Und es geht doch - Energiewende nicht aufzuhalten

  • Hallo,


    in der heutigen Tagesausgabe der HNA Kassel stand ein interessanter Bericht über die Energiewende. Es gab hier einen Kongress mit 700 Teilnehmern der von der Deent (Kasseler Kompetenznetzwerk für Dezentrale Energien) und AEE (Agentur für Erneuerbare Energien - Berlin) veranstaltet wurde.


    Interessant in dem Bericht das speziell in Nordhessen viele Gemeinden schon einen großen Anteil von erneuerbaren Energien auf regionaler Ebene für ihren eigenen Energiebedarf erzeugen. Die Summe der Wertschöpfung (Investitionen, Steuern, Umsätzen, Gewinnen, Kosten für Betrieb und Wartung der Anlagen sowie Löhnen) in Höhe von 6,75 Mrd € blieben zum größten Teil in der Region und förderten wieder die regionale Wirtschaft.

    http://www.hna.de/nachrichten/…t-aufzuhalten-939672.html


    Es ist schön bei den ganzen gesponserten Hetzkampagnen mancher Zeitschriften auch mal wieder was positives zu lesen.


    Auch die großen Gewinne von SMA, über die ja hier im Forum heftig diskutiert werden und Herr Welter von der Photon am Forumstreffen auch eher seine negative Äusserung machte, fließen zum großen Teil wieder in die regionale Wirtschaft und stärken langfristig viele regionalen Unternehmen und sichern somit einige Existenzen. Dieser Punkt wird ja gerne bei der Gewinnbetrachtung der in D ansässigen PV-Unternehmen ausser Acht gelassen.


    Viele Grüße
    Wolfgang

  • Zitat

    Könnten die Stadtwerke wie geplant fünf große Windkraftanlagen an einem umstrittenen Waldstandort aufstellen, wäre die Kommune auf einen Schlag Energie-autark.


    Und wenn der Wind nicht weht ?


    Sollen doch die Stadtwerke ihr eigenes Kohlekraftwerk abschalten, und alle Übergabestellen zum Verbundnetz kündigen, dann wäre mal wirklich Substanz und Ehrlichkeit hinter diesen Berichten.


    Einfach nur unglaublich was da ein Schwachsinn verzapft wird.


    Auch wenn man dann ins Feld führen würde, die WKA stehen zur Diskussion...
    Na gut, nähme man mal an die 5 Windspargel würden genehmigt, die sollen es dann für eine Großstadt richten ?
    Verlogenes Gewäsch einer politisch geführten Diskussion, welche bar jeder Realität ist.


  • Hast Du einen vernünftigen Vorschlag was wir machen sollen, um die Energieversorgung der Zukunft zu sichern?


    Martin

  • Guter Beitrag Wolfgang Neumann !


    Die erneuerbaren Energien in ihrem Lauf halten weder Ochs, EVU noch Esel auf.


    99 % erneuerbare Energien sind schon bald möglich wenn man alle Arten erneuerbarer Energie sinnvoll aufeinander abstimmt und das Verbraucherverhalten durch variable Preise motiviert. Waschmaschinen schalten sich ein, wenn genügend Strom zur Verfügung steht. Energieintensive Betriebe produzieren dann, wenn genügend Wind weht. Das Gas aus Biogasanlagen wird gespeichert und bei wind- und sonnenschwachen Phasen in elektrische Energie umgewandelt, unterstützt durch Biomassekraftwerke. Den Rest bilden Erdwärme, Pumpspeicherwerke und in Extremsituationen übergangsweise auch mal ein konventionelles Gaskraftwerk.


    100 % sind möglich, wenn wir weitere Speichermöglichkeiten schaffen, z.B. in den Batterien der E-Autos. Ohne mentale Veränderungen schaffen wir den Übergang zu 100 % erneuerbarer Energien nicht, aber dann sind die fossilen Stoffe und das Uran aufgebraucht und die Lichter gehen ganz aus.


