Strings unter den Ziegeln verlegt Zulässig ???

  • Zitat von TW21

    Hi,
    ihr Vollprofis. Ihr seht ja nichteinmal dass nicht die Pfanne wo die Kabel drunter durch gehn nicht "hoch steht" sondern die darunterliegende !!
    Die Nase wo die Kabel drunter durch gehn ist übrigens auch ausgeflext !!
    Grüße Günter


    Auch Hi,


    Stimmt, ich seh das anders.
    Die Pfanne unter der die Kabel durchführen steht links auch höher, die darunterliegende wird vom Kabelstrang nach unten gedrückt. Dadurch liegt sie nicht sauber auf.
    Ausserdem sehe ich "helle" Kabelbinder und links ein Kabel runterhängen.


    Das ist Pfusch


    roox

    9,1kwp - 3x14 Schott Poly 217 - Fronius 100 IG+ (2009)

    Azimut = -2° Süd, 35° Dachneigung

    2,5kwp - 8 REC N Peak 320 - Fronius Primo 3.0-1 (2019)

    Azimut = 178° Nord, 12° Dachneigung

    Den richtigen Wert eines Produktes erkennt man erst nach der Garantiezeit.

  • Zitat von TW21

    Es gibt doch immer irgendwelche Nörgler die den Erbauer was vorschreiben wollen und oder Pfusch und Murks vorwerfen.
    Ich wollt euere Arbeit mal sehen.


    So einfach und sauber kann - sollte - es sein


    So viel Zeit und Geld für einen Lüfterziegel sollte man noch investieren
    [Blockierte Grafik: http://img841.imageshack.us/img841/3433/1040372.jpg]



    Zitat von roox

    Lieber Klaus,


    Das passt so nicht.
    Was hat der Solateur "durchdacht" ausgeführt? Das ist Murks.
    Dieser Pfusch währe bei mir nicht durchgegangen.


    Nicht nur bei Dir :!::evil:
    Gruß Rolf

  • Die Persönlichkeitsdefizite und Profilierungssucht mancher sind das Eine, aber wenn es etwas zu sagen gibt, das Substanz hat, was erklärt werden kann und wo man noch weiß, wie es besser geht, dann sollte das durch andere nicht mit dem Hinweis auf vermeintliche eigene/selbstgemachte Fehler weggewischt werden.
    Fehler macht jeder irgendwann. Wer aber das "Drauslernen" blockiert ist eher der Problemfall. Auch Zeitdruck ist da keine vernünftige Entschuldigung, weil selbst das würde jemand im Vorfeld verstehen, wenn man es ihm erklärt.


    Ein guter Handwerker ist der, der berechtigte Beschwerden gerne aufnimmt, prüft und dann fachgerecht entscheidet, was zur Behebung zu unternehmen ist. Wenn man den Betreiber auch noch über die geplante Behebung informiert, füllt er sich ernst genommen und stützt die Maßnahme. Manchmal weiß er ausführende Errichterbetrieb sonst gar nicht was er intern anders regeln muss, sofern er nie Rückmeldungen bekommt. Wenn etwas kein Fehler ist und es mehr um Meinung/Schönheit oder gefühlte Sicherheit geht, dann sollte man auch versuchen diese Unterschiede auszugleichen. Das geht sicher nie zu 100% (geht oft um Geld), aber 80% ist besser als telefonische Ferndiagnosen mit dem Tenor "das passt schon".


    Die konkrete Ausführung in diesem Fall ist nach meiner Ferndiagnose nicht korrekt ausgeführt und wieder einmal, bei direkter Benutzung des eigenen Verstandes am Ausführungstag ist es ohne Mehraufwand besser zu machen. Wenn man etwas ausschneidet, sollte der Sitz der unterliegenden Pfanne doch besser hinzubekommen sein. So ist irgendwo Druck und vermutlich auf den Kabeln.
    Ich hoffe, dass die weißlich andeutete zwei Kabelbündelungen keine (durchsichtigen) Kabelbinder sind, sondern irgendetwas anderes, das Licht, Wind und Wetter über mehr als 20 Jahren standhält.
    Ich würde den ausführenden Betrieb schon mit diesem Arbeitsergebnis am Objekt selbst mach Erklärungen suchen lassen.
    Dies mag einigen übertrieben erscheinen, aber die Erfahrung lehrt, das es zumindest beiden Seiten zeigt, welche Wichtigkeit man der Sache beimisst.
    Auch Fehlerbeseitigung kann als Referenz dienen und hat es hier im Forum auch bereits gegeben.
    Grüße

