Hydraulischer Energiespeicher (1614 GWh)

  • Hallo Beta,


    danke für den Link. Theoretisch halte ich die Überlegungen für genial, praktisch sehe ich aber zumindest zwei gravierende Hürden bei der Umsetzung. Die erste ist den Zylinder gegen den Kolben zuverlässig abgedichtet zu bekommen, also die Dichtung und das nicht gegen Metall sondern gegen Steinwandung, die zweite ist den Kolben so genau ausgesägt zu bekommen das er weder gering kegeförmig zuläuft noch irgendwann mal verklemmt oder verkantet an der Zylinderwandung.
    Eventuell wäre die ganze Sache etwas leichter und genauer mit Beton umsetzbar, was aber ernorme Mengen an Beton erfordert.


    Viele Grüße:


    Klaus

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • Halloo zusammen
    Denke soetwas müsste man erstmal etwa im Maßstab 1 : 100 bauen ,denn es könnte ja "schief" laufen und das wäre eher tragbar von den Kosten her.
    Und nicht gleich so ein riesen Projekt...,wäre ja toll wenn es funktionieren würde...?


    Gibt doch genug "Vorbilder" wo es plötzlich sehr still geworden ist...(Chargolifter, Sunmachine,Lesa....usw. :wink:


    Gruß Josef


  • Morgen Klaus,


    haste Dir das Video vom dem Prof. mal angeschaut ?!
    Hier werden weitere Details erklärt.


    http://www.authorstream.com/Pr…8848-lageenergiespeicher/


    Nach dem Vorstellungen soll zuerst mal ein Probespeicher mit einem Radius von 150 Meter (13 GWh Speicher) entstehen.


    Beta

  • Zitat von Betatester


    Hochinteressant und wie in der Präsentation schon formuliert eindeutig 'THINK BIG'! :shock:


    Konzeptionell scheint das Ganze ja schon in weiten Zügen zu stehen.
    Dass man derart schwierige Arbeitsgänge wie das Seilsägen solch großer Abstände oder das Abtrennen der Bodenplatte noch in Versuchsarbeitsgängen in der direkten Praxis testen muss ist klar, scheint mir aber (Achtung Voll-Laie!) machbar zu sein.
    Was ich mir als hochspannend (und damit nix für mich...) vorstelle, ist das Anbringen der Dichtmasse an der Fels-'Außenwand in diesem hochfahrenden Zylinder.
    Was der Professor aber m.E. als Schwierigkeit nicht benannt hat - fällt vermutlich aber auch nicht in sein technisches Ressort - ist die Akzeptanz eines solchen Mammutprojektes in der Bevölkerung: die sollte man - S21 lässt grüßen - v.a. bei Projekten dieser Größenordung nicht vernachlässigen.


    Insgesamt ein hochinteressanter Ansatz, dessen Vorteile man nicht so einfach übergehen darf!
    Danke für den Hinweis auf dieses Forschungsprojekt!!

  • Das ist in der Tat hochinteressant. Letztlich ja eine altbekannte, prinzipiell bestechend einfache Technik die in etwas kleinerem Maßstab ja seit über hundert Jahren auch schon bei Brücken und Schleusen zum Heben eingesetzt wird!
    Als Laie bin ich bei solchen Riesenprojekten aber immer etwas skeptisch. Vielleicht wäre es aber auch ein Ansatz, statt weniger riesengroßer lieber viele, dezentrale, kleine und damit schon altbewährte Speicher in dieser Art wie bei den Brücken zu bauen?

    Gruß,
    amoss


    Ich bin ein Pessimist. Also ein Optimist mit großer Erfahrung. Denn ich weiß: Manchmal sind nur bei mir Wolken. Doch meistens scheint die Sonne bei den anderen.