    Früher hatten wir zu viel Grundlast, den mussten wir außerhalb der Verbrauchsspitzen mit Nachtspeicheröfen u.ä. regelrecht verheizen oder sonstwie irgendwie an den Mann/die Frau bringen. Mit dieser Verschwendung auf Kosten endlicher Ressourcen und des Klimas ist jetzt Schluss.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Zitat von Kollektor

    Guter Beitrag Wolfgang Neumann !


    Die erneuerbaren Energien in ihrem Lauf halten weder Ochs, EVU noch Esel auf.


    99 % erneuerbare Energien sind schon bald möglich wenn man alle Arten erneuerbarer Energie sinnvoll aufeinander abstimmt und das Verbraucherverhalten durch variable Preise motiviert.


    Damit aber eine solche Realität in nicht in allzu ferne Zukunft rutscht, müssen auch die politischen Signale richtig gestellt werden, vielleicht hilft ja demnächst auch das Bundesverfassungsgericht mit, aber das haben wir eher nicht in der Hand (das ist eher diese Sache mit 'vor Gericht und auf hoher See...')
    Von daher dann doch eher die politische Kärrnerarbeit fortsetzen, das nächste Etappenziel liegt vor meiner Haustür im März 2011 bei der Landtagswahl in Ba-Wü: da kann etwas gehen Leute! Der CDU schwimmen hier momentan schon ein Teil der Felle davon, einen solchen Mitnahme-Effekt sollten wir uns nicht entgehen lassen.


    Gut zum Vorbeitrag von Kollektor passt wie ich finde der in der aktuellen SFV-Rundmail veröffentlichte Redebeitrag von Frank Schätzing in der Sendung "Hart aber Fair"´ vom 25.08.10, den ich hier nachfolgend zitiere (kursiver Text):
    "Ich bin absolut der Meinung, dass wir Übergangszeiten brauchen.
    (...) Nur, wir wissen doch alle, wie das früher war in den Schulferien, in den großen Ferien. Man hat uns gesagt, dann lern mal für das zweite Halbjahr. Gelernt haben wir drei Tage vorher.
    Wenn wir jetzt gekommen wären und hätten gesagt, wir brauchen eine Laufzeitverlängerung, brauchen noch ne Brücke, noch mal zwei Monate, wir hätten trotzdem erst drei Tage vorher gelernt. (...) Die Erfahrung zeigt, das alles, was man zu lange hinauszögert, auch nicht mit Hochdruck betrieben wird. (...) "So wichtig eine Brückentechnologie ist, aber im Endeffekt, wenn sie Risiken birgt, wie das Problem Endlagerung, dann ist sie eine Technologie, die der Vergangenheit angehört."


    So ist das und mehr noch, die Laufzeitverlängerung der AKW's knebelt die Erneuerbaren über Gebühr, so dass der berechtigte Widerstand dagegen, der sich ja in den verschiedensten Sparten und auf den unterschiedlichsten Ebenen bildet, in die politische und gesellschaftliche Meinungsbildung weiter hineingetragen werden muss.


    Ich hoffe mal nicht, dass der o.g. Spruch mit Ochs, EVU und Esel eine ähnlich 'Bestätigung' :oops: erfährt, wie sie damals der werte Hr. Honecker auf seinen Ochs-und-Esel-Ausspruch erfahren hat.


    Ich möchte hier lieber den Gorbatschow in den Mund gelegten Ausspruch anführen und den großen Vier mit ihren AKW's widmen:"Das Leben verlangt mutige Entscheidungen. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."

  • Moin,

    Zitat von das_evu

    ...Einfach nur unglaublich was da ein Schwachsinn verzapft wird....


    Man sieht mal wieder, dass es -wie in jeder Branche- ewig gestrige gibt, die keine Perspektive haben/kennen. Wissenschaftliche Studien, die nicht ihre Meinung widerspiegeln, sind sowieso gefälscht (da stimme ich sogar teilweise zu :wink: ) und da die Eisenbahn schneller als 25km/h fährt, werden die mitfahrenden Menschen alle schwachsinnig... (so die damaligen Kritiker).