  • Hi P.V,
    das hast du nett geschrieben und ich gebe dir auch zu 99% Recht. Sicher entstehen ab und an Mängel die behoben werden müssen.
    Wenn ich aber lese "Schienen sind nicht entgratet" oder "Kabelbinder stehen hinten am Modul an" dann ist das sicherlich kein Mangel.
    Was den hochstehenden Ziegel betrifft, sitzt dieser eventuell nicht richtig oder es ist etwas Schmutz (Steinchen oder was auch immer) im Falz.
    Die Kabel drücken diesen sicherlich nicht nach oben, da sich bei einem Betondachstein die Nase am oberen Ende befindet und ca. 2cm lang ist.
    Mittels Hebelwirkung müßten da bestimmt 100kg oder mehr zusammenkommen um den Ziegel anzuheben.
    Den hellen Kabelbinder wollte ich nicht ansprechen weil ja sonst die Diskussion entfacht wäre (Murks usw.)
    Wir sehen hier etwa 5% einer PV Anlage. Daraus lässt sich ja nicht schließen dass der Rest auch nichts kann. Hinterher ist man bekanntlich immer schlauer und würde so manche Sachen anderst machen.
    Ich hätte die Kabel auch eher in Dachhakennähe eingeführt und den Kabel eine größere Schlaufe gegönnt. Sicherlich ist das so auch in Ordnung.


    Grüße Günter


  • Danke für das Lob zu den 99%, doch meine Annahme zu den Kabeln war nicht in der von dir verstandenen Ursache-Wirkung-Reihenfolge, sondern durch den Druck am Ziegel (woher auch immer) sehe ich eher eine Gefahr (Quetschstelle) für die Kabel und nicht umgekehrt.
    Und du hast Recht, es gibt Rosinenzähler auf beiden Seiten, aber wenn beim Rosinenzählen versucht wird den gesunden Menschenverstand wiederzufinden kann auch das eine Gelegenheit sein wieder Vertrauen zu fassen.
    Oft ist die Rosinenzählerei bereits eine Folge von einem vorherigen Vertrauensverlust (warum auch immer). Diesem ersten Anschein gilt es entgegenzuwirken.
    Es stimmt auch, dass man sich bei einem geringen Ausschnitt aus einem Gesamtwerk hütten sollte, die im Detail vielleicht zutreffenden Erkenntnisse auf alles ungeprüft zu übertragen.
    Dabei muss ein ausführender Errichter sich jedoch bewusst sein, dass jeder späterer Betreiber einen anderen Schwerpunkt seiner eigenen Erfahrung hat und somit eventuell zunächst über Kleinigkeiten (die er überschauen kann) zum eigentlichen Knackpunkt kommt. Die gesamte Visitenkarte, die ein Errichterbetrieb abgibt, sollte nie vernachlässigt werden, weil es geht um Kompetenz und VERTRAUEN. Ist das Vertrauensverhältnis (egal durch welchen Auslöser) gestört, wird ganz oft an der Kompetenz (auch durchaus unberechtigt) gezweifelt. Man muss sich bewusst machen, dass Technik-Anwendung immer mit menschlichen Nutzern und deren interferenten Einstellungen und Gefühlen dazu zu tun haben wird. Ein Projekterfolg hängt also zum Gutteil auch von den Fähigkeiten ab, den Gegenüber richtig und passend zur Situation anzusprechen.
    Damit will ich diesen philosophischen Exkurs hier beenden.


