Inbetriebnahme verzögert sich um Monate

  • Hallo zusammen,


    habe mir im September eine Anlage vom Solatuer meines Vertrauens planen und montieren lassen. Die Anlage wurde an den Versorger am 10.09. als DC-seitig fertig gemeldet. Danach folgte, bis auf die Rechnungsstellung des Solateurs, Schweigen im Walde. Jetzt (Ende September) plötzlich taucht ein Fax vom Subunternehmer meines Solatuers auf, der mir die Anlage AC-seitig samt Zähler anschließen sollte. Darin teilt der Verorger mit, dass ein Anschluß gegenwärtig nicht möglich ist da die Anlage (8 kW) Spannungserhöhungen bis über 260V phasenbetrachtet erzeugen kann. Es muss die Zuleitung zum Haus ausgetauscht werden, was umgehend erfolgen würde.
    Geschockt rief ich beim Netzbetreiber an, der mir sehr unfreundlich und arrogant erklärte, ich solle froh sein, wenn "umgehend" noch dieses Jahr stattfinden wird. Als ich sagte, dass ich dies rechtlich klären lassen würde, meine er, das es sicherlich erst irgendwann nächstes Jahr zu einem Austausch der Hauszuleitungen (Freileitung) kommen wird.
    Habe ich irgendeine Handhabe? Eigentlich weiss ich ja offiziell als Anlagenbetreiber gar nichts. Ich wurde vom Netzbetreiber bis heute persönlich nicht kontaktiert, auch auf meine Einspeiseanträge habe ich bis jetzt keine Reaktion bekommen. Ich bin echt sauer, die Finanzierungszinsen werden fällig, die Sonne scheint und ich produziere voraussichtlich über Monate nichts!


    Hat jemand in einer ähnlichen Situation vielleicht schon Erfahrungen gesammelt? Würde mich über ein paar gute Tips freuen und vielleicht auch was ich falsch gemacht habe, damit anderen so etwas erpart bleibt.


    ubsonic :(

  • Tach

    Zitat von ubsonic

    Hallo zusammen,


    habe mir im September eine Anlage vom Solatuer meines Vertrauens planen und montieren lassen. Die Anlage wurde an den Versorger am 10.09. als DC-seitig fertig gemeldet. Danach folgte, bis auf die Rechnungsstellung des Solateurs, Schweigen im Walde.


    Hat jemand in einer ähnlichen Situation vielleicht schon Erfahrungen gesammelt? Würde mich über ein paar gute Tips freuen und vielleicht auch was ich falsch gemacht habe, damit anderen so etwas erpart bleibt.


    vom Solarteur per Anwalt Schadensersatz verlangen


    MfG

  • Warum denn das?Was kann der Solarteur denn bitte dafür?


    Die Netzbetreiber muss also einen Netzausbau vornehmen und der Solarteur soll Schadenersatz dafür bezahlen?
    Wird echt immer besser hier.

  • Die Netzverträglichkeitsprüfung sollte doch wohl vor(!) der Montage der Anlage erfolgen!

    Lasst die Sonne strahlen und den Wind blasen!

  • Zitat von maguwa

    Die Netzverträglichkeitsprüfung sollte doch wohl vor(!) der Montage der Anlage erfolgen!


    Anlagengröße 8 kW


    was brauchen wir da noch alles?


    Gruß,
    jodl

  • Zitat von jodl

    Anlagengröße 8 kW


    was brauchen wir da noch alles?


    Gruß,
    jodl


    Oberschwingungsprotokolle des Wechselrichters....... :lol::lol::lol:

    Gruß Jörg Wedler Elektroanlagen
    Ust.IdNr.: DE 157 507 696
    Elektromeister und freier Sachverständiger für Photovoltaikanlagen
    3,12 kWp in 2009, 51,84 kWp und 3,60 kWp in 2010, 1,375 kWp in 2016

    3,30 kWp in 2019

    Senec Lithium Speicher 2,5 kWh in 2017, 5,0 kWh in 2018, 7,5 kWh in 2019

  • Zitat von Atommafia


    vom Solarteur per Anwalt Schadensersatz verlangen


    Das ist ja wohl absoluter Schmarrn! Wie kommst Du denn auf diese Idee?


    Zitat von maguwa

    Die Netzverträglichkeitsprüfung sollte doch wohl vor(!) der Montage der Anlage erfolgen!


    Das wäre eigentlich die Idee.
    In der Praxis lässt sich das nur oft nicht realisieren, da die VNB's zum Teil Monate dafür brauchen. :wink:


    Gruß E&U

  • Tach

    Zitat von Elektro und Umwelt

    Das ist ja wohl absoluter Schmarrn! Wie kommst Du denn auf diese Idee?


    [


    Aehm , ein Solateur ist vergleichbar mit einen Autoverkäufer, er kennt das Zulassungsverfahren und die Wartezeiten in Folge zB der Abwrackprämie usw. Da ist es nicht zuviel verlangt, den Betreiber in Spe gleich am Anfang auf örtliche Besonderheiten hinzuweisen, so nach 10 Jahren EEG weiß man als Fachmann wo das Netz aufwendig ausgebaut werden muß und läßt den Kunden beim Netzbetreiber nicht auflaufen.



    MfG

  • Genau, jetzt wissen wir schon vorher, wo instabile Netze sind. Sollte der VNB mit der Angabe der Anlagenadresse nach dem Einreichen der Anmeldeunterlagen sofort erkennen, denn nur er kennt seine Netze und ein Tip via Telefon oder Mail kann ja nicht so schwierig sein. Ich bin froh, hauptsächlich in der Gegend eines äußerst stabilen und fast immer ausreichenden Netzes zu arbeiten. Ich gebe allerdings zu, das im gerade befindlichen Zeitalter, die zeitweisen Spannungserhöhungen in den Netzen schon beachtlich sind. Ich persönlich kaufe nur noch Elektrogeräte mit Prüfungen > 250V , denn an manchen Stellen haben wir schon sehr hohe Außenleiterspannungen messen können, die manchmal schon knapp unter der Abschaltschwelle der Maximalspannungen für die Wechselrichter liegen.

    Gruß Jörg Wedler Elektroanlagen
    Ust.IdNr.: DE 157 507 696
    Elektromeister und freier Sachverständiger für Photovoltaikanlagen
    3,12 kWp in 2009, 51,84 kWp und 3,60 kWp in 2010, 1,375 kWp in 2016

    3,30 kWp in 2019

    Senec Lithium Speicher 2,5 kWh in 2017, 5,0 kWh in 2018, 7,5 kWh in 2019

  • Zitat von Atommafia


    Aehm , ein Solateur ist vergleichbar mit einen Autoverkäufer, er kennt das Zulassungsverfahren und die Wartezeiten in Folge zB der Abwrackprämie usw. Da ist es nicht zuviel verlangt, den Betreiber in Spe gleich am Anfang auf örtliche Besonderheiten hinzuweisen, so nach 10 Jahren EEG weiß man als Fachmann wo das Netz aufwendig ausgebaut werden muß und läßt den Kunden beim Netzbetreiber nicht auflaufen.


    Da machst Du es Dir wohl aber ein bißchen zu einfach!
    Wir Installationsbetriebe sollen bei Antragstellung schon wissen wofür die VNB's Monate und (nach eigener Aussage!) aufwendige Berechnungen brauchen? Lächerlich!
    Das alle vom PV-Boom "über rollt" wurden ist schon klar, aber genauso gut hätten sich die Energieversorger auf diesen Run einstellen können. Leider läuft dort die Entwicklung aber genau in die andere Richtung. Immer mehr Netz- und Kundencenter werden zusammengelegt und seit Jahren werden Mitarbeiter abgebaut. :wink:
    In einem aktuellen Fall schafft es "unser" VNB seit 3 Monaten nicht einmal dem Kunden ein Angebot über die Demontage einer Freileitung und die Neuinstallation eines Erdanschlußes zu erstellen! :evil: Aber wozu auch, es gibt ja keinen Wettbewerb. Der Kunde kann sich ja keine Alternative suchen. Wenn wir als Installateur so arbeiten würden.... :?:
    Wer lässt da wohl wen auflaufen? :wink:


    Gruß E&U