  • Hallo,
    es kann durchaus sein das man erst Monate später seinen ersten Abschlag erhält.
    Meine Anlage ist im April ans Netz gegangen, den Einspeisevertrag habe ich im August erhalten und nicht unterschrieben, sondern dem Netzbetreiber einen netten Brief mit den norwendigen Daten gesendet mit dem Hinweis das laut EEG kein Einspeisevertrag nötig ist, 14 Tage später hatte ich dann einen Brief wo man mich aufgefordert hat das Anlagendatenblatt welches an den Einspeisevertrag getakert war ausgefüllt zurückzusenden.
    Für die Rückantwort hat man mir je 3 Wochen Zeit gegeben.
    Bis heute habe ich nicht einen ct erhalten...allerdings ist der letzte Brief auch erst seit ein paar Tagen beim Netzbetreiber :oops:


    Zu der Abschlagshöhe, im Brief stand das die (RWE RheinRuhr) von 900kW/kWp /a ausgehen, ich habe denen geschrieben das ich aufgrund meiner Ausrichtung mit 800kW/kWp/a rechne.
    Mal sehen wie der Netzbetreiber darauf reagiert und wann es die erste Abschlagszahlung gibt...Weihnachten ist ja bald :juggle:


    Zu der häufigkeit der Abschlagszahlungen...ich kenne einige die bekommen monatliche Abschläge, andere bekommen die Abschläge quartalsweise.


    Gruß
    Jörg

  • Hallo, bei mir hat es 3,5 Monate gedauert, dafür habe ich dann aber 3 Monatsraten auf einmal bekommen. Ich hatte das Angebot monatlicher oder jährlicher Zahlung, wobei bei jährlicher Zahlung die Zählermiete erlassen worden wäre.


    Monatlich hat den Vorteil, dass du eher über das Geld verfügen kannst und so z.B. zusätzliche Zinseinnahmen hast (z.B. wenn du alles auf ein Tagesgeldkonto packst oder sonstwie anlegst.) Bei mir wiegt das die Zählermiete auf.

    24x Solon Black 230/07 = 5,52 kWp; SMA SB5000TL-20; Dachneigung 45°; Ausrichtung: 12° von Süd Richtung Westen abweichend. Inbetriebnahme: 03/2010; Standort: Nähe Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • Die 5 Monate schafft Vattenfall bei uns in Berlin ohne größere Bauchschmerzen. Sollte man nur vorab allen Vollfinanzierern mitteilen, da ja je nach Anlagengröße, hier auch wirklich Zahlen erscheinen können, die "Weh" tun.

    Gruß Jörg Wedler Elektroanlagen
    Ust.IdNr.: DE 157 507 696
    Elektromeister und freier Sachverständiger für Photovoltaikanlagen
    3,12 kWp in 2009, 51,84 kWp und 3,60 kWp in 2010, 1,375 kWp in 2016

    3,30 kWp in 2019, 1,83 kWp auf dem Gartenhaus 2019

    Senec Lithium Speicher 2,5 kWh in 2017, 5,0 kWh in 2018, 7,5 kWh in 2019

  • Zitat von solarteur0502

    Die 5 Monate schafft Vattenfall bei uns in Berlin ohne größere Bauchschmerzen. Sollte man nur vorab allen Vollfinanzierern mitteilen, da ja je nach Anlagengröße, hier auch wirklich Zahlen erscheinen können, die "Weh" tun.


    Da ich die mitfinanzierte MwSt. wirklich schnell zurück hatte ist das mit der Vorfinanzierung kein Thema, mit der Bank war abgesprochen das die MwSt erst zur Einmaltilgung eingesetzt wird wenn ich die erste Vergütung vom Netzbetreiber erhalten habe.
    Zudem geht es sich bei mir nur um einen relativ kleinen Betrag ...
    Anders sieht es da aus wenn man seine Scheune oder ähnliches Vollgepackt hat :oops:


    Gruß
    Jörg

  • Hallo Jörg, da hast du Recht. Wer Scheunen voll haut :oops: ist selber Schuld :lol:

    Gruß Jörg Wedler Elektroanlagen
    Ust.IdNr.: DE 157 507 696
    Elektromeister und freier Sachverständiger für Photovoltaikanlagen
    3,12 kWp in 2009, 51,84 kWp und 3,60 kWp in 2010, 1,375 kWp in 2016

    3,30 kWp in 2019, 1,83 kWp auf dem Gartenhaus 2019

    Senec Lithium Speicher 2,5 kWh in 2017, 5,0 kWh in 2018, 7,5 kWh in 2019

  • Hallo
    Bei meiner Erweiterung um 20kwp , hat EON Bayern am 15.10. die ersten Abschläge bezahlt bzw. nachgezahlt.
    Inbetriebnahme 18.05. kommt also ziemlich genau hin auf die 5 Monate.

  • Auch bei mir - wie bei so vielen - gibts "Abrechnungsprobleme" mit dem "Stromabnehmer" (EON Avacon).
    Aber immerhin habe ich mit der verantwortlichen werten Dame schon persönlich sprechen können, wo ich immer nur gehört habe das sie sonst nie erreichbar ist.
    Bei mir sinds aktuell etwas über 6K€ und wenn das nicht in den nächsten 2 Wochen erledigt ist, dann muss ich denen leider auch eine Rechnung stellen. Was bleibt mir ansonsten übrig? Mir wächst das Geld ja auch nicht aus der Tasche und ich bezahle momentan zusätzliche (eigentlich vermeidbare) Zinsen :twisted:


    Sonnige Grüße
    Harvester66

    Sovello SVT 180 in 12/09 und Anlagenerw. 06/10 mit Suntech STP 205 -18/Ud => Fronius WR.
    Neu: 12,25 kWp IBC Monosol 245 ET wurde dank RöRö am 05.03.12 vergütungstechnisch in Betrieb gesetzt. Am Netz ab 26.07.12 mit Eigenverbrauchs- und FRE-Regelung.