    Grüße

  • P.Voltologe hat Recht. Nur sollte man immer im Hinterkopf haben:
    Wer noch nie selbst auf einem 50° Dach, bevorzugt mit Biberschwänzen (bei PV geht das noch, aber bei einer 40 m² Solar, mit den ganzen Cu-Rohren, da kommt wenig Langeweile auf, denn wenn man bei Nacht nicht wieder eindeckt, dann regnet es garantiert, egal was der Wetterbericht sagt), diversen Dachfenstern, Gauben, Kaminen etc., eine Anlage aufs Dach montiert hat, weiß evtl, nicht wirklich, von was er da schreibt. Es ist einfach ein Unterschied, ob ich mir da Bildchen mit Lupe vom Schreibtisch aus anschaue (und die richtig, oder falsch interpretiere, auf ein Photo bekomme ich einfach keine gute 3-D-Darstellung, selbst mit einer guten Kamera), oder die Dinger bei Hitze von oben und glühend heißer Dacheindeckung, oder gar bei Eis auf dem Dach, montiere. Beim Solateur kommt erschwerend auch noch Zeitdruck hinzu, schließlich soll die Montage möglichst umsonst sein. Und wo soll denn da das Problem sein, 15 kwp mal schnell an einem Tag zu montieren? Daß man den Tag evlt. schon benötigt, eine Lösung zu finden, weil der von mir vor Jahren eingeplante und gebaute Kabelkanal im Treppenhaus, aus unerklärlichen Gründen nach 3-4 m schon beim ersten! Kabel auf Blockade macht, oder... stellt sich der coole Schreibtischtäter eher nicht vor.
    Und daß die hier eingeforderten, zugegeben auch wichtigen, Einsätze der Flex, ganz schön Zeit kosten, sollen sie exakt sein, vergißt man sowieso. Allein bis ich auf einem Dach, wie oben, alle 2 oder gar 3 Einstrahlungsebenen sauber ausgerichtet habe..., höhenverstellbare Haken sind schön, aber die paar cm reichen doch vorne und hinten nicht.
    Bei mir selbst kommt es auf ein paar Tage (oder Wochen, bei Regen mache ich nichts) nicht an. Beim Solateur sieht das anders aus. Die Stundenlöhne da machen, wenn die Montage möglichst billig sein soll, Kompromisse bei der sauberen Ausführung nötig, sonst legt der Solateur bei der Montage drauf. Und jedes nicht kalkulierte Hindernis wirft den Zeitplan durcheinander, die Leute, die als nächstes eine Anlage bekommen sollen, freuen sich, vor allem diesen Juni, und vermutlich auch wieder im Dezember. Wenn der Elektriker die Kabel vom WR zum bereits gesetzten Einspeisezähler, für eine in der 2. Junidekade montierte Anlage erst Mitte Juli anschließt, wie bei mir, ist, vor allem bei dem tollen Wetter diesen Jahres, der Betreiber nicht begeistert, aber vermutlich hat der Elektriker nicht gut 3 Wochen Däumchen gedreht, sondern im Schweiße seines Angesichts, unerwartete Probleme etc. gerichtet. Es gibt immer zwei Seiten. Beim Elektriker habe ich Pech, aber was die Anlage betrifft, wenn ich da eine, aus meiner Sicht, perfekte Anlage will, muß ich entweder den Solateur nach Stunden bezahlen und auf dem Dach daneben stehen, oder ich mache es selbst. Ansonsten muß ich eben, wie bei anderen Handwerksarbeiten auch, mit der einen oder anderen lässlichen Sünde evtl. leben können. Evtl. auch damit, daß der Solateur einen Sachverhalt anders sieht, als ich.
    Wenn ich z.B. das schöne Bild des Lüftungsziegels anschaue, da wäre mein erster Blick in den Lüftungsziegel, ob das Gitter darin noch intakt ist, oder ob es sich um eine aufwendige Einflugschneise für Getier aller Art bis Rattengröße handelt. Im Winter dann (zumindest bei meiner Lage) durch hineingeblasenen Schnee gekühlt. Frage ist auch, ist es Aufgabe des Betreibers, oder des Solateurs, die passenden Lüftungsziegel zu besorgen (bei meinen Ziegeln z.B. eine sehr zeitaufwendige Sache).