    Ich kann nur vermuten, dass der Autor des Beitrags eventuell der Führungsebene der VierGroßen sehr nahesteht oder mit denen verwandt ist :roll: Anders kann ich mir diese Hetzerei gegen den Wandel nicht erklären.


    Wie sagte doch eine gewisse "weitblickende" diplomierte Physikerin :wink: vor einigen Jahren: "...die erneuerbaren Energien werden in D nie einen größeren Anteil als 5% einnehmen...". :lol:
    Wo sind wir bereits heute :?:

    Sonnige Grüße von 100% Solar (Michael)

  • Zitat


    Wie sagte doch eine gewisse "weitblickende" diplomierte Physikerin :wink: vor einigen Jahren: "...die erneuerbaren Energien werden in D nie einen größeren Anteil als 5% einnehmen...". :lol:
    Wo sind wir bereits heute :?:


    Wie immer, nur den Anteil der Arbeit in MWh/GWh/TWh im Blick, nie dem Blick auf den Anteil zum Beitrag der Gesamtversorgung bezüglich Bereitstellung von Leistung wenn sie erforderlich ist.
    Das dürfen dann Andere, in der Regel die gescholtenen Großen gemäß der Verpflichtungen aus dem EnWG erledigen.
    Und dies dann natürlich nicht aus Kohle oder Kernkraft, Gas ist auch Bähhh, Nordstream Gas-Pipeline ist ja auch wieder nur ein Torpedierungsfähiges Projekt.
    Es ist einfach nur ätzend, egal was man als größerer Versorger mjacht, es gibt nur Kloppe, aber die welche kloppen machen NULL bezüglich der Anforderungen aus dem EnWG für die Versorgung Deutschlands. Sei es Strom oder Gas, alles ist immer nur Mist, sobald einer der größeren die Finger im Spiel hat.


    Hier sollten die Größeren echt lernen, und sich mit Engagement deutlich zurückhalten. Es wird einfach nicht gewürdigt. Seht doch zu woher die Energie kommt. Interressant auch hier die Frage wo die PV-Einspeiser ihre Häuser heizen, wenn die Sonne nicht scheint.


    Was für eine perfide Meinungsmache. Tragt endlich mal selbst zum gesamten Funktionieren unserer Energielandschaft bei, anstatt nur zu hetzen und den Hals aufzureißen, und sich auf überzogenen Einspeisevergütungen auszuruhen, ohne einen Beitrag zum Gesamten als "echt leistungsfähige" Versorger beizutragen wenn die Sonne nicht scheint.

    Einmal editiert, zuletzt von das_evu ()

  • Zitat

    Ich kann nur vermuten, dass der Autor des Beitrags eventuell der Führungsebene der VierGroßen sehr nahesteht oder mit denen verwandt ist :roll: Anders kann ich mir diese Hetzerei gegen den Wandel nicht erklären.


    Nein, habe mit der Führungsebene eher wenig zu tun, bearbeite einfach nur Anfragen, und wundere mich hier sowie auch im täglichen Leben über dieses oder jene extrem EEG-motivierte Treiben,welche mir teilweise mit einer völlig inkompetenten Penetranz entgegenschlägt.


    Da hat man wirklich nicht das das Gefühl dass da irgend jemand irgend einen Sinn für für das gesamte Netz, oder auch nur Ansätze eventueller Verantwortlichkeit gemäß EnWG entwickelt hat, hier geht es nur um eigene Interessen und Mammon, das was man uns immer unterstellt kommt hier untermauert mit dem EEG in der krassesten Form von andererer Seite zum Tragen. Anspruchsdenken, eigentlich Lieferant, aber Ansprüche stellen wie ein Kunde.


    Das ist eine absolut absurde Situation, EEG machts möglich, ohne Sinn und Verstand.

    Einmal editiert, zuletzt von das_evu ()