    11 kwp * DN 28° * Ausrichtung 201° * Verschattungsverlust ca. 8% * Freising

  • Hört sich schon interessant an.
    Aber wer möchte sowas schon in der Nachbarschaft haben...
    Der kleine mit 150m Durchmesser wird schon eine Hubhöhe von 75m haben, der 500er wird 250m haben.
    Also man muss sich schon an nen 250m hohen Berg gewöhnen, der sich täglich aus der Erde hebt...
    Trotzdem gibts bestimmt gute Standorte, aber wohl nicht in D...nicht nur der Platz ist kritisch, der Wasseranschluss ist da wohl ein Problem, sind ja doch ganz schöne Mengen, auch das Gestein ist sicherlich nicht einfach zu finden, mit Sand und Kies gehts sicherlich nicht/schwer
    Technisch ist es aber bestimmt machbar, evtl. wird ja der Kolben mit Beton oder sonstigem in Form gebracht um eine entsprechende Oberfläche zu erhalten.


    Gruß

    6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008
    16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011
    2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011

  • Zitat von Mühli

    Also man muss sich schon an nen 250m hohen Berg gewöhnen, der sich täglich aus der Erde hebt...


    Gruß


    Mal von den entstehenden Verschattungen abgesehen 8)
    kann ich mir nicht vorstellen, dass das Ganze nur halbwegs geräuscharm abgehen kann.
    Zudem muss es wohl ein Vogelschutzgebiet werden, nicht dass sich Viecher bei leerem Speicher drauf verlaufen, die dann nicht nach Hause kommen.
    Von spielenden Kindern mal ganz abgesehen.
    Also alles gut einzäunen, damit ja nichts passiert.


    Besser wären auch hier dezentrale Lösungen, bspw. mit fetten Gewichten in Glockentürmen...
    Das wäre doch auch mal eine neue Einnahmequelle für die von Austritten gebeutelten armen Kirchen 8)


    Gruß Rainer


    PS: Wieviel Glockentürme gibt es wohl so in Deutschland?

  • sowas im kleinen Maßstab für den Garten wäre nett.


    schonmal jemand ausgerechnet was man beispielsweise mit einer 2000L-Wassertonne und 2m Hub an Energie speichern kann?
    Wahrscheinlich eher wenig oder?


    Dann vielleicht den Swimmingpool anheben und absenken :-)




    Statt Wasserdruck von unten könnte man das bei kleinen Anlagen dann über Seilzüge von oben machen (bei der Tonne, nicht beim Pool)

  • Das Thema hatten wir schon mal. Wesentlicher Ansatz ist, dass die Dichte des Gesteins für eine vertretbare Speicherdichte sorgt.
    Mehr wollte der Physiker nicht sagen und hat das mal hochgerechnet.
    Wissenschaftler, zumal Grundlagenforscher beschäftigen sich nicht mit der Umsetzung, dazu sind Ingenieure da und die Industrie.


    Wir brauchen jede Woche eine neue Idee! Bei 1.000 Ideen, kommt dann auch mal eine vorbei, die der Hammer ist.
    Ich sehe so eine hier:http://www.abendblatt.de/ratge…underbarer-Werkstoff.html


    Zitat

    Mit Graphen wurde erstmals ein zweidimensionales Material isoliert
    Seine außergewöhnlichen Eigenschaften entfaltet Graphen erst als Solist auf einer Fläche von millionstel Millimetern - als dünnstes Material der Welt: Eine Lage ist 100-mal zugfester als Stahl, und sie leitet Elektrizität und Wärme besser als jedes andere Material, das wir kennen. Deshalb könnte Graphen die Welt der Technik revolutionieren und ganz neue Anwendungen möglich machen, etwa superschnelle Computerchips im Nanoformat, aufrollbare Touchscreens oder intelligente Fensterscheiben, die die Sonneneinstrahlung regulieren.


    Man kann die dünnen Schichten doch aufrollen, dann hat man den Superleiter aus Material, dass nix kostet. * Siehe Si



    Kohlenstoff haben wir unendlich! Da können wir Erdkabel HGÜ bauen, die 2 m dick sind. Oder Solarkabel mit 20 mm² . Oder oder. Selbst im Modulbereich, sehe ich da Potential.
    Es prasseln ständig geniale Ideen vom Himmel, nur muss es Leute geben, die diese aufgreifen und zu Produkten machen.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010