    Grüße
    Südostdach

  • Zitat von Südostdach

    P.Voltologe hat Recht. Nur sollte man immer im Hinterkopf haben:
    Wer noch nie selbst auf einem 50° Dach, .....
    Und jedes nicht kalkulierte Hindernis wirft den Zeitplan durcheinander, die Leute, die als nächstes eine Anlage bekommen sollen, freuen sich, vor allem diesen Juni, und vermutlich auch wieder im Dezember. Wenn der Elektriker die Kabel vom WR zum bereits gesetzten Einspeisezähler, für eine in der 2. Junidekade montierte Anlage erst Mitte Juli anschließt, wie bei mir, ist, vor allem bei dem tollen Wetter diesen Jahres, der Betreiber nicht begeistert, aber vermutlich hat der Elektriker nicht gut 3 Wochen Däumchen gedreht, sondern im Schweiße seines Angesichts, unerwartete Probleme etc. gerichtet. Es gibt immer zwei Seiten. Beim Elektriker habe ich Pech, aber was die Anlage betrifft, wenn ich da eine, aus meiner Sicht, perfekte Anlage will, muß ich entweder den Solateur nach Stunden bezahlen und auf dem Dach daneben stehen, oder ich mache es selbst. Ansonsten muß ich eben, wie bei anderen Handwerksarbeiten auch, mit der einen oder anderen lässlichen Sünde evtl. leben können. Evtl. auch damit, daß der Solateur einen Sachverhalt anders sieht, als ich.
    ...
    Grüße
    Südostdach


    Oh ja, es ist weniger anstrengend, Bildchen zu interpretieren als selbst zu turnen und den sich ändernden Wetterkonditionen ausgesetzt zu sein. Jedoch werden eine Menge Dinge in deiner möglichen Kette an Unzulänglichkeiten, Übergabeverzögerungen und Behinderungen aufgeführt, zu denen ich sagen muss, die waren zuvor bereits sichtbar (bekannt), abschätzbar und planbar, wenn man dies als Handwerker zu seinen Aufgaben zählt einen Auftrag auch sinnvoll vorzubereiten und zu planen.
    Man muss beide Seiten sehen und die Zumutbarkeit im Auge behalten, dennoch muss man nicht mit allem zufrieden sein, nur weil sich die Mehrzahl eventuell an Geiz ist Geil und Leben mit lässlichen Sünden gewöhnt hat.
    Ein Fachhandwerker hat neben der fachgerechten Ausführung seiner Arbeiten auch die Aufgabe, die wirklichen Notwendigkeiten und Unbekannten dem Auftraggeber zu vermitteln.
    Die Festpreismentalität zwingt fachfremde Billigarbeiter zu hauf in Bereiche in denen sie aufgrund ihrer Ausbildung nichts verloren haben. Damit aber deren Arbeitsergebnis in irgendeiner Weise nützlich, hilfreich und weiterführend bleibt, gibt es Mindeststandards (die meist in Normen, technischen Regeln oder Verordnungen, aber auch Versicherungsbedingungen und Herstelleranweisungen festgelegt werden), die erfüllt werden müssen, insbesondere dort, wo die Sicherheit der Personen und umgebender Sachwerte betroffen sein könnte. Wir hoffen, dass der Markt diese Auslese zwischen handwerklich guten Ergebnissen und Pfusch selbst regelt. Da die Dummen und sich selbst überschätzenden Billigheimer nie aussterben werden und die Profitoptimierer, die diese Willfährigen einsetzen, auch nicht, wird diese Selbstregelung ein Wunsch bleiben. Meine Schlussfolgerung ist nicht, diesem Treiben amüsiert zuzusehen, es geschehen zu lassen und mit den Sünden zu leben, sondern die Dinge, die bei abgewogener Betrachtung (Augenmaß) daneben gegangen sind, den Ausführenden erneut wieder vor die eigenen Augen zu holen und zu fragen, ob sie tatsächliche glauben, das Ergebnis sei den anerkannten Regeln der Technik entsprechend. Die Chance eigene Fehler korrigieren zu dürfen, wäre uns selbst doch auch lieb.
    Auch diese Methode ist eine Art Weiterbildung. Das der Zeitplan dadurch aus den Fugen gerät ist die notwendige Strafe, aber auch ein Indiz, dass es etwas an Erfahrung fehlt.


    Grüße


    PS: ich finde es übrigens gut, wenn man beide Seiten sieht und sich die Probleme der anderen Seite auch vorstellen kann, aber mit Problemfeldern, die andere verursachen zu leben, ist nicht nach meinem Geschmack.