Rückwirkend der Eigenverbrauch umstellen

  • Tag


    Meine Anlage ist 2009 in betrieb gegangen, gibt es eine zeitliche begrenzung für die Umstellung
    Weil mein Elektriker sagt, man kann nur die erste zwei Betreibsjahren umstellen auf Eigenverbrauch.
    Stimmt das ?


    mfg


    Markus

  • Gute Frage, ich kenne hier kein Zeitlimit, lasse mich aber gerne belehren.....

    Gruß Jörg Wedler Elektroanlagen
    Ust.IdNr.: DE 157 507 696
    Elektromeister und freier Sachverständiger für Photovoltaikanlagen
    3,12 kWp in 2009, 51,84 kWp und 3,60 kWp in 2010, 1,375 kWp in 2016

    3,30 kWp in 2019, 1,83 kWp auf dem Gartenhaus 2019

    Senec Lithium Speicher 2,5 kWh in 2017, 5,0 kWh in 2018, 7,5 kWh in 2019

  • Hallo,


    man kann jeder Zeit innerhalb der 20Jahre hin und herwechseln.


    Nur wo es steht find ich gerade nicht, wenn ich Zeit hab such ich mal.
    Oder einer unserer EEG EXperten postet den entsprechenden Link


    Gruss Martin

    Nichts ist so gerecht verteilt wie der Verstand,
    jeder denkt er hätte genug davon!

  • Zitat von lcmbt

    man kann jeder Zeit innerhalb der 20Jahre hin und herwechseln.


    Nur wo es steht find ich gerade nicht,...


    Im Grundsatz stimme ich dir komplett zu, insbesondere ist die eingangs postulierte Begrenzung eines Wechsels zwischen den beiden Vergütungsmodellen ausgemachter *hüstel* Käse, und zwar definitiv! :)
    Diese Wechseloption wird man so explizit formuliert aber nirgends finden, auch nicht im EEG, es ergibt sich aber daraus. :)
    Im § 33 EEG wird im Absatz 1 die Vergütung für Gebäudeanlagen bei Volleinspeisung, im Absatz 2 die Voraussetzungen für einen Anspruch auf Eigenverbrauch dargelegt.
    Aus der Gesetzessystematik ergibt sich, dass bei Vorliegen beider Anspruchsvoraussetzungen auch beide beansprucht werden können. Der Gesetzgeber hat ja deswegen das Gesetz genau so formuliert.
    In der Praxis wird man dabei aber in aller Regel durch die damit verbundenen formalen Vorgänge limitert: man muss ja seinen Netzbetreiber diesbezüglich mit einer ausreichen Vorlaufzeit in Kenntnis setzen und - das ist der aktuelle Stand - auch die Zählerinfrastruktur entsprechend anpassen lassen.
    Man könnte eine Volleinspeisung bei einer für den Eigenverbrauch konzipierten Zählerinfrastruktur zwar theoretisch und auch praktisch ohne Zählerumbau mit dem VNB abrechnen, Stichwort '§ 8 Abs. 2 EEG 2009: Regelung zur kaufmännisch-bilanzierten Durchleitung durch Arealnetze', aber dagegen erheben die meisten/alle(?) VNB Einspruch; eine EEG-Clearing-Empfehlung gibt es nach meinem Kenntnisstand hierzu ebenso wenig wie eine richterliche Rechtssprechung.
    Langer Schreibe kurzer Sinn: man muss derzeit in aller Regel (es hat hier mal einer gepostet, dass ihm sein EVU eine Art 'Umschalter' zw. Volleinspeisung und Eigenverbrauchsmodus genehmigt hätte, hat dies aber dann nicht näher ausgeführt; von daher ????) die Zähler umbauen lassen und das ist mit Kosten verbunden, so dass man auch aus diesem Grund nicht im Jahressturnus zwischen Volleinspeise- und EIgenvebruachsvergütung wechseln wird.
    Außerdem ist das ja meist auch völlig sinnfrei und auch nicht die Eingangsfrage.
    Unter'm Strich: Es steht ganz zweifelsfrei fest, dass man jederzeit zur Eigenverbrauchsvergütung wechseln kann wie auch wieder zurück zu einer Volleinspeisevergütung: ob man das in 1 Jahr, in 10 Jahren oder in 19 Jahren macht, steht im Entscheidungsbereich des jeweiligen PV-Anlagenbetreibers (ab Inbetriebnahme 2009 mit den entsprechenden, zeitbezogenen KW-Obergrenzen des Generators) und muss von Geschäftspartner VNB so akzeptiert werden.

    2 Mal editiert, zuletzt von Anonymous ()

  • Ich dacht bisher, das der Wechsel nur einmal möglich ist, egal in welche Richtung.

    Gruß Jörg Wedler Elektroanlagen
    Ust.IdNr.: DE 157 507 696
    Elektromeister und freier Sachverständiger für Photovoltaikanlagen
    3,12 kWp in 2009, 51,84 kWp und 3,60 kWp in 2010, 1,375 kWp in 2016

    3,30 kWp in 2019, 1,83 kWp auf dem Gartenhaus 2019

    Senec Lithium Speicher 2,5 kWh in 2017, 5,0 kWh in 2018, 7,5 kWh in 2019

  • Zitat von solarteur0502

    Ich dacht bisher, das der Wechsel nur einmal möglich ist, egal in welche Richtung.


    Nein kannst Du so oft wie Du magst. Nur leider müssen dann auch jedesmal die Zähler getauscht werden (zumindest bei e.on) ist dies so. :wink:


    Gruß E&U

  • Hallo,


    wieso muss man da Zähler tauschen,wenn ich einfach die Einspeisung wie üblich vor dem Zweirichtungs-Zähler(also auf Versorger Seite) anschliessen lass und gut iss.
    Dann ist halt Eigenverbrauch null


    Oder seh ich das falsch.


    Gruss

    Nichts ist so gerecht verteilt wie der Verstand,
    jeder denkt er hätte genug davon!

  • Hallo Guten Morgen,


    lt. TAB sind folgende Zähler zu montieren:


    Überschußeinspeisung:
    Haus: Zweirichtungszähler (Lieferung/Bezug)
    PV-Anlage: Einrichtungszähler mit Rücklaufsperre


    Volleinspeisung:
    Haus: Einrichtungszähler
    PV-Anlage: Einrichtungszähler ohne Rücklaufsperre


    Und da lässt e.on auch nicht mit sich diskutieren, aber vielleicht gibt es ja auch andere VNB's die das "lockerer" sehen? :wink:


    Gruß E&U

  • Zitat von solarteur0502

    Ich dacht bisher, das der Wechsel nur einmal möglich ist, egal in welche Richtung.


    Gegenfrage, was bringt dich auf diesen Gedankengang?


    Vermutung: Da steckt bestimmt ein VNB dahinter, der seinen Verwaltungsapparat vor Zusatzarbeit schützen will. :wink: