Dachstuhlverstärkung und Photovoltaikanlage

  • Hallo zusammen,


    bei der Planung des DG-Ausbaus haben wir festgestellt, dass die seit 2 Jahren vorhandene Photovoltaikanlage den Dachstuhl mehr als technisch vertretbar belastet... Gemäß Statiker muss der Dachstuhl nun verstärkt werden. :(


    Meine Fragen in diesem Zusammenhang:


    a) besteht die Gefahr, dass die Photovaltaik-Module durch die beim Einbau/Anbringen der Verstärkungsbalken zwangsläufig auftretenden Erschütterungen beschädigt werden?


    b) wie ist die Beschädigungsgefahr, wenn die Sparren sukzessive vor dem Einbau der Verstärkung entlastet werden und sich der Balken samt Module dadurch ggf. um einige Zentimeter bewegt?


    Danke schon mal für Eure Meinungen und Einschätzungen!


    Nobbie

  • Zitat von nobbie

    bei der Planung des DG-Ausbaus haben wir festgestellt, dass die seit 2 Jahren vorhandene Photovoltaikanlage den Dachstuhl mehr als technisch vertretbar belastet


    Darf man fragen, wie das festgestellt wurde (Balken verbogen, Risse, ...) ? Hat der Statiker Ursachen (Eigengewicht der PVA, Schneelast, Windlast o.ä.) genannt?


    Sonnenfinsternis

  • Klingt ja nicht gerade berauschend, was du da schilderst. Natürlich sollte von Erschütterungen für die Anlage bei den anstehenden Zimmermannsarbeiten, weitestgehend abgesehen werden, vielleicht kann da geschraubt werden, anstelle von Nägeln. Da du keine Angaben über die tatsächliche Höhendifferenz der Balkenlage bisher gemacht hast, ist natürlich hierzu eine Aussage nur Spekulation. Bilder helfen uns hier auch immer, falls dies sichtbar dargestellt werden kann.

    Gruß Jörg Wedler Elektroanlagen
    Ust.IdNr.: DE 157 507 696
    Elektromeister und freier Sachverständiger für Photovoltaikanlagen
    3,12 kWp in 2009, 51,84 kWp und 3,60 kWp in 2010, 1,375 kWp in 2016

    3,30 kWp in 2019, 1,83 kWp auf dem Gartenhaus 2019

    Senec Lithium Speicher 2,5 kWh in 2017, 5,0 kWh in 2018, 7,5 kWh in 2019

  • Gem. Statiker ist die Gebrauchstauglichkeit um 50% und die Standfestigkeit um 30% überschritten. Die Überschreitungen resultieren wohl im wesentlichen daraus, dass für Südbayern die Vorgaben bzgl. Schneelasten massiv erhöht wurden. Sichtbar ist lediglich ein geringes Durchhängen...


    Der Zimmerer sprach davon, dass die Balken etwa um 5 - 10cm zu bewegen wären, an so viel glaube ich aber nicht, mE maximal 5cm.


    Nobbie

  • nabend,


    oder man demontiert die Anlage während des Umbaues. WEnn der Zimmerer schnell genug arbeitet ist er damit wohl in 5 Tagen durch. Ich denke das man die Verluste hinnehmen kann für die paar Tage.
    Gruß
    Solux

    44x Sunlink PV Ltd. 230Wpoly an Kostal Piko 10.1 - 10,1kWp - Westdach - seit 26.07 am Netz
    3x Canadian Solar 195W + 7x JT Solar 190WMono an MasterVolt XS2000

  • Hallo - ich will nicht klugsch...
    bloß meine Erfahrung mitteilen:
    Spitzdach, ca. 8m Kantenlänge, rd. 15 m breit --> also je Dachseite ca. 120 qm. Diese mit Betondachsteinen ca. 1980 total überlastet, aber noch absolut dicht !!!
    Nun war eine Unterständerung fällig, welche ein weiteres Durchbiegen um die bereits vorhandenen ca. 8 cm verhindern sollte. Warum "Anheben" ???
    Der Zimmermann bzw. die Zimmerleute haben so "einfühlsam" gearbeitet, das weder ein Ziegel verrutscht noch gerissen ist. Am Ende war der Durchhang sogar (ungewollt durch vorsichtiges Verkeilen im Dachboden der Stützen) um ca. 2 cm geringer geworden. Der abnehmende Statiker meinte: "saubere Arbeit das, damit hält das Dach mind. nochmals 40 Jahre und eine PV (ich plane ca. 15 kWp drauf) verkraftet das allemal noch..." Das Gebäude ist Baujahr 1864 und es wurde noch kein Balken, Sparren o. dgl. gewechselt !!!
    Fazit: Ein versierter Zimmermann (mit Berufsehre im Leib) sollte dir das "beheben" können - ohne das überhaupt was merkst davon... :juggle:


    pamiru48

    24 St. SchottPoly230 mit SolarMax6000S,12° max. Sommer-Ertrag, BHKW "ecopower 4.7 G"
    21 St. Hanwha 195 mit 2 Solarmax2000
    Ab und zu scheint auch hier die Sonne:


    http://home5.solarlog-web.de/5664.html

  • Mich würde interessieren was denn die Gegebenheiten deines Dachstuhls sind, also Dachneigung, Schneelastzone, Sparrenabstand, Dachstuhlkonstruktion etc. Denn ich bin hier auch in Bayern und habe auf mein 25° Dach mit einer Nagelbinderkonstruktion und Ziegeldach ohne Probleme die Pv Installieren können laut meinem Statiker.


    Gruß